Jātaka 509

Die Erzählung von Hatthipala (Hatthipala-Jātaka)

„Seit langem, fürwahr, sahn wir nicht“

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die Weltentsagung.—Nachdem aber damals der Meister gesagt hatte: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, sondern auch früher schon betätigte der Vollendete die Weltflucht“, erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Ehedem lebte zu Benares der König Esukari. Dessen Hauspriester war von Jugend auf sein lieber Freund. Die beiden aber waren kinderlos. Als sie nun eines Tages in behaglicher Ruhe zusammen saßen, sagten sie zu einander: „Unsere Machtfülle ist groß, doch haben wir weder einen Sohn noch eine Tochter. Was ist da zu tun?“ Darauf sprach der König zu dem Hauspriester: „Freund, wenn in deinem Hause ein Sohn wird geboren werden, so wird er der Herr meines Reiches werden; wenn mir aber ein Sohn wird geboren werden, so wird er der Herr der Reichtümer in deinem Hause werden.“ So trafen sie untereinander diese Verabredung.

Als nun eines Tages der Hauspriester in das ihm gehörige Dorf gegangen war und bei der Rückkehr durch das Südtor die Stadt betrat, sah er vor der Stadt ein armes Weib, das viele Söhne hatte. Sieben Söhne hatte sie, alle gesund; einer trug die Kochtöpfe und Schalen, einer die Matten und Decken zum Schlafen, einer ging vor ihr her, einer hinter ihr, einer fasste ihren Finger, einer saß auf ihrer Hüfte und einer auf ihrer Schulter. Da fragte sie der Hauspriester: „Liebe, wo ist der Vater dieser Knaben?“ Sie antwortete: „Herr, diese haben keinen bestimmten Vater.“ Er fuhr fort: „Was tatest du aber, dass du sieben solche Söhne erhieltest?“ Da jene kein anderes Gehölz sah, zeigte sie auf einen am Stadttor stehenden Bananenbaum und sagte: „Herr, da ich die in diesem Bananenbaum wohnende Gottheit darum bat, erhielt ich sie; sie hat mir die Söhne gegeben.“

Der Hauspriester versetzte: „Gehe also nur weiter“; er stieg von seinem Wagen herunter, ging an den Fuß des Bananenbaums, den er an einem Zweige packte und schüttelte, und sprach: „Holla, du Göttersohn, was hast du denn vom Könige noch nicht erhalten? Jedes Jahr gibt der König tausend Goldstücke aus, um euch davon Opfer darbringen zu lassen, und ihm gibst du die Söhne nicht. Was hat dir denn dieses arme Weib für eine Wohltat erwiesen, dass du ihr sieben Söhne gabest? Wenn du unserm Könige keinen Sohn gibst, werde ich dich am siebenten Tage von heute an samt deiner Wurzel abhauen und in kleine Stücke zerhacken lassen.“ Nachdem er mit diesen Worten der Baumgottheit Schrecken eingeflößt hatte, entfernte er sich.—Auf dieselbe Art sprach er am nächsten und am übernächsten Tage, kurz der Reihe nach sechs Tage; am sechsten Tage aber packte er den Baum wiederum an einem Zweige und sagte: „Du Baumgottheit, heute ist nur noch eine einzige Nacht übrig; wenn du meinem Könige keinen Sohn gibst, werde ich dich morgen vertreiben.“

Da dachte die Baumgottheit nach, erkannte die Tatsache, wie sie sich wirklich verhielt, und dachte: „Wenn dieser Brahmane keinen Sohn erhält, wird er meine Wohnung zerstören; durch welches Mittel muss man ihm also einen Sohn verschaffen?“ Sie ging zu den vier Großkönigen und erzählte ihnen die Sache. Sie erwiderten: „Wir werden nicht im Stande sein, diesem einen Sohn zu verschaffen.“ Danach ging sie zu den achtundzwanzig Heerführern der Dämonen; diese aber sprachen ebenso.

Jetzt begab sie sich zu dem Götterkönig Sakka und erzählte es ihm. Während auch dieser überlegte: „Wird der König entsprechende Söhne erhalten oder nicht?“, sah er vier tugendhafte Göttersöhne. Diese waren in einer früheren Existenz Weber in Benares gewesen. Aus dem, was sie durch ihre Arbeit erhielten, machten sie fünf Teile; vier davon verzehrten sie, den fünften aber nahmen sie und spendeten davon Almosen. Als sie darauf starben, wurden sie im Himmel der dreiunddreißig Götter wiedergeboren, von da in der Yama-Götterwelt und so verweilten sie beständig in den sechs Götterwelten in auf- und absteigender Reihe, indem sie darin großes Glück genossen. Damals aber war es gerade die Zeit, wo sie aus der Welt der dreiunddreißig Götter wieder in die Yama-Götterwelt gelangen sollten.

