Jātaka 514

Die Erzählung von Chaddanta (Chaddanta-Jātaka)

„Warum bist du betrübt“

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf eine junge Nonne. Diese nämlich, eine Tochter aus guter Familie zu Savatthi, hatte den Nachteil des Bleibens im Hause eingesehen und war Nonne geworden. Als sie eines Tages mit den Nonnen zum Anhören der Predigt ging, betrachtete sie die mit höchster Schönheit ausgestattete, durch die unermessliche Macht seiner guten Werke hervorgebrachte Persönlichkeit des mit den zehn Kräften Ausgestatteten, der sich auf dem reich geschmückten Predigtstuhl niedergelassen hatte und die Lehre verkündete. Dabei dachte sie bei sich: „Bin ich früher, als ich in einer andern Existenz wandelte, einmal die Dienerin (= Frau) dieses Mannes gewesen?“ In demselben Augenblick kam ihr folgende Erkenntnis der Erinnerung an ihre frühere Existenz: „Zur Zeit, da er der Elefant Chaddanta war, bin ich ehemals die Dienerin dieses Mannes gewesen.“ Da sie sich so erinnerte, entstand so in ihr das Gefühl lebhafter Freude und infolge ihrer starken Freude lachte sie laut. Darauf dachte sie wieder: „Die Dienerinnen, die das Glück ihrer Gatten wünschen, sind wenige, mehr sind die, die ihr Unglück wünschen. War nun ich auf das Glück dieses Mannes bedacht oder auf sein Unglück?“ Da erinnerte sie sich und merkte: „Da ich einen unauslöschlichen Hass im Herzen hegte, schickte ich gegen den großen Elefantenfürsten Chaddanta, der hundertzwanzig Ellen groß war, den Jäger Sonuttara, ließ ihn mit einem vergifteten Pfeile verwunden und brachte ihn so ums Leben.“ Da befiel sie tiefer Schmerz; ihr Herz wurde heiß. Sie konnte ihren Schmerz nicht ertragen, sondern weinte laut beim Ein- und Ausatmen. Als dies der Meister sah, zeigte er ein Lächeln. Da ihn die Mönchsgemeinde fragte: „Was, Herr, ist der Grund, dass Ihr ein Lächeln zeigtet?“, antwortete er: „Ihr Mönche, diese junge Nonne gedenkt an eine Schuld, die sie in einer früheren Existenz gegen mich beging, und deshalb weint sie.“ Darauf erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Ehedem wohnten im Himalaya an dem Chaddanta-See achttausend fürstliche Elefanten, die mit Wunderkraft begabt waren und durch die Luft fliegen konnten. Damals hatte der Bodhisattva als Sohn des Ältesten der Elefanten seine Wiedergeburt genommen; er war ganz weiß und hatte ein rotes Antlitz und rote Füße. Als er in der Folgezeit herangewachsen war, war er achtzig Ellen hoch, hundertzwanzig Ellen lang und war mit einem achtundfünfzig Ellen langen, einer silbernen Kette gleichenden Rüssel ausgestattet; seine Hauer aber waren fünfzehn Ellen im Umfang und dreißig Ellen lang und von ihnen gingen sechsfarbige Strahlen aus. Er war der Älteste der achttausend Elefanten; die Paccekabuddhas verehrte er. Seine beiden ersten Gemahlinnen hießen Cūlasubhaddā und Mahāsubhaddā. Umgeben von den achttausend Elefanten wohnte der Elefantenkönig in der Goldhöhle.

Jener Chaddanta-See aber war fünfzig Yojanas lang und ebenso breit. In seiner Mitte gab es an einer zwölf Yojanas umfassenden Stelle keine Sevalas und keine Panakas, sondern das Wasser war beständig von der Farbe eines magischen Edelsteins. Unmittelbar dabei umgab ein aus reinen weißen Wasserlilien bestehender Hain das Wasser auf eine Entfernung von einem Yojana. Daran sich anschließend umgab das Wasser ein aus reinen blauen Wasserlilien bestehender Hain auch auf eine Entfernung von einem Yojana; ebenso in einer Ausdehnung von je einem Yojana umgaben Haine aus roten Wasserlilien, aus weißen Wasserlilien, aus rotem Lotos, aus weißem Lotos und Wasserlilien immer das vorhergehende. Im Anschluss an diese sieben Haine umgab auf eine Entfernung von einem Yojana ein aus all diesen Pflanzen, der weißen Wasserlilie und den übrigen gemischter Hain. Anschließend daran war im Wasser, soweit sich die Badestelle der Elefanten erstreckte, ein Hain aus rotem Reis, der sich auch ein Yojana weit ausdehnte. Daran schloss sich am Ende des Wassers ein Gehölz aus kleinen Sträuchern, das mit blauen, gelben, roten, weißen duftenden, zarten Lotosblumen bedeckt war.

