Majjhima Nikāya 70

Kīṭāgiri Sutta

Bei Kīṭāgiri

So habe ich gehört. Einmal wanderte der Erhabene im Land Kāsi, zusammen mit einer großen Sangha von Bhikkhus. Dort richtete er sich folgendermaßen an die Bhikkhus:

„Ihr Bhikkhus, ich enthalte mich davon, nachts zu essen. Indem ich so verfahre, bin ich frei von Krankheit und Unbehagen, und ich erfreue mich der Gesundheit, Stärke und eines leichten Lebens. Kommt, ihr Bhikkhus, enthaltet euch davon, nachts zu essen. Indem ihr so verfahrt, werdet auch ihr von Krankheit und Unbehagen frei sein, und ihr werdet euch der Gesundheit, Stärke und eines leichten Lebens erfreuen.“

„Ja, ehrwürdiger Herr“, erwiderten sie.

Dann, weil der Erhabene etappenweise im Land Kāsi wanderte, gelangte er schließlich bei einer kāsischen Stadt namens Kīṭāgiri an. Dort hielt er sich in dieser kāsischen Stadt Kīṭāgiri auf.

Bei jener Gelegenheit wohnten die Bhikkhus namens Assaji und Punabbasuka bei Kīṭāgiri. Dann ging eine Anzahl Bhikkhus hin und sagte zu ihnen: „Freunde, der Erhabene und die Sangha der Bhikkhus enthalten sich jetzt davon, nachts zu essen. Indem sie so verfahren, sind sie frei von Krankheit und Unbehagen, und sie erfreuen sich der Gesundheit, Stärke und eines leichten Lebens. Kommt, Freunde, enthaltet euch davon, nachts zu essen. Indem ihr so verfahrt, werdet auch ihr von Krankheit und Unbehagen frei sein, und ihr werdet euch der Gesundheit, Stärke und eines leichten Lebens erfreuen.“ Nach diesen Worten sagten die Bhikkhus Assaji und Punabbasuka zu jenen Bhikkhus: „Freunde, wir essen am Abend, am Morgen und tagsüber, außerhalb der richtigen Zeit. Indem wir so verfahren, sind wir frei von Krankheit und Unbehagen, und wir erfreuen uns der Gesundheit, Stärke und eines leichten Lebens. Warum sollten wir einen Nutzen aufgeben, der hier und jetzt sichtbar ist, um nach einem Nutzen zu trachten, der in der Zukunft erlangt wird? Wir werden am Abend, am Morgen und tagsüber, außerhalb der richtigen Zeit essen.“

Da die Bhikkhus nicht in der Lage waren, die Bhikkhus Assaji und Punabbasuka zu überzeugen, gingen sie zum Erhabenen. Nachdem sie ihm gehuldigt hatten, setzten sie sich seitlich nieder und erzählten ihm alles, was vorgefallen war, wobei sie hinzufügten: „Ehrwürdiger Herr, da wir nicht in der Lage waren, die Bhikkhus Assaji und Punabbasuka zu überzeugen, haben wir diese Angelegenheit dem Erhabenen berichtet.“

Dann richtete sich der Erhabene an einen bestimmten Bhikkhu: „Komm, Bhikkhu, sage den Bhikkhus Assaji und Punabbasuka in meinem Namen, daß der Lehrer sie ruft.“

„Ja, ehrwürdiger Herr“, erwiderte er und ging zu den Bhikkhus Assaji und Punabbasuka und sagte zu ihnen: „Der Lehrer ruft euch, Freunde.“

„Ja, Freund“, erwiderten sie, und sie gingen zum Erhabenen, und nachdem sie ihm gehuldigt hatten, setzten sie sich seitlich nieder. Dann sagte der Erhabene: „Ihr Bhikkhus, ist es wahr, daß ihr, als eine Anzahl Bhikkhus zu euch hinging und zu euch sagte: ,Freunde, der Erhabene und die Sangha der Bhikkhus enthalten sich jetzt davon, nachts zu essen. Indem sie so verfahren, sind sie frei von Krankheit und Unbehagen, und sie erfreuen sich der Gesundheit, Stärke und eines leichten Lebens. Kommt, Freunde, enthaltet euch davon, nachts zu essen. Indem ihr so verfahrt, werdet auch ihr von Krankheit und Unbehagen frei sein, und ihr werdet euch der Gesundheit, Stärke und eines leichten Lebens erfreuen.‘ zu ihnen sagtet: ,Freunde, wir essen am Abend, am Morgen und tagsüber, außerhalb der richtigen Zeit. Indem wir so verfahren, sind wir frei von Krankheit und Unbehagen, und wir erfreuen uns der Gesundheit, Stärke und eines leichten Lebens. Warum sollten wir einen Nutzen aufgeben, der hier und jetzt sichtbar ist, um nach einem Nutzen zu trachten, der in der Zukunft erlangt wird? Wir werden am Abend, am Morgen und tagsüber, außerhalb der richtigen Zeit essen‘?“—„Ja, ehrwürdiger Herr.“