Gott Sakka ging zu ihnen hin, rief sie herbei und sagte zu ihnen: „Ihr Edlen, ihr müsst in die Menschenwelt gehen; nehmt eure Wiedergeburt im Schoße der ersten Gemahlin des Königs Esukari.“ Als sie seine Worte hörten, erwiderten sie: „Gut, o Fürst, wir werden hingehen. Aber wir verlangen nicht nach einer Königsfamilie; wir wollen im Hause seines Hauspriesters unsere Wiedergeburt nehmen, um dann noch in der Zeit der Jugend die Lüste aufzugeben und die Welt zu verlassen.“ Sakka nahm mit dem Worte: „Gut“, ihre Zustimmung an, kehrte zurück und verkündete die Sache der Baumgottheit. Diese bezeigte befriedigten Herzens Sakka ihre Verehrung und kehrte in ihre Behausung zurück.—

Am nächsten Tage ließ der Hauspriester starke Männer zusammen kommen, nahm Beile, Äxte und andere Werkzeuge mit und begab sich mit ihnen an den Fuß des Baumes. Hier fasste er einen Zweig und sprach: „Holla, Gottheit, heute ist der siebente Tag, dass ich dich bitte; jetzt ist die Zeit gekommen, dich zu vernichten.“ Jetzt kam die Baumgottheit mit großer Macht aus einer Öffnung des Stammes hervor, redete ihn mit süßer Stimme an und sagte: „Brahmane, sehen wir ab von einem Sohne: vier Söhne werde ich dir schenken.“

Jener erwiderte: „Mich verlangt nicht nach einem Sohne; gib unserem König die Söhne.“ Doch die Baumgottheit versetzte: „Dem König gebe ich sie nicht. Die vier schenke ich Euch allein; nur von dir werden sie erhalten werden. Im Hause aber werden sie nicht bleiben, sondern noch in ihrer Jugend die Welt verlassen.“ Der Brahmane sprach darauf: „Gib du nur die Söhne; unsere Obliegenheit aber wird es sein, zu bewirken, dass sie nicht die Welt verlassen.“

Nachdem ihm aber die Gottheit seinen Wunsch nach einem Sohne erfüllt hatte, ging sie wieder in ihre Behausung hinein. Von da an wurde der Gottheit große Ehrung zuteil.—

Darauf verließ der älteste Göttersohn seine bisherige Existenz und nahm im Schoße der Gattin des Brahmanen seine Wiedergeburt. Am Namengebungstage aber gaben sie ihm den Namen Hatthipala (= „Elefantenhüter“) und übergaben ihn den Elefantenwärtern, damit er später kein Weltflüchtling werde. Bei diesen wuchs er heran. Als er so alt war, dass er allein gehen konnte, verließ der zweite seine bisherige Existenz und nahm auch im Schoße jener Frau seine Wiedergeburt. Als er geboren war, gab man ihm den Namen Assapala (= „Pferdehüter“). Bei den Pferdewärtern wuchs dieser heran. Dem dritten gab man bei seiner Geburt den Namen Gopala (= „Rinderhüter“); dieser wuchs bei den Rinderhirten heran. Dem vierten endlich legte man bei seiner Geburt den Namen Ajapala (= „Ziegenhüter“) bei; dieser wuchs mit den Ziegenhirten zusammen auf.

Als sie aber herangewachsen waren, waren sie herrliche Jünglinge geworden. Aus Furcht nun, sie möchten die Welt verlassen, vertrieb man aus dem Reiche des Königs die Weltflüchtlinge; im ganzen Königreiche Kasi war nicht ein einziger Asket mehr. Die Jünglinge aber waren wild; in welche Himmelsgegend sie auch gingen, raubten sie die Geschenke, die aus dieser Gegend (dem König) dargebracht wurden.

Als nun Hatthipala sechzehn Jahr alt geworden war, nahmen der König sowohl als der Hauspriester seine körperliche Vollendung wahr und sie sagten: „Die Jünglinge sind herangewachsen; was muss man aber tun betreffs der Zeit, wo man über sie den weißen Sonnenschirm ausspannen soll?“ Da kam ihnen folgender Gedanke: „Sobald sie geweiht sind, werden sie gar mächtige Herren sein. Dann werden Asketen kommen; und wenn sie diese sehen, werden auch sie die Welt verlassen. Wenn sie aber Weltflüchtlinge werden, wird das ganze Land erregt werden. Wir wollen dies zuerst untersuchen und sie dann weihen.“

Darauf nahmen die beiden das Aussehen von Asketen an und gingen Almosen bettelnd an das Tor des Palastes von Hatthipala. Als der Jüngling sie sah, kam er erfreut und befriedigt auf sie zu, bezeigte ihnen seine Verehrung und sprach folgende drei Strophen:

„Seit langem, fürwahr, sahn wir nicht
einen Brahmanen göttergleich,
mit langen Flechten, Lasten tragend,
mit schmutz'gen Zähnen, staub'gem Haupte.

