Jātaka 532

Die Erzählung von Sona und Nanda (Sona-Nanda-Jātaka)

„Bist du ein Gott“

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen Mönch, der seine Mutter ernährte.

Die Begebenheit gleicht der im Sama-Jātaka (Jātaka 540) erzählten.

Damals aber sagte der Meister: „Zürnet nicht, Mönche, diesem Mönch! In der Vorzeit nahmen Weise, obwohl sie die Herrschaft über ganz Indien erhielten, diese nicht an, sondern ernährten ihre Eltern.“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Ehedem war Benares die Stadt Brahmavaddhana. Damals herrschte dort der König Manoja. Damals war ein achthundert Millionen besitzender reicher Brahmane kinderlos; er sagte zu seiner Gattin: „Liebe, wünsche dir einen Sohn“, und sie sprach diesen Wunsch aus. Da verließ der Bodhisattva die Brahmawelt und nahm in ihrem Schoße seine Wiedergeburt; als er zur Welt gekommen war, gab man ihm den Namen Prinz Sona. Als er so alt war, dass er auf eigenen Füßen gehen konnte, verließ noch ein anderes Wesen die Götterwelt; als dieses zur Welt kam, erhielt es den Namen Prinz Nanda.

Als sie die Veden erlernt und die Vollendung in allen Künsten erlangt hatten, bemerkten ihre Eltern ihre vollendete Schönheit und der Brahmane sprach zu seiner Gattin: „Liebe, wir wollen unsern Sohn, den Prinzen Sona, an das Haus fesseln.“ Sie stimmte dem bei und erzählte dies ihrem Sohne. Dieser aber erwiderte: „Genug, Mutter, ist es mir mit dem Wohnen im Hause! Ich werde euch pflegen, solange ihr lebt; nach eurem Tode aber werde ich in den Himalaya ziehen und die Weltflucht betätigen.“ Sie berichtete dies dem Brahmanen. Als die beiden trotz ihrer wiederholten Reden seinen Sinn nicht umstimmen konnten, wandten sie sich an den jungen Nanda und sagten zu ihm: „Mein Sohn, behüte darum du die Familie!“ Doch jener antwortete: „Ich fange doch nicht die von meinem Bruder weggeworfene Sinnenlust mit dem Haupte auf! Auch ich werde nach eurem Tode mit meinem Bruder zusammen die Weltflucht betätigen.“

Da dachten die Eltern: „Diese geben trotz ihrer Jugend die Lüste auf; warum sollen wir nicht alle zusammen die Weltflucht betätigen?“ Und sie sprachen zu ihren Söhnen: „Meine Söhne, was soll euch die Weltentsagung nach unserm Tode? Wir alle wollen die Welt verlassen.“ Sie meldeten ihren Entschluss dem Könige, verschenkten ihr ganzes Vermögen als Almosen, machten die Schar ihrer Sklaven zu freien Leuten und gaben auch ihren Verwandten, was ihnen zu geben angemessen war. Darauf zogen die vier Leute aus der Stadt Brahmavaddhana und erbauten sich im Himalaya-Gebirge in der Nähe eines mit den fünf Arten der Lotosblumen bedeckten Teiches bei einem entzückenden Wäldchen eine Einsiedelei; hier wohnten sie und betätigten die Weltflucht. Die beiden Brüder ernährten ihre Eltern. In der Frühe gaben sie ihnen Zahnstocher und Wasser zum Waschen des Gesichts, kehrten die Laubhütte und die Zelle zusammen und reichten ihnen Trinkwasser. Auch holten sie aus dem Walde süße Früchte und gaben sie ihren Eltern zu essen. In heißem oder in kaltem Wasser ließen sie sie baden; sie reinigten ihre Haarflechten und wuschen ihre Füße und dergleichen Dienstleistungen mehr.

Als so eine Zeit vergangen war, dachte der weise Nanda: „Ich werde nur die von mir herbeigebrachten Waldfrüchte meinen Eltern zu essen geben.“ Von dem Orte, wo er gestern oder am Tage zuvor die Früchte genommen hatte, holte er am Morgen wieder die Früchte, wie sie auch waren, und gab sie seinen Eltern zu essen; wenn sie dieselben verzehrt hatten, spülten sie sich den Mund aus und fasteten von da an. Der weise Sona aber war weit weg gegangen, hatte süße, ganz reife Früchte mitgebracht und bot sie ihnen an. Darauf sagten sie zu ihm: „Mein Sohn, die von deinem jüngeren Bruder gebrachten Früchte haben wir am Morgen verzehrt und dann gefastet; jetzt brauchen wir keine mehr.“ So wurden seine Waldfrüchte nicht genossen und verdarben.

