Jātaka 528

Die große Erzählung von Bodhi (Maha-Bodhi-Jātaka)

„Warum den Stab, warum das Fell“

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die Vollendung in der Weisheit.

Die Begebenheit wird im Maha-Ummagga-Jātaka (Jātaka 546) erzählt werden.—

Nachdem aber damals der Meister gesagt: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, sondern auch früher schon war der Vollendete weisheitsvoll und zerstörte die Gegenreden der anderen“, erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva in einer reichen Brahmanenfamilie des Nordens, die achthundert Millionen besaß, seine Wiedergeburt; man gab ihm den Namen Prinz Bodhi. Nachdem er herangewachsen war und zu Takkasilā die Künste erlernt hatte, kehrte er zurück und weilte im Hause. In der Folgezeit aber gab er die Lüste auf, zog in das Himalaya-Gebirge und betätigte dort die Weltflucht der Asketen, indem er sich von den Wurzeln und Früchten des Waldes ernährte.

Nachdem er lange dort geweilt, stieg er zur Regenzeit vom Himalaya herunter und wandelte im Lande umher. Dabei gelangte er allmählich bis nach Benares, wo er im Parke des Königs die Nacht verbrachte. Am nächsten Tage ging er mit dem einem Weltflüchtling zukommenden Aufzug, um Almosen zu sammeln, in die Stadt und kam dabei an das Tor des königlichen Palastes. Ihn sah der König, der an seinem Fenster stand; befriedigt über seine ruhige Heiterkeit ließ er ihn in seinen Palast eintreten, wies ihm einen Platz auf seinem königlichen Polster an und begann eine liebenswürdige Unterhaltung mit ihm. Nachdem er kurze Zeit seiner Unterweisung gelauscht, ließ er ihm Speisen von verschiedenartigem, höchstem Wohlgeschmack vorsetzen.

Als nun das große Wesen das Mahl zu sich nahm, dachte es: „Dies Königshaus ist voll Hass und voller Feinde; wer wird wohl die Gefahr, die sich hier gegen mich erhebt, beseitigen?“ Da sah es einen rotbraunen Lieblingshund des Königs unweit stehen; es nahm einen großen Bissen und zeigte ihm, dass es ihm diesen geben wolle. Der König merkte dies, ließ die Schüssel des Hundes holen, ließ von der Speise nehmen und dem Hunde geben. Nachdem so auch das große Wesen diesem von der Speise gegeben, beendete es seine Mahlzeit. Der König ließ ihm, nachdem er dessen Zustimmung erhalten, in der Stadt im königlichen Parke eine Laubhütte erbauen, gab ihm die Ausrüstungsgegenstände für einen Weltflüchtling und ließ es dort wohnen. Täglich ging er zwei- oder dreimal zu ihm hin, um ihm aufzuwarten; zur Essenszeit aber saß das große Wesen beständig auf dem königlichen Polster und verzehrte das für den König bestimmte Mahl. So vergingen zwölf Jahre.

Dieser König aber hatte fünf Minister als Ratgeber in geistlichen und weltlichen Dingen. Von diesen lehrte der eine, dass nichts einen bestimmten Grund habe, der zweite lehrte, dass ein Herrscher alles tue, der dritte, dass alles schon vorher getan sei, der vierte, dass alles mit dem Tode aus sei, und der fünfte lehrte das Kriegerwissen. Von ihnen sagte der die Grundlosigkeit Lehrende: „Die Wesen in dieser Welt werden rein durch die Wiedergeburt“, und lehrte dies viele Leute. Der von der Tätigkeit eines Herrschers Redende lehrte: „Diese Welt ist von einem Herrscher geschaffen.“ Der von früheren Taten Redende lehrte: „Alles Glück oder Unglück, das den Wesen auf der Welt zustößt, stößt ihnen wegen einer früheren Tat zu.“ Der das Ende von allem Verkündigende lehrte: „Es gibt niemand, der von hier in eine andere Welt geht; diese Welt ist das Ende.“ Der das Kriegerwissen Verkündigende endlich lehrte: „Auch um den Preis der Tötung der Eltern muss man nur nach dem eignen Vorteil streben.“

Diese waren die Gerichtsbeamten des Königs; doch nahmen sie dabei Geschenke an und machten den nicht Berechtigten zum Herrn.

Eines Tages nun sah ein Mann, der in einer falschen Klage unterlegen war, das große Wesen, wie es, um Almosen zu sammeln, in das Haus des Königs hineinging. Er bezeigte ihm seine Ehrfurcht und klagte: „Ehrwürdiger Herr, warum seht Ihr, die Ihr im Hause des Königs speist, ruhig zu, wie seine Richterbeamten Geschenke annehmen und die Welt verderben? Jetzt bin ich von den fünf Beamten, die von der Hand des falschen Klägers ein Geschenk genommen haben, obwohl ich der rechtmäßige Eigentümer bin, meines Eigentums für verlustig erklärt worden.“ Aus Mitleid mit ihm ging der Bodhisattva vor Gericht, untersuchte die Sache mit Gerechtigkeit und machte den rechtmäßigen Besitzer wieder zum Besitzer. Die Volksmenge aber rief ihm einmütig mit lauter Stimme Beifall zu.

