Aṅguttara Nikāya

Das Dreier-Buch

78. Der Maßstab der Lebensführung

Es sprach der Erhabene zum ehrwürdigen Ānanda also:

„Ist wohl, Ānanda, jede Art Regeln, Riten und Lebensweise, jede Art Mönchstum und Dienst an einem Ideal von Nutzen?“

„Nicht läßt sich das, o Herr, ohne weiteres beantworten.“

„So mögest du es, Ānanda, erläutern (vibhajassu).“

„Eine Art von Regeln, Riten und Lebensweise, von Mönchstum und Dienst am Ideal, durch die im Ausübenden die schlechten Eigenschaften zunehmen, die guten Eigenschaften aber schwinden, die, o Herr, ist wertlos. Doch eine Art von Regeln, Riten und Lebensweise, von Mönchstum und Dienst am Ideal, durch die im Ausübenden die schlechten Eigenschaften schwinden, die guten Eigenschaften aber zunehmen, die, o Herr, ist von Nutzen.“

So sprach der ehrwürdige Ānanda, und der Meister billigte es. Als nun der ehrwürdige Ānanda merkte, daß der Meister es gebilligt hatte, erhob er sich von seinem Sitze, brachte dem Erhabenen seine Verehrung dar und entfernte sich, dabei dem Erhabenen die Rechte zukehrend.

Kurz nachdem der ehrwürdige Ānanda gegangen war, wandte sich der Erhabene an die Mönche:

„Ein Schulungstüchtiger (sekha) ist Ānanda, und nicht leicht, ihr Mönche, findet man einen, der ihm an Wissen gleich käme.“