An den folgenden Tagen ging es ebenso; obwohl er infolge seiner fünffachen Erkenntnis sie von weither holte, verzehrten sie dieselben wieder nicht. Da dachte das große Wesen: „Meine Eltern sind von zarter Gesundheit. Nanda aber bringt alle möglichen Früchte herbei, unreife und halbreife, und gibt sie ihnen zu essen. Wenn es sich so verhält, werden sie es nicht lange aushalten; ich will es ihm verbieten.“ Er wandte sich darum an seinen Bruder und sagte zu ihm: „Nanda, wenn du von jetzt an Waldfrüchte bringst, so warte, bis ich komme; wir beiden wollen ihnen dann gemeinsam zu essen geben.“ Trotz dieser Worte aber tat Nanda nicht nach seines Bruders Befehl, weil er ein gutes Werk (mit seiner Speisung) tun wollte.

Das große Wesen dachte: „Nanda handelt nicht nach meinen Worten, sondern tut etwas Ungebührendes; ich werde ihn fortjagen.“ Und indem es sich vornahm: „Allein werde ich meine Eltern pflegen“, sagte es: „Nanda, du bist der Ermahnung nicht zugänglich, du tust nicht nach der Weisen Wort. Die Eltern gehen mich allein an; ich allein werde sie pflegen. Du darfst hier nicht mehr bleiben; gehe anderswohin!“ Und es schnippte mit den Fingern nach ihm.

Als so Nanda von seinem Bruder fortgejagt war, vermochte er nicht mehr in seiner Nähe zu bleiben. Er bezeigte ihm seine Ehrfurcht, ging dann zu seinen Eltern hin und erzählte ihnen die Sache. Darauf ging er in seine Laubhütte hinein, betätigte die Vorbereitungen zur Erlangung der Ekstase und erlangte noch an demselben Tage die fünf Erkenntnisse und die acht Vollendungen. Jetzt dachte er:

  • „Ich vermag, vom Fuße des Sineru-Berges den Silbersand zu holen, ihn in der Zelle der Laubhütte meines Bruders auszustreuen und ihn so um Verzeihung zu bitten.
  • Wenn ihm dies nicht gefällt, werde ich Wasser vom Anotatta-See holen und ihn damit um Verzeihung bitten.
  • Wenn ihm aber auch dies nicht gefällt und mir mein Bruder durch der Götter Macht verzeihen würde, so würde ich die vier Großkönige und Gott Sakka herbeiholen und ihn um Verzeihung bitten.
  • Wenn ihm jedoch auch dies nicht gefällt, werde ich alle Könige von ganz Indien, vom Könige Manoja angefangen, herbeiholen und ihn um Verzeihung bitten. Dann würde sich der Vorzug meines Bruders über ganz Indien verbreiten und bekannt werden wie Mond und Sonne.“

Sogleich flog er durch seine Wunderkraft davon, stieg in der Stadt Brahmavaddhana am Tore des Palastes jenes Königs aus der Luft herab und ließ dem Könige melden: „Ein Asket wünscht Euch zu sehen.“ Der König dachte: „Was bedarf ein Weltflüchtling meines Anblicks? Er wird um der Nahrung willen gekommen sein“; und er schickte ihm Reisbrei. Reisbrei wünschte er nicht, dafür schickte ihm jener Reiskörner; er schickte ihm Gewänder, er schickte ihm Wurzeln, aber auch Wurzeln wollte er nicht.

Darauf schickte er an ihn einen Boten, warum er gekommen sei. Als jener so von dem Boten gefragt wurde, antwortete er: „Ich bin gekommen, um dem Könige zu dienen.“ Da der König dies hörte, ließ er ihn fortschicken mit.dem Worten: „Ich habe viele Diener. Er soll seinen Asketenberuf ausüben.“ Doch der andere sprach, als er dies hörte: „Ich werde durch eigene Kraft die Herrschaft über ganz Indien an mich reißen und sie eurem Könige geben.“

Als dies der König vernahm, dachte er bei sich: „Die Weltflüchtlinge sind doch weise; sie werden irgend ein Mittel wissen.“ Er ließ ihn zu sich rufen, wies ihm einen Sitz an, bezeigte ihm seine Verehrung und sagte dann: „Ehrwürdiger Herr, Ihr wollt in ganz Indien die Herrschaft an Euch reißen und sie mir geben.“ „Ja, o Großkönig“, war die Antwort. „Wie werdet Ihr sie in Besitz nehmen?“, fragte der König weiter. Darauf erwiderte Nanda: „O Großkönig, ohne irgend einen auch nur so viel Blut vergießen zu lassen, als eine kleine Fliege trinken kann, und auch ohne dein Geld verschwinden zu lassen, durch meine Wunderkraft allein werde ich die Herrschaft an mich reißen und sie dir geben. Nur darfst du nicht zaudern, sondern musst heute noch fortziehen.“

Der König glaubte ihm und zog fort, von den Teilen seines Heeres umgeben. Wenn es dem Heere heiß war, erschuf Nanda durch seine Wunderkraft Schatten und machte es kühl; wenn es regnete, ließ er über das Heer keinen Regen herabströmen, den heißen Wind wehrte er ab. Auf dem Wege ließ er die Baumstümpfe, Dorngestrüppe u.dgl., kurz alle Gefahren verschwinden; den Weg machte er so eben wie einen Ekstase-Kreis.Er selbst breitete in der Luft ein Fell aus, setzte sich mit gekreuzten Beinen darauf nieder und ging so dem Heere voran.

