Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

174. Fünf schreckliche Übel

Der Erhabene sprach zu Anāthapindika, dem Hausvater:

„Wer, o Hausvater, fünf schreckliche Übel nicht überwunden hat, der gilt als sittenlos und erscheint in der Hölle wieder. Welche fünf? Das Töten, das Nehmen von Nichtgegebenem, geschlechtliche Ausschreitung, Lüge und der Genuß von Rauschmitteln.

Wer aber diese fünf schrecklichen Übel überwunden hat, der gilt als sittenrein und erscheint auf glücklicher Daseinsfährte wieder.

Während, o Hausvater, derjenige, der tötet, auf Grund des Tötens schreckliches Übel erzeugt in der Gegenwart, schreckliches Übel erzeugt in künftigem Dasein und auch in seinem Inneren Schmerz und Mißstimmung empfindet; so erzeugt, wer das Töten meidet, weder gegenwärtig noch in künftigem Dasein schreckliche Übel, und er empfindet innerlich keinen Schmerz, keine Mißstimmung.

Während, o Hausvater, derjenige, der Nichtgegebenes nimmt, geschlechtliche Ausschreitung begeht, lügt, Rauschmittel genießt, auf Grund davon gegenwärtig und in künftigem Dasein schreckliche Übel eneugt und auch in seinem Inneren Schmerz und Mißstimmung empfindet; so erzeugt, wer dieses meidet, weder gegenwärtig noch in künftigem Dasein schreckliche Übel, und er empfindet innerlich keinen Schmerz, keine Mißstimmung. Jene schrecklichen Übel sind eben in ihm erloschen.

Wer Lebewesen wehe tut,
verlogen ist in seinem Wort,
an fremdem Gute sich vergreift
und seines Nachbarn Weib verführt,
dem Branntwein- und dem Weingenuß
voll Eifer hingegeben ist:
Wer diese Übel nicht verwirft,
der gilt fürwahr als sittenlos;
und wenn dereinst sein Leib zerbricht,
eilt solch ein Tor zur Hölle hin.

Wer keinem Wesen wehe tut,
kein falsches Wort entschlüpfen läßt,
sich nie an fremdem Gut vergreift,
nicht seines nächsten Weib verführt,
zu Branntwein- und zu Weingenuß
sich niemals hingezogen fühlt:

Wer dieser Übel sich enthält,
der gilt fürwahr als sittenrein;
und wenn dereinst sein Leib zerbricht,
eilt himmelwärts der weise Mann.