Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

69. Die vier Kämpfe

Vier Kämpfe gibt es, ihr Mönche. Welche vier?

  • Den Kampf zur Vermeidung,
  • den Kampf zur Überwindung,
  • den Kampf zur Entfaltung,
  • den Kampf zur Erhaltung.

Was aber, ihr Mönche, ist der Kampf zur Vermeidung?

  • Da erzeugt der Mönch in sich den Willen, nicht aufgestiegene üble, unheilsame Dinge nicht aufsteigen zu lassen; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, spornt seinen Geist an und kämpft darum. Das nennt man den Kampf zur Vermeidung.

Was aber ist der Kampf zur Überwindung?

Da erzeugt der Mönch in sich den Willen, aufgestiegene üble, unheilsame Dinge zu überwinden; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, spornt seinen Geist an und kämpft darum. Das nennt man den Kampf zur Überwindung.

Was aber ist der Kampf zur Entfaltung?

Da erzeugt der Mönch in sich den Willen, nicht aufgestiegene heilsame Dinge aufsteigen zu lassen; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, spornt seinen Geist an und kämpft darum. Das nennt man den Kampf zur Entfaltung.

Was aber ist der Kampf zur Erhaltung?

Da erzeugt der Mönch in sich den Willen, aufgestiegene heilsame Dinge zu festigen, nicht schwinden zu lassen, sondern sie zu Wachstum und voller Entfaltung zu bringen; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, spornt seinen Geist an und kämpft darum. Das nennt man den Kampf zur Erhaltung.

Diese vier Kämpfe gibt es, ihr Mönche.

„Überwindung und Vermeidung,
die Entfaltung und Erhaltung:
diese vier gewaltigen Kämpfe
wies des Lichtes hehrer Sproß.
Und wer darin voller Eifer,
mag des Leids Versiegung finden.“