Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

202. Sieben Eigenschaften

(Die Reden 202–210 beginnen im Urtexte sämtlich mit denselben einleitenden Worten wie die 201. Rede).

Wer, ihr Mönche, ist ein schlechter Mensch? Da ist einer vertrauenslos, schamlos, gewissenlos, unwissend, träge, gedankenlos und töricht. Den, ihr Mönche, nennt man einen schlechten Menschen.

Wer aber, ihr Mönche, ist ein schlechterer Mensch? Da ist einer selber vertrauenslos, und zur Vertrauenslosigkeit verleitet er die anderen; selber ist er schamlos, gewissenlos, unwissend, träge, gedankenlos, töricht, und (zu solchem Verhalten) verleitet er die anderen. Den, ihr Mönche, nennt man einen schlechteren Menschen.

Wer, ihr Mönche, ist ein guter Mensch? Da ist einer vertrauensvoll, voll Schamgefühl und sittlicher Scheu, wissensreich, tatkräftig, achtsam und weise. Den, ihr Mönche, nennt man einen guten Menschen.

Wer aber, ihr Mönche, ist ein besserer Mensch? Da ist einer selber vertrauensvoll, und zur Gewinnung von Vertrauen spornt er die anderen an; selber ist er voller Schamgefühl und sittlicher Scheu, wissensreich, tatkräftig, achtsam und weise, und er spornt die anderen zur Gewinnung dieser Eigenschaften an. Den, ihr Mönche, nennt man einen besseren Menschen.