Jātaka 60

Die Erzählung von dem Muschelbläser (Samkhadhamana-Jātaka)

„Blas zu, blas zu“

Auch dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, in Bezug auf einen Ungehorsamen.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva in einer Muschelbläserfamilie seine Wiedergeburt. Als nun zu Benares das Nakkhatta ausgerufen war, nahm er mit seinem Vater durch Muschelblasen Geld ein; und als sie zurückkehrten, hielt er im Räuberwalde seinen Vater zurück, der unaufhörlich die Muschel blies. Der aber dachte: „Durch den Muschelschall werde ich die Räuber vertreiben.“ Die Räuber aber kamen auf die oben angegebene Art und plünderten sie aus. Und der Bodhisattva sprach in derselben Weise wie vorher (Jātaka 59) folgende Strophe:

„Blas zu, blas zu, doch nicht zu viel;
zu vieles Blasen Übel bringt.
Durch Blasen machten wir Gewinn;
der Vater blasend ihn verlor.“

Als der Meister diese Lehrunterweisung beendigt hatte, stellte er die gegenseitigen Beziehungen klar und verband das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals war der Vater der unfolgsame Mönch, der Sohn aber war ich.“

Ende der Erzählung von dem Muschelbläser