Der König hörte diesen Lärm und fragte: „Was ist dies für ein Lärm?“ Als er die Begebenheit erfahren hatte, setzte er sich neben das große Wesen, als dies sein Mahl eingenommen hatte, und fragte es: „Herr, habt Ihr heute eine Klage entschieden?“ „Ja, o Großkönig“, war die Antwort. Darauf fuhr der König fort: „Wenn Ihr entscheidet, Herr, wird für das Volk daraus eine Förderung entstehen; trefft Ihr von jetzt an die Entscheidung!“ Das große Wesen versetzte: „O Großkönig, wir sind ein Weltflüchtling; das ist nicht unser Geschäft.“ Doch der König erwiderte: „Ehrwürdiger Herr, Ihr müsst dies aus Mitleid mit dem Volke tun. Ihr braucht nicht den ganzen Tag zu entscheiden; sondern wenn Ihr vom Parke hierher kommt, so geht an die Gerichtsstätte und entscheidet am Morgen vier Klagen, und wenn Ihr gespeist habt und zurückkehrt, nochmals vier; so wird für viel Volks eine Förderung daraus entstehen.“ Als jener immer wieder so vom König gebeten wurde, gab er endlich seine Zustimmung und tat es.

Die falschen Kläger fanden nun keine günstige Gelegenheit mehr; jene Minister aber wurden arm, weil sie keine Geschenke mehr erhielten, und dachten: „Seitdem der Bettelmönch Bodhi zu Gericht sitzt, erhalten wir gar nichts mehr. Holla, wir wollen mit den Worten: ‚Er ist ein Feind des Königs‘ ihn beim Könige verleumden und ihn zum Tode verurteilen lassen.“ Sie gingen also zum Könige hin und sagten ihm: „O Großkönig, der Bettelmönch Bodhi ist auf Euren Schaden aus.“ Als der König dies nicht glaubte, sondern erwiderte: „Dieser ist tugendhaft und mit Weisheit erfüllt; er wird nicht so tun“, fuhren sie fort: „O Großkönig, er hat alle Bewohner der Stadt in seine Gewalt gebracht; nur bei uns fünf Leuten hat er dies nicht zu Stande gebracht. Wenn Ihr uns nicht glaubt, so betrachtet nur das Gefolge, wenn er hierher kommt.“

Der König versetzte: „Gut“, und betrachtete ihn am Fenster stehend, wie er daherkam. Als er die ihn begleitende Menge sah, hielt er in seinem Unverstand die ihm selbst ergebenen Leute für dessen Gefolge und er änderte seine Gesinnung. Er ließ jene Minister wieder zu sich rufen und fragte sie: „Was sollen wir tun?“ „Lasset ihn gefangen nehmen, o Fürst“, war die Antwort. Doch der König versetzte: „Wenn wir aber keine bedeutende Schuld an ihm sehen, wie sollen wir ihn da gefangen nehmen lassen?“ Darauf erwiderten jene: „Darum, o Großkönig, beraubt ihn seiner gewohnten Ehrung; wenn er sie abnehmen sieht, wird der kluge Bettelmönch, ohne jemand etwas davon zu sagen, von selbst sich davon machen.“

Der König war damit einverstanden und beraubte ihn nacheinander seiner Ehrung. Am ersten Tage ließ man ihn nur auf dem leeren Polster Platz nehmen. Als jener das Polster sah, merkte er, dass er beim Könige verleumdet war, kehrte in den Park zurück und hatte an diesem Tage Lust fortzuziehen. Doch dachte er: „Erst wenn ich es noch deutlicher gemerkt habe, werde ich fortgehen“, und ging noch nicht fort.

Als er am nächsten Tage wieder auf dem leeren Polster saß, nahm man ihm die flüssigen und festen Speisen des Königs fort und gab ihm ein Speisengemisch. Am dritten Tage ließ man ihn nicht mehr in den großen Thronsaal hinein, sondern man wies ihm seinen Platz oben auf der Treppe an und gab ihm wieder ein Speisengemisch. Dies nahm er mit sich und nahm im Parke die Mahlzeit ein. Am vierten Tage wies man ihm seinen Platz im unteren Teile des Palastes an und gab ihm eine aus Reisstaub bereitete Speise; auch diese nahm er mit, ging in den Park und verzehrte sie dort.

