Aṅguttara Nikāya

Das Zehner-Buch

59. Wonach der Mönch streben soll

Darum, ihr Mönche, sollt ihr also streben:

  • „Im Geiste echter Mönchsgesinnung soll unser Herz bestärkt werden!
  • Nicht sollen üble, unheilsame Dinge in uns aufsteigen und unser Herz gefesselt halten!
  • In der Vorstellung der Vergänglichkeit soll unser Herz bestärkt werden!
  • In der Vorstellung der Ichlosigkeit soll unser Herz bestärkt werden!
  • In der Vorstellung der Unreinheit (des Körperlichen) soll unser Herz bestärkt werden!
  • In der Vorstellung des Elends soll unser Herz bestärkt werden!
  • Der Welt geraden und krummen Wandel erkennend, soll unser Herz in solcher Vorstellung bestärkt werden!
  • Gewinn und Verlust in der Welt erkennend, soll unser Herz in solcher Vorstellung bestärkt werden!
  • Das Entstehen und Vergehen in der Welt erkennend, soll unser Herz in solcher Vorstellung bestärkt werden!
  • In der Vorstellung des Aufgebens soll unser Herz bestärkt werden!
  • In der Vorstellung der Entsüchtung soll unser Herz bestärkt werden!
  • In der Vorstellung der Erlöschung soll unser Herz bestärkt werden!“ Derart, ihr Mönche, sollt ihr streben!

Hat nun der Mönch sein Herz im Geiste echter Mönchsgesinnung bestärkt, und die aufgestiegenen üblen, unheilsamen Dinge halten sein Herz nicht mehr gefesselt; und hat er sein Herz (in allen jenen Vorstellungen) bestärkt, so mag er eine von beiden Früchten erwarten: noch bei Lebzeiten das Höchste Wissen (der Heiligkeit) oder, wenn noch ein Haftensrest übrigbleibt, die Nichtwiederkehr.