Jātaka 408

Die Erzählung von dem Töpfer (Kumbhakara-Jātaka)

„Den Mango sah ich“

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die Besiegung der Sinnlichkeit.

Die Begebenheit wird im Paniya-Jātaka (Jātaka 459) erzählt werden.

Damals aber stieg zu Savatthi in fünfhundert Freunden, die Mönche geworden waren und in dem Kloster wohnten, dessen Boden mit Millionen belegt war, zur Zeit der Mitternacht ein Gedanke der Lust auf. Der Meister nun betrachtet seine Schüler bei Nacht dreimal und bei Tage dreimal, im ganzen also sechsmal, und behütet sie wie eine Dohle ihr Ei, wie ein Yakweibchen ihr Junges, wie eine Mutter ihren lieben Sohn, wie ein Einäugiger sein Auge, und er unterdrückt bei ihnen eine Begierde in dem Augenblick, da sie entsteht. Während er also an diesem Tage zur Mitternachtszeit das Jetavana betrachtete, merkte er, dass jene Mönche ein sinnlicher Gedanke befallen habe. Da dachte er: „Wenn im Innern dieser Mönche diese Begierde wächst, wird sie die Wurzel der Heiligkeit zerstören. Sogleich werde ich ihre Befleckung überwinden und ihnen zur Heiligkeit verhelfen.“

Er verließ daher sein duftendes Gemach, rief Ananda herbei und sagte ihm, er solle alle Mönche versammeln, die in dem Hause wohnten, dessen Boden mit Millionen belegt war. Als dies geschehen war, setzte er sich auf den geschmückten Buddhasitz. Darauf sprach er: „Ihr Mönche, man darf nicht in der Gewalt von Begierden bleiben, die im Innern aufsteigen. Denn wenn die Begierde wächst, so bringt sie gleich einem Feinde schweres Verderben. Ein Mönch muss auch eine kleine sinnliche Begierde unterdrücken. In der Vorzeit haben Weise, obwohl sie nur einen ganz geringen Anhaltspunkt dazu bemerkten, doch die in ihrem Innern aufsteigende Lust unterdrückt und sind dadurch der Teilerleuchtung teilhaftig geworden.“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva in einem Dorfe am Tore der Stadt Benares in einer Töpferfamilie seine Wiedergeburt. Nachdem er herangewachsen war, unterhielt er seine Familie. Er bekam einen Sohn und eine Tochter und ernährte Frau und Kinder durch die Ausübung seines Töpferhandwerks.

Damals lebte im Königreiche Kalinga in der Stadt Dantapura ein König namens Karandu. Dieser begab sich einmal mit großem Gefolge nach seinem Parke. Am Parktore sah er einen Mangobaum, der eine Fülle von süßen Früchten trug. Da er sich auf dem Rücken seines Elefanten befand, streckte er die Hand aus und ergriff einen Büschel der Mangofrüchte. Dann ging er in den Park hinein, setzte sich auf seinen königlichen Steinsitz, gab denen davon, denen man zu geben pflegte, und aß selbst. Nachdem aber der König genommen hatte, durften auch die übrigen davon nehmen; daher warfen auch die Minister, die Brahmanen, Hausväter usw. die Mangofrüchte vom Baume herab und verzehrten sie. Sie kamen wieder und wieder, stiegen den Baum hinauf, schlugen mit Keulen darauf, brachen die Zweige voneinander ab und aßen die Früchte auf, ohne selbst eine unreife übrig zu lassen.