So waren diese zehn Haine je ein Yojana weit ausgedehnt. Von da an war ein Hain von kleinen Königsbohnen, großen Königsbohnen und anderen Bohnenarten. Daran schlossen sich Haine von Tipusas, Gurken, Kürbissen, Kumbhandas und Schlingpflanzen. Dann folgte ein Hain von Zuckerrohrsträuchern so groß wie Nussbäume, dann ein Bananenhain mit Bananen so groß wie Elefantenhauer, dann ein Hain von Reispflanzen. Daran schloss sich ein Hain von Brotfruchtbäumen mit Brotfrüchten so groß wie ein Wasserkrug, dann ein Hain von Tamarindenbäumen mit süßen Früchten, dann ein Wald von Kavittha-Bäumen, dann ein großer Wald von verschiedenen Bäumen, dann ein Bambushain.

So war die Herrlichkeit dieser Gegend zu jener Zeit; die Herrlichkeit aber, wie sie jetzt besteht, ist im Samyutta-Kommentar auseinandergesetzt.—Um den Bambushain herum aber standen sieben Berge; unter diesen war von außen her der erste der kleine Schwarzberg, der zweite der große Schwarzberg, dann der Wasserberg, dann der Mondseitenberg, dann der Sonnenseitenberg, dann der Edelsteinseitenberg und der siebente war der Goldseitenberg. Dieser umgab in der Höhe von sieben Yojanas den Chaddanta-See wie der Rand einer Schale. Seine Innenseite war goldfarbig; durch den von da ausgehenden Glanz erstrahlte der Chaddanta-See wie die aufgehende junge Sonne. Von den äußeren Bergen aber war einer sechs Yojanas hoch, einer fünf, einer vier, einer drei, einer zwei und einer ein Yojana.

An diesem See aber, der so von sieben Bergen umgeben war, stand in der Nordost-Ecke an einer Stelle, die vom Wasserwinde getroffen wurde, ein großer Bananenbaum; dessen Stamm hatte fünf Yojanas im Umfang und war sieben Yojanas hoch. Nach den vier Himmelsrichtungen hatte er vier Zweige von je sechs Yojanas Länge; auch der nach oben gewachsene Zweig war sechs Yojanas hoch. So war er von der Wurzel an dreizehn Yojanas hoch und von der einen Seite der Zweige bis zur anderen Seite zwölf Yojanas breit. Er war geschmückt mit achttausend Sprossen und stand herrlich da wie ein nicht mit Bäumen bestandener Edelsteinberg.

Im Westen des Chaddanta-Sees aber war an dem Goldberge die zwölf Yojanas umfassende Goldhöhle. Der Elefantenkönig Chaddanta wohnte zur Regenzeit von seinen achttausend Elefanten umgeben in dieser Goldhöhle; zur Zeit der Hitze aber blieb er am Fuße jenes großen Bananenbaumes inmitten der Sprossen, um den Wasserwind zu fühlen.—

Eines Tages meldete man ihm: „Der große Sala-Wald blüht.“ Von seinem Gefolge umgeben begab er sich, um sich am Sala-Spiel zu ergötzen, in diesen Sala-Wald und stieß mit seiner Stirngeschwulst an einen schön blühenden Sala-Baum. Damals stand Cūlasubhaddā auf der Seite über dem Winde; auf ihren Körper fielen trockene Zweige mit dürren Blättern vermischt und rote Ameisen. Mahāsubhaddā aber stand auf der Seite unter dem Winde; auf ihren Körper fielen Blüten, Blumenstaub, Staubfäden und Blätter. Da dachte Cūlasubhaddā bei sich: „Auf seine ihm liebe Gattin lässt er Blumen, Blütenstaub, Staubgefäße und grüne Blätter fallen, auf meinen Körper aber nur trocknes Holz vermischt mit dürren Blättern und rote Ameisen; gut, ich werde schon sehen!“ Und sie fasste einen Hass gegen das große Wesen.

An einem andern Tage stieg der Elefantenkönig mit seinem Gefolge, um zu baden, in den Chaddanta-See hinab; da nahmen zwei junge Elefanten mit ihrem Rüssel Bündel von Usirawurzeln und wuschen ihn damit, indem sie ihn rieben, als wäre er der Gipfel des Kelasa-Berges. Als er gebadet hatte und heraus gestiegen war, wuschen sie seine beiden Elefantenweibchen; und sie stiegen auch aus dem Wasser heraus und stellten sich neben das große Wesen. Darauf stiegen die achttausend Elefanten in den See und ergötzten sich im Wasser; aus dem See holten sie mancherlei Blumen herbei und zierten damit das große Wesen, als wollten sie ein silbernes Monument schmücken; darnach zierten sie damit auch die beiden Elefantenweibchen. Ein Elefant aber nahm, während er im See umherwandelte, eine große Lotosblume mit sieben Knospen, brachte sie herbei und gab sie dem großen Wesen. Dieses nahm sie mit dem Rüssel, streute den Blütenstaub auf seine Stirngeschwulst und gab sie seiner älteren Frau Mahāsubhaddā. Als dies die andere sah, dachte sie: „Auch diese große Lotosblume mit den sieben Knospen gibt er nur seiner lieben Gemahlin, nicht mir“, und sie fasste wieder einen Hass gegen ihn.