Jetzt fragte der König die Minister: „Der große Bettelmönch Bodhi geht auch nicht fort, nachdem er seiner Ehrung beraubt ist. Was sollen wir tun?“ Die Minister antworteten: „O Fürst, er wandelt nicht umher um der Almosen willen, sondern um des Sonnenschirms willen. Wenn er wegen der Almosen umherginge, wäre er schon am ersten Tage davongelaufen.“ „Was sollen wir jetzt tun?“, fragte der König abermals. Sie erwiderten: „Lasst ihn morgen töten, o Großkönig!“ Der König sagte: „Gut!“, gab ihnen Schwerter in die Hand und sprach: „Morgen, wenn er unter dem Tore steht und hereintritt, schlagt ihm das Haupt ab, zerhaut ihn in Stücke, werfet dann seinen Leichnam, ohne jemand etwas davon zu sagen, in die Unratgrube, badet und kommt wieder zu mir!“ Jene gaben ihre Zustimmung; sie bestimmten untereinander: „Morgen wollen wir kommen und so tun“, und gingen dann in ihre Häuser.

Als aber der König am Abend nach der Mahlzeit auf seinem fürstlichen Bette lag, erinnerte er sich der Vorzüge des großen Wesens und sogleich wurde er mit Kummer erfüllt. An seinem Leibe brachen die Schweißtropfen hervor; da er auf seinem Lager keine Beruhigung finden konnte, drehte er sich ein über das andere Mal herum. Es legte sich aber seine erste Gemahlin zu ihm; er jedoch redete sie nicht einmal an. Darauf sprach sie zu ihm: „O Großkönig, warum gönnt Ihr mir nicht einmal ein Wort der Anrede? Habe ich etwa einen Fehler begangen?“ „Nein, Fürstin“, antwortete er; „aber der Bettelmönch Bodhi ist uns feind geworden. Darum habe ich fünf Minister beauftragt, ihn morgen zu töten. Diese werden ihn ermorden, in kleine Stücke zerhauen und in eine Unratgrube werfen. Er aber hat uns zwölf Jahre lang oft die Wahrheit gelehrt; nicht eine einzige Sünde habe ich an ihm mit eigenen Augen wahrgenommen. Weil ich mich aber in die Gewalt anderer begab, habe ich seine Ermordung befohlen; darum bin ich betrübt.“ Die Königin aber erwiderte: „Wenn er, o Fürst, dein Feind geworden ist, was bist du da betrübt, weil du ihn töten lässt? Selbst wenn der eigene Sohn ein Feind ist, muss man ihn töten und sich selbst dadurch Rettung verschaffen. Macht Euch keine Gedanken.“ So tröstete sie ihn.

In diesem Augenblick hörte der rotbraune Haushund diese Worte und er dachte: „Morgen kommt es mir zu, durch eigene Kraft diesem das Leben zu retten.“ Am nächsten Morgen stieg er in der Frühe vom Palaste herunter, ging an das Haupttor, legte sein Haupt auf die Schwelle und legte sich nieder, indem er die Ankunft des großen Wesens erwartete. Die Minister aber kamen mit Schwertern in den Händen am Morgen herbei und stellten sich innerhalb des Tores. Als nun der Bodhisattva merkte, dass es Zeit war, verließ er den Park und kam an des Königs Tor. Da öffnete der Hund, als er ihn sah, sein Maul, dass seine vier Zähne sichtbar wurden, und rief mit lauter Stimme: „Warum, ehrwürdiger Herr, nehmt Ihr nicht anderswo auf dem Jambu-Erdteil Euer Almosen entgegen? Unser König hat, um dich zu töten, fünf Minister mit Schwertern in den Händen innerhalb des Tores aufgestellt. Komme nicht her, um dem Tode deine Stirne zu bieten, sondern entferne dich schnell!“

Der Bodhisattva merkte, weil er alle Tierstimmen verstand, den Sachverhalt; er kehrte um, ging in den Park und nahm seine Gebrauchsgegenstände, um fortzuziehen.—

Als aber der König, der am Fenster stand, jenen nicht kommen sah, dachte er: „Wenn dieser mein Feind ist, so ist er in den Park gegangen, wird dort ein Heer versammeln und sich zu einer Tat rüsten; wenn aber nicht, so wird er seine Ausrüstungsgegenstände nehmen und sich zum Weggang rüsten. Sogleich werde ich sein Tun erkennen.“ Er begab sich nach dem Parke und sah das große Wesen am Ende des Wandelganges, wie es mit seinen Gerätschaften, um fortzuziehen, die Laubhütte verließ. Er bezeigte ihm seine Ehrfurcht und sprach ihm zur Seite tretend folgende erste Strophe:

„Wozu der Stab, wozu das Fell,
wozu der Schirm, wozu die Schuhe?
Wozu den Haken und die Schale
und die Gewänder, o Brahmane,
nimmst du, als ob du abziehn wolltest?
Warum verlangst du fort von hier?“

Als dies das große Wesen hörte, dachte es: „Dieser versteht, glaub ich, selber nicht, was er getan; ich will es ihm zur Erkenntnis bringen.“ Und er sprach folgende zwei Strophen:

„Die jetzt vergangenen zwölf Jahre
habe ich bei dir zugebracht;
und ich gedenke nicht, dass mich
der braune Hund je angebellt.