So zog er mit dem Heere zuerst nach dem Reiche Kosala; unweit der Stadt ließ er ein befestigtes Lager schlagen und schickte dem Könige von Kosala die Botschaft: „Er soll mit uns kämpfen oder sich uns unterwerfen.“ Dieser erwiderte zornig: „Wie, bin ich nicht König? Ich nehme den Kampf an.“ Er nahm sein Heer mit sich und zog hinaus. Die beiden Heere fingen an zu kämpfen. Nanda aber machte zwischen beiden Heeren das Antilopenfell, auf dem er saß, groß, dehnte es aus und fing mit seinem Felle die von den beiden Heeren abgeschossenen Pfeile auf. In keinem der Heere war so einer, der von einem Pfeile verwundet gewesen wäre.

Als aber die Pfeile, die sie abgeschossen hatten, zu Ende gegangen waren, standen die beiden Heere hilflos da. Jetzt tröstete Nanda seinen König mit den Worten: „Fürchte dich nicht, o Großkönig“, und ging zu dem Könige von Kosala hin, dem er folgendes sagte „O Großkönig, fürchte dich nicht; es besteht keine Gefahr für dich. Dein Reich wird dein bleiben; nur unterwirf dich dem Könige Manoja.“ Jener glaubte seinem Worte und gab seine Zustimmung. Darauf führte er ihn zum König Manoja und sprach zu diesem: „O Großkönig, der König von Kosala unterwirft sich dir; doch soll sein Reich ihm verbleiben.“ König Manoja gab seine Zustimmung.

Nachdem er diesen so sich unterworfen hatte, zog er mit den beiden Heeren nach dem Reiche Anga und nahm es ein, dann nach dem Reiche Magadha und nahm dies auch ein. Nachdem er auf diese Weise die Könige in ganz Indien sich unterworfen hatte, kehrte er von ihnen umgeben nach Brahmavaddhana zurück. Während er aber diese Reiche einnahm, brauchte er sieben Jahre, sieben Monate und sieben Tage. Dann ließ er aus einer jeden Residenz verschiedenartige feste und flüssige Speise herbeibringen, nahm die hunderteins Könige mit sich und feierte mit ihnen sieben Tage lang ein großes Gelage.

Da dachte Nanda: „Solange der König sieben Tage lang das Glück der Herrschaft genießt, solange werde ich mich ihm nicht zeigen.“ Er machte im Lande der Uttara-Kurus seinen Almosengang und blieb sieben Tage lang im Himalaya in der Goldhöhle wohnen.

Als aber Manoja am siebenten Tage seine große Herrlichkeit betrachtete, dachte er: „Dieser Ruhm wurde mir nicht durch meine Eltern noch durch andere zuteil; durch den Asketen Nanda bin ich dessen teilhaftig geworden. Es ist aber heute schon der siebente Tag, dass ich ihn nicht mehr sah. Wo ist denn mein Freund, der mir den Ruhm verlieh?“ So erinnerte er sich an Nanda.

Als dieser merkte, dass der König wieder seiner gedachte, kam er herbei und blieb vor ihm in der Luft stehen. Jetzt dachte jener: „Ich weiß nicht, ob dieser Asket ein Gott oder ein Mensch ist. Wenn er ein Mensch ist, so werde ich ihm die Herrschaft über ganz Indien geben; wenn er aber ein Gott ist, so werde ich ihm göttliche Verehrung zuteil werden lassen.“ Und um ihn zu prüfen, sprach er folgende erste Strophe:

„Bist du 'ne Gottheit, ein Gandharva
oder Sakka Purindada?
Bist du ein wundermächt'ger Mensch?
Wie sollen wir dich denn erkennen?“

Als jener diese Worte vernahm, sprach er, um sein Wesen zu erklären, folgende zweite Strophe:

„Ich bin kein Gott und kein Gandharva,
auch nicht Sakka Purindada.
Ein wundermächt'ger Mensch bin ich;
erkenne dies, o Bharata.“

Da dies der König hörte, dachte er: „Ein menschliches Wesen ist dies also. Mir ist er ein großer Helfer gewesen; mit großer Ehrung werde ich ihn befriedigen.“ Und er sprach:

„Gar groß sind deine Dienste, Herr,
und mannigfach, die du erwiesest:
Als eine Gottheit Regen sandte,
gebotest du dem Regen Halt.

Dann in dem Glutwind schrecklich heiß,
da schufest du uns kühlen Schatten;
darauf inmitten meiner Feinde
brachtest du uns göttlichen Schutz.