Eines Tages nun, als der Bodhisattva süße Früchte und Lotosstängel mit Lotoshonig vermischt hatte und damit fünfhundert Paccekabuddhas bewirtete, gab Cūlasubhaddā die Früchte, die sie erhalten hatte, den Paccekabuddhas und fasste dabei folgenden Wunsch: „Wenn ich hier gestorben bin, will ich im Königsgeschlechte von Madda meine Wiedergeburt nehmen und eine Königstochter namens Subhadda werden. Wenn ich dann herangewachsen bin, will ich die Stelle der ersten Gemahlin des Königs von Benares erhalten, ihm lieb und teuer werden und die Möglichkeit erhalten zu tun, was ich will. Dann will ich es ihm sagen, einen Jäger abzuschicken und jenen Elefanten mit einem giftgetränkten Pfeile verwunden lassen, dass er stirbt. So werde ich im Stande sein, mir sein sechsfarbige Strahlen aussendendes Hauerpaar bringen zu lassen.“

Von da an nahm sie keine Nahrung mehr, vertrocknete und starb kurz darauf. Sie nahm im Schoße der ersten Gemahlin des Königs von Madda ihre Wiedergeburt und man gab ihr den Namen Subhadda. Als sie herangewachsen war, gab man sie dem Könige von Benares zur Frau; diesem war sie lieb und teuer und war die erste seiner sechzehntausend Frauen.—Sie gewann aber die Erkenntnis der Erinnerung an ihre frühere Geburt. Da dachte sie: „Erfüllt wurde mir mein Wunsch; jetzt werde ich mir seine beiden Hauer bringen lassen.“

Sie bestrich daher ihren Körper mit Öl, zog ein beschmutztes Gewand an und legte sich auf ihr Bett, indem sie sich krank stellte. Als der König auf seine Frage, wo Subhadda sei, vernahm, sie sei krank, ging er in das fürstliche Schlafgemach, setzte sich auf ihr Bett und sprach, indem er ihr den Rücken rieb, folgende erste Strophe:

„Warum bist du betrübt, nicht heiter?
Gelb bist du, die sonst schön von Farbe;
du welkst dahin, Großäugige,
zertreten bist du wie ein Kranz.“

Als sie dies hörte, sprach sie folgende zweite Strophe:

„Es überkam mich ein Gelüste,
du großer König, da ich schlief;
doch nicht ist mein Gelüste so,
dass es leicht zu erlangen wäre.“

Da dies der König vernahm, sprach er folgende Strophe:

„Was immer sind der Menschen Wünsche
hienieden auf der Freudenwelt,
sie alle will ich dir gewähren
und dein Gelüst erfüll ich dir.“

Als dies die Fürstin hörte, erwiderte sie: „O Großkönig, schwer zu erlangen ist mein Gelüste. Ich nenne es aber nicht jetzt. Lasst alle Jäger, so viele in Eurem Reiche sind, sich versammeln; in ihrer Mitte werde ich es erzählen.“ Indem sie dies erklärte, sprach sie folgende weitere Strophe:

„Die Jäger sollen sich versammeln,
die immer sind in deinem Reiche;
und ihnen werde ich verkünden,
von welcher Art ist mein Gelüste.“

„Gut“, antwortete der König; er ging aus dem Schlafgemach heraus und befahl seinen Ministern, durch Trommelschlag bekannt zu geben, dass die Jäger, so viele ihrer in dem dreihundert Yojanas umfassenden Königreiche Kasi wären, sich alle versammeln sollten. Jene taten so. Nach gar nicht langer Zeit ließen die im Reiche Kasi wohnenden Jäger, die nach ihren Verhältnissen ein Geschenk mitgenommen hatten, dem Könige ihre Ankunft melden; sie alle zusammen waren an sechzigtausend. Als der König ihre Ankunft erfuhr, streckte er am Fenster stehend die Hand aus und sprach, indem er ihre Ankunft der Fürstin meldete:

„Hier sind die Jäger, Königin,
die wohlgeschickten, furchtlosen;
mit Wald und Wild sind sie vertraut,
mir opfern sie ihr Leben auf.“

Als dies die Königin hörte, redete sie jene an und sprach folgende weitere Strophe:

„Ihr Jägersöhne, merket auf,
soviel ihr hier zusammenkamet:
Im Traum sah ich 'nen Elefanten,
ganz weiß, mit sechsfarbigen Hauern.
Nach dessen Zähnen mich 's gelüstet;
wenn ich sie nicht erhalte, sterb ich.“