Doch heute hat er stolz gebellt
und zeigte seine weißen Zähne,
da er dich hörte, wie den Glauben
an mich mit deiner Frau du aufgabst.“

Darauf sprach der König, indem er seine Schuld eingestand, um ihn um Verzeihung zu bitten, folgende vierte Strophe:

„Ja, diese Schuld hab ich begangen,
wie du gesagt hast, o Brahmane.
Doch mehr noch liebe ich dich jetzt;
bleibe, Brahmane, geh nicht fort!“

Als dies das große Wesen hörte, erwiderte es: „O Großkönig, die Weisen bleiben nicht bei einem wohnen, der so wie du der anderen Partei ergreift und sich die Sache nicht erst klar macht.“ Und um dessen sündhaften Wandel zu verkündigen, sprach er folgende Strophen:

„Ganz weiß war früher meine Speise,
doch später wurde sie gescheckt
und jetzt ist sie ganz rot geworden;
Zeit ist es für mich fortzuziehen.

Im Innern früher ich erhielt sie,
dann in der Mitte, später draußen;
bevor man mich ganz wirft hinaus,
verlasse ich von selbst die Gegend.

Man folge nicht dem Ungetreuen
wie einer Quelle ohne Wasser;
wenn man auch tiefer in ihr gräbt,
so riecht das Wasser doch nach Schmutz.

Man folge dem nur, der vertraut,
man halt' sich fern vom Ungetreuen;
den treuen Freund verehre man
wie einen Teich der Wasserholer.

Den, der dich ehrt, den ehre wieder;
wer dich nicht ehrt, den ehr auch nicht;
ein unkluger Mann ist es, welcher
den Ehrenden nicht wieder ehrt.

Wer nicht verehrt den, der ihn ehrt,
wer dem Ergebnen nicht ergeben,
der ist der schlechteste der Menschen;
er gleicht dem Affen auf dem Ast.

Durch allzu häufigen Verkehr,
wie auch durch Nichtbeisammensein
gehen die Freunde uns verloren,
und auch, wenn man zur Unzeit bittet.

Drum komme man nicht allzu oft
und komme auch nicht allzu lang;
zur rechten Zeit stell' man die Bitte,
dann geht die Freundschaft nicht zugrunde.

Durch allzu langen Aufenthalt
wird unlieb auch der liebe Freund.
Drum lebe wohl; wir wollen gehen,
bevor wir dir noch unlieb werden.“

Der König erwiderte:

„Wenn du von uns, die wir so bitten,
das Händefalten nicht beachtest
und nicht tust nach dem Worte derer,
die dir so treu ergeben sind,
so bitten wir dich nur um eines:
Bestimme, wann du wiederkehrst.“

Der Bodhisattva antwortete:

„Wenn uns in unsrem weitren Leben
kein Hindernis im Wege steht
weder bei dir, du großer König,
noch auch bei mir, o Reichsvermehrer,
so werden wir dich wohl besuchen
nach Ablauf mancher Tag' und Nächte.“

Nachdem das große Wesen so gesprochen, unterwies es den König in der Wahrheit und fügte hinzu: „Lasse nicht nach, o Großkönig!“ Dann verließ es den Park, machte in einem ihm zukommenden Bezirke seinen Almosengang und zog dann aus Benares fort. Nachdem es so allmählich bis in die Gegend des Himalaya gelangt war und dort einige Zeit verweilt hatte, stieg es wieder in die Ebene hinab und nahm in der Nähe eines Grenzdorfes in einem Walde seinen Aufenthalt.—

Seitdem aber der Bodhisattva fortgezogen war, saßen jene Minister wieder zu Gericht und plünderten die Leute aus. Doch dachten sie dabei: „Wenn der große Bettelmönch Bodhi wiederkommt, ist es um unser Leben geschehen; wie könnten wir nun bewirken, dass er nicht zurückkehrt?“ Da kam ihnen folgender Gedanke: „Die Wesen hier auf Erden können einen Gegenstand, den sie lieben, nicht aufgeben; was ist aber hier der Gegenstand, in den er verliebt ist?“ Da erkannten sie, dies sei die erste Gemahlin des Königs, und sie bedachten weiter: „Der Gegenstand ist also vorhanden, um dessentwillen jener zurückkehren würde; wir wollen ihm entgegentreten und ihn töten!“ Und sie sprachen zum Könige: „O Fürst, in dieser ganzen Stadt hört man nur ein einziges Gerücht.“ „Was für ein Gerücht?“, fragte der König. „Der große Bettelmönch Bodhi und die Königin schicken einander Briefe und Gegenbriefe“, war die Antwort. „Was wollen sie tun?“, fragte der König weiter. „Er hat der Königin geschrieben: ‚Bist du im Stande, durch eigene Kraft den König zu töten und mir den weißen Sonnenschirm zu verschaffen?‘ Sie aber hat ihm folgende Botschaft gesandt: ‚Die Ermordung des Königs ist mein Geschäft; er möge sogleich kommen.‘“

