Aṅguttara Nikāya

Das Zehner-Buch

79–80. Groll und seine Überwindung

Zehn Fälle von Groll gibt es, ihr Mönche. Welche zehn?

  1. Im Gedanken: „Er hat mir geschadet“ empfindet man Groll.
  2. Im Gedanken: „Er schadet mir“
  3. „Er wird mir schaden“
  4. „Er hat einem geschadet, der mir lieb und teuer ist“
  5. „Er schadet einem, der mir lieb und teuer ist“
  6. „Er wird einem schaden, der mir lieb und teuer ist“
  7. „Er hat einem geholfen, der mir unlieb und unangenehm ist“
  8. „Er hilft einem, der mir unlieb und unangenehm ist“
  9. „Er wird einem helfen, der mir unlieb und unangenehm ist“,

bei solchen Gedanken empfindet man Groll. Und auch ohne sichtbaren Grund (10.) wird man ärgerlich. Das, ihr Mönche, sind die zehn Fälle von Groll.

Zehn Überwindungen des Grolles gibt es, ihr Mönche. Welche zehn?

„Was nützt es mir zu denken, daß er mir geschadet hat?“, in diesem Gedanken überwindet man den Groll. „Was nützt es mir zu denken, daß er mir schadet—daß er mir schaden wird—daß er den mir Lieben und Teuren geschadet hat—ihnen schadet—ihnen schaden wird—daß er den mir Unlieben und Unangenehmen geholfen hat—ihnen hilft—ihnen helfen wird?“, bei solchen Gedanken überwindet man den Groll. Und auch ohne sichtbaren Grund wird man nicht ärgerlich.

Das, ihr Mönche, sind die zehn Überwindungen des Grolles.