Da dies die Jägersöhne hörten, sprachen sie:

„Nicht sah'n noch hörten Väter und Großväter
von Elefanten mit sechsfarb'gen Zähnen,
wie ihn im Traume sah die Königstochter;
sag uns, wie war der Elefantenfürst?“

Auch folgende weitere Strophe sprachen sie:

„Vier Haupt-, vier Nebenhimmelsgegenden,
oben und unten sind die zehn Richtungen.
In welcher Richtung lebt der Elefant,
bei dem im Traum du sahst sechsfarb'ge Zähne?“

Nach diesen Worten schaute Subhadda alle Jäger an und sah dabei einen unter ihnen mit breiten Füßen, mit Schenkeln so dick wie eine Speiseschüssel, mit großen Knien, großen Rippen, dichtem Barte und roten Zähnen, mit Narben gefleckt, von hässlicher Gestalt und furchterregend, der unter allen um Haupteslänge hervorragte, einen alten Feind des Bodhisattva, einen Jäger namens Sonuttara. Da dachte sie: „Dieser wird im Stande sein, meinen Auftrag auszuführen“; sie bat den König um Erlaubnis, stieg mit jenem auf den obersten Söller des sieben Stockwerke hohen Palastes und öffnete das nach Norden gehende Fenster. Indem sie ihre Hand nach dem nördlichen Himalaya ausstreckte, sprach sie folgende vier Strophen:

„Von hier gerade in nördlicher Richtung
liegt über sieben großen Bergen drüber
der Sonnseitberg, ein mächtiges Gebirge,
geziert mit Blumen und belebt von Feen.

Wenn du ersteigst den Fels, der Feen Wohnung,
dann blicke nach dem Fuß des Berges hin;
dort siehst du einen wolkengleich gefärbten
Bananenbaumkönig, achttausend Fuß hoch.

Dort ruht ein Elefant sechsfarb'gen Rüssels,
ganz weiß, gar schwer von andern zu besiegen;
es schützen ihn achttausend Elefanten
mit Deichselzähnen; wie der Wind sie stoßen.

Dort stehen sie und schnauben furchterregend,
sie zürnen schon, wenn nur der Wind daherkommt;
doch wenn sie dort ein menschlich Wesen sähen,
zu Asche machten sie 's, kein Staub blieb' übrig.“

Als dies Sonuttara vernahm, sprach er von Todesfurcht erfasst:

„In diesem Königshause gibt es, Fürstin,
gar viele Schmucksachen aus reinem Gold,
aus Perlen, Edelsteinen, Lapislazuli;
was tust du mit dem Schmuck aus Elfenbein?
Oder willst du die Jägersöhne töten?“

Darauf sprach die Fürstin folgende Strophe:

„Voll Neid und unglücklich bin ich, o Jäger,
und wenn ich dran gedenk, verdorr ich ganz.
Erfülle mir, o Jäger, diesen Wunsch;
ich werd fünf Dörfer geben dir nach Wahl.“

Nach diesen Worten aber fuhr sie fort: „Lieber Jäger, ich gab einst den Paccekabuddhas ein Almosen und nahm mir dabei den Wunsch vor, dass ich im Stande sein möge, jenen Chaddanta-Elefanten töten und seine beiden Hauer mir bringen zu lassen. Ich habe ja kein Traumgesicht gehabt, sondern der Wunsch, den ich mir vorgenommen habe, soll in Erfüllung gehen. Gehe du nur hin und fürchte dich nicht!“ Mit diesen Worten ermutigte sie ihn. Er nahm ihre Worte an, indem er sagte: „Gut, Edle“, und indem er fortfuhr: „Verkünde mir darum seinen Aufenthaltsort und mache ihn mir bekannt“, fragte er danach folgendermaßen:

Wo ruht er aus und welchen Ort besucht er,
was ist sein Weg, wenn er zum Baden geht?
Wie nimmt sein Bad der Elefantenkönig,
wie sollen wir die Spur des Tiers erkennen?

Darauf sah sie durch die Erkenntnis der Erinnerung an ihre frühere Geburt den Ort wieder leibhaftig vor sich; und um ihn jenem zu beschreiben, sprach sie folgende zwei Strophen:

Unweit von dort ist jener Lotosteich,
entzückend, reich an Furten, hoch voll Wasser,
blumengeschmückt, umschwärmt von Bienenscharen;
dort nimmt sein Bad der Elefantenkönig.

Wenn er sein Haupt gebadet kranzgeschmückt,
weiß wie die Lotosblum' an Haupt und Gliedern,
kehrt er zurück voll Freud in seine Wohnung
und lässt vorausgehen seine edle Gattin.

