Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

201. Die fünf Sittenregeln

„Den schlechten Menschen will ich euch weisen, ihr Mönche, und den schlechteren Menschen, den guten Menschen und den besseren Menschen. So höret denn und achtet auf meine Worte.“—„Ja, o Herr!“ erwiderten da jene Mönche dem Erhabenen. Und der Erhabene sprach also:

„Wer, ihr Mönche, ist ein schlechter Mensch?

  • Da tötet einer,
  • nimmt Nichtgegebenes,
  • vergeht sich geschlechtlich,
  • lügt und
  • frönt dem Genusse von Rauschmitteln.

Den, ihr Mönche, nennt man einen schlechten Menschen.

Wer aber, ihr Mönche, ist ein schlechterer Mensch?

  • Da tötet einer selber und verleitet andere zum Töten;
  • selber nimmt er Nichtgegebenes,
  • vergeht sich geschlechtlich,
  • lügt,
  • frönt dem Genusse von berauschenden Getränken, und er verleitet dazu andere.

Den, ihr Mönche, nennt man einen schlechteren Menschen.

Wer aber, ihr Mönche, ist ein guter Mensch?

  • Da meidet einer das Töten,
  • das Nehmen von Nichtgegebenem,
  • geschlechtliche Vergehen,
  • das Lügen und
  • den Genuß von Rauschmitteln.

Den, ihr Mönche, nennt man einen guten Menschen.

Wer aber, ihr Mönche, ist ein besserer Mensch?

  • Da meidet einer selber das Töten und spornt andere an, das Töten zu meiden;
  • selber meidet er das Nehmen von Nichtgegebenem,
  • meidet geschlechtliche Vergehen,
  • das Lügen,
  • den Genuß von Rauschmitteln und spornt andere an, dies zu meiden.

Den, ihr Mönche, nennt man einen besseren Menschen.