Aṅguttara Nikāya

Das Achter-Buch

56. Das Elend der Sinnenlüste

Als eine Gefahr, ihr Mönche, bezeichnet man die Sinnenlüste, als ein Leiden, eine Krankheit, ein Geschwür, einen Stachel, eine Fessel, als einen Morast und eine Brutstätte.

Warum aber, ihr Mönche, bezeichnet man die Sinnenlüste als eine Gefahr? In Sinnengier entbrannt, wird der in seiner Begehrlichkeit Verstrickte nicht frei von den Gefahren gegenwärtigen Daseins, wird er nicht frei von den Gefahren künftigen Daseins. Darum bezeichnet man die Sinnenlüste als eine Gefahr.

Warum aber bezeichnet man die Sinnenlüste als ein Leiden—eine Krankheit ein Geschwür—einen Stachel—eine Fessel—einen Morast—eine Brutstätte? In Sinnengier entbrannt, wird der in seiner Begehrlichkeit Verstrickte nicht frei von der Brutstätte gegenwärtigen Daseins, wird er nicht frei von der Brutstätte künftigen Daseins. Darum bezeichnet man die Sinnenlüste als eine Brutstätte.

Als Fährnis, Leiden, Siechtum, Schwären,
als Fessel, Stachel und als Sumpf
und auch als Brutstätte der Leiden
bezeichnet man die Sinnenlüste,
woran die große Menge hängt.
Vom Lieblich-Schönen überwältigt,
zu neuem Schoße eilt sie hin.

Doch wenn den Mönch, der eifrig kämpft,
die Geistesklareit nicht verläßt,
mag er aus diesem Sumpf sich retten,
dem man nur schwer entrinnen kann,
und schauen, wie die Welt sich quält,
versunken in Geburt und Tod.