„Bhikkhus, habt ihr mich jemals das Dhamma auf eine Weise wie diese lehren hören: ,Was diese Person auch immer erlebt, ob Angenehmes oder Schmerzhaftes oder Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes, unheilsame Zustände nehmen in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu‘?“—„Nein, ehrwürdiger Herr.“

„Ihr Bhikkhus, habt ihr mich nicht das Dhamma auf eine Weise wie diese lehren hören: ,Wenn jemand eine bestimmte Art angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab; aber wenn jemand eine andere Art angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu. Wenn jemand eine bestimmte Art schmerzhaften Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab; aber wenn jemand eine andere Art schmerzhaften Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu. Wenn jemand eine bestimmte Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab; aber wenn jemand eine andere Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu‘?“—„Ja, ehrwürdiger Herr.“

„Gut, ihr Bhikkhus. Und wenn es folgendermaßen von mir nicht erkannt, nicht gesehen, nicht gewußt, nicht verwirklicht, nicht mit Weisheit berührt wäre: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab‘, wäre es dann schicklich für mich, obwohl ich jenes nicht weiß, zu sagen: ,Gebt solch eine Art angenehmen Gefühls auf‘?“—„Nein, ehrwürdiger Herr.“

„Aber weil es folgendermaßen von mir erkannt, gesehen, gewußt, verwirklicht, mit Weisheit berührt ist: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab‘, sage ich: ,Gebt solch eine Art angenehmen Gefühls auf.‘“

„Wenn es folgendermaßen von mir nicht erkannt, nicht gesehen, nicht gewußt, nicht verwirklicht, nicht mit Weisheit berührt wäre: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu‘, wäre es dann schicklich für mich, obwohl ich jenes nicht weiß, zu sagen: ,Tretet in solch eine Art angenehmen Gefühls ein und verweilt darin‘?“—„Nein, ehrwürdiger Herr.“

„Aber weil es folgendermaßen von mir erkannt, gesehen, gewußt, verwirklicht, mit Weisheit berührt ist: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu‘, sage ich: ,Tretet in solch eine Art angenehmen Gefühls ein und verweilt darin.‘“

„Wenn es folgendermaßen von mir nicht erkannt, nicht gesehen, nicht gewußt, nicht verwirklicht, nicht mit Weisheit berührt wäre: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art schmerzhaften Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab‘, wäre es dann schicklich für mich, obwohl ich jenes nicht weiß, zu sagen: ,Gebt solch eine Art schmerzhaften Gefühls auf‘?“—„Nein, ehrwürdiger Herr.“

„Aber weil es folgendermaßen von mir erkannt, gesehen, gewußt, verwirklicht, mit Weisheit berührt ist: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art schmerzhaften Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab‘, sage ich: ,Gebt solch eine Art schmerzhaften Gefühls auf.‘“

„Wenn es folgendermaßen von mir nicht erkannt, nicht gesehen, nicht gewußt, nicht verwirklicht, nicht mit Weisheit berührt wäre: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art schmerzhaften Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu‘, wäre es dann schicklich für mich, obwohl ich jenes nicht weiß, zu sagen: ,Tretet in solch eine Art schmerzhaften Gefühls ein und verweilt darin‘?“—„Nein, ehrwürdiger Herr.“

„Aber weil es folgendermaßen von mir erkannt, gesehen, gewußt, verwirklicht, mit Weisheit berührt ist: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art schmerzhaften Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu‘, sage ich: ,Tretet in solch eine Art schmerzhaften Gefühls ein und verweilt darin.‘“

„Wenn es folgendermaßen von mir nicht erkannt, nicht gesehen, nicht gewußt, nicht verwirklicht, nicht mit Weisheit berührt wäre: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab‘, wäre es dann schicklich für mich, obwohl ich jenes nicht weiß, zu sagen: ,Gebt solch eine Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls auf‘?“—„Nein, ehrwürdiger Herr.“

„Aber weil es folgendermaßen von mir erkannt, gesehen, gewußt, verwirklicht, mit Weisheit berührt ist: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm zu und heilsame Zustände nehmen ab‘, sage ich: ,Gebt solch eine Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls auf.‘“

„Wenn es folgendermaßen von mir nicht erkannt, nicht gesehen, nicht gewußt, nicht verwirklicht, nicht mit Weisheit berührt wäre: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu’, wäre es dann schicklich für mich, obwohl ich jenes nicht weiß, zu sagen: ,Tretet in solch eine Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls ein und verweilt darin‘?“—„Nein, ehrwürdiger Herr.“

