Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

48. Visākha

Einst weilte der Erhabene im Jeta-Hain bei Sāvatthī, im Kloster des Anāthapindika. Zu jener Zeit nun unterwies der ehrwürdige Visākha, der Sohn der Pañcāli, in der Empfangshalle die Mönche in der Lehre, ermahnte, ermutigte und erheiterte sie in gefälliger Rede, die fließend war, fehlerlos in der Aussprache, verständlich im Sinn, vollendet und ungezwungen. Nachdem sich der Erhabene gegen Abend aus seiner Selbstvertiefung erhoben hatte, begab er sich zur Empfangshalle. Dort angekommen, setzte er sich auf vorbereitetem Sitze nieder und sprach zu den Mönchen:

„Wer war es, ihr Mönche, der da in der Empfangshalle die Mönche in der Lehre unterwies, sie ermahnte, ermutigte und erheiterte, in gefälliger Rede, die fließend war, fehlerlos in der Aussprache, verständlich im Sinn, vollendet und ungezwungen?“

„Der ehrwürdige Visākha war es, o Herr, der Sohn der Pañcāli.“

Und der Erhabene sprach zum ehrwürdigen Visākha, dem Sohn der Pañcāli, also:

„Recht so, recht so, Visākha! Gut hast du in der Empfangshalle die Mönche in der Lehre unterwiesen, ermahnt, ermutigt und erheitert, in gefälliger Rede, die fließend war, fehlerlos in der Aussprache, verständlich im Sinn, vollendet und ungezwungen!“

„Nicht kennt man, ohne daß er spricht,
den Weisen unter Toren aus;
doch wenn er spricht, so kennt man ihn,
da zum Nibbāna hin den Pfad er weist.

Beleuchte, künde gut die Wahrheit,
der Heiligen Banner richte auf!
Ihr Banner ist das wohlgesprochene Wort:
der Heiligen Banner ist die Lehre.“