Da dies Sonuttara vernahm, gab er seine Zustimmung mit den Worten: „Gut, Edle, ich werde diesen Elefanten töten und dir seine Zähne bringen.“ Befriedigt gab ihm die Königin tausend Geldstücke und verabschiedete ihn mit den Worten: „Gehe jetzt nach Hause; nach Ablauf von sieben Tagen kehre hierher zurück.“ Dann ließ sie die Schmiede zu sich rufen und sprach zu ihnen: „Ihr Lieben, wir brauchen Äxte, Beile, Spaten, Meißel, Schmiedehämmer zum Durchbrechen eines Bambusdickichts, Speere, Grassicheln, Schwerter, eiserne Stäbe, Pfosten und eiserne dreispitzige Gabeln; fertigt sie rasch und bringt sie uns!“ Nachdem sie dies befohlen, ließ sie die Lederarbeiter zu sich rufen und gab ihnen folgenden Befehl: „Freunde, ihr müsst für uns einen Ledersack machen, der ein Fass in sich aufnehmen kann; auch brauchen wir Lederschnüre, Riemen, Schuhe für Elefantenfüße und einen ledernen Sonnenschirm. Macht alles rasch fertig und bringt es her!“ Die beiden machten dies alles schnell fertig, brachten es herbei und gaben es der Königin. Diese suchte nun die Reisebedürfnisse heraus, vom Reibholz zum Feuer Anzünden angefangen, und legte alle Vorräte und Hilfsmittel, wie gebackenes Mehl u. dgl. in den Ledersack; dies alles war so viel wie ein Fass.

Nachdem auch Sonuttara seine Vorbereitungen getroffen, kam er am siebenten Tage herbei, begrüßte ehrfurchtsvoll die Königin und blieb vor ihr stehen. Darauf sprach sie zu ihm: „Erledigt sind, Freund, alle Vorbereitungen für dich; nimm jetzt diesen Ranzen!“ Jener aber war sehr stark und besaß die Kraft von fünf Elefanten; deshalb hob er den Sack wie einen Kuchenkorb empor, legte ihn über die Achsel und stand da wie mit leeren Händen. Darauf gab ihm Cūlasubhaddā Lohn für seine Knaben, meldete es dem König und entließ ihn.

Nachdem sich dieser vom König und der Königin verabschiedet hatte, stieg er vom königlichen Palast herab, stellte sich auf seinen Wagen und verließ mit großem Gefolge die Stadt. Nachdem er dann allmählich durch Dörfer und Flecken bis zur Grenze gelangt war, ließ er die Leute vom Lande umkehren und zog mit den Grenzbewohnern in den Wald hinein. Sobald er über das Bereich der Menschen hinausgekommen, ließ er die Bewohner des Grenzlandes umkehren und zog allein weiter einen Weg von dreißig Yojanas.

Dabei kam er durch ein Dickicht von Kusa-Gras, durch ein Dickicht von Kasa-Gras und durch ein Dickicht von anderem Gras, durch ein Dickicht von Basilienkraut, durch ein Dickicht von Rohr, durch ein Dickicht von Tirivaccha u. dgl., durch Dickichte von Dorngebüsch u. dgl., durch ein Stabdickicht, durch ein vermischtes Dickicht, durch ein Dickicht, das einem Wald vom Rohr und Schilf glich und das selbst für eine Schlange schwer zu durchziehen war, durch ein dichtes Walddickicht, durch ein Baumdickicht, durch ein Bambusdickicht, durch ein Schmutzdickicht, durch ein Wasserdickicht und durch ein Bergdickicht: zu diesen achtzehn Dickichten kam er der Reihe nach. Die Grasdickichte u. dgl. durchschnitt er mit dem Schwerte, die Basilienkrautdickichte usw. durchschnitt er mit dem Messer, zum Durchschneiden der Bambusdickichte nahm er den Speer, die Bäume hieb er mit der Axt ab, die allzu großen durchstieß er mit dem Meißel und bahnte sich so einen Weg. Im Bambuswalde machte er sich eine Treppe, stieg das Bambusdickicht hinan und fällte einen Bambus; diesen warf er auf ein anderes Bambusdickicht und ging so über dem Bambusdickicht hin. In dem Schmutzdickicht legte er ein trocknes Brett hin, ging darüber, legte ein anderes hin, hob das erstere wieder auf und legte es wieder vor sich; so kam er über dieses hinweg. Dann machte er sich einen Kahn und überfuhr damit das Wasserdickicht. Als er dann an dem Bergdickicht stand, band er die eherne dreizackige Gabel an einen Riemen, warf sie nach oben und ließ sie am Berge fest hängen; an dem Riemen stieg er sodann hinauf, bohrte mit dem mit einer diamantenen Spitze versehenen eisernen Stabe den Berg an und stieß den Pfosten hinein. Auf diesen tretend zog er die dreizackige Gabel heraus und befestigte sie wieder weiter oben; dort stehend hing er den Lederriemen auf, stieg daran herab und band ihn an dem unteren Pfosten fest. Mit der linken Hand fasste er dann den Riemen, in die rechte nahm er den Hammer, schlug damit auf den Riemen und zog damit den Pfosten wieder heraus; dann stieg er abermals hinauf. Nachdem er auf diese Weise auf den Gipfel des Berges hinaufgestiegen war, stieg er auf der andern Seite wieder herunter, indem er auf die frühere Art auf dem Gipfel des ersten Berges den Pflock hineinstieß, an dem Ledersack einen Riemen befestigte, diesen an den Pflock band und sich selbst in den Sack hineinsetzte. In der Art, wie die Affen die Affenschlingen auflösen, löste er dann den Riemen wieder los und kam so herunter; einige berichten auch, er habe mit dem ledernen Sonnenschirm den Wind aufgefangen und sei wie ein Vogel heruntergeflogen.