Nachdem sich der König am Tage in seinem Parke vergnügt hatte, setzte er sich zur Abendzeit wieder auf den Rücken seines prächtig geschmückten Elefanten und ritt zurück. Da sah er den Baum. Er stieg von seinem Elefanten herab und dachte bei sich: „Dieser Baum stand am Morgen da in der Fülle seiner Früchte weithin leuchtend, dass man sich daran nicht satt sehen konnte. Jetzt steht er da der Früchte beraubt, die Zweige ab- und auseinander gebrochen, unscheinbar.“ Als er dann anderswohin blickte, sah er einen andern Mangobaum, der keine Früchte trug, und dachte: „Dieser Baum steht, weil er keine Früchte trägt, glänzend da wie ein Edelsteinberg, der nicht mit Bäumen bewachsen ist. Weil jener aber Früchte trug, ist er so verdorben worden. Dies Leben im Hause gleicht dem fruchttragenden Baume, das Aufgeben der Welt aber gleicht dem früchteleeren Baume. Wer Schätze hat, hat Furcht; wer aber keine Schätze hat, ist von Furcht frei. Auch ich muss werden wie der früchtelose Baum.“

Indem er so den Fruchtbaum zum Ausgangspunkt seiner Betrachtung machte, lernte er, während er noch am Fuße des Baumes stand, die drei Haupteigenschaften der Dinge verstehen; er schärfte sein geistiges Auge und erlangte die Erkenntnis der Erleuchtung eines Paccekabuddha. Es kam ihm zum Bewusstsein: „Jetzt habe ich die Geburt aus dem Mutterleibe überwunden, zerstört ist die Wiedergeburt in den drei Existenzen, gereinigt ist die Unratsstätte der Wiedergeburt, getrocknet ist das Meer der Tränen, zerbrochen ist die Mauer der Gebeine, es gibt für mich keine Wiedergeburt mehr.“

Während er aber so überlegte, stand er immer noch da, mit seinem ganzen Schmucke geziert. Da sagten zu ihm seine Minister: „Ihr steht schon zu lange, o Großkönig.“ Dieser erwiderte: „Ich bin kein König, ich bin ein Paccekabuddha.“ „Die Paccekabuddhas sehen nicht aus wie Euresgleichen, o Fürst.“ „Wie sehen sie denn aus?“ „Sie schneiden Haar und Bart ab, hüllen sich in gelbe Gewänder, sind von keiner Familie und keiner Schar abhängig, sondern sie gleichen der vom Wind zerrissenen Wolke oder der von Rahus Nachstellungen befreiten Mondscheibe und wohnen im Himalaya in der Nandamula-Höhle. Derartig, o Fürst, sind die Paccekabuddhas.“

In diesem Augenblicke hob der König die Hand auf und berührte sein Haupt; sogleich verschwanden die Kennzeichen eines Laien und die Kennzeichen eines Asketen wurden sichtbar.

Die drei Gewänder und die Schale,
das Schermesser nebst Nadel und Gürtel,
dazu der Seiher, diese acht Dinge
braucht ein der Andacht ergebener Mönch.

Diese eben genannten Ausrüstungsgegenstände eines Asketen waren wie befestigt an seinem Körper. In der Luft stehend gab er der versammelten Menge noch eine Ermahnung und begab sich dann auf dem Pfade des Windes in den oberen Himalaya nach der Nandamula-Höhle.—

Im Königreiche Gandhara in der Stadt Takkasilā hatte sich der König Naggaji oben in seinem Palaste auf die Mitte seines herrlichen Polsters gesetzt. Da sah er eine Frau, die an jeder Hand mit einem Juwelen-Armreif geschmückt war und unweit von ihm saß, indem sie damit beschäftigt war, eine wohlriechende Substanz zu zerreiben. Da dachte er: „Diese Juwelen-Armreife klirren nicht und tönen nicht, weil sie für sich allein sind“; und er blieb sitzen, indem er zuschaute. Da nahm die Frau von ihrer rechten Hand das Armband und zierte damit ihre Linke; mit der rechten Hand aber begann sie die duftenden Körner zu sammeln und zu zerreiben. An der linken Hand stieß jetzt das Armband an das zweite und verursachte einen klirrenden Ton.

