Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

34. Das höchste Vertrauen

Vier Arten des höchsten Vertrauens gibt es, ihr Mönche. Welche vier?

Was es auch an Wesen gibt, ihr Mönche, an Fußlosen, an Zweifüßern, Vierfüßern oder Vielfüßern, an körperlichen oder körperlosen Wesen, an bewußten, unbewußten oder halb bewußten Wesen: als höchster unter ihnen gilt der Vollendete, der Heilige, der vollkommen Erleuchtete. Jene nun, ihr Mönche, die auf den Erleuchteten vertrauen, die vertrauen auf das Höchste. Denen aber, die auf das Höchste vertrauen, ist höchster Segen (aggo vipāko, ‚höchstes Karma-Ergebnis‘) beschieden.

Was es auch an Gestaltetem (dhammā sankhatā) gibt, als höchstes darunter gilt der edle achtfache Pfad. Jene nun, die dem edlen achtfachen Pfade vertrauen, die vertrauen auf das Höchste. Denen aber, die auf das Höchste vertrauen, ist höchster Segen beschieden.

Was es auch an Gestaltetem und Ungestaltetem (asankhatā) gibt, als höchstes darunter gilt die Entsüchtung, nämlich die Dünkelzerstörung, die Stillung des Durstes, die Vernichtung des Haftens, das Durchbrechen der Daseinsrunde, das Versiegen des Begehrens, die Entsüchtung, das Erlöschen, das Nibbana. Diejenigen nun, die der Lehre der Entsüchtung vertrauen, die vertrauen auf das Höchste. Denen aber, die auf das Höchste vertrauen, ist höchster Segen beschieden.

Was es auch an Jüngerschaften oder Mönchsgemeinden gibt, als höchste unter ihnen gilt die Jüngerschaft des Vollendeten, als da sind die vier Paare der Heiligen, die acht Arten der Heiligen. Diese Jüngerschaft des Erhabenen ist würdig des Opfers, würdig der Gastspende, würdig der Gaben, würdig des ehrfurchtsvollen Grußes, der beste Boden in der Welt für gute Werke. Diejenigen nun, die der Jüngerschaft vertrauen, die vertrauen auf das Höchste. Denen aber, die auf das Höchste vertrauen, ist höchster Segen beschieden.

Diese vier Arten des höchsten Vertrauens gibt es, ihr Mönche.

„Wer Vertrauen hat zum Höchsten
und die höchste Lehre kennt;
wer dem Buddha, als dem Höchsten,
der der größten Ehrung würdig;

wer der Lehre, als dem höchsten
Friedensglücke der Entsüchtung;
wer dem Orden, als dem höchsten,
besten Boden guter Werke
diesen dreien wer vertraut,
auch dem Höchsten Gaben spendet,
dem erwächst der höchste Segen,
hohes Alter, Schönheit, Ruhm,
Glück und Kraft und hohes Ansehen.

Ein Weiser, der dem Höchsten gibt,
ergeben ist der höchsten Lehre,
als Götterwesen oder auch als Mensch
wird höchste Freude ihm zuteil.“