Aṅguttara Nikāya

Das Achter-Buch

25. Der Laienjünger I

Einstmals weilte der Erhabene im Feigenbaum-Kloster bei Kapilavatthu. Da begab sich der Sakyer Mahānāma (er steht an der Spitze der Spender erlesener Speisen) zum Erhabenen... und sprach also:

„Inwiefern, o Herr, gilt man als Laienjünger (upāsaka)?“

—„Wenn man, Mahānāma, zum Erleuchteten Zuflucht genommen hat, zur Lehre Zuflucht genommen hat und zur Mönchsgemeinde Zuflucht genommen hat: insofern Mahānāma, ist man ein Laienjünger.“

„Inwiefern aber, o Herr, ist man als Laienjünger sittenrein?“

„Wenn, Mahānāma, der Laienjünger sich des Tötens enthält; wenn er sich davon enthält, Nichtgebenes zu nehmen; sich vom schlechten Wandel in Sinnenlüsten enthält; sich der Lüge enthält und des Genusses von Rauschmitteln, die Lässigkeit verursachen—insofern, Mahānāma, ist ein Laienjünger sittenrein.“

—„Inwiefern aber, o Herr, wandelt ein Laienjünger zum eigenen Heil, doch nicht zum Heile anderer?“

—„Wenn, Mahanama, ein Laienjünger zwar selber Vertrauen, Sittlichkeit und Freigebigkeit besitzt, die Mönche gerne aufsucht, gerne die Gute Lehre hört, die gehörten Lehren behält, den Sinn der gehörten Lehren erwägt, die Lehre und ihre Auslegung kennend im Einklang mit der Lehre lebt, doch nicht die anderen zu all dem anspornt—insofern, Mahānāma, wandelt ein Laienjünger zum eigenen Heil, doch nicht zum Heile anderer.“

—„Inwiefern aber, o Herr, wandelt ein Laienjünger sowohl zum eigenen Heile als auch zum Heile anderer?“

—„Wenn, Mahānāma, ein Laienjünger selber Vertrauen, Sittlichkeit und Freigebigkeit besitzt, die Mönche gerne aufsucht, gerne die Gute Lehre hört, die gehörten Lehren behält, den Sinn der gehörten Lehren erwägt, die Lehre und ihre Auslegung kennend im Einklang mit der Lehre lebt, und wenn er auch die anderen zu all dem anspornt—insofern, Mahānāma, wandelt ein Laienjünger sowohl zum eigenen Heile als auch zum Heile anderer.“