„Aber weil es folgendermaßen von mir erkannt, gesehen, gewußt, verwirklicht, mit Weisheit berührt ist: ,Wenn da jemand eine bestimmte Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls empfindet, nehmen unheilsame Zustände in ihm ab und heilsame Zustände nehmen zu‘, sage ich: ,Tretet in solch eine Art weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls ein und verweilt darin.‘“

„Ihr Bhikkhus, ich sage nicht von allen Bhikkhus, daß sie noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen haben; auch sage ich nicht von allen Bhikkhus, daß sie keine Arbeit mehr mit Umsicht zu erledigen haben.“

„Von jenen Bhikkhus, die Arahants sind, mit vernichteten Trieben, die das heilige Leben gelebt haben, getan haben, was getan werden mußte, die Bürde abgelegt haben, das wahre Ziel erreicht haben, die Fesseln des Werdens zerstört haben und durch Erkenntnis vollständig befreit sind, sage ich nicht, daß sie noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen haben. Warum ist das so? Sie haben ihre Arbeit mit Umsicht erledigt; sie sind nicht mehr in der Lage, nachlässig zu sein.“

„Von jenen Bhikkhus, die in der höheren Schulung stehen, deren Geist das Ziel noch nicht erreicht hat, und die noch zur höchsten Sicherheit vor dem Gefesseltsein streben, sage ich, daß sie noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen haben. Warum ist das so? Weil, wenn jene Ehrwürdigen von passenden Lagerstätten Gebrauch machen und mit guten spirituellen Freunden verkehren und ihre spirituellen Fähigkeiten im Gleichgewicht halten, dann mögen sie durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft hier und jetzt in das höchste Ziel des heiligen Lebens eintreten, für das Männer aus guter Familie zu Recht von zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen, und darin verweilen. Weil ich diese Frucht der Umsicht für jene Bhikkhus sehe, sage ich, daß sie noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen haben.“

„Ihr Bhikkhus, man findet sieben Arten von Personen in der Welt. Welche sieben? Es sind: einer, der auf beide Arten befreit ist, einer, der durch Weisheit befreit ist, ein Körperzeuge, ein Ansichtsgereifter, einer, der durch Vertrauen befreit ist, ein Dhammaergebener und ein Vertrauensergebener.“

„Was für eine Art von Person ist einer, der auf beide Arten befreit ist? Da nimmt eine bestimmte Person mit dem Körper Kontakt mit jenen Erlösungen auf, die friedvoll und formlos sind und Formen transzendieren, und verweilt darin, und ihre Triebe sind vernichtet, dadurch, daß sie mit Weisheit sieht. Diese Art von Person nennt man einen, der auf beide Arten befreit ist. Von so einem Bhikkhu sage ich nicht, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat. Warum ist das so? Er hat seine Arbeit mit Umsicht erledigt; er ist nicht mehr in der Lage, nachlässig zu sein.“

„Was für eine Art von Person ist einer, der durch Weisheit befreit ist? Da nimmt eine bestimmte Person nicht mit dem Körper Kontakt mit jenen Erlösungen auf, die friedvoll und formlos sind und Formen transzendieren, und verweilt nicht darin, aber ihre Triebe sind vernichtet, dadurch, daß sie mit Weisheit sieht. Diese Art von Person nennt man einen, der durch Weisheit befreit ist. Von so einem Bhikkhu sage ich nicht, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat. Warum ist das so? Er hat seine Arbeit mit Umsicht erledigt; er ist nicht mehr in der Lage, nachlässig zu sein.“

„Was für eine Art von Person ist ein Körperzeuge? Da nimmt eine bestimmte Person mit dem Körper Kontakt mit jenen Erlösungen auf, die friedvoll und formlos sind und Formen transzendieren, und verweilt darin, und einige ihrer Triebe sind vernichtet, dadurch, daß sie mit Weisheit sieht. Diese Art von Person nennt man einen Körperzeugen. Von so einem Bhikkhu sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat. Warum ist das so? Weil, wenn jener Ehrwürdige von passenden Lagerstätten Gebrauch macht und mit guten Freunden verkehrt und seine spirituellen Fähigkeiten im Gleichgewicht hält, dann mag er durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft in das höchste Ziel des heiligen Lebens eintreten, für das Männer aus guter Familie zu Recht von zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen, und darin verweilen. Weil ich diese Frucht der Umsicht für jenen Bhikkhu sehe, sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat.“