Indem der Meister verkündete, wie er so nach Subhaddas Wort die Stadt verlassen und nach Überwindung von sechzehn Dickichten an das Bergdickicht gelangt sei, wie er auch dort sechs Berge überstiegen und dann auf den Gipfel des Goldseitenberges hinaufgestiegen sei, sprach er:

Nachdem er so ihr Wort hatt' angenommen,
da nahm der Jäger Köcher mit und Bogen;
dann überstieg er sieben große Berge
zu dem gewalt'gen Berg Suvannapassa.

Da er den Fels, der Feen Sitz, erstiegen,
da blickt' er abwärts nach des Berges Fuße;
dort sah er einen wolkengleich gefärbten
Bananenbaumkönig, achttausend Fuß hoch.

Den Elefant sah er mit sechsfarb'gem Rüssel,
ganz weiß, gar schwer von andern zu besiegen;
es schützten ihn achttausend Elefanten
mit Deichselzähnen, welche windschnell stießen.

Unweit von dort sah er den Lotosteich,
entzückend, reich an Furten, voll von Wasser,
blumengeschmückt, umschwärmt von Bienenscharen;
dort nahm sein Bad der Elefantenkönig.

Da er des Elefanten Gang und Standplatz
gesehen dort und seinen Weg zum Bade,
grub eine Grube der unedle Mann,
von seines Sinns Verblendung angetrieben.

Folgendes ist die Erzählung der Reihe nach: Nachdem jener in sieben Jahren, sieben Monaten und sieben Tagen an den Aufenthaltsort des großen Wesens gelangt war und nach der oben angegebenen Art erkannt hatte, dass es sein Wohnort war, dachte er: „Hier will ich eine Grube graben und darin stehend den Elefantenfürsten verwunden und ums Leben bringen.“ Nachdem er seine Vorbereitungen getroffen, ging er in den Wald hinein und fällte, um Pfosten u. dgl. zu erhalten, Bäume; auch richtete er Mengen von Gras her. Als dann die Elefanten zum Baden gegangen waren, grub er an der Stelle, wo jener zu stehen pflegte, mit einem großen Spaten eine Grube vier Ellen groß. Den Schmutz, den er ausgegraben, streute er über das Wasser hin, wie wenn er Samen auswerfen wollte; über Steine, die so groß waren wie Mörser, stellte er die Pfosten auf, legte Sparren und Stränge darauf, breitete Bretter darüber und ließ nur ein Loch übrig, so groß wie ein Pfeil. Darauf streute er Staub und Schmutz und machte sich auf einer Seite eine Stelle, wo er hineingehen konnte. Als so die Grube fertig war, band er zur Zeit der Morgendämmerung ein Kopftuch um, legte gelbe Kleider an, nahm seinen Bogen mit einem giftgetränkten Pfeil mit und stieg in die Grube hinab, wo er stehen blieb.

Um diesen Sachverhalt zu erklären, sprach der Meister:

Da er das Loch gegraben, deckt 's der Jäger
mit Brettern und stieg mit dem Bogen selbst hinab.
Als dorthin kam der Elefant, da traf er ihn und sprach:
„Gelungen ist das schwere Werk.“

Getroffen brüllte laut der Elefant
und alle andern stimmten furchtbar ein;
indem sie Gras und Holz zu Staub zertraten,
liefen sie nach acht Seiten auseinander.

„Ich werd ihn töten“, dacht' er und berührt' ihn;
da sah er 's gelbe Kleid, der Weisen Farbe.
Dem Schmerzgequälten kam die Überlegung:
„Wer trägt der Heil'gen Kleid, ist allen unverletzlich.“

Und der Elefant sprach zu dem Jäger folgendes Strophenpaar:

„Wenn einer nicht von Sünde frei
und doch anlegt das gelbe Kleid,
ist er des gelben Kleids nicht würdig,
der Ungezähmte, Wahrheitsferne.

