Aṅguttara Nikāya

Das Sechser-Buch

32–33. Sechs förderliche Dinge I II

Diese Nacht, ihr Mönche, zu vorgerückter Stunde, kam ein himmlischer Geist zu mir heran, in seiner strahlenden Schönheit den ganzen Jetahain erleuchtend. Nachdem er mich ehrerbietig begrüßt hatte, stand er zur Seite und sprach:

„Sechs Dinge, o Herr, gereichen dem Mönche zur Förderung. Welche sechs?

(32)

  1. Achtung vor dem Meister,
  2. Achtung vor der Lehre,
  3. Achtung vor der Mönchsgemeinde,
  4. Achtung vor der geistigen Schulung,
  5. Achtung vor ernstem Streben,
  6. Achtung vor freundlicher Hilfsbereitschaft (patisanthāra).

(33)

  1. Achtung vor dem Meister,
  2. Achtung vor der Lehre,
  3. Achtung vor der Mönchsgemeinde,
  4. Achtung vor der geistigen Schulung,
  5. Achtung vor dem Schamgefühl,
  6. Achtung vor der sittlichen Scheu.

Diese sechs Dinge, o Herr, gereichen dem Mönche zur Förderung.“

Also sprach jener himmlische Geist. Darauf begrüßte er mich ehrerbietig und, mir die Rechte zukehrend, verschwand er auf der Stelle.

(32)

„Wer Ehrfurcht vor dem Meister hat, der Lehre und der Jüngerschaft, wer ernstes Streben schätzt und ehrt, und werthält auch die Freundlichkeit, ist keines Rückschritts fähig mehr, ist dem Nibbāna nicht mehr fern.“

(33)

„Wer Ehrfurcht vor dem Meister hat, der Lehre und der Jüngerschaft, voll Scham ist und Gewissensscheu und Rücksicht sowie Achtung zeigt, ist keines Rückschritts fähig mehr, ist dem Nibbāna nicht mehr fern.“