Hierauf die blühnden Königreiche
hast du dir Untertan gemacht;
von Fürsten einhundertundeinen
machtest du zu Gefolgsmännern.

Gar hoch erfreut sind wir von dir,
drum äußere jetzt einen Wunsch:
'nen Elefantenwagen oder
ein Pferdgespann, geschmückte Frauen
oder auch reizende Paläste,
wir wollen sie dem Herren geben.

Auch Anga oder Magadha,
die Länder geben wir dem Herrn;
Assaka und Avanti-Land,
gern treten wir es ab an dich.

Ja selbst die Hälfte meines Reiches
werde ich gern dem Herren geben,
wenn du nach einem Thron verlangst;
verkündige uns, was du wünschest.“

Als dies Nanda hörte, sprach er, um sein Verlangen zu offenbaren:

„Nach einem Thron verlangt mich nicht
noch nach 'ner Stadt oder nach Schätzen;
und auch nach einem andern Land
ist kein Bedürfnis mir vorhanden.“

Dann fügte er hinzu: „Wenn du mich liebst, so erfülle mir ein einziges Wort“, und sprach folgende Strophen:

„Im Lande, das dem Herrn gehört,
ist 'ne Einsiedelei im Walde;
mein Vater und die Mutter,
beide wohnen in der Einsiedelei.

An ihnen in den frühren Zeiten
durft' ich nicht tun ein gutes Werk;
dich möcht ich zum Begleiter nehmen
und Sona um Verzeihung bitten.“
Darauf sprach der König zu ihm:

„Ich will nach deinem Worte tun,
das du mir sagtest, o Brahmane;
und dieses noch verkünde uns,
wie viele sollen ihn denn bitten?“
Der weise Nanda antwortete:

„Mehr denn hundert Leute vom Lande
und hochvermögende Brahmanen,
dazu auch diese Fürsten alle
edelgeboren, ruhmerfüllt
und ferner noch König Manoja
werden genug sein, um zu bitten.“

Darauf sprach der König:

„Elefanten schirr' man an und Pferde,
den Wagen richte, Wagenlenker;
man nehme Zaumzeug mit und breite
über den Wagen Fahnen aus!
Ich werde zur Einsiedelei
hingehen, wo Kosiya weilt.“

Darauf entfernte sich der König
mit seinem vierteiligen Heere;
er ging zu der Einsiedelei,
der schönen, wo Kosiya weilte.

Diese Strophe sprach der völlig Erleuchtete.

An dem Tage aber, da jener an die Einsiedelei gelangte, hatte der weise Sona gedacht: „Seit mein jüngerer Bruder fortzog, sind sieben Tage mehr als sieben Monate und sieben Jahre verflossen.“ Während er nun überlegte, wo dieser jetzt sei, hielt er mit seinem göttlichen Auge Ausblick und sah, dass er mit hundertundeinem Könige, die von vierundzwanzig großen Heeren umgeben seien, herkomme, um ihn um Verzeihung zu bitten. Da dachte er: „Diese Könige und ihre Gefolgschaften haben viele Wunder von meinem jüngeren Bruder gesehen. Weil sie meine Macht nicht kennen, sagen sie prahlend von mir: ‚Dieser falsche Asket kennt nicht sein Maß und will es mit unserm Herrn aufnehmen‘ und könnten dadurch in die Hölle kommen. Ich werde ihnen einen Beweis meiner Wunderkraft zeigen.“ Er stellte in der Luft eine Tragstange auf, so dass sie auf vier Zoll Entfernung seine Schulter nicht berührte, und ging dann unweit vom Könige durch die Luft, um Wasser vom Anotatta-See zu holen. Als ihn aber der weise Nanda sah, wagte er sich ihm nicht zu zeigen, sondern er verschwand von der Stelle, wo er saß, und flüchtete sich in den Himalaya.

Als aber der König Manoja jenen in seiner entzückenden Asketenkleidung daherkommen sah, sprach er folgende Strophe:

„Wer ist der Wasserholer, dem
die Tragstang' aus Kadamba-Holz
vier Zoll über der Schulter schwebt,
ohne sie dabei zu berühren?“

Nach diesen Worten sprach das große Wesen folgendes Strophenpaar:

„Ich bin Sona, du großer König,
ein Büßer tugendhaften Wandels,
und meine Eltern ich ernähre
bei Nacht und Tage unablässig.