Doch wer die Sünde abgelegt
und wohl befestigt in der Tugend,
der ist der gelben Kleider würdig,
der Wohlgezähmte, Wahrheitsvolle.“

Nach diesen Worten löschte das große Wesen die feindliche Gesinnung gegen jenen in sich aus und fragte ihn: „Freund, warum hast du mich verwundet, aus eigner Veranlassung oder bist du von einem anderen dazu abgeschickt worden?“

Um dies zu offenbaren, sprach der Meister:

Getroffen von dem großen Pfeile sprach
der Elefant freundlich gesinnt zum Jäger:
„Warum, mein Lieber, und zu welchem Zweck
trafst du mich oder wessen Auftrag ist dies?“

Ihm es verkündend sprach der Jäger folgende Strophe:

„Des Kasi-Königs erste Gattin, Herr,
Subhadda, hochgeehrt im Königshause,
die sah dich und hat es mir aufgetragen;
‚die Zähne will ich‘, so sprach sie zu mir.“

Als dies das große Wesen hörte, erkannte es: „Dies ist die Tat von Cūlasubhaddā“; es unterdrückte seinen Schmerz, und indem es bewies: „Sie verlangt nicht nach meinen Zähnen, sondern sie hat dich abgeschickt, um mich zu töten“, sprach es folgendes Strophenpaar:

„Vier große Zähnepaare ich besitze
von meinen Vätern und Großvätern her.
Dies weiß genau die zorn'ge Königstochter;
die Törin hasst mich und wünscht, mich zu töten.

Erhebe dich, o Jäger, nimm die Säge
und schneid' die Zähne ab, bevor ich sterbe.
Dann sage zu der zorn'gen Königstochter:
‚Tot ist der Elefant, hier sind die Zähne.‘“

Als jener dessen Worte vernommen, erhob er sich von dem Platze, wo er gesessen, nahm seine Säge und ging auf den Elefanten zu, um ihm die Zähne abzuschneiden. Dieser aber war achtundachtzig Ellen hoch und unbesteigbar wie ein Berg; deshalb kam jener nicht an seine Zähne hin. Da beugte das große Wesen seinen Körper herab und legte sich nieder, das Haupt nach unten. Darauf stieg der Jäger hinauf, indem er auf dem einem silbernen Bande gleichenden Rüssel des großen Wesens herumtrat, stellte sich auf seine Stirngeschwulst wie auf die Spitze des Kelasa-Berges, stieß das Fleisch am Ende des Maules mit dem Knie zurück und legte es nach innen; dann stieg er von der Stirngeschwulst herab und steckte die Säge ihm in das Maul.

Das große Wesen litt große Schmerzen und sein Maul füllte sich mit Blut. Der Jäger aber ging von allen Seiten mit seiner Säge heran, vermochte jedoch nicht die Zähne abzuschneiden. Da fragte ihn das große Wesen, das das Blut aus seinem Maule entfernt hatte, indem es dabei den Schmerz unterdrückte: „Wie, Freund, kannst du sie nicht abschneiden?“ Als jener antwortete: „Nein, Herr“, kam der Elefant wieder zur Besinnung und sagte: „Darum, Freund, hebe meinen Rüssel auf und lasse ihn das Ende der Säge erfassen.“ Der Jäger tat so. Jetzt fasste das große Wesen die Säge mit seinem Rüssel und bewegte sie einige Male hin und her; da brachen die Zähne ab wie Baumsprossen.

Darauf fasste es sie, ließ den Jäger sie nehmen und sagte dazu: „Lieber Jägerssohn, wenn ich dir diese Zähne gebe, so gebe ich sie dir nicht, weil sie mir unlieb sind oder weil ich nach der Existenz als Gott Sakka, Mara, Brahma oder dgl. verlange; sondern hunderttausendmal lieber als diese Zähne sind mir die Zähne der Erkenntnis der Allwissenheit. Zur Erlangung der Erkenntnis der Allwissenheit soll mir dieses gute Werk als Mittel dienen.“ Mit diesen Worten gab es ihm die Zähne. Dann fragte es: „Freund, wie lange Zeit hast du gebraucht um an diesen Ort zu gelangen?“ Als jener antwortete: „Sieben Jahre, sieben Monate und sieben Tage“, fuhr der Bodhisattva fort: „Gehe, durch die übernatürliche Macht dieser Zähne wirst du innerhalb sieben Tagen nach Benares gelangen.“ Damit verschaffte er ihm Schutz und entließ ihn dann. Nachdem er jenen aber entlassen, starb er, bevor noch die Elefanten und Subhadda zurückgekehrt waren.

Um dies zu verkündigen, sprach der Meister:

Es stand der Jäger auf und nahm die Säge
und schnitt dem besten Elefant die Zähn' ab;
die schönen, weißen, die nicht ihresgleichen
auf Erden hatten, nahm er und enteilte.

Als er aber fort gegangen war, kamen die Elefanten zurück, ohne einen Feind gesehen zu haben.

Um dies zu verkündigen, sprach der Meister:

Voll Furcht und traurig ob des Führers Tod
die Elefanten, die nach acht Richtungen
gelaufen, kehrten, ohne einen Feind
gesehn zu haben, wieder zu ihrem König.