Als nun der König sah, wie die beiden Armbänder miteinander zusammenstießen und erklirrten, da dachte er bei sich: „Dies Armband erklirrt nicht, solange es allein ist; erst nachdem es an das zweite gestoßen ist, gibt es einen Ton von sich und klirrt. Ebenso ist es auch bei den Menschen. Solange sie allein sind, machen sie keinen Lärm und schreien nicht; wenn sie jedoch zu zweien oder dreien sind, da stoßen sie aneinander und fangen Streit an. Ich aber beherrsche die Bewohner in zwei Königreichen, in dem von Kaschmir und in dem von Kandahar (Gandhara). Auch ich muss dem einzelnen Armband gleich werden; ich darf nicht mehr einen andern leiten, sondern muss mich mit meiner Leitung allein beschäftigen.“ So machte er das Zusammenstoßen der Armbänder zum Ausgangspunkt seiner Erwägung. Während er aber noch so dasaß, lernte er die drei Haupteigenschaften verstehen; er stärkte seinen geistigen Blick und erlangte die Erkenntnis von der Erleuchtung eines Paccekabuddha.

Das übrige gleicht dem oben Erzählten.—

Im Reiche Videha, in der Stadt Mithila stand der König Nimi nach dem Frühmahle, umgeben von der Schar seiner Minister, am geöffneten Fenster und blickte auf die Straße hinab. Da holte sich ein Habicht aus einem Schlachterladen ein Stück Fleisch und flog wieder in die Luft empor. Ihn umringten von allen Seiten Geier und andere Raubvögel; um des Fleisches willen stießen sie ihn mit dem Schnabel, schlugen ihn mit dem Flügel, traten ihn mit den Füßen und flogen dann fort. Da der Habicht seine Verletzungen nicht ertragen konnte, ließ er das Fleisch fallen und ein anderer fing es auf. Jetzt ließen die Vögel jenen los und verfolgten diesen. Als es dieser losließ, nahm es ein anderer auf und auch diesen verwundeten sie auf dieselbe Art.

Als aber der König die Vögel sah, dachte er: „Wer immer das Stück Fleisch erfasste, für den war es ein Unglück; wer es aber losließ, für den war es ein Glück. Wer aber die fünf Arten der sinnlichen Vergnügungen sich zu eigen macht, für den bringt es Unglück; für den andern jedoch bringt es Glück. Dies ist ja für viele gemeinsam. Ich aber besitze sechzehntausend Frauen; für mich ziemt es gleich dem Habicht, der das Fleischstück losließ, die fünf Arten der sinnlichen Vergnügungen aufzugeben und glücklich zu werden.“ Während er dies gründlich erwog, lernte er, während er noch so dastand, die drei Haupteigenschaften verstehen; er stärkte seinen geistigen Blick und erlangte die Erkenntnis von der Erleuchtung eines Paccekabuddha.

Das übrige gleicht dem oben Erzählten.

Im Reiche Uttarapancala in der Stadt Kampilla stand der König Dummukha nach dem Frühmahl mit all seinem Schmuck geziert, von der Schar seiner Minister umgeben, an einem geöffneten Fenster und blickte in den Hof des königlichen Palastes hinab. In diesem Augenblick öffnete man das Stalltor. Die Büffel kamen heraus und verfolgten infolge ihrer sinnlichen Lust eine Kuh. Als nun ein großer Büffel mit spitzen Hörnern einen andern Büffel herankommen sah, wurde er von sinnlicher Eifersucht überwältigt und stieß ihn mit seinen spitzen Hörnern in seine Lenden. Aus der Öffnung, die dadurch entstand, drangen die Eingeweide hervor und sogleich musste das Tier sterben.

Als der König dies sah, dachte er bei sich: „Diese Wesen, von den Tieren angefangen, stürzen durch die Macht der Begierde ins Unglück. Dieser Büffel ist durch seine sinnliche Lust ums Leben gekommen. Auch andere Wesen haben durch die Begierden zu leiden. Für mich ziemt es, die Begierden, die diesen Wesen Leiden verursachen, aufzugeben.“ Während er noch so dastand, lernte er die drei Haupteigenschaften der Dinge verstehen; er stärkte seinen geistigen Blick und erlangte die Erkenntnis von der Erleuchtung der Paccekabuddhas.