Indem im Wald ich Früchte hole
und Wurzeln auch, o Landesherrscher,
ernähr ich damit meine Eltern,
gedenkend an die frühren Taten.“

Als dies der König hörte, sprach er, da er Lust bekam, mit ihm Freundschaft zu schließen, folgende weitere Strophe:

„Wir möchten zur Einsiedelei
hingehen, wo Kosiya weilet;
zeig, Sona, uns den Weg, auf dem
wir zur Einsiedelei gelangen.“

Darauf erschuf das große Wesen durch seine übernatürliche Macht einen zur Einsiedelei führenden Fußpfad und sprach folgende Strophe:

„O König, dieser Fußpfad führt
zu einem Wald, der glänzt wie Wolken,
aus Ebenholzbäumen (7) bestehend;
in diesem weilet Kosiya.“

Folgende Strophen sprach der völlig Erleuchtete:

Nachdem er so gesprochen hatte,
ging eilend der große Asket
hinfliegend durch den weiten Luftraum,
nachdem die Fürsten er belehrt.

Nachdem die Hütte er gereinigt
und einen Sitz bereitet hatte,
ging in die Zelle er hinein
und so den Vater er belehrte:

„Jetzt kommen diese Könige,
edelgeboren, ruhmerfüllt;
geh aus der Hütte du heraus
und setz dich nieder, großer Weiser.“

Und als er dessen Wort vernommen,
da ging eilend der große Weise
heraus aus der Einsiedelei
und setzt sich an der Türe nieder.

Als aber der Bodhisattva mit dem Wasser vom Anotatta-See in die Einsiedelei zurückgekehrt war, kam der weise Nanda wieder zum Könige und ließ in der Nähe der Einsiedelei ein befestigtes Lager schlagen. Nachdem sodann der König gebadet und sich mit allem Schmuck angetan hatte, ging er, umgeben von hunderteinem König, in seiner ganzen Pracht mit dem weisen Nanda in die Einsiedelei hinein, um den Bodhisattva um Verzeihung zu bitten. Da ihn der Vater des Bodhisattva so kommen sah, fragte er den Bodhisattva und dieser erklärte es ihm.

Um dies zu verkünden, sprach der Meister folgende Strophen:

Als er nun diesen kommen sah,
der hell erstrahlte wie das Feuer,
umgeben von der Fürsten Schar,
da sprach Kosiya folgendes:

„Wem sind die Pauken und die Trommeln,
die Muscheln, Tamburins und Schläger,
wem werden sie vorausgetragen,
um zu erfreun den Völkerfürsten?

Wem ist das aus dem goldnen Bande,
dem dicken, das blitzähnlich leuchtet,
gemachte Diadem, das neue?
Wer kommt, strahlend vor Herrlichkeit?

Wie Gold, das auf der Fackel Spitze
oder im Kohlenfeuer leuchtet,
so glänzt weithin sein Angesicht.
Wer kommt, strahlend vor Herrlichkeit?

Wem ist der schöne Sonnenschirm,
der vorgehaltne, mit den Bändern,
welcher die Sonnenstrahlen abhält?
Wer kommt, strahlend vor Herrlichkeit?

Wer hat gelegt sich auf die Schulter
den allerschönsten Yakschweifwedel
und reitet auf dem Elefanten
einher, der seinen Wunsch versteht?

Wer ist von weißen Sonnenschirmen,
von edlen Rossen wohl gepanzert
auf allen Seiten rings umgeben?
Wer kommt, strahlend vor Herrlichkeit?

Und wer hat hunderteinen Fürsten
sich untertänig, ruhmerfüllte,
die ihn allüberall umringen?
Wer kommt, strahlend in Herrlichkeit?

Von Elefanten, Rossen, Wagen
und Fußvolk das vierteil'ge Heer
umringet ihn auf allen Seiten;
wer kommt, strahlend vor Herrlichkeit?

Und wem gehört dies große Heer,
das ihm nachfolgt von hinten her,
sich nicht auflehnend, unermesslich
den Wogen gleich des Ozeans?

Manoja, der Könige König,
wie Indra, Herr der Siegesgötter,
kommt hierher auf Nandas Verlangen
zu der Heil'gen Einsiedelei.

Ihm nur gehört dies große Heer,
das ihm nachfolgt von hinten her,
sich nicht auflehnend, unermesslich
den Wogen gleich des Ozeans.“

Der Meister sprach:

Mit Sandelpulver wohl besprengt,
mit Kasi-Kleidern angetan
falteten alle sie die Hände
und kamen so zu den Asketen.

Nachdem darauf König Manoja seine Verehrung bezeigt, setzte er sich ihm zur Seite und sprach, indem er damit eine liebenswürdige Unterhaltung begann, folgendes Strophenpaar:

„Geht es denn auch dem Herren gut
und ist wohl auch der Herr gesund“?
Nährt Ihr Euch von geles'nen Ähren?
Gibt es auch viele Frücht' und Wurzeln?

Gibt es Stechfliegen hier und Mücken
und Schlangen in geringer Zahl?
Wird durch im Wald schweifende Tiere
Euch auch Verletzung nicht zuteil?“

Die weiteren Strophen enthalten die Reden und Gegenreden beider.

„Nur gut geht es uns, großer König,
und auch gesund sind, König, wir.
Geles'ne Ähren wir verzehren;
auch gibt es Frücht' und Wurzeln viel.

