Aṅguttara Nikāya

Das Siebener-Buch

73. Schmähung der Edlen

„Einst, ihr Mönche,

  • da lebte ein Meister und Glaubensstifter namens Sunetta, der frei war von Gier nach den Sinnendingen.
  • Und es lebte einst ein Meister und Glaubensstifter namens Mūgapakkha
  • namens Aranemi
  • namens Kuddālaka
  • namens Hatthipāla
  • namens Jotipāla
  • namens Araka, der frei war von Gier nach den Sinnendingen.

Dieser Meister aber hatte viele Hunderte von Jüngern. Und diesen Jüngern wies er den Weg zur Wiedergeburt unter den Göttern der Brahmawelt. Diejenigen nun, die kein Vertrauen zeigten, als der Meister den Weg zur Wiedergeburt in der Brahmawelt wies, alle diese gelangten beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, in niederes Dasein, auf eine Leidensfährte, in die Daseinsabgründe, zur Hölle. Diejenigen aber, die Vertrauen zeigten, alle diese gelangten beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf glückliche Fährte, in himmlische Welt.

Was meint ihr, o Mönche? Wenn da einer diese sieben Meister und Glaubensstifter, die von den Sinnendingen abgewandten, um die sich viele Hunderte von Jüngern scharten, in boshafter Gesinnung beschimpfte oder schmähte, würde nicht ein solcher große Schuld auf sich laden?“

—„Gewiß, o Herr.“

—„Wer aber, ihr Mönche, einen einzigen von Erkenntnis erfüllten Menschen (d.i. ein Stromergriffener, sotāpanna) in boshafter Gesinnung beschimpft oder schmäht, der ladet eine noch größere Schuld auf sich. Und warum? Weil es eben außerhalb dieser Lehre keine solch schwere Verschuldung gibt wie die gegen die eigenen Ordensbrüder. Darum, ihr Mönche, hat man danach zu streben: ‚Nicht wollen wir gegen unsere Ordensbrüder boshaft gesinnt sein!‘ Danach, ihr Mönche, hat man zu streben.“