Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

11. In allen Körperhaltungen I

Wenn, ihr Mönche, einem Mönch beim Gehen, Stehen, Sitzen oder Wachliegen ein Gedanke der Sinnlichkeit, des Hasses oder der Schädigung anderer aufsteigt, und der Mönch ihn in sich duldet, ihn nicht aufgibt, nicht vertreibt, nicht vernichtet, nicht zum Schwinden bringt, ein solcher Mönch, der in dieser Weise ohne Eifer und Schamgefühl ist, den nennt man ‚ganz und gar lässig und willensschwach‘.

Wenn, ihr Mönche, einem Mönch beim Gehen, Stehen, Sitzen oder Wachliegen ein Gedanke der Sinnlichkeit, des Hasses oder der Schädigung anderer aufsteigt, und der Mönch ihn nicht in sich duldet, ihn aufgibt, vertreibt, vernichtet, zum Schwinden bringt, ein solcher Mönch, der in dieser Weise voll Eifer ist und Schamgefühl, den nennt man ‚ganz und gar willensstark und entschlossen‘.

„Wer gehend, stehend, sitzend oder liegend
Gedanken hegt, die übel, weltgebunden,
hierdurch betört, kommt auf den Abweg er.
Unfähig ist ein solcher Mönch,
höchste Erleuchtung zu erringen.

Doch wer da gehend, stehend, sitzend, liegend
zur Ruhe bringt die üblen Gedanken,
an dieser Geistesstillung Freude findet,
wohl fähig ist ein solcher Mönch,
höchste Erleuchtung zu erringen.“