Schon lange, fürwahr, sahn wir nicht
den Weisen, der die Tugend liebt,
der rotgelbe Gewänder trägt
und sich in Kleider hüllt aus Bast.

'nen Sitz und Wasser für die Füße
entgegennehm' von uns der Herr.
Wertvolles wollen wir ihn fragen,
Wertvolles tu an uns der Herr!“

So sprach er zu jedem von ihnen ein über das andere Mal. Da sagte ihm der Hauspriester: „Mein Sohn Hatthipala, weil du von uns denkst: ‚Wer sind diese?‘, hast du so gesprochen und meinst, wir seien Asketen aus dem Himalaya. Wir sind keine Asketen, mein Sohn, sondern dies ist der König Esukari und ich bin dein Vater, der Hauspriester.“ Darauf fragte Hatthipala: „Aber warum nahmt ihr das Aussehen von Asketen an?“ Der Hauspriester antwortete: „Um dich auf die Probe zu stellen.“ „Warum wollt ihr mich auf die Probe stellen?“ „Wir sind gekommen, weil wir dachten: ‚Wenn er uns sieht und daraufhin nicht die Welt verlassen wird, dann wollen wir ihn zum König salben.‘“ Hatthipala versetzte: „Vater, mich verlangt nicht nach dem Thron; ich werde die Welt verlassen.“ Darauf erwiderte ihm sein Vater: „Mein Sohn Hatthipala, dies ist nicht die Zeit zur Weltflucht“; und indem er ihn in seinem Sinne belehrte, sprach er folgende vierte Strophe:

Lern erst die Veden und erwirb dir Schätze,
erzeuge Söhne in dem Haus, mein Lieber;
wenn alle guten Dinge du genossen,
dann ist der Wald gut, dann der Mönch ist edel!

Darauf sprach Hatthipala folgende Strophe:

Veden und Gelderwerb sind nicht das Wahre,
durch Kinderzeugung scheucht man nicht das Alter,
Freiheit von Sinnenlust lehren die Weisen,
von seinen Taten erntet man die Früchte.

Als der König diese Worte des Jünglings vernommen, sprach er folgende Strophe:

Gewiss sind Wahrheit diese deine Worte:
‚Von seinen Taten erntet man die Früchte‘;
doch alt sind deine Eltern und sie möchten
gesund dich sehen hundert Jahre lang.

Als das der Jüngling hörte, sagte er: „O Fürst, was redest du da?“, und er sprach folgende zwei Strophen:

Wenn einer ist des Todes Freund, o König,
und liebt das Alter, Bester von den Männern,
und wenn er meint: ‚Ich werde niemals sterben‘,
den mag gesund man sehen hundert Jahre.

Gleich wie ein Mann sein Schiff im Wasser rudert,
um es ans andre Ufer hinzubringen,
so führt beständig Krankheit auch und Alter
den Sterblichen in die Gewalt des Todes.

Nachdem er so die Kleinheit der Lebensbestandteile bei diesen Wesen hier gezeigt hatte, fuhr er fort: „O Großkönig, bleibt nur hier; während ich mit Euch rede, überkommen mich schon Krankheit, Alter und Tod. Lasset nicht nach!“ Nachdem er ihm diese Ermahnung erteilt, bezeigte er dem Könige und seinem Vater seine Ehrfurcht, nahm seine Diener mit sich, gab das Königreich Benares auf und ging fort, um die Weltflucht zu betätigen.

Weil man aber dachte: „Diese Weltflucht wird berühmt werden“, zog zugleich mit dem Jüngling Hatthipala eine große Volksmenge fort; es war eine Schar, die einen Raum von einem Yojana bedeckte. Als jener nun mit dieser Versammlung an das Ufer des Ganges kam, schaute er das Wasser des Ganges an, betätigte die nötigen Vorbereitungen und erlangte dadurch die Fähigkeit zu den verschiedenen Graden der Ekstase. Dann dachte er bei sich: „Diese Versammlung wird groß werden. Meine drei jüngeren Brüder, meine Eltern, der König und die Königin, sie alle werden mit ihrem Gefolge die Welt verlassen; Benares wird menschenleer werden. Bis diese kommen, werde ich hier bleiben.“ Und er setzte sich nieder, indem er der großen Volksmenge Ermahnungen gab.—

