Aṅguttara Nikāya

Das Siebener-Buch

58. Ohne Furcht und Tadel

In vier Dingen, ihr Mönche, braucht der Vollendete sich nicht in acht zu nehmen, und in dreien ist er untadelhaft.

In welchen vier Dingen aber braucht sich der Vollendete nicht in acht zu nehmen? Der Vollendete, ihr Mönche, ist

  1. von lauterem Wandel in Werken,
  2. von lauterem Wandel in Worten,
  3. von lauterem Wandel in Gedanken und
  4. von lauterer Lebensweise.

Nicht gibt es bei ihm schlechten Wandel in Werken, Worten oder Gedanken und keine unrechte Lebensweise, so daß er sich in acht zu nehmen brauchte, damit dies keiner bei ihm merke. In diesen vier Dingen braucht sich also der Vollendete nicht in acht zu nehmen.

In welchen drei Dingen aber ist er untadelhaft.

Richtig verkündet, ihr Mönche, hat der Vollendete die Lehre. Daß nun da ein Asket oder Priester, ein guter oder böser Geist, ein Gott oder irgend jemand in der Welt berechtigterweise mir vorwerfen könnte, daß ich die Lehre nicht richtig verkündet hätte, eine solche Möglichkeit sehe ich nicht. Und da ich eine solche Möglichkeit nicht sehe, bleibe ich eben ruhig, ohne Furcht, voller Selbstvertrauen.

Richtig gewiesen, ihr Mönche, habe ich den Jüngern den zum Nibbāna führenden Pfad, auf dem wandelnd meine Jünger nach Versiegung der Triebe noch bei Lebzeiten die von Trieben freie Gemütserlösung und Weisheitserlösung gewinnen, sie selber erkennend und verwirklichend. Daß nun da ein Asket oder Priester, ein guter oder böser Geist, ein Gott oder irgend jemand in der Welt berechtigterweise mir vorwerfen könnte, daß ich diesen Pfad nicht richtig gewiesen hätte, eine solche Möglichkeit sehe ich nicht. Und da ich eine solche Möglichkeit nicht sehe, bleibe ich eben ruhig, ohne Furcht, voller Selbstvertrauen.

Viele Hunderte meiner Jünger haben, nach Versiegung der Triebe, noch bei Lebzeiten die von Trieben freie Gemütserlösung und Weisheitserlösung gewonnen, sie selber erkennend und verwirklichend. Daß nun da ein Asket oder Priester, ein guter oder böser Geist, ein Gott oder irgend jemand in der Welt berechtigterweise mir vorwerfen könnte, daß dem nicht so sei, eine solche Möglichkeit sehe ich nicht. Und da ich eine solche Möglichkeit nicht sehe, bleibe ich eben ruhig, ohne Furcht, voller Selbstvertrauen. In diesen drei Dingen ist er untadelhaft.

Das also, ihr Mönche, sind die vier Dinge, in denen sich der Vollendete nicht in acht zu nehmen braucht, und in diesen dreien ist er untadelhaft.