Aṅguttara Nikāya

Das Achter-Buch

57–58. Der würdige Mönch

Ein Mönch, der acht Eigenschaften besitzt, ist würdig der Opfer, würdig der Gastspende, würdig der Gaben, würdig des ehrfurchtsvollen Grußes und ist der beste Boden für gute Werke in der Welt. Welches sind diese acht Eigenschaften?

(57)

  1. Da ist der Mönch sittenrein.
  2. Er ist wissensreich.
  3. Er pflegt Umgang mit edlen Freunden, edlen Gefährten, edlen Genossen.
  4. Er besitzt rechte Erkenntnis, hat richtige Anschauungen.
  5. Der vier Vertiefungen, der erhaben-geistigen, gegenwärtiges Glück bringenden, wird er nach Wunsch teilhaftig, ohne Mühe und Schwierigkeit.
  6. Er erinnert sich mancher früherer Daseinsformen.
  7. Mit dem himmlischen Auge, dem geklärten, übermenschlichen, sieht er, wie die Wesen schwinden und wiedererscheinen.
  8. Durch Versiegung der Triebe hat er schon bei Lebzeiten die triebfreie Gemütserlösung und Weisheitserlösung selber erkannt, verwirklicht und sich zu eigen gemacht.

(58)

  1. Da ist der Mönch sittenrein.
  2. Er ist wissensreich.
  3. Willenskraft eignet ihm.
  4. Im Walde wohnt er, in abgeschiedener Behausung.
  5. Über Lust und Unlust hat er Gewalt, beherrscht die jeweils aufsteigende Unlust.
  6. Über Furcht und Angst hat er Gewalt, beherrscht die jeweils aufsteigende Furcht und Angst.
  7. Der vier Vertiefungen wird er nach Wunsch teilhaftig, ohne Mühe und Schwierigkeit.
  8. Durch Versiegung der Triebe hat er schon bei Lebzeiten die triebfreie Gemütserlösung und Weisheitserlösung selber erkannt, verwirklicht und sich zu eigen gemacht.