Am nächsten Tage überlegten der König und der Hauspriester: „Der Jüngling Hatthipala hat jetzt auf den Thron verzichtet, ist mit einer großen Volksmenge fortgezogen, um die Weltflucht zu betätigen, und sitzt jetzt am Ufer des Ganges. Wir wollen den Assapala auf die Probe stellen und ihn dann zum Könige salben.“ Und sie gingen wieder in Asketenkleidung an dessen Haustüre. Als jener sie sah, kam auch er freudigen Herzens auf sie zu, sprach zu ihnen: „Seit langem, fürwahr“, und die anderen Verse und machte es ebenso wie sein Bruder. Auch die anderen sagten dasselbe zu ihm und teilten ihm mit, warum sie gekommen seien. Darauf fragte er: „Da ich doch den Prinzen Hatthipala zum Bruder habe, wie kommt da zuerst der weiße Sonnenschirm an mich?“ Die beiden antworteten: „Mein Sohn, dein Bruder sagte: ‚Mich verlangt nicht nach dem Throne; ich werde die Welt verlassen‘, und ist fortgezogen.“ Er fragte weiter: „Wo weilt er aber jetzt?“ Als er zur Antwort erhielt: „Er sitzt am Ufer des Ganges“, erwiderte er: „Vater, ich begehre nicht den von meinem Bruder weggeworfenen Speichelklumpen. Die törichten Wesen nämlich, die arm an Weisheit sind, vermögen nicht, die Befleckung aufzugeben; ich aber werde sie aufgeben!“ Und indem er dem Könige und seinem Vater die Wahrheit verkündete, sprach er folgende zwei Strophen:

Schmutz sind die Lüste und ein Haufen Dreck,
bezaubernd, schwer besiegbar, Tod verschuldend;
und die in diesem Schmutz und Schlamm versunken,
die Niedrigen gelangen nicht hinüber.

Es tat hier einer früher rohe Taten;
verstrickt war ich, nicht gab 's für mich Befreiung;
zurück will ich ihn halten, gut bewachen,
dass er nicht fürder (weiterhin) rohe Taten tue.

Dann fuhr er fort: „Bleibt Ihr hier; noch während ich mit Euch rede, überkommen mich schon Krankheit, Alter und Tod.“ Nachdem er sie so ermahnt, zog er mit seinem Gefolge fort und begab sich zu dem Jüngling Hatthipala. Dieser verkündigte ihm in der Luft sitzend die Wahrheit und sprach weiter zu ihm: „Mein Bruder, diese Zusammenkunft wird groß werden; wir wollen zusammen hier bleiben.“ Der andre gab seine Zustimmung dazu.

Am nächsten Tage gingen der König und der Hauspriester auf dieselbe Art nach dem Hause des Prinzen Gopala, wurden von diesem ebenso mit Freuden begrüßt und erklärten ihm, warum sie gekommen seien. Auch dieser wies sie ebenso wie der Prinz Assapala zurück und sagte: „Schon längst habe ich den Wunsch, die Welt zu verlassen, und suche wie nach einem im Walde verloren gegangenen Rinde beständig nach einer Gelegenheit zur Weltflucht. Darum habe ich jetzt so wie die Spur des verlorenen Rindes den von meinen Brüdern betretenen Weg erblickt; auch ich werde nur diesen Weg beschreiten!“ Und er sprach folgende Strophe:

Wie ein verlornes Rind ein Mann im Walde
beständig sucht und es nicht findet, König,
so auch mein Ziel verlor ich, Esukari:
warum sollt' ich danach nicht suchen, König?

Darauf sagten sie zu ihm: „Mein Sohn Gopalaka, warte noch einen Tag oder zwei Tage; tröste uns zuerst, dann kannst du die Welt verlassen.“ Er aber erwiderte: „O Großkönig, bei etwas, das man heute tun muss, darf man nicht sagen: ‚Ich werde es morgen tun‘; ein edles Werk muss man heute, heute noch tun!“ Und er sprach folgende weitere Strophe:

‚Morgen, ja morgen‘, ruft man, ‚nächster Tage‘;
doch dass die Zukunft nicht bestimmt ist, weiß
der Weise und stößt weg die Lust des Augenblicks.

Nachdem so der Prinz Gopala mit zwei Strophen die Wahrheit verkündet hatte, fügte er hinzu: „Bleibet Ihr hier; wenn man nur mit Euch spricht, überkommen einen schon Krankheit, Alter und Tod.“ Er nahm sein ein ganzes Yojana füllendes Gefolge mit sich, zog aus der Stadt fort und begab sich zu seinen Brüdern. Auch ihm verkündete Hatthipala in der Luft sitzend die Wahrheit.

