Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

12. In allen Körperhaltungen II

Der Sittlichkeit ergeben möget ihr weilen, ihr Mönche, der Ordenssatzung ergeben, in der Zucht der Ordenssatzung gezügelt, seid vollkommen im Wandel und Umgang! In den kleinsten Vergehungen die Gefahr sehend, übet euch in den Regeln, die ihr auf euch genommen! Ist aber einer der Sittlichkeit ergeben, der Ordenssatzung ergeben, gezügelt in der Zucht der Ordenssatzung, vollkommen im Wandel und Umgang, sieht er in den kleinsten Vergehungen die Gefahr und übt sich in den Regeln, die er auf sich genommen, was bleibt da ferner zu tun?

Wenn da, ihr Mönche, der Mönch beim Gehen, Stehen, Sitzen und Wachliegen frei ist von Sinnenlust und Ärger, wenn Starrheit und Mattigkeit, Aufgeregtheit und Gewissensunruhe sowie Zweifelsucht (nīvarana) aufgegeben sind, stark ist dann seine Willenskraft, unbeugsam; gewärtig die Achtsamkeit, unverwirrt; gestillt der Körper, unerregt; gesammelt der Geist, einsgeworden. Wenn nun der Mönch in dieser Weise voll Eifer ist und Schamgefühl, dann gilt er als ‚ganz und gar willensstark und entschlossen‘.

„Beherrscht im Gehen, Stehen, Sitzen und im Liegen,
beim Beugen und beim Strecken sei der Mönch beherrscht,
auch seiner ganzen Umwelt sorgsamer Betrachter;
der Dinge Ablauf wird sich ihm dann zeigen,
der Daseinsgruppen Werden und Vergehen.

Wer solchem Wandel eifrig hingegeben,
wer friedlich lebt, mit unerregtem Geist,
den Übungspfad der Geistesstillung pflegend,
zu jeder Zeit voll wacher Achtsamkeit
‚Allzeit entschlossen‘ nennt man solchen Mönch.“