Aṅguttara Nikāya

Das Dreier-Buch

1. Gefahr

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene im Jetahaine bei Sāvatthī, im Kloster des Anāthapindika. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Mönche!“—„Herr“ erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Und der Erhabene sprach:

„Alle Gefahr, ihr Mönche, die da aufsteigt, geht vom Toren aus, nicht vom Weisen. Aller Verdruß, der da aufsteigt, geht vom Toren aus, nicht vom Weisen. Alle Bedrängnis, die da aufsteigt, geht vom Toren aus, nicht vom Weisen.

Gleichwie, ihr Mönche, das in einem rohr- oder strohgedeckten Hause ausgebrochene Feuer auch Giebelhäuser ergreift, die außen und innen getüncht sind, windgeschützt, verriegelt, mit geschlossenen Fenstern—ebenso auch, ihr Mönche, geht alle Gefahr, die da aufsteigt, vom Toren aus, nicht vom Weisen; geht aller Verdruß, der da aufsteigt, vom Toren aus, nicht vom Weisen; geht alle Bedrängnis, die da aufsteigt, vom Toren aus, nicht vom Weisen.

So also, ihr Mönche, bringt der Tor Gefährdung, keine Gefährdung bringt der Weise; bringt der Tor Verdruß, keinen Verdruß bringt der Weise; bringt der Tor Bedrängnis, keine Bedrängnis bringt der Weise. Durch einen Weisen, ihr Mönche, gibt es keine Gefahr, durch einen Weisen gibt es keinen Verdruß, durch einen Weisen gibt es keine Bedrängnis.

Darum, ihr Mönche, sollt ihr danach streben: ‚Jene drei Eigenschaften, an denen man den Toren erkennt, diese wollen wir überwinden! Jene drei Eigenschaften aber, an denen man den Weisen erkennt, diese wollen wir uns zu eigen machen!‘ Das, ihr Mönche, sei euer Streben!“