„Was für eine Art von Person ist ein Ansichtsgereifter? Da nimmt eine bestimmte Person nicht mit dem Körper Kontakt mit jenen Erlösungen auf, die friedvoll und formlos sind und Formen transzendieren, und verweilt nicht darin, aber einige ihrer Triebe sind vernichtet, dadurch, daß sie mit Weisheit sieht, und die Lehren, die vom Tathāgata verkündet sind, werden von ihr mit Weisheit völlig erkannt und durchdrungen. Diese Art von Person nennt man einen Ansichtsgereiften. Von so einem Bhikkhu sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat. Warum ist das so? Weil, wenn jener Ehrwürdige von passenden Lagerstätten Gebrauch macht und mit guten Freunden verkehrt und seine spirituellen Fähigkeiten im Gleichgewicht hält, dann mag er durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft in das höchste Ziel des heiligen Lebens eintreten, für das Männer aus guter Familie zu Recht von zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen, und darin verweilen. Weil ich diese Frucht der Umsicht für jenen Bhikkhu sehe, sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat.“

„Was für eine Art von Person ist einer, der durch Vertrauen befreit ist? Da nimmt eine bestimmte Person nicht mit dem Körper Kontakt mit jenen Erlösungen auf, die friedvoll und formlos sind und Formen transzendieren, und verweilt nicht darin, aber einige ihrer Triebe sind vernichtet, dadurch, daß sie mit Weisheit sieht, und ihr Vertrauen ist in den Tathāgata gesetzt, in ihm verwurzelt und verankert. Diese Art von Person nennt man einen, der durch Vertrauen befreit ist. Von so einem Bhikkhu sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat. Warum ist das so? Weil, wenn jener Ehrwürdige von passenden Lagerstätten Gebrauch macht und mit guten Freunden verkehrt und seine spirituellen Fähigkeiten im Gleichgewicht hält, dann mag er durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft in das höchste Ziel des heiligen Lebens eintreten, für das Männer aus guter Familie zu Recht von zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen, und darin verweilen. Weil ich diese Frucht der Umsicht für jenen Bhikkhu sehe, sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat.“

„Was für eine Art von Person ist ein Dhammaergebener? Da nimmt eine bestimmte Person nicht mit dem Körper Kontakt mit jenen Erlösungen auf, die friedvoll und formlos sind und Formen transzendieren, und verweilt nicht darin, und ihre Triebe sind noch nicht vernichtet, dadurch, daß sie mit Weisheit sieht, aber mit Weisheit hat sie die Lehren, die vom Tathāgata verkündet sind, reflektiv ausreichend angenommen. Darüber hinaus hat sie diese Qualitäten: die Fähigkeit des Vertrauens, die Fähigkeit der Energie, die Fähigkeit der Achtsamkeit, die Fähigkeit der Konzentration und die Fähigkeit der Weisheit. Diese Art von Person nennt man einen Dhammaergebenen. Von so einem Bhikkhu sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat. Warum ist das so? Weil, wenn jener Ehrwürdige von passenden Lagerstätten Gebrauch macht und mit guten Freunden verkehrt und seine spirituellen Fähigkeiten im Gleichgewicht hält, dann mag er durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft in das höchste Ziel des heiligen Lebens eintreten, für das Männer aus guter Familie zu Recht von zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen, und darin verweilen. Weil ich diese Frucht der Umsicht für jenen Bhikkhu sehe, sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat.“

„Was für eine Art von Person ist ein Vertrauensergebener? Da nimmt eine bestimmte Person nicht mit dem Körper Kontakt mit jenen Erlösungen auf, die friedvoll und formlos sind und Formen transzendieren, und verweilt nicht darin, und ihre Triebe sind noch nicht vernichtet, dadurch, daß sie mit Weisheit sieht, aber sie hat ausreichend Vertrauen in den Tathāgata, ausreichend Liebe für den Tathāgata. Darüber hinaus hat sie diese Qualitäten: die Fähigkeit des Vertrauens, die Fähigkeit der Energie, die Fähigkeit der Achtsamkeit, die Fähigkeit der Konzentration und die Fähigkeit der Weisheit. Diese Art von Person nennt man einen Vertrauensergebenen. Von so einem Bhikkhu sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat. Warum ist das so? Weil, wenn jener Ehrwürdige von passenden Lagerstätten Gebrauch macht und mit guten Freunden verkehrt und seine spirituellen Fähigkeiten im Gleichgewicht hält, dann mag er durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft in das höchste Ziel des heiligen Lebens eintreten, für das Männer aus guter Familie zu Recht von zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen, und darin verweilen. Weil ich diese Frucht der Umsicht für jenen Bhikkhu sehe, sage ich, daß er noch Arbeit mit Umsicht zu erledigen hat.“

„Ihr Bhikkhus, ich sage nicht, daß letztendliche Erkenntnis auf einmal erlangt wird. Im Gegenteil, letztendliche Erkenntnis wird durch stufenweise Übung, durch stufenweise Praxis, durch stufenweisen Fortschritt erlangt.“

„Und wie kommt da stufenweise Übung, stufenweise Praxis, stufenweiser Fortschritt zustande? Einer, der Vