Itivuttaka 42

Zwei Tugenden

Gesagt wurde dies vom Erhabenen, gesagt von dem Heiligen, So habe ich gehört:

„Diese zwei hellen Tugenden, ihr Jünger, beschützen die Welt. Welche zwei? Scham und Feinfühligkeit. Wenn, ihr Jünger, diese zwei hellen Tugenden die Welt nicht beschützten, so würde hienieden nicht darauf geachtet werden, ob dies die Mutter, jenes der Mutter Schwester, dies das Weib des Mutterbruders, jenes die Gattin des Unterweisers, oder ob jenes die Frauen der Lehrer sind; die Welt würde in eine allgemeine Vermischung geraten, wie Ziegen und Schafe, Hühner und Schweine, Hunde und Schakale. Da nun aber, ihr Jünger, diese zwei hellen Tugenden die Welt beschützen, deshalb wird darauf geachtet, ob dies die Mutter, jenes der Mutter Schwester, dies das Weib des Mutterbruders, jenes die Gattin des Unterweisers, oder ob jenes die Frauen der Lehrer sind.“

Dies sprach der Erhabene; daher heißt es mit Bezug hierauf folgendermaßen:

Jene, bei denen Scham und Feinfühligkeit allezeit angetroffen wird, die steigen auf ihrem Wege zu (Wieder-)Geburt und Tod als ganz rein herab. Und für die Trefflichen, bei denen Scham und Feinfühligkeit allzeit festgegründet ist, deren reiner Wandel in Blüte steht, ist das Wiederwerden vernichtet.“

Auch dies ist vom Erhabenen gesagt worden, So habe ich gehört.