Aṅguttara Nikāya

Das Dreier-Buch

140. Die drei Rosse I

„Drei Arten junger Rosse will ich euch weisen, ihr Mönche, und drei den jungen Rossen gleichende Männer. So höret denn und achtet wohl auf meine Worte!“—„Ja, o Herr erwiderten die Mönche dem Erhabenen, und der Erhabene sprach also:

„Welches aber sind die drei Arten junger Rosse?

  • Da ist ein junges Roß vollkommen in Geschwindigkeit, aber nicht in Gestalt, nicht in Höhe und Umfang.
  • Da ist ein junges Roß vollkommen in Geschwindigkeit und Gestalt, aber nicht in Höhe und Umfang.
  • Und da ist ein junges Roß vollkommen in Geschwindigkeit, Gestalt, Höhe und Umfang.

Diese drei Arten junger Rosse gibt es.

Welches aber sind die drei den jungen Rossen gleichenden Männer?

  • Da ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit, aber nicht in Gestalt, nicht in Höhe und Umfang.
  • Da ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit und Gestalt, aber nicht in Höhe und Umfang.
  • Und da ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit, Gestalt, Umfang.

Wie aber ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit, aber nicht in Gestalt, nicht in Höhe und Umfang? Da erkennt ein Mönch der Wirklichkeit gemäß, was Leiden ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was die Entstehung des Leidens ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was die Erlöschung des Leidens ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was der Pfad ist, der zur Erlöschung des Leidens führt. Das nenne ich seine Geschwindigkeit. Doch wird er über die höhere Lehre und die höhere Zucht befragt, so gerät er ins Stocken und kann nicht antworten. Das nenne ich seine Mangelhaftigkeit an Gestalt. Nicht erlangt er das Nötige an Gewändern, Almosenspeise, Lagerstatt und Arzneimitteln. Das nenne ich seine Mangelhaftigkeit an Höhe und Umfang. Derart, ihr Mönche, ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit, aber nicht in Gestalt, nicht in Höhe und Umfang.

Wie aber ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit und Gestalt, aber nicht in Höhe und Umfang? Da erkennt ein Mönch der Wirklichkeit gemäß, was Leiden ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was die Entstehung des Leidens ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was die Erlöschung des Leidens ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was der Pfad ist, der zur Erlöschung des Leidens führt. Das nenne ich seine Geschwindigkeit. Und wird er über die höhere Lehre und die höhere Zucht befragt, so antwortet er, gerät nicht ins Stocken. Das nenne ich seine Gestalt. Doch nicht erlangt er das Nötige an Gewändern, Almosenspeise, Lagerstatt und Arzneimitteln. Das nenne ich seine Mangelhaftigkeit an Höhe und Umfang. Derart, ihr Mönche, ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit und Gestalt, aber nicht in Höhe und Umfang.

Wie aber ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit, Gestalt, Höhe und Umfang? Da erkennt ein Mönch der Wirklichkeit gemäß, was Leiden ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was die Entstehung des Leidens ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was die Erlöschung des Leidens ist; erkennt der Wirklichkeit gemäß, was der Pfad ist, der zur Erlöschung des Leidens führt. Das nenne ich seine Geschwindigkeit. Und wird er über die höhere Lehre und die höhere Zucht befragt, so antwortet er, gerät nicht ins Stocken. Das nenne ich seine Gestalt. Er erlangt auch das Nötige an Gewändern, Almosenspeise, Lagerstatt und Arzneimitteln. Das nenne ich seine Höhe und seinen Umfang. Derart, ihr Mönche, ist ein dem jungen Rosse gleichender Mann vollkommen in Geschwindigkeit, Gestalt, Höhe und Umfang.

Diese drei den jungen Rossen gleichenden Männer gibt es, ihr Mönche.“