Am nächsten Tage gingen auf dieselbe Art der König und sein Hauspriester nach dem Hause des Prinzen Ajapala, der sie auch mit Freuden begrüßte. Sie erklärten ihm, warum sie gekommen seien, und fügten hinzu: „Wir wollen den weißen Sonnenschirm über dir ausspannen lassen.“ Der Jüngling versetzte: „Wo sind meine Brüder?“ Die beiden erwiderten: „Diese sagten: ‚Uns verlangt nicht nach dem Throne‘, und verzichteten auf den weißen Sonnenschirm; mit ihrem drei Yojanas erfüllenden Gefolge sind sie aus der Stadt gezogen und haben sich am Gangesufer gelagert.“ Darauf antwortete jener: „Ich werde doch nicht den von meinen Brüdern weggeschleuderten Speichelklumpen auf mein Haupt nehmen? Auch ich werde die Welt verlassen.“ Sein Vater versetzte: „Mein Sohn, du bist noch jung und hängst noch von unsrer Pflege ab; wenn du herangewachsen bist, kannst du die Weltflucht betätigen.“ Doch der Jüngling entgegnete: „Was sagt Ihr da? Sterben nicht die Menschen hier in der Jugendzeit sowohl wie im Alter? Ob dieser in der Jugend und dieser im Alter sterben wird, dafür hat keiner an seiner Hand oder an seinem Fuß ein Kennzeichen. Ich kenne nicht die Zeit meines Todes; darum werde ich jetzt sogleich die Weltflucht betätigen.“ Und er sprach folgende zwei Strophen:

Ich sehe wohl ein junges Mädchen, das
ein Bild der Freude, Glanz in seinen Augen;
doch eh' das Mädchen Freuden hat genossen,
in früher Jugend nimmt 's der Tod mit sich.

Ein edler Jüngling, schön von Aug' und Antlitz,
mit dunklem Haar, den Bart wie von Safflor—
die Lüste geb ich auf, geh aus dem Hause.
Erlaub mir 's, Fürst; ich will die Welt verlassen.

Nach diesen Worten fügte er hinzu: „Bleibet Ihr hier; während ich noch mit Euch rede, überkommen mich Krankheit, Alter und Tod.“ Er verabschiedete sich von ihnen, verließ mit seinem ein Yojana erfüllenden Gefolge die Stadt und begab sich nach dem Ufer des Ganges. Auch ihm verkündete Hatthipala in der Luft sitzend die Wahrheit und er ließ sich dort nieder mit den Worten: „Es wird eine große Versammlung werden.“

Als nun am nächsten Tage der Hauspriester auf der Mitte seines Polsters saß, dachte er bei sich: „Meine Söhne haben die Welt verlassen; ich bin allein zurückgeblieben wie ein menschlicher Baumstumpf. Auch ich werde die Weltflucht betätigen.“ Und indem er sich an seine Gattin wandte, sprach er folgende Strophe:

Durch seine Zweige ist der Baum ein Ganzes;
wenn er von Zweigen leer, nennt man ihn Stumpf.
Da ich der Söhne ging verlustig, ist jetzt,
Vasetthi,Zeit für mich, Almosen zu sammeln.

Nachdem er so gesprochen, ließ er die anderen Brahmanen zu sich rufen. Sechzigtausend Brahmanen versammelten sich. Darauf sagte er zu ihnen: „Was werdet ihr tun?“ Sie erwiderten: „Was tut aber Ihr, Lehrer?“ Er antwortete: „Ich werde bei meinem Sohne die Weltflucht betätigen.“ Darauf sagten jene: „Nicht nur für Euch ist die Hölle heiß; auch wir wollen die Welt verlassen.“ Der Hauspriester übergab seiner Gattin sein Vermögen von achthundert Millionen, verließ mit seinem ein Yojana bedeckenden Brahmanengefolge die Stadt und begab sich zu seinen Söhnen. Auch dieser Versammlung erklärte Hatthipala in der Luft stehend die Wahrheit.

Am nächsten Tage dachte die Brahmanin: „Meine vier Söhne haben auf den weißen Sonnenschirm verzichtet und sind fortgezogen, um die Weltflucht zu betätigen. Auch der Brahmane, mein Gatte, hat mit seinem Hauspriestertum zugleich sein Vermögen von achthundert Millionen von sich geworfen und ist zu ihnen hingegangen. Was soll ich hier noch tun? Den Weg, den mein Sohn eingeschlagen hat, werde auch ich gehen.“ Und indem sie eine Äußerung aus einer alten Geschichte wiederholte, stieß sie folgenden begeisterten Ausruf aus:

Wie Vögel in der Luft zur Winterszeit,
die Schwäne, die zerrissen Draht und Netze,
so gehn mir fort die Söhne und der Gatte;
warum sollt ich nicht meinen Sprossen folgen?

So fasste sie den Entschluss: „Warum sollte ich, die ich es erkenne, nicht die Welt verlassen?“ Sie ließ die anderen Brahmaninnen zu sich rufen und fragte sie: „Was werdet ihr für euch tun?“ „Was tut denn aber Ihr, Edle?“, entgegneten sie. „Ich werde die Weltflucht betätigen“, war die Antwort. Die anderen versetzten: „Dann werden auch wir die Welt verlassen.“ Jene warf ihr Vermögen von sich und zog mit ihrem ein Yojana bedeckenden Gefolge zu ihren Söhnen. Auch dieser Versammlung erklärte Hatthipala in der Luft sitzend die Wahrheit.

