Itivuttaka 89

Devadatta

(Gesagt wurde dies vom Erhabenen, gesagt von dem Heiligen, So habe ich gehört:)

„Von drei verderblichen Dingen übermannt und geistig eingenommen, ihr Jünger, ist Devadatta unrettbar für ein Weltalter dem Abgrund verfallen, der Hölle verfallen. Von welchen dreien? Von üblem Begehren übermannt und geistig eingenommen, ihr Jünger, ist Devadatta unrettbar für ein Weltalter dem Abgrund verfallen, der Hölle verfallen. Von üblem Umgang übermannt und geistig eingenommen, ihr Jünger, ist Devadatta unrettbar für ein Weltalter dem Abgrund verfallen, der Hölle verfallen. Während nun aber mehr zu tun gewesen wäre, ist er durch die Erlangung rein weltlicher Konzentration auf halber Fährte zum Ende gekommen. Von diesen drei verderblichen Dingen also übermannt und geistig eingenommen, ihr Jünger, ist Devadatta unrettbar für ein Weltalter dem Abgrund verfallen, der Hölle verfallen.“

(Dies sprach der Erhabene; daher heißt es mit Bezug hierauf folgendermaßen:)

„Wahrlich, es möge niemand in der Welt mit üblem Begehren (behaftet) erscheinen; so erfahret denn hierdurch, wie der Weg der mit bösen Wünschen Behafteten ist. Devadatta, der als weise galt, der als ein Selbsterweckter auserwählt war, stand da, leuchtend durch Ruhm—so habe ich gehört. Er verfiel in Nachlässigkeit und versündigte sich an dem Vollendeten; da gelangte er in die Avīci-Hölle, die viertorige, grauenvolle. Denn wer einen Schuldlosen, der nichts Böses tut, verletzt, den Verdorbenen, Ruchlosen, trifft das Unheil. Wer da glaubt, das Meer mit einem Napf voll Gift zu verderben, kann es dadurch nicht besudeln, denn groß ist ja der Ozean im Vergleich zu jenem (Giftnapf). Ebenso ist es, wenn jemand den Vollendeten durch Worte bedroht: Die Worte reichen nicht heran an ihn, der richtig gegangen und dessen Geist beruhigt ist Einen solchen mache sich zum Freunde und diene ihm der Verständige; ein Mönch, der dessen Pfad verfolgt, mag die Vernichtung des Leidens erreichen.“

(Auch dies ist vom Erhabenen gesagt worden, So habe ich gehört.)