Stechfliegen gibt es hier und Mücken
und Schlangen in geringer Zahl.
Durch die im Wald schweifenden Tiere
wird uns Verletzung nicht zuteil.

Auch viel Areka-Nüsse gibt es
hier in der Büßer Einsiedelei;
und ich erinnere mich nicht,
dass je 'ne garst'ge Krankheit herrschte.

Willkommen dir, du großer König,
nicht ungünstig bist du gekommen;
als Herrscher zogest du hierher;
was du begehrst, verkünde uns.

Tinduka- und Pipala-Blätter
und süße Kasumari-Früchte;
klein sind die Früchte nur und wenig,
doch iss, o König, nur nach Wunsch.

Hier ist auch kühles Wasser da,
geholt aus einer Bergeshöhle;
davon trinke, du großer König,
wenn du danach Verlangen hast.“

„Wir nehmen deine Gaben an
und was ihr alles würdig tatet;
doch höret auch auf Nanda jetzt,
was er für Worte euch will sagen.

Nur auf das innige Verlangen
des Herren Nanda kamen wir;
drum mögest du die Worte hören
des Nanda und seines Gefolges.“

Als Nanda so angeredet wurde, erhob er sich von seinem Sitze, bezeigte seinen Eltern und seinem Bruder Verehrung und sprach, indem er sein Gefolge anredete, folgendermaßen:

„Die Landbewohner mehr als hundert
sowie wohlhabende Brahmanen
und diese Könige hier alle
edel geboren, ruhmerfüllt,
dazu noch König Manoja
mögen mein Wort genehmigen.

Auch die Dämonen, die hier wohnen
als Nachbarn der Einsiedelei,
die Geister, die im Walde weilen,
sie sollen hören auf mein Wort.

Nachdem die Geister ich verehrt',
sprech ich zu diesem frommen Weisen:
So wie dein eigner rechter Arm
so bin ich, Kosiya, dir wertvoll.

Der ich den Vater und die Mutter
von mir gern unterhalten möchte,
lass mir dies gute Werk, du Held,
halte mich, Kosiya, nicht ab.

Es ist ja allen dies gestattet,
erlaube du es darum mir.
Ehrfurcht Bezeigen und Bedienen
hast lange Zeit du jetzt geübt;
an meinen Eltern gute Werke
erlaube mir als Weg zum Himmel.

Dort gibt es andre Menschen noch,
die auch den Pfad der Tugend kennen,
dass es der Weg zum Himmel ist,
wie du es selbst wohl weißt, du Weiser.

Durch Ehrerbietung und Bedienung
dass ich den Eltern Glück verschaffe,
dies gute Werk verhindert er
und hält mich ab vom edlen Wege.“

Als so der weise Nanda gesprochen, rief das große Wesen: „Bisher habt ihr dessen Worte vernommen, höret jetzt auch auf mich!“ Und es sprach:

„Es mögen meine Worte hören
die Herrn Begleiter meines Bruders:
Wer der Familie alten Brauch
außer Acht lässt, du großer König,
und unrecht an den Älter'n tut,
der ist der Hölle drum verfallen.

Doch die sich auf die alte Tugend
gar wohl verstehen, Landesherrscher,
mit gutem Wandel auch versehen,
die sind der Hölle nicht verfallen.

Mutter und Vater und der Bruder,
die Schwester, Freunde und Verwandte,
sie alle sind des Ältsten Pflicht;
merke dir dies, o Bharata.

Die schwere Pflicht nahm ich auf mich
dem Schiffer gleich auf hohem Meere;
im Rechte lasse ich nicht nach,
der Ältste bin ich, Landesherrscher.“

Als dies die Könige hörten, dachten sie voll Freude: „Dass dem ältesten Bruder alle übrigen Pflichten zukommen, haben wir heute erkannt.“ Sie verließen den weisen Nanda, schlossen sich dem großen Wesen an und sprachen, um es zu preisen, folgende zwei Strophen:

„Im Dunkel haben wir die Weisheit
erlangt wie eine Flamm' vom Feuer;
so hat uns der Herr Kosiya
das Recht jetzt deutlich ausgelegt.

So wie den Ozean die Sonne,
wie der strahlende Vasudeva
von allen Wesen offenbart
ihr gutes oder böses Wesen,
so hat uns der Herr Kosiya
das Recht jetzt deutlich klargelegt.“

So bewirkte das große Wesen, dass die Könige, die die ganze Zeit über die Wunderwerke des weisen Nanda gesehen hatten und gegen ihn daher liebevoll gesinnt waren, durch der Einsicht Kraft die Vorliebe für jenen aufgaben und seine Worte annahmen, und machte, dass sie nur noch nach seinem Munde schauten. Da dachte der weise Nanda: „Mein Bruder ist ein weiser, kluger Verkündiger der Wahrheit; er hat alle diese Könige abspenstig gemacht und auf seine Seite gebracht. Außer ihm selbst habe ich keine Zuflucht mehr; ihn allein werde ich bitten.“ Und er sprach folgende Strophe:

