Itivuttaka 53

Die Gefühle (II)

Gesagt wurde dies vom Erhabenen, gesagt von dem Heiligen, So habe ich gehört:

„Diese drei Gefühle gibt es, ihr Jünger. Welche drei? Das freudige Gefühl, das leidige Gefühl, das nicht-leidige, nicht-freudige Gefühl. Das freudige Gefühl, ihr Jünger, ist als leidvoll anzusehen; das leidige Gefühl ist als ein Stachel anzusehen; das nicht-leidige, nicht-freudige Gefühl ist als vergänglich anzusehen. Insofern nun, ihr Jünger, das freudige Gefühl von einem Jünger als leidvoll angesehen ist, das leidige Gefühl als ein Stachel angesehen ist, das nicht-leidige, nicht-freudige Gefühl als vergänglich angesehen ist,—wird derselbe, ihr Jünger, ein edler, klar sehender Jünger genannt; abgeschnitten hat er den ‚Durst‘, gesprengt die Fessel; durch völliges Durchdringen des Dünkels hat er dem Leiden ein Ende gemacht.“

Dies sprach der Erhabene; daher heißt es mit Bezug hierauf folgendermaßen:

„Wer das Freudige als leidig ansah, das Leidige als einen Stachel ansah, das, was nicht-leidig, nicht-freudig war, als vergänglich ansah, der ist wahrlich ein klar sehender Jünger, insofern er unter diesen Bedingungen erlöst wird. Er, der vollendet ist in höherem Wissen81) und ruhig geworden, der ist fürwahr ein die Anhaftungen überwindender Weiser.“

Auch dies ist vom Erhabenen gesagt worden, So habe ich gehört.