Als jene dies immer wieder erzählten, glaubte ihnen der König. Er fragte sie: „Was soll man jetzt tun?“ Und sie antworteten: „Man muss die Königin töten.“ Darauf sprach er, ohne eine Untersuchung anzustellen: „Darum tötet ihr sie, zerhaut sie in kleine Stücke und werfet sie in die Unratgrube!“ Jene taten so; dass sie aber getötet wurde, ward in der ganzen Stadt bekannt. Da dachten ihre vier Söhne: „Von ihm wurde unsere schuldlose Mutter getötet“, und sie wurden dem Könige feind. Der König aber geriet in große Furcht.

Als hinwiederum das große Wesen diese Begebenheit erfuhr, dachte es: „Außer mir ist kein anderer im Stande, die Prinzen zu besänftigen und sie zu veranlassen, dass sie ihrem Vater verzeihen. Ich werde dem König das Leben retten und zugleich die Prinzen von ihrem schlimmen Vorhaben freimachen.“ Am nächsten Tage ging er in das Grenzdorf hinein und verzehrte Affenfleisch, das ihm die Leute gaben. Er bat um das Fell des Affen, das er auf dem Boden seiner Einsiedelei trocknete und geruchlos machte. Dieses nahm er als Unter- und Oberkleid und legte es auf seine Schulter; warum? Um sagen zu können: „Er war mir eine große Hilfe.“

Dies Fell nahm er mit sich und gelangte allmählich nach Benares. Hier suchte er die Prinzen auf und sprach zu ihnen: „Die Ermordung eures Vaters ist etwas Schreckliches; dies dürft ihr nicht tun. Es gibt ja kein Wesen, das nicht dem Altern und dem Tode ausgesetzt wäre. Ich bin gekommen, um euch einträchtig zueinander zu machen; kommt, wenn ich euch Botschaft sende.“ Nachdem er so die Prinzen ermahnt, ging er innerhalb der Stadt in den Park, breitete das Affenfell aus und setzte sich auf den Steinsitz.

Als ihn der Parkwächter sah, ging er rasch hin und meldete dies dem Könige. Auf die Kunde davon nahm der König voller Freude seine Minister mit sich, begab sich dorthin und bezeigte dem großen Wesen seine Verehrung. Dann setzte er sich nieder und begann eine liebenswürdige Unterhaltung mit ihm. Das große Wesen aber redete nicht freundlich mit ihm, sondern rieb nur immer das Affenfell.

Darauf sprach zu ihm der König: „Herr, ohne mir einen Platz anzubieten reibt Ihr nur immer das Affenfell; ist Euch dieser Affe ein größerer Wohltäter gewesen als ich?“ Jener antwortete: „Ja, o Großkönig, ein großer Wohltäter war mir dieser Affe. Ich reiste umher, indem ich auf seinem Rücken saß; er brachte mir den Wasserkrug, er kehrte meine Wohnung zusammen, er erwies mir die kleineren Dienstleistungen und die verschiedensten Gefälligkeiten. Wegen meines schwachen Sinnes aber aß ich sein Fleisch und trocknete sein Fell. Dies breite ich aus und sitze darauf und lege mich auch darauf. So viele Dienste hat mir dieser erwiesen.“

So übertrug er, um ihre falsche Lehre zu widerlegen, auf das Affenfell die Beschäftigung des Affen und sagte diese Worte mit Beziehung auf diesen Gegenstand. Denn weil er sich vorher damit bekleidet hatte, sagte er: „Auf seinem Rücken sitzend reiste ich umher.“ Weil er es vorher auf die Schulter gelegt hatte, als er seinen Wasserkrug sich herbeitrug, sagte er: „Er hat mir den Wasserkrug herbeigebracht.“ Weil er vorher mit dem Fell den Boden zusammengekehrt hatte, sagte er: „Er hat mir meine Wohnung gereinigt.“ Weil er, als er sich niedergelegt hatte, mit seinem Rücken das Fell berührt hatte und mit seinen Füßen daran gestreift war, sagte er: „Er hat mir die kleineren Dienste erwiesen.“ Weil er endlich, als er Hunger hatte, sein Fleisch verzehrt hatte, sagte er: „Ich aber verzehrte infolge meines schwachen Willens sein Fleisch.“

Als dies die Minister hörten, dachten sie: „Er hat ein lebendes Wesen getötet“, und sie riefen: „Holla, seht, was dieser Bettelmönch getan hat! Er hat einen Affen getötet, sein Fleisch verzehrt, seine Haut mitgenommen und wandelt nun so umher.“ Und sie klatschten in die Hand und stimmten ein Gelächter an.—