„Da ich so bitte, nicht beachtest
du mein demüt'ges Händefalten;
an dich gefesselt will ich sein
und deine Dienste will ich tun.“

Das große Wesen hatte von Natur aus keinen Hass oder Groll gegen den weisen Nanda; sondern nur weil jener allzu stolz gesprochen, tat es so, um ihm seinen Hochmut zu nehmen und ihn niederzubeugen. Als es jetzt dessen Worte vernahm, war es hocherfreut und wurde mit Befriedigung über ihn erfüllt. Es sagte: „Jetzt verzeihe ich dir; du erhältst wieder die Erlaubnis, die Eltern zu pflegen.“ Und um seinen Vorzug zu verkündigen, sprach es:

„Gewiss, Nanda, verstehst du jetzt
das Recht, das allen ist verkündet.
Edel bist du, edel dein Wandel;
ganz überaus gefällst du mir.

Ich rede zu dem Herren und
zur Frau; vernehmet meine Worte:
zu dieser Pflicht fühle ich jetzt
mich nicht im mind'sten mehr verpflichtet.

Während ich diente meinen Eltern
und ihnen Wohlergehn verschaffte,
kommt Nanda mit Gefolge her
und bittet, dass er dienen darf.

Und wer, fürwahr, ihr heil'gen Büßer,
von euch nach Lust sich etwas wünscht,
der rufe nur den Nanda her;
euch beide Nanda wird bedienen.“—

Darauf erhob sich seine Mutter von ihrem Sitze und sprach: „Mein Sohn Sona, lange abwesend war dein jüngerer Bruder. Obwohl er aber so lange nicht gekommen ist, getraue ich mich doch nicht, ihn zu bitten. Dass wir aber jetzt uns an ihn halten, ist uns von dir erlaubt worden. Ich möchte diesen Heiligen mit meinen Armen umfassen und ihn auf sein Haupt küssen dürfen.“ Und um dies zu verkündigen, sprach sie folgende Strophe:

„Du hast, o Sona, uns erlaubt,
dass wir an ihn uns halten dürfen.
Ich möchte Nanda küssen dürfen,
auf seinen Kopf den Heiligen.“

Darauf erwiderte das große Wesen: „So bewillige ich dies alles, Mutter. Gehe du hin, umarme deinen Sohn Nanda, atme den Duft seines Hauptes, küsse ihn und bringe dadurch den Kummer deines Herzens zum Aufhören.“ Sie ging hin, umarmte den weisen Nanda inmitten der Versammlung, roch den Duft seines Hauptes, küsste ihn und brachte so den Kummer ihres Herzens zum Aufhören. Darauf sprach sie, indem sie das große Wesen anredete:

„Wie des Assattha junger Spross
wenn er vom Winde wird geschüttelt,
so zittert jetzt mein Herz, da ich
seit langer Zeit den Nanda sehe.

Wenn ich im Schlaf in meinem Traume
den Nanda wiederkommen sehe,
bin ich vor Freude wie berauscht:
‚Nanda ist uns zurückgekehrt.‘

Und wenn ich, da ich ihn erwarte,
den Nanda nicht gekommen sehe,
befällt mich stärker nur der Kummer
und größer wird mein Herzeleid.

Doch heute sehe ich seit langem
den Nanda wieder heimgekehrt;
Nanda, dem Gatten lieb und mir,
kehrte in unser Haus zurück.

Dem Vater auch ist Nanda lieb;
doch weil Nanda zurückgekehrt,
soll, Lieber, Nanda dies erhalten:
mich soll Nanda bedienen dürfen.“

Das große Wesen stimmte diesen Worten seiner Mutter zu, indem es sagte: „So sei es.“ Dann ermahnte es Nanda: „Nanda, du hast den Anteil des Ältesten erhalten; gar große Verdienste verschafft eine Mutter. Pflege sie unablässig!“ Und indem er den Vorzug seiner Mutter verkündigte, sprach er folgende zwei Strophen:

„Die mitleidsvoll und hilfsbereit
uns vordem Wohlgeschmack bereitet',
der Weg, der in den Himmel führt,
dich zieht die Mutter vor, du Weiser.

Die früher uns mit Milch gestillt,
die Mutter, die uns Gutes tat,
der Weg, der in den Himmel führt,
dich zieht die Mutter vor, du Weiser.“

Nachdem so das große Wesen mit diesen zwei Strophen den Vorzug der Mutter geschildert, fügte es, als sie zurückgekehrt war und wieder ihren Sitz eingenommen hatte, folgendes hinzu: „Nanda, du hast eine Mutter erhalten, die schwere Dinge ausgehalten hat. Wir beiden sind von unserer Mutter mit Schmerzen aufgezogen worden; deshalb pflege sie jetzt unablässig und gib ihr keine bitteren Früchte mehr zu essen!“ Um dann inmitten der Versammlung die Beschwerden, die eine Mutter ertragen muss, zu verkünden, sprach er:

„Wenn sie nach einem Sohn verlangt,
bringt sie Verehrung dar der Gottheit;
sie forscht nach der Konstellation
und nach der Art der Jahreszeiten.