Mit ihnen zusammen kam Subhadda. Nachdem sie alle dortselbst geweint und gejammert hatten, begaben sie sich zu den Paccekabuddhas, denen ihr Stamm diente, und sagten zu ihnen: „Ihr Herren, der euch mit den Hilfsmitteln versorgte, ist von einem giftigen Pfeil verwundet worden und gestorben; kommt und besucht seinen Leichenplatz.“ Darauf kamen die fünfhundert Paccekabuddhas durch die Luft herbei und stiegen in dem eingezäunten Platz auf die Erde hinab. In diesem Augenblick hoben zwei junge Elefanten den Leichnam des Elefantenkönigs mit ihren Hauern empor, brachten damit den Paccekabuddhas ihre Verehrung dar, legten ihn dann auf einen Scheiterhaufen und verbrannten ihn. Die Paccekabuddhas aber sagten die ganze Nacht an dem Verbrennungsplatze heilige Verse her. Darauf löschten die achttausend Elefanten den Scheiterhaufen aus, badeten und kehrten an ihren Wohnort zurück, indem sie Subhadda vorangehen ließen.

Um dies zu verkündigen sprach der Meister:

Nachdem die Elefanten dort geweint, geklagt,
streuten sie Staub auf ihre eignen Häupter
und kehrten all zurück in ihre Wohnung;
vorangehn ließen sie Fürstin Subhadda.—

Als aber noch nicht der siebente Tag herangekommen war, traf Sonuttara mit den Hauern des Elefanten in Benares ein.

Um diesen Sachverhalt zu erklären sprach der Meister:

Mit den Zähnen des Elefantenfürsten,
die schön und weiß, auf Erden unvergleichlich,
mit goldnen Strahlen überallhin glänzten,
kam jener Jäger nach der Kasistadt
und bot die Zähne dar der Königstochter:
„Tot, ist der Elefant, hier sind die Hauer.“

Nachdem er zu ihr aber die Hauer herbeigebracht hatte, sagte er: „Edle, der Elefant, gegen den ihr unauslöschlichen Hass im Herzen hegtet, der ist von mir erschlagen und tot.“ Sie fragte: „Kannst du mir beweisen, dass er tot ist?“ Darauf antwortete er: „Erkennt, dass er tot ist; dies sind seine Hauer“; und er gab ihr die Zähne. Sie nahm die mit sechsfarbigen Strahlen geschmückten Hauer mit einem Edelsteinpalmstängel entgegen und legte sie auf ihren Schoß. Als sie aber so die Zähne dessen betrachtete, der in ihrer früheren Existenz ihr lieber Gatte gewesen, dachte sie: „Einen solchen mit einer solchen Herrlichkeit ausgestatteten Elefanten hat er mit einem giftigen Pfeile ums Leben gebracht, hat ihm die Hauer abgeschnitten und ist dann wieder hierher zurückgekommen!“ Und da sie des großen Wesens gedachte, wurde sie von Schmerz befallen und konnte ihn nicht ertragen; ihr Herz brach ihr dortselbst und sie starb an demselben Tage.

Um dies zu verkündigen sprach der Meister:

Da sie gesehn die Zähne des Elefanten,
der in ihrem frühren Leben ihr lieber Gatte
gewesen, da brach dort sogleich ihr Herz
und dadurch musste diese Törin sterben.—

Die folgenden Strophen wurden von den Theras gedichtet, die den Dhamma hersagten und dabei die Vorzüge des mit den zehn Kräften Ausgestatteten priesen:

Da er erleuchtet war und groß von Macht,
da lächelt' er in der Versammlung Mitte.
Es fragten ihn die Mönche befreiten Sinnes;
nicht ohne Ursach' zeigen dies die Buddhas.

„Das junge Mädchen, das ihr da gesehen
mit gelben Kleidern in dem Orden lebend,
dasselbe war damals die Königstochter;
ich war damals der Elefantenkönig.

Der mit den Zähnen des Elefantenfürsten,
die weiß und rein, auf Erden unvergleichlich,
als Jäger in die Kasi-Stadt zurückkam,
derselbe Mann war damals Devadatta.“

Die wertvolle, schon lange Zeit gescheh'ne
alte Geschichte in verschiednen Arten
erzählt' der Buddha, der sie selbst erkannte,
befreit von Not, von Kummer und von Pein.

Er sprach: „Ich selber war fürwahr
zu jener Zeit dortselbst, ihr Mönche,
damals der Elefantenkönig;
so merkt euch dieses Jātaka.“—

Nachdem sie aber diese Unterweisung angehört hatten, wurden viele bekehrt oder gelangten zu andern Früchten der Wege; jene Nonne aber erlangte nachher die übernatürliche Einsicht und gelangte so zur Heiligkeit.

Ende der Erzählung von Chaddanta.