Aṅguttara Nikāya

Das Dreier-Buch

51–52. Alter, Krankheit und Tod I II

Es begaben sich da zwei alte, ergraute, ergreiste, hoch bejahrte, im Alter vorgerückte Brahmanen, einhundertundzwanzig Jahre zählend, dorthin wo der Erhabene weilte. Dort angelangt, wechselten sie freundlichen Gruß mit dem Erhabenen, und nach Austausch höflicher und zuvorkommender Worte setzten sie sich zur Seite nieder. Seitwärts sitzend sprachen jene Brahmanen zum Erhabenen also:

„Wir, Herr Gotama, sind alte, ergraute, ergreiste, hoch bejahrte, am Alter vorgerückte Brahmanen, einhundertundzwanzig Jahre zählend. Wir haben es versäumt, edle, gute und hilfreiche Werke zu tun. Möge uns der Herr Gotama unterweisen, möge uns der Herr Gotama belehren, auf daß es uns lange zum Heile und Segen gereiche!“

„Wahrlich, alte, ergraute, ergreiste, hoch bejahrte, im Alter vorgerückte Brahmanen seid ihr, einhundertundzwanzig Jahre alt. Und versäumt habt ihr es, edle, gute und hilfreiche Werke zu tun.“

(Schluß in 51:) Es eilt aber, Brahmanen, diese Welt dahin, in Alter, Krankheit und Tod. Während aber die Welt so in Alter, Krankheit und Tod dahineilt, gibt es für einen, der sich jetzt in Werken, Worten und Gedanken beherrscht, nach dem Tode eine Rettung, einen Schutz, ein Eiland, eine Zuflucht, einen Rückhalt.

Gar kurz sind die Tage, es schwindet das Leben;
Für Alterbefallene gibt‘s kein Entrinnen.
Dessen gedenkend, daß Tod dich bedrohet,
Tu gute Taten, die zum Wohl dir gereichen!

Wer hier in Werken sich beherrscht,
in Worten und in seinem Denken,
dem bringt es nach dem Tode Glück,
daß er im Leben Gutes tat.“

(Schluß in 52:) Wie vom Feuer verzehrt, o Brahmanen, wird diese Welt durch Alter, Krankheit und Tod. Während aber diese Welt durch Alter, Krankheit und Tod verzehrt wird, gibt es für einen, der sich jetzt in Werken, Worten und Gedanken beherrscht, nach dem Tode eine Rettung, einen Schutz, ein Eiland, eine Zuflucht, einen Rückhalt.

„Wer einen Schatz gerettet hat
aus einem brennenden Gemach,
hat nur von diesem Schatze Nutzen,
doch nicht von dem, der drinnen brennt.

Gerade so wird diese Welt
verzehrt vom Alter und vom Tod.
Durch Geben mag man Schätze retten,
das Geben bester Retter ist.

Wer hier in Werken sich beherrscht,
in Worten und in seinem Denken,
dem bringt es nach dem Tode Glück,
daß er im Leben Gutes tat.“