Am nächsten Tage fragte der König: „Wo ist der Hauspriester?“ Er erhielt zur Antwort: „O Fürst, der Hauspriester und seine Gattin haben ihr ganzes Geld von sich geworfen und sind mit ihrem zwei Yojanas bedeckenden Gefolge zu ihren Söhnen gezogen.“ Der König erwiderte: „Herrenloses Gut gehört uns“, und ließ aus ihrem Hause das Geld holen.—Da fragte seine erste Gemahlin: „Was tut der König?“ Als sie erfuhr, er lasse aus dem Hause des Hauspriesters das Geld herbeiholen, und auf ihre weitere Frage, wo der Hauspriester sei, die Antwort erhielt, er sei mit seinem Weibe fortgezogen, um die Weltflucht zu betätigen, da sagte sie: „Dieser König lässt den von dem Brahmanen, von seiner Gattin und seinen vier Söhnen zurückgelassenen Unrat, den weggeworfenen Speichelklumpen durch seine Torheit verblendet in sein eigenes Haus verbringen; ich werde ihn durch ein Gleichnis belehren.“

Sie ließ aus dem Schlachthause Fleisch herbeibringen und daraus im Hofe des königlichen Palastes einen Haufen machen; darum ließ sie ein Netz herumlegen und nur einen Weg gerade nach oben frei lassen. Die Geier bemerkten dies von ferne und kamen zu diesem Zwecke heruntergeflogen. Diejenigen nun von ihnen, die klug waren und das ausgespannte Netz bemerkten, dachten, als sie zu schwer geworden waren: „Wir werden nicht im Stande sein, gerade in die Höhe zu fliegen“; darum gaben sie das von ihnen verzehrte Fleisch wieder von sich, flogen, ohne am Netze hängen zu bleiben, gerade hinauf und entfernten sich. Die blinden Toren aber verzehrten das von jenen ausgespiene Fleisch, wurden dadurch schwer, konnten nicht mehr gerade hinauf fliegen und fingen sich im Netze.

Man brachte aber einen Geier zu der Königin hin und zeigte ihn ihr. Sie begab sich damit zum Könige und sagte: „Komm, o Großkönig, wir wollen im Königshofe etwas anschauen.“ Sie öffnete das Fenster mit den Worten: „Betrachte diese Geier, o Großkönig“, und sprach folgende zwei Strophen:

Nachdem die Vögel erst gefressen,
dann ausgespien, ziehn sie fort;
doch welche fraßen und nicht spien,
die sind in meine Hand gelangt.

Die Lüste spie aus der Brahmane
und du hast sie hinabgeschlungen;
ein Mann, der das Gespiene isst,
der ist, o König, nicht zu loben.

Als dies der König hörte, machte er sich Vorwürfe; die drei Existenzen erschienen ihm wie ein brennendes Feuer. Indem er stark erschüttert dachte: „Heute noch muss ich den Thron aufgeben und die Weltflucht betätigen“, sprach er, um die Fürstin zu preisen, folgende Strophe:

Wie einen, der in Schmutz und Schlamm versunken,
so wie ein Starker den Schwachen herauszieht,
so hast du mich herausgezogen, Liebe,
Pancali,mit den wohlgesprochnen Versen.

Nachdem er aber so gesprochen, bekam er Lust, noch in demselben Augenblicke die Welt zu verlassen. Er ließ seine Minister zu sich rufen und sagte: „Was werdet ihr tun?“ „Was tut aber Ihr, o Fürst?“ fragten sie. Er antwortete: „Ich werde bei Hatthipala die Weltflucht betätigen.“ Darauf versetzten sie: „Dann werden auch wir die Welt verlassen.“ So warf der König die Herrschaft über die zwölf Yojanas große Stadt Benares von sich und verkündete: „Wer Lust dazu hat, möge den weißen Sonnenschirm über sich erheben lassen.“ Dann nahm er, von seinen Ministern umgeben, das drei Yojanas erfüllende Gefolge mit sich und begab sich zu dem Jüngling. Auch ihm und seinem Gefolge verkündigte Hatthipala in der Luft sitzend die Wahrheit.

Um die Betätigung der Weltflucht durch den König zu erzählen, sprach der Meister folgende Strophe:

Da so der Großkönig gesprochen,
Esukari, der Völkerfürst,
warf er den Thron weg und verließ die Welt,
so wie der Elefant bricht seine Bande.

Am nächsten Tage versammelte sich das noch übrig gebliebene Volk, zog vor das Tor des königlichen Palastes, meldete seine Ankunft der Königin, ging in den Palast, bezeigte der Fürstin seine Verehrung und sprach ihr zur Seite stehend folgende Strophe:

Der König hat die Weltflucht sich erwählt,
verzichtet auf den Thron der Männer Bester.
Darum sei du uns jetzt an Königs Statt,
beschütze uns und führe die Regierung.