Wenn sie dann nach der Zeit gebadet,
entsteht in ihr die Leibesfrucht;
dadurch kommt sie in Schwangerschaft
und guter Hoffnung nennt man sie.

Ein Jahr oder auch weniger
trägt sie 's und bringt es dann zur Welt;
darum heißt sie Gebärende
und wird Gebärerin genannt.

Mit ihrer Mutterbrust, mit Singen,
durch die Berührung ihres Körpers
beruhigt sie den Weinenden;
drum heißt sie auch Beruhigerin.

Wenn dann die heißen Winde wehen,
beschützt sie ihren kleinen Sohn,
den Unverständ'gen hütet sie;
drum wird sie Hüterin genannt.

Das Geld, welches die Mutter hat,
und auch des Vaters ganze Habe,
hebt beides sie für jenen auf:
‚Es soll einst unserm Sohn gehören.‘

‚So tu, mein Sohn, tu dies, mein Sohn‘,
damit muss sich die Mutter plagen.
Und wenn ihr Sohn im Jünglingsalter,
zur Nacht verliebt in andre Frauen,
am Abend nicht nach Hause kommt,
die Mutter ist darob voll Schmerz.

Wenn so ein Mann mit Müh erzogen
nicht seiner Mutter eifrig dient,
wenn er gegen die Mutter sündigt,
so ist der Hölle er verfallen.

Wenn so ein Mann mit Müh erzogen
nicht seinem Vater eifrig dient,
wenn er gegen den Vater sündigt,
so ist der Hölle er verfallen.

Das Geld auch des Geldgierigen
verloren geht, so hörte ich,
wenn er der Mutter nicht gedient,
oder ins Unglück stürzet er.

Das Geld auch des Geldgierigen
verloren geht, so hörte ich,
wenn er dem Vater nicht gedient,
oder ins Unglück stürzet er.

Doch große Freude und Vergnügen,
Ergötzung stets und Lustbarkeit,
das ist das Los des weisen Mannes,
der seiner Mutter treu gedient.

Und große Freude und Vergnügen,
Ergötzung stets und Lustbarkeit,
das ist das Los des weisen Mannes,
der seinem Vater treu gedient.

Almosen Spenden, liebe Rede,
Wohltätigkeit, die man hier übt,
und Unparteilichkeit in allem,
wo immer einer es verdient:

Dies sind der Güte Arten,
die des Wagens Achsenzapfen gleichen;
wenn diese Güte nicht besteht,
gibt 's keine Mutter mehr von Kindern.

Ruhm und Verehrung mög' erhalten
die Kindermutter wie der Vater.
Und weil nun so der Güte Arten
die Weisen haben festgestellt,

darum gelangen sie zur Größe
und werden hohen Ruhms teilhaftig;
als Brahma werden ja die Eltern
von alten Meistern oft bezeichnet.

Opferbereit für ihre Söhne,
voll Mitleid sind sie zu den Kindern;
drum soll ihnen Verehrung zollen
und hoch sie achten stets der Weise.

Mit Speise und darauf mit Trank,
mit Kleidern und mit gutem Lager,
mit Körper Reiben und mit Waschen,
auch mit dem Bade für die Füße:

Mit solchen Diensten für die Eltern
erwerben sich die Weisen hier
auf Erden Lob und nach dem Tode
genießen sie die Himmelsfreuden.“

So beendigte das große Wesen, als wollte es den Sineru-Berg ins Rollen versetzen, seine Unterweisung. Als sie es hörten, waren alle Könige und alle ihre Heere hocherfreut. Darauf befestigte sie der Bodhisattva in den fünf Geboten, ermahnte sie, sie sollten im Almosen Geben und in anderen guten Werken unermüdlich sein, und entließ sie. Sie alle führten ihre Herrschaft in Gerechtigkeit und füllten nach dem Ende ihres Lebens die Götterstadt. Nachdem aber der weise Sona und der weise Nanda zeitlebens ihre Eltern gepflegt hatten, gelangten sie in die Brahmawelt.

Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündigt hatte, verband er (am Ende der Wahrheitsverkündigung aber gelangte jener Mönch, der seine Mutter ernährte, zur Frucht der Bekehrung) das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals waren die Eltern Angehörige der Großkönigsfamilie, der weise Nanda war Ananda, der König Manoja war Sāriputta, die hunderteins Könige waren die achtzig großen Theras und noch andere große Theras, die vierundzwanzig vollständigen Heere waren die Buddhagefolgschaft; der weise Sona aber war ich.“

Ende der Erzählung von Sona und Nanda