Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

177. Rāhulas Unterweisung oder die vierfache Lehre

Einst begab sich der ehrwürdige Rāhula dorthin, wo der Erhabene weilte. Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich seitwärts nieder. Der Erhabene sprach zum ehrwürdigen Rāhula also:

„Was es da, Rāhula, an festem Element beim eigenen Körper gibt und was es da außerhalb an festem Element gibt, das eben ist das feste Element. Und da sollte man der Wirklichkeit gemäß in rechter Weisheit also erkennen: ‚Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.‘ Indem man aber der Wirklichkeit gemäß in rechter Weisheit also erkennt, wird man des festen Elementes überdrüssig, löst sich das Herz vom festen Elemente los.

Was es da, Rāhula, an flüssigem Elemente beim eigenen Körper gibt und was es da außerhalb an flüssigem Element gibt, das eben ist das flüssige Element. Und da sollte man der Wirklichkeit gemäß in rechter Weisheit also erkennen: ‚Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.‘ Indem man aber der Wirklichkeit gemäß in rechter Weisheit also erkennt, wird man des flüssigen Elementes überdrüssig, löst sich das Herz vom flüssigen Elemente los.

Was es da, Rāhula, an Hitze-Element beim eigenen Körper gibt und was es da außerhalb an Hitze-Element gibt, das eben ist das Hitze-Element. Und da sollte man der Wirklichkeit gemäß in rechter Weisheit also erkennen: ‚Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.‘ Indem man aber der Wirklichkeit gemäß in rechter Weisheit also erkennt, wird man des Hitze-Elementes überdrüssig, löst sich das Herz vom Hitze-Element los.

Was es da, Rāhula, an Wind-Element beim eigenen Körper gibt und was es da außerhalb an Wind-Element gibt, das eben ist das Wind-Element. Und da sollte man der Wirklichkeit gemäß in rechter Weisheit also erkennen: ‚Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.‘ Indem man aber der Wirklichkeit gemäß in rechter Weisheit also erkennt, wird man des Wind-Elementes überdrüssig, löst sich das Herz vom Wind-Elemente los.

Wenn nun, Rāhula, der Mönch in diesen vier Elementen weder ein ‚Ich‘ sieht noch etwas, das einem ‚Ich‘ angehört, dann, o Rāhula, sagt man, hat dieser Mönch das Begehren abgeschnitten, hat die Fessel gelöst und durch des Ichdünkels völlige Durchschauung dem Leiden ein Ende gemacht.“