Aṅguttara Nikāya

Das Neuner-Buch

25. Vollkommene Geistesentfaltung I

Wenn, ihr Mönche, ein Mönch seinen Geist in Weisheit voll und ganz entfaltet hat, so kann er mit Recht von sich sagen: „Versiegt ist die Wiedergeburt, erfüllt der heilige Wandel, getan ist, was zu tun war; nichts Weiteres mehr nach diesem hier.“ Wie aber, ihr Mönche, hat ein Mönch seinen Geist in Weisheit voll und ganz entfaltet?

Wenn er erkennt: „Frei ist mein Geist von Gier“, so hat er in dieser Weise seinen Geist in Weisheit voll und ganz entfaltet. Wenn er erkennt: „Frei ist mein Geist von Haß, frei von Verblendung; nicht mehr unterworfen der Gier, dem Hasse, der Verblendung; nicht mehr imstande ist mein Geist, zu sinnlichem Dasein zurückzuführen, zu feinkörperlichem oder unkörperlichem Dasein zurückzuführen“, so hat er in dieser Weise seinen Geist in Weisheit voll und ganz entfaltet.