Aṅguttara Nikāya

Das Zehner-Buch

15. Strebsamkeit

Was es auch immer an Wesen gibt, ihr Mönche, an fußlosen, an Zweifüßern, Vierfüßern oder Vielfüßern, bewußte, unbewußte oder halbbewußte: unter all diesen gilt der Vollendete als der Beste, der Heilige, Vollkommen Erleuchtete. Ebenso, ihr Mönche, haben die heilsamen Dinge alle die Strebsamkeit zur Grundlage und zum Ausgangspunkt; die Strebsamkeit gilt unter ihnen als das Beste.

Gleichwie, ihr Mönche, die Spuren aller fußbegabten Wesen in der Elefantenspur Platz finden, die Elefantenspur als die vorzüglichste gilt hinsichtlich ihrer Größe; ebenso haben die heilsamen Dinge alle die Strebsamkeit zur Grundlage und zum Ausgangspunkt; die Strebsamkeit gilt unter ihnen als das Beste.

  • Oder gleichwie an einem Giebelhause sämtliche Dachsparren zum Giebel streben, sich zum Giebel hin erstrecken, am Giebel sich treffen und der Giebel als ihr Höhepunkt gilt...
  • Oder gleichwie unter allen Wurzeldüften der Duft des schwarzen Sandelholzes als der beste gilt...
  • Oder gleichwie unter allen wohlriechenden Hölzern das rote Sandelholz als das beste gilt...
  • Oder gleichwie unter allen Blumendüften der Jasminduft als der beste gilt...
  • Oder gleichwie alle die kleinen Fürsten sich nach dem Weltherrscher richten und der Weltherrscher für sie als der Beste gilt...
  • Oder gleichwie das Licht keines der Sternbilder auch nur ein Sechzehntel des Mondeslichts ausmacht...
  • Oder gleichwie zur Herbstzeit, am klaren, wolkenlosen Himmel die Sonne, die Lüfte durcheilend, das den ganzen Himmelsraum erfüllende Dunkel zerteilend, glüht und leuchtet und strahlt...
  • Oder gleichwie jene großen Ströme, wie der Ganges, die Jamuna, Aciravati, Sarabhū und Mahī, alle zum Meere eilen, zum Meere hinabfließen, zum Meere abfallen, zum Meere sich senken und das Weltmeer ihnen als das Beste gilt,

ebenso haben die heilsamen Dinge alle die Strebsamkeit zur Grundlage und zum Ausgangspunkt; die Strebsamkeit gilt unter ihnen als das Beste.