Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

175. Das Leidensende

Einst begab sich der ehrwürdige Upavāna dorthin, wo der ehrwürdige Sāriputta weilte.... Und der ehrwürdige Upavāna sprach zum ehrwürdigen Sāriputta also:

„Wie ist es, Bruder Sāriputta: macht man durch Wissen dem Leiden ein Ende?“

„Das nicht, Bruder.“

„Macht man dann wohl, Bruder Sāriputta, durch seinen (rechten) Wandel dem Leiden ein Ende?“

„Das nicht, Bruder.“

„Macht man dann wohl, Bruder Sāriputta, durch Wissen und (rechten) Wandel dem Leiden ein Ende?“

„Das nicht, Bruder.“

„Macht man wohl aber, Bruder Sāriputta, ohne Wissen und (rechten) Wandel dem Leiden ein Ende?“

„Das nicht, Bruder.“

„Auf die Fragen: ‚Macht man, Bruder Sāriputta, durch Wissen dem Leiden ein Ende—macht man durch rechten Wandel—durch Wissen und Wandel—ohne Wissen und Wandel dem Leiden ein Ende?‘—auf all dies erwiderst du: ‚Das nicht, Bruder.‘ Wie nun aber, Bruder, macht man dann dem Leiden ein Ende?“

  • „Könnte man, o Bruder, durch Wissen dem Leiden ein Ende machen, dann könnte ja einer, während er noch am Leben hängt, dem Leiden ein Ende machen.
  • Könnte man, o Bruder, durch seinen rechten Wandel oder durch Wissen und Wandel dem Leiden ein Ende machen, so könnte ja einer, während er noch am Leben hängt, dem Leiden ein Ende machen.
  • Könnte man aber, o Bruder, ohne Wissen und ohne rechten Wandel dem Leiden ein Ende machen, dann könnte ja selbst der Weltling dem Leiden ein Ende machen; denn der Weltling, o Bruder, ist ohne Wissen und ohne rechten Wandel.

Wahrlich, o Bruder, der im rechten Wandel Unvollkommene versteht und erkennt nicht der Wirklichkeit gemäß; der im Wandel Vollkommene aber versteht und erkennt der Wirklichkeit gemäß.

Der Wirklichkeit gemäß verstehend und erkennend macht man dem Leiden ein Ende.“