Aṅguttara Nikāya

Das Elfer-Buch

8. Losgelöste Erwägung

Der ehrwürdige Ānanda sprach zum Erhabenen also:

„Mag wohl, o Herr, der Mönch eine solche Sammlung erreichen, daß er nicht Auge und Form erwägt (manasikareyya), nicht Ohr und Ton, Nase und Duft, Zunge und Geschmack, Körper und Körpereindruck, daß er nicht Erde, Wasser, Feuer und Wind erwägt, nicht das Raumunendlichkeitsgebiet, das Bewußtseinsunendlichkeitsgebiet, das Nichtsheitsgebiet, das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung erwägt, weder diese noch jene Welt erwägt, auch nicht das erwägt, was er gesehen, gehört, empfunden, erkannt, erreicht, gesucht, im Geiste erforscht hat, daß er aber dennoch Erwägung besitzt?“

„Ja, Ānanda, wohl mag der Mönch eine solche Sammlung erreichen.“

„Wie aber, o Herr, mag der Mönch eine solche Sammlung erreichen?“

„Da, Ānanda, erwägt der Mönch also: ‚Das ist der Friede, das ist das Erhabene, nämlich der Stillstand aller karmischen Bildekräfte, die Loslösung von allen Daseinsgrundlagen, die Versiegung des Begehrens, die Entsüchtung, Erlöschung, Nibbāna.‘ So, Ānanda, mag der Mönch eine solche Sammlung erreichen, daß er nicht Auge und Form erwägt, nicht Ohr und Ton, Nase und Duft, Zunge und Geschmack, Körper und Körpereindruck, daß er nicht Erde, Wasser, Feuer und Wind erwägt, nicht das Raumunendlichkeitsgebiet, das Bewußtseinsunendlichkeitsgebiet, das Nichtsheitsgebiet, das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung erwägt, weder diese noch jene Welt erwägt, auch nicht das erwägt, was er gesehen, gehört, empfunden, erkannt, erreicht, gesucht, im Geiste erforscht hat, daß er aber dennoch Erwägung besitzt.“