Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

74. Die Schwiegertochter

Gleichwie, ihr Mönche, die Schwiegertochter unmittelbar nach der Nacht oder dem Tage, an dem sie ihrem Gatten zugeführt wird, in Gegenwart der Schwiegermutter, des Schwiegervaters und des Gatten, ja selbst der Diener und Knechte übertriebene Scham und Scheu an den Tag legt, sie aber bald darauf infolge des Zusammenlebens und der Vertrautheit zu Schwiegermutter, Schwiegervater und ihrem Gatten spricht: „Geht! Geht! Was wißt ihr denn!“

Ebenso auch, ihr Mönche, legt der Mönch unmittelbar nach der Nacht oder dem Tage, an dem er aus dem Hause in die Hauslosigkeit zog, in Gegenwart der Mönche und Nonnen, der Laienjünger und Laienjüngerinnen, ja selbst der Klosterdiener und Schüler, übertriebene Scham und Scheu an den Tag; bald darauf aber, infolge des Zusammenlebens und der Vertrautheit, spricht er sogar zu seinen Lehrern und Beratern: „Geht! Geht! Was wißt ihr denn!“

Darum, ihr Mönche, sei euer Streben: „Mit einem der jungen Schwiegertochter gleichenden Herzen wollen wir leben!“ Das, ihr Mönche, sei euer Streben!