Das übrige gleicht dem oben Erzählten.—

Eines Tages nun, als diese vier Paccekabuddhas merkten, dass es Zeit sei zum Almosen Sammeln, verließen sie die Nandamula-Höhle. Nachdem sie im Anotatta-See Betelholz zum Reinigen der Zähne gekaut und ihren Körper gesäubert hatten, stellten sie sich in die Manosila-Ebene und kleideten sich an. Mit Almosenschale und Obergewand flogen sie dann durch ihre Wunderkraft in die Luft empor und eilten dahin, fünffarbige Wolken unter ihren Füßen. Unweit von einem Dorfe am Stadttor von Benares stiegen sie auf die Erde herab, legten an einer geeigneten Stelle ihr Obergewand an, nahmen die Almosenschale in die Hand und gingen in das Tordorf hinein.

Während sie so ihren Almosengang machten, kamen sie auch an die Haustüre des Bodhisattva. Als sie der Bodhisattva sah, ließ er sie hochbeglückt in sein Haus eintreten und auf einem hergerichteten Sitze Platz nehmen. Dann gab er ihnen Wasser für die Schenkung, bewirtete sie mit vorzüglicher fester und flüssiger Speise und setzte sich ihnen zur Seite. Hierauf begrüßte er den Ältesten der Schar und fragte ihn: „Herr, Euer Asketentum verbreitet hellen Glanz. Leuchtend sind Eure Sinnesorgane, ganz rein ist Eure Hautfarbe. Von welcher Betrachtung seid Ihr ausgegangen, dass Ihr dieses mit dem Erbitten von Almosen verbundene Asketenleben gewählt habt?“ Ebenso wie den Ältesten fragte er auch die übrigen, indem er zu ihnen hinging. Nun erzählten ihm die vier Männer: „Ich war in dem und dem Lande, in der und der Stadt der König so und so“, usw. in dieser Art die Geschichte, wie sie die Welt verlassen hatten, und einzeln sprachen sie der Reihe nach folgende Strophen:

„Den Mango sah ich in des Waldes Mitte
mit dunklem Glanze, früchtereich und hoch;
zerbrochen sah ich ihn der Früchte wegen.
Weil dies ich sah, such ich mir jetzt Almosen.“

„Von Steinen, die ein Künstler glänzend machte,
ein Weib trug zwei, die, weil getrennt, nicht klirrten;
doch als der zweite kam dazu, da klirrt' es.
Weil dies ich sah, such ich mir jetzt Almosen.“

„'Nen Vogel, der ein Fleischstück trug davon,
ihn, der allein war, griffen viele an
und sie bedrängten ihn des Fraßes wegen.
Weil dies ich sah, such ich mir jetzt Almosen.“

„Ich sah 'nen Büffel in der Herde Mitte
mit schwankem Höcker, voller Kraft und Schönheit;
zerstoßen sah ich ihn der Liebe wegen.
Weil dies ich sah, such ich mir jetzt Almosen.“

Als der Bodhisattva die einzelnen Strophen gehört hatte, pries er jeden einzelnen der Paccekabuddhas mit den Worten: „Gut, Herr; der Ausgangspunkt Eurer Erwägung ist für Euch passend.“ Nachdem er aber die von den vier Männern verkündigte Erläuterung der Wahrheit vernommen, verlor er die Lust an dem häuslichen Leben.

Als er nach dem Weggange der Paccekabuddhas, nachdem das Frühmahl beendigt, zufrieden dasaß, wandte er sich an seine Frau mit folgenden Worten: „Liebe, diese vier Paccekabuddhas haben ein Königreich aufgegeben, haben die Welt verlassen und leben nun in Armut, von niemand gehindert im Glück ihres Asketentums. Ich aber verdiene mir durch Lohnarbeit mein Leben. Was soll ich mit dem häuslichen Leben? Ziehe du die Kinder auf und bleibe im Hause wohnen.“ Und er sprach folgende zwei Strophen:

„Karandu, König von Kalinga,
Naggaji, König von Gandhara,
Nimi, der König der Videhas,
und Dummukha, Herr der Pancalas,
die gaben ihre Reiche auf
und wurden arm und heimatlos.