Als die Königin diese Worte der großen Volksmenge vernahm, sprach sie diese übrigen Strophen:

Der König hat die Weltflucht sich erwählt,
verzichtet auf den Thron der Männer Bester.
Auch ich will einsam wandeln in der Welt
und von den angenehmen Freuden lassen.

Der König hat die Weltflucht sich erwählt,
verzichtet auf den Thron, der Männer Bester.
Auch ich will einsam wandeln auf der Welt,
die Lüste lassen, wie sie auch begrenzt sind.

Die Zeit verfliegt und es vergehn die Nächte
und immer mehr verlässt uns unsre Jugend.
Auch ich will einsam wandeln auf der Welt
und von den angenehmen Lüsten lassen.

Die Zeit verfließt und es vergehn die Nächte
und immer mehr verlässt uns unsre Jugend.
Auch ich will einsam wandeln auf der Welt,
die Lüste lassen, wie sie auch begrenzt sind.

Die Zeit verfließt und es vergehn die Nächte
und immer mehr verlässt uns unsre Jugend.
Auch ich will einsam wandeln auf der Welt
leidenschaftslos, befreit von allen Banden.“

Nachdem sie so mit diesen Strophen der Volksmenge die Wahrheit verkündet hatte, ließ sie die Gattinnen der Minister zu sich rufen und sagte: „Was werdet ihr tun?“ Sie fragten: „Was tut aber Ihr, Edle?“ „Ich werde die Weltflucht betätigen.“ „Dann werden auch wir die Welt verlassen“, antworteten die Frauen. Die Königin erwiderte: „Gut.“ Sie ließ im königlichen Palast die Geldvorratshäuser öffnen; auf eine goldene Platte ließ sie einritzen: „An dem und dem Orte ist ein großer Schatz vergraben“, und indem sie hinzufügte: „Man soll nur das Geschenkte mitnehmen“, ließ sie die goldene Platte im Thronsaale an einer Säule befestigen und dies durch Trommelschlag in der Stadt bekannt machen. Nachdem sie so auf ihre große Glücksfülle verzichtet hatte, verließ sie die Stadt.

In diesem Augenblick geriet die ganze Stadt darüber in Aufregung. „Der König und die Königin haben auf ihre Herrschaft verzichtet und sind fortgezogen, um die Weltflucht zu betätigen; was sollen wir jetzt tun?“ Darauf ließen die Leute ihre Häuser, wie sie auch angefüllt waren, im Stiche, nahmen ihre Kinder an der Hand und zogen fort; alle Läden blieben geöffnet stehen und es war keiner, der sich umgedreht oder zurückgeblickt hätte. Die ganze Stadt war leer. Die Königin aber nahm ihr drei Yojanas bedeckendes Gefolge mit sich und begab sich dorthin. Auch dieser Versammlung verkündete Hatthipala in der Luft sitzend die Wahrheit und zog hierauf mit der zwölf Yojanas umfassenden Versammlung nach dem Himalaya.

„Der Prinz Hatthipala hat das zwölf Yojanas umfassende Benares leer gemacht und zieht, um die Weltflucht zu betätigen, mit einer großen Volksmenge nach dem Himalaya; wie viel mehr sollen wir dasselbe tun?“; darüber geriet das ganze Königreich Kasi in Aufregung. In der Folgezeit erfüllte sein Gefolge dreißig Yojanas und er zog mit dieser Versammlung nach dem Himalaya.—

Als aber Gott Sakka bei seinem Nachdenken diese Begebenheit wahrnahm, dachte er: „Der Prinz Hatthipala hat die Weltentsagung ausgeführt; es wird eine große Versammlung werden. Sie müssen Wohnungen bekommen.“ Er befahl daher seinem Baumeister Vissakamma: „Gehe hin, erbaue eine Einsiedelei sechsunddreißig Yojanas lang und fünfzehn Yojanas breit und statte diese mit allen Ausrüstungsgegenständen für Weltflüchtlinge aus.“ Jener antwortete: „Gut“; am Ufer des Ganges erbaute er an einem reizenden Fleckchen Erde eine Einsiedelei von der angegebenen Größe, ließ in den einzelnen Laubhütten Plätze zum Holz Ausbreiten, zum Blätter Ausbreiten und zum Sitzen herrichten und erschuf dazu alle die für Weltflüchtlinge notwendigen Ausrüstungsgegenstände. An der Tür jeder einzelnen Laubhütte war je ein Wandelgang, abgeteilt nach Plätzen für die Nacht und Plätzen für den Tag; alles war mit Stuckarbeit verziert und eine Bank war da, um sich auszuruhen. Allenthalben waren Blumensträucher, bedeckt mit verschiedenfarbigen duftenden Lotosblumen. Am Ende eines jeden Wandelgangs war ein mit Wasser gefüllter Brunnen und in dessen Nähe ein fruchttragender Baum, und dieser eine trug alle Arten von Früchten. Dies geschah alles durch göttliche Macht.

