Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

26. Fünf Befreiungswege

Fünf Befreiungswege gibt es, ihr Mönche, auf denen dem strebsam, eifrig, selbstentschlossen verweilenden Mönche der unbefreite Geist befreit wird, die unversiegten Triebe zur Versiegung gelangen und er des bisher unerreichten höchsten Friedens (yogakkhema) teilhaftig wird. Welches sind diese fünf?

Da, ihr Mönche, weist der Meister oder ein würdiger Ordensbruder dem Mönche die Lehre. Und soweit, ihr Mönche, der Meister oder der würdige Ordensbruder dem Mönche die Lehre darlegt, soweit versteht er die Lehre und ihren Sinn. Die Lehre und ihren Sinn verstehend, steigt dabei Freude in ihm auf; im Erfreuten erhebt sich Verzückung; verzückten Herzens wird sein Inneres beruhigt; innerlich beruhigt, empfindet er Glück; und des Glücklichen Geist sammelt sich. Das, ihr Mönche, ist der erste Befreiungsweg, auf dem einem strebsam, eifrig, selbstentschlossen weilenden Mönch der unbefreite Geist befreit wird, die unversiegten Triebe zur Versiegung gelangen und er des bisher unerreichten höchsten Friedens teilhaftig wird.

Ferner, ihr Mönche: da weist zwar nicht der Meister oder ein würdiger Ordensbruder dem Mönche die Lehre, sondern soweit der Mönch die Lehre gehört und gelernt hat, soweit legt er sie den anderen ausführlich dar. Während er den anderen die gehörte und gelernte Lehre ausführlich darlegt, versteht er dabei die Lehre und ihren Sinn. Die Lehre und ihren Sinn verstehend, steigt dabei Freude in ihm auf... Das, ihr Mönche, ist der zweite Befreiungsweg...

Oder: soweit er die Lehre gehört und gelernt hat, sagt er sie sich ausführlich her... Das, ihr Mönche, ist der dritte Befreiungsweg...

Oder: soweit er die Lehre gehört und gelernt hat, soweit sinnt und denkt er über sie nach... Das, ihr Mönche, ist der vierte Befreiungsweg...

Oder: er hat einen gewissen Gegenstand der Geistessammlung gründlich erfaßt, gründlich erwogen, gut verstanden, in Weisheit gut durchdrungen. Und soweit er nun diesen Gegenstand der Geistessammlung gründlich erfaßt hat, ihn gründlich erwogen, gut verstanden und in Weisheit gut durchdrungen hat, soweit versteht er die Lehre und ihren Sinn. Die Lehre und ihren Sinn verstehend, steigt dabei in ihm Freude auf; im Erfreuten erhebt sich Verzückung; verzückten Herzens wird sein Inneres beruhigt; innerlich beruhigt, empfindet er Glück; und des Glücklichen Geist sammelt sich. Das, ihr Mönche, ist der fünfte Befreiungsweg, auf dem einem strebsamen, eifrigen, selbstentschlossen weilenden Mönch der unbefreite Geist befreit wird, die unversiegten Triebe zur Versiegung gelangen und er des bisher unerreichten höchsten Friedens teilhaftig wird.

Diese fünf Befreiungswege gibt es, ihr Mönche.