Aṅguttara Nikāya

Das Siebener-Buch

8–9. Sieben Fesseln I II

Zur Überwindung und Durchbrechung von sieben Fesseln, ihr Mönche, führt man den Heiligen Wandel. Von welchen sieben Fesseln?

Zur Überwindung und Durchbrechung

  1. der Fessel der Zuneigung,
  2. der Fessel der Abneigung,
  3. der Fessel der Ansichten,
  4. der Fessel der Zweifelsucht,
  5. der Fessel des Dünkels,
  6. der Fessel der Daseinsgier und
  7. der Fessel der Unwissenheit.

Sind nun in einem Mönche diese sieben Fesseln überwunden, gründlich zerstört, wie eine Fächerpalme ihrem Boden entrissen, durchaus vernichtet und dem Neuentstehen nicht mehr ausgesetzt, so sagt man, ihr Mönche, von diesem Mönch, daß er das Begehren abgeschnitten hat, die Fesseln abgestreift und durch des Dünkels völlige Durchschauung ein Ende gemacht hat dem Leiden.

(Text 8 enthält lediglich eine Aufzählung der sieben Fesseln.)