Nachdem Vissakamma diese Einsiedelei erbaut und in die Laubhütten die Ausrüstungsgegenstände für die Weltflüchtlinge verbracht hatte, schrieb er mit echter Scharlachfarbe an die Wand die Inschrift: „Alle, die Lust haben, die Weltflucht zu betätigen, sollen diese Gebrauchsgegenstände nehmen.“ Dann entfernte er durch seine göttliche Macht alle Furcht einflößenden Geräusche, die schädlichen Tiere und Vögel und die Dämonen von diesem Orte und kehrte hierauf in seine Behausung zurück.

Der Prinz Hatthipala betrat nun auf einem schmalen Fußpfade die ihm von Sakka geschenkte Einsiedelei. Als er die Buchstaben sah, dachte er: „Gott Sakka wird gemerkt haben, dass ich die große Weltflucht ausführe“; er öffnete die Türe, ging in seine Laubhütte und nahm die Kennzeichen der Weltflucht der Weisen an sich. Dann ging er wieder hinaus, stieg in den Wandelgang hinab, und nachdem er mehrere Male auf und ab gegangen war, nahm er die übrige Schar als Weltflüchtlinge an und verteilte hierauf die Einsiedeleien. Den Frauen mit kleinen Kindern gab er die Laubhütten in der Mitte, die daran anschließenden den alten Frauen und die dann folgenden den unfruchtbaren Frauen; auf allen Seiten aber rings herum gab er die Laubhütten den Männern.

Es hörte aber ein König: „Zu Benares gibt es keinen König mehr.“ Deshalb kam er herbei, betrachtete die reich geschmückte Stadt und stieg in den königlichen Palast hinauf. Als er allenthalben die Haufen von Edelsteinen sah, dachte er: „Eine solche Stadt aufzugeben und sogleich dann die Welt zu verlassen, das muss eine gewaltige Weltflucht sein!“ Er fragte einen von Branntwein Berauschten nach dem Wege und machte sich zu Hatthipala auf. Als Hatthipala erkannte, dass jener an das Ende des Waldes gekommen war, ging er ihm entgegen, verkündigte ihm in der Luft sitzend die Wahrheit, führte ihn in die Einsiedelei und machte sein ganzes Gefolge auch zu Weltflüchtlingen.

Auf dieselbe Weise betätigten noch sechs andere Könige die Weltflucht; sieben Könige verzichteten auf ihre Macht. So wurde die sechsunddreißig Yojanas messende Einsiedelei vollständig ausgefüllt.

Wenn einer irgend einen Lustgedanken bei sich erwog, dem verkündigte der große Mann die Wahrheit und lehrte ihn die Beobachtung der Vollkommenheit und das Nachdenken über die Ekstase. Indem sie so immer mehr die Fähigkeit zur Ekstase und die Erkenntnisse erlangten, wurden zwei Drittel von ihnen in der Brahmawelt wiedergeboren; das letzte Drittel zerfiel wieder in drei Teile, von denen der eine auch in der Brahmawelt wiedergeboren wurde, während ein anderer Teil in die sechs Freudenhimmel kam und der dritte Teil, der den Asketen gedient hatte, in der Menschenwelt wiedergeboren wurde. Alle kamen sie zu den drei glücklichen Zielen. So machte sie die Unterweisung durch Hatthipala frei vom Leben in der Hölle, von der Geburt als Tier, vom Dasein als büßende Geister und von der Existenz als Dämonen.

Auf dieser Insel Ceylon waren es der Thera Dhammagutta, der die Erde erschütterte, der zu Katakandhakara wohnende Thera Phussadeva, der zu Uparimandalakamalaya wohnende Thera Mahasamgharakkhita, der Thera Malimahadeva, der zu Bhaggiri wohnende Thera Mahadeva, der in der Berghöhle Vamanta wohnende Thera Mahasiva und der zu Kalavallimandapa wohnende Thera Mahanaga, die in der Vereinigung mit Kuddala, mit Mugapakkha, mit Culasutasoma, ferner in der Vereinigung mit dem weisen Ayoghara und in der Vereinigung mit Hatthipala alle später die Weltentsagung betätigten.Darum sagte auch der Erhabene:

„Eilt euch, ihr Glücklichen“;
denn das Glück ist mit aller nur möglichen Eile zu suchen.

Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen hatte, fügte er hinzu: „So, ihr Mönche, hat der Vollendete auch schon früher die große Weltentsagung ausgeführt“, und verband hierauf das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals war der König Esukari der Großkönig Suddhodana, die Königin war die große Maya, der Hauspriester war Kassapa, seine Gattin war Bhaddakapilani, Ajapala war Anuruddha, Gopala war Moggalana, Assapala war Sāriputta, die übrige Versammlung war die Buddhaschar, Hatthipala aber war ich.“

Ende der Erzählung von Hatthipala