Als das große Wesen sie so tun sah, dachte es: „Sie merken nicht, dass ich, um ihre Irrlehre zu widerlegen, mit dem Felle hergekommen bin; ich werde sie nicht darüber belehren.“ Sogleich wandte er sich an den, der keinen Grund für etwas anerkannte, und fragte ihn: „Lieber, warum tadelst du mich?“ Jener erwiderte: „Weil du einen Verrat am Freunde und einen Mord begangen hast.“ Darauf versetzte das große Wesen: „Wer aber im Glauben an deine Irrlehre so gehandelt hätte, was hätte der damit Böses getan?“ Und um dessen falschen Glauben zu widerlegen, sprach es:

„Wenn du so lehrst, dass nur durch Zufall
und von Natur aus alles kommt,
dass willenlos man ausführt,
was nicht zu tun ist oder was zu tun—
wenn willenlos man alles tut,
wer wird von Sünde dann befleckt?

Wenn diese Lehre, dieser Glaube
zutreffend ist und nicht verkehrt,
wenn wahr das Wort von diesem Herrn,
mit Recht tötet' ich dann den Affen.

Und wenn du selbst in deiner Lehre
bemerken würdest einen Irrtum,
so könntest du nicht mich drum tadeln;
denn so lautet des Herren Lehre.“

Indem ihn das große Wesen so widerlegte, nahm es ihm die Möglichkeit zur Gegenrede. Der König aber wurde verwirrt in der Versammlung und setzte sich betroffen nieder.

Nachdem so das große Wesen die Irrlehre dessen, der keinen Grund annahm, widerlegt hatte, wandte es sich an den, der die Herrschertaten lehrte, mit folgenden Worten: „Freund, warum tadelst du mich, wenn du wirklich auf die Lehre von der Erschaffung durch einen Herrscher zurückgehst?“ Und er sprach folgende Strophen:

„Wenn von der ganzen Welt der Herrscher
das Leben ganz allein geregelt,
des Glückes Zustand und das Unglück,
die guten und die bösen Taten,
so tut der Mensch nach dessen Wort;
befleckt wird dadurch nur der Herr.

Wenn dieser Glaube, diese Lehre
zutreffend ist und nicht verkehrt,
wenn wahr das Wort von diesem Herrn,
mit Recht tötet' ich dann den Affen.

Und wenn du selbst in deiner Lehre
bemerken würdest einen Irrtum,
so könntest du nicht mich drum tadeln;
denn so lautet des Herren Lehre.“

Nachdem er so, wie wenn er von einem Mangobäume eine Keule nähme und damit den Mango zu Fall brächte, durch das Tun eines obersten Herrn die Lehre von dem Tun eines obersten Herrn widerlegt hatte, wandte er sich an den, der lehrte, dass alles von früheren Taten herstamme, mit den Worten: „Du, Freund, warum tadelst du mich, wenn du deine Lehre von den früher begangenen Taten für wahr hältst?“ Und er sprach:

„Wenn wegen einer früh'ren Tat
das Glück und Unglück kommt herbei,
hat einer nur die Schuld zu büßen
für ein zuvor getanes Unrecht.
Das Alte nimmt auf sich die Schuld;
wer wird dabei von Sünd' befleckt?

Wenn dieser Glaube, diese Lehre
zutreffend ist und nicht verkehrt,
wenn wahr das Wort von diesem Herrn,
mit Recht tötet' ich dann den Affen.

Und wenn du selbst in deiner Lehre
bemerken würdest einen Irrtum,
so könntest du doch mich nicht tadeln;
denn so lautet des Herren Lehre.“

Nachdem er so auch dessen Irrlehre widerlegt, schaute er dem das Aufhören von allem Lehrenden ins Auge und erschreckte ihn mit folgenden Worten: „Du, Freund, wenn du sagst, ‚Es gibt kein Almosen‘ usw., ‚hier haben diese Wesen ihr Ende; es gibt niemand, der in eine andere Welt geht‘, warum tadelst du mich dann?“ Und er sprach:

„‚Auf vier Dingen beruhend setzt sich
der Lebenden Körper zusammen.
Woraus der Körper wird gebildet,
dahin kehrt wieder er zurück.

Hier nur allein gibt es ein Leben;
sowie man stirbt, ist alles aus.
Vernichtet werden diese Menschen,
sowohl die Toren wie die Klugen.‘
Wenn alle Welt vernichtet wird,
wer wird von Sünde dann befleckt?

Wenn dieser Glaube, diese Lehre
zutreffend ist und nicht verkehrt,
wenn wahr das Wort von diesem Herrn,
mit Recht tötet' ich dann den Affen.

