Aṅguttara Nikāya

Das Zehner-Buch

104. Süße und bittere Früchte

Wenn man, ihr Mönche, den Samen der Nimbafrucht oder der Luffagurke oder des Bitterkürbis auf feuchtes Erdreich sät, so bekommt alles, was derselbe an festen oder flüssigen Stoffen anzieht, einen bitteren, scharfen und herben Geschmack. Und warum? Weil eben der Samen ein übler ist.

Ebenso auch, ihr Mönche, ist es mit einem Menschen, dessen Ansicht, Gesinnung, Rede, Handlungsweise, Lebensunterhalt, Streben, Achtsamkeit, Sammlung, Wissen und Befreiung verkehrt sind. Was auch immer er an Taten in Werken, Worten oder Gedanken seiner verkehrten Ansicht entsprechend ausführt und unternimmt; und was da in ihm an Wille, Hoffnungen, Neigungen, geistigen Tendenzen besteht, alle diese Erscheinungen führen dann zu Unerwünschtem, Unerfreulichem, Unangenehmem, zu Unheil und Leiden. Und warum? Weil eben, ihr Mönche, seine Ansicht eine üble ist.

Wenn man, ihr Mönche, auf feuchten Boden Zuckerrohr oder Weinreben pflanzt oder Reiskörner sät, so bekommt alles, was die Pflanze an festen und flüssigen Stoffen anzieht, einen angenehmen, süßen, lieblichen Geschmack. Und warum? Weil eben der Keim ein guter ist.

Ebenso auch, ihr Mönche, ist es mit einem Menschen, dessen Erkenntnis, Gesinnung, Rede, Handlungsweise, Lebensunterhalt, Streben, Achtsamkeit, Sammlung, Wissen und Befreiung richtig sind. Was auch immer er an Taten in Werken, Worten oder Gedanken seiner rechten Erkenntnis entsprechend ausführt und unternimmt; und was da in ihm an Wille, Hoffnungen, Neigungen und geistigen Tendenzen besteht, alle diese Erscheinungen führen dann zu Erwünschtem, Erfreulichem, Angenehmem, zum Segen und Wohl. Und warum? Weil eben seine Erkenntnis eine gute ist.