Sie alle kamen her den Göttern gleich,
sie glänzen weithin strahlend wie das Feuer.
Auch ich will einsam wandeln, Bhaggavi,
und von den Lüsten lassen insgesamt.“

Als seine Frau aber seine Worte vernahm, sagte sie: „Auch mir, mein Gebieter, steht mein Sinn, seitdem ich die Unterweisung der Paccekabuddhas gehört, nicht mehr nach dem Hause.“ Und sie sprach folgende Strophe:

„Jetzt ist die Zeit, sonst gibt es keine mehr;
nicht nochmals wird Ermahnung mir zuteil.
Auch ich will einsam wandeln, Bhaggava,
dem Vogel gleich, der aus der Hand entwischt.“

Da aber der Bodhisattva ihre Rede vernommen, verstummte er. Sie aber betrog den Bodhisattva, da sie zuerst die Welt verlassen wollte, und indem sie sagte: „Mein Gebieter, ich will zur Wasserstelle gehen; gib du auf die Kinder Acht“, tat sie, als wolle sie mit dem Kruge fortgehen. Sie lief aber davon, begab sich zu den Asketen in der Stadt und betätigte das Asketenleben.—

Als nun der Bodhisattva merkte, dass sie nicht zurückkehrte, zog er selbst seine Kinder auf. In der Folgezeit, als sie etwas herangewachsen waren und schon selbst gehen und erkennen konnten, kochte er, um sie auf die Probe zu stellen, an einem Tage den Reis zu fest, an einem andern etwas weich; an einem Tage kochte er ihn gut, an einem andern zu weich, einmal ohne Salz, einmal zu sehr gesalzen. Die Kinder aber sagten: „Vater, heute ist der Reisbrei zu fest, heute zu weich, heute ist er gut gekocht, heute ohne Salz, heute mit zuviel Salz.“ Der Bodhisattva sagte: „Ihr habt recht, Kinder“; dann dachte er bei sich: „Diese Kinder erkennen jetzt, was roh und gekocht, was mit Salz und ohne Salz zubereitet ist. Nach ihrer Eigenart werden sie leben können; ich muss jetzt die Welt verlassen.“ Darauf verbrachte er die Kinder zu den Familien seiner Verwandten; er selbst betätigte die Weltflucht der Weisen und nahm in der Nähe der Stadt seinen Aufenthalt.

Eines Tages aber sah ihn zu Benares bei ihrem Almosengange jene Asketin; sie bezeigte ihm ihre Ehrfurcht und sagte: „Edler, die Kinder sind durch dich zugrunde gegangen, glaube ich.“ Der Bodhisattva aber erwiderte: „Ich bringe keine Kinder um; sondern erst als sie selbst gehen und erkennen konnten, habe ich die Welt verlassen. Du aber hast dich, ohne dich um sie zu kümmern, an dem Asketenleben erfreut.“ Und nach diesen Worten sprach er folgende Schlussstrophe:

„Was roh, was gar ist, merken sie,
was salzig und was ohne Salz.
Als ich dies sah, ward ich Asket;
geh weiter, wie auch ich es tue.“

Nachdem er so die Asketin ermahnt, entließ er sie. Sie aber nahm die Ermahnung des Bodhisattva an, grüßte ihn und ging dann, wohin sie wollte. Außer an diesem Tage sahen die beiden einander nicht mehr. Der Bodhisattva aber erlangte die Fähigkeit zur Ekstase und die Erkenntnisse und gelangte dann in die Brahma-Welt.

Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündet hatte, verband er das Jātaka mit folgenden Worten (am Ende der Verkündigung der Wahrheiten aber gelangten jene fünfhundert Mönche zur Heiligkeit): „Damals war die Tochter Uppalavanna, der Sohn war der junge Rāhula, die Asketin war die Mutter Rāhulas, der Asket aber war ich.“

Ende der Erzählung von dem Töpfer