Und wenn du selbst in deiner Lehre
bemerken würdest einen Irrtum,
so könntest du mich nicht drum tadeln;
denn so lautet des Herren Lehre.“

Nachdem er so auch dessen Irrlehre widerlegt, wandte er sich an den, der die Irrlehre von den Vorrechten der Edlen vertrat, mit folgenden Worten; „Du, Freund, der du die falsche Lehre angenommen hast, dass selbst durch Tötung der Eltern der eigene Vorteil zu betätigen sei, warum tadelst du mich?“ Und er sprach:

„Vom Recht der Edlen reden hier
die Toren, die sich weise dünken:
‚Die Mutter und den Vater töte,
dazu auch noch den ält'ren Bruder;
die Söhne töte und die Frauen,
wenn dir ein Nutzen draus entspringt!‘“

Nachdem er so dessen falsche Lehre klargestellt, sprach er, um seine eigene Ansicht zu verkündigen:

„Wenn man in eines Baumes Schatten
sich niederlegt oder sich setzt,
so darf man seinen Zweig nicht brechen;
denn schlecht ist, wer den Freund verrät.

‚Wenn ein Bedürfnis dann sich einstellt,
schlag' man ihn ab mitsamt der Wurzel;
ich brauche Nahrung‘. Wenn dies recht,
so tötet' ich mit Recht den Affen.

Wenn dieser Glaube, diese Lehre
zutreffend ist und nicht verkehrt,
wenn wahr das Wort von diesem Herrn,
mit Recht tötet' ich dann den Affen.

Doch wenn du selbst in deiner Lehre
bemerken würdest einen Irrtum,
so könntest du mich drum nicht tadeln;
denn so lautet des Herren Lehre.“

Nachdem er so auch die Irrlehre von diesem widerlegt hatte und die fünf Leute ihren Glanz verloren hatten und keiner Gegenrede mehr fähig waren, wandte er sich an den König mit folgenden Worten: „O Großkönig, du hast beständig diese fünf Plünderer deines Reiches, diese großen Räuber bei dir. Auch du bist ein Tor! Durch das Zusammensein mit solchen Leuten dürfte ein Mann in dieser Welt, sowohl wie auch in der zukünftigen in schweres Unglück stürzen.“ Und indem er dem Könige die Wahrheit verkündete, sprach er:

„Der die Grundlosigkeit gelehrt,
der von des Herrschers Tun gesprochen,
der früh're Tat, Vernichtung lehrte
und der vom Recht der Fürsten sprach:
diese sind keine weisen Männer;
Toren sind 's, die sich weise dünken.

Ein solcher selber Böses tut
und treibt den andern dazu an.
Doch der Verkehr mit Toren endigt
im Unglück und bringt Leid hervor.“

Darauf sprach er, um durch das Vorführen von Gleichnissen seine Lehrunterweisung noch zu verstärken, folgende Strophen:

„In eines Bocks Gestalt ging einst ein Wolf
zu einer Ziegenherde ungefürchtet;
er tötet einen Bock und eine Mutterziege,
scheuchte die Herd' auf und entlief, wohin er wollte.

So tun manche Asketen und Brahmanen.
Verstellung übend täuschen sie die Menschen;
sie fasten, schlafen auf der bloßen Erde,
andre sind schmutzbedeckt, knien beständig,
essen bestimmtes Maß und trinken nicht,
und heilig nennen sich die Übeltäter.

Diese sind keine weisen Männer,
Toren sind 's, die sich weise dünken.
Ein solcher selber Böses tut
und treibt den andern dazu an.
Doch der Verkehr mit Toren endigt
im Unglück und bringt Leid hervor.

Wer sagt, es gebe keine Kraft,
und den bestimmten Grund verwirft,
wer andrer Tun und auch das eigne Tun
in gleicher Weise als zwecklos erklärt:

Diese sind keine weisen Männer,
Toren sind 's, die sich weise dünken.
Ein solcher selber Böses tut
und treibt auch andre dazu an.
Doch der Verkehr mit Toren endigt
im Unglück und bringt Leid hervor.

Denn wenn es gäbe keine Kraft,
kein gutes oder böses Werk,
so hielt' nicht Handwerker der König
und könnt' keine Maschinen bauen.

Doch weil es doch gibt eine Kraft,
ein gutes oder böses Werk,
drum hält auch Handwerker der König
und lässt seine Maschinen bauen.

Wenn hundert Jahre lang kein Regen,
kein Schnee würde herunterfallen,
so ginge diese Welt zugrunde,
vernichtet würden die Geschöpfe.

Doch weil die Gottheit Regen schickt
und weil der Schnee herunter träufelt,
darum wird das Getreide reif
und lange bleibt das Land gerettet.

Wenn Rinder ziehen und der Stier
sie in verkehrter Richtung führt,
so gehen alle sie verkehrt,
weil auch verkehrt der Führer ist.

