Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

204. Die zehn Wirkensfährten

(Die Reden 202–210 beginnen im Urtexte sämtlich mit denselben einleitenden Worten wie die 201. Rede).

Wer, ihr Mönche, ist ein schlechter Mensch? Da tötet einer, nimmt Nichtgegebenes, vergeht sich geschlechtlich, lügt, hinterbringt, gebraucht rohe Worte, schwätzt, ist habsüchtig, gehässig und hegt falsche Ansichten. Den, ihr Mönche, nennt man einen schlechten Menschen.

Wer aber, ihr Mönche, ist ein schlechterer Mensch? Da tötet einer selber und verleitet andere zum Töten; selber nimmt er Nichtgegebenes... hegt falsche Ansichten und verleitet andere dazu. Den, ihr Mönche, nennt man einen schlechteren Menschen.

Wer, ihr Mönche, ist ein guter Mensch? Da meidet einer das Töten, das Nehmen von Nichtgegebenem, geschlechtliche Vergehen, das Lügen, Hinterbringen, rohe Rede, Geschwätz; er ist frei von Habsucht und Gehässigkeit und besitzt rechte Erkenntnis. Den, ihr Mönche, nennt man einen guten Menschen.

Wer aber, ihr Mönche, ist ein besserer Mensch? Da meidet einer selber das Töten und spornt andere an, das Töten zu meiden; selber meidet er das Nehmen von Nichtgegebenem, meidet geschlechtliche Vergehen, das Lügen, Hinterbringen, rohe Rede und Geschwätz; selber ist er frei von Habsucht und Gehässigkeit, besitzt rechte Erkenntnis und spornt andere dazu an. Den, ihr Mönche, nennt man einen besseren Menschen.