So ist es bei den Menschen auch.
Wer hier am meisten wird geehrt,
wenn der übt Ungerechtigkeit,
um wie viel mehr die andre Schar!
Dem ganzen Lande geht es schlecht,
wenn ungerecht sein König ist.

Wenn Rinder ziehen und der Stier
sie in gerader Richtung führt,
so gehen alle sie gerade,
weil auch der Führer grade geht.

So ist es bei den Menschen auch.
Wer hier am meisten wird geehrt,
wenn dieser übt Gerechtigkeit,
um wie viel mehr die andre Schar!
Dem ganzen Lande geht es wohl,
wenn nur gerecht sein König ist.

Wer von dem Frucht tragenden Baume
sich abschlägt eine rohe Frucht,
der merkt nicht ihren Wohlgeschmack
und auch ihr Kern geht so verloren.

Dem Baume ist ein Reich vergleichbar;
wer dieses ungerecht regiert,
lernt dessen Wohlgeschmack nicht kennen
und auch sein Reich verloren geht.

Doch wer von einem großen Obstbaum
sich abschlägt eine reife Frucht,
der merkt gut ihren Wohlgeschmack
und auch ihr Kern geht nicht verloren.

Dem Baume ist ein Reich vergleichbar;
wenn einer es gerecht regiert,
so merkt er dessen Wohlgeschmack
und nicht geht ihm sein Reich verloren.

Und auch wenn ein König sein Land
mit Ungerechtigkeit regiert,
so wirken schädlich alle Kräuter
dem König aus dem Kriegerstamm.

Ebenso, wer verletzt die Bürger,
die mit Kauf und Verkauf beschäftigt,
die 's Beste geben, Steuern zahlen,
findet am Schatze keinen Nutzen.

Wenn die, die sich auf Kampf verstehen,
die in der Schlacht sich wohl bewähren,
die Treuen der König beleidigt,
hat keinen Nutzen er vom Heere.

Und ebenso sobald die Weisen,
die wohl bezähmten heil'gen Männer,
der ungerechte Fürst verletzt,
so geht der Himmel ihm verloren.

Auch wenn ein ungerechter König
die unschuldige Gattin tötet,
verdient er sich grausame Strafe;
verlustig geht er seiner Kinder.

Gerecht sei er gegen sein Land,
gegen die Bürger und Soldaten;
die heil'gen Männer nicht verletz' er,
rechtlich sei er zu Weib und Kind.

Wenn so ein Landesfürst beschaffen,
ein Landeshüter ohne Zorn,
jagt er den Nachbarn Schrecken ein
wie Indra, der Dämonensieger.“—

Nachdem so das große Wesen dem Könige die Wahrheit verkündigt hatte, ließ es auch die vier Prinzen rufen. Es ermahnte sie, erklärte ihnen, was der König getan, und bewog sie mit den Worten: „Bittet den König um Verzeihung!“, dazu, den König um Verzeihung zu bitten. Dann fuhr es fort: „O Großkönig, nimm von jetzt an nicht, ohne eine Untersuchung anzustellen, die Worte von Verleumdern an und verübe nicht mehr solche Gewalttaten. Auch ihr, ihr Prinzen, seid gegen den König nicht mehr verräterisch gesinnt!“ So gab es allen eine Ermahnung.

Darauf sprach zu ihm der König: „Als ich, o Herr, mich gegen Euch und gegen die Königin versündigte, vollführte ich diese böse Tat auf die Veranlassung von diesen hin, weil ich ihre Worte annahm. Auch diese fünf will ich töten.“ Doch der Bodhisattva versetzte: „Das darfst du nicht tun, o Großkönig.“ „So werde ich ihnen die Hände und Füße abschlagen lassen.“ „Auch dies darfst du nicht tun.“ Der König stimmte ein mit den Worten: „Gut, Herr“; dann nahm er ihnen all ihren Besitz ab, machte sie ehrlos, indem er ihnen die Haare bis auf fünf Locken scheren ließ, sie mit Bambusstäben und Ketten fesselte und sie mit Kuhmist beträufeln ließ, und verbannte sie aus seinem Reiche. Nachdem aber der Bodhisattva noch einige Tage dortselbst geblieben war, ermahnte er noch den König zu unablässigem Streben und kehrte dann in den Himalaya zurück. Hier erlangte er die Fähigkeit zur Ekstase und die Vollkommenheiten, betätigte zeitlebens die Vollkommenheiten und gelangte darauf in die Brahmawelt.

Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen, fügte er hinzu: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, sondern auch früher schon war der Vollendete voll Weisheit und fähig, die Gegenreden seiner Feinde zu widerlegen.“

Hierauf verband er das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals waren die fünf Irrlehrer der alte Kassapa, Makkhaligosala, Pakudhakaccana, Ajitakesakambali und der Niganthā Nathaputta; der rotbraune Hund war Ananda, der große Bettelmönch Bodhi aber war ich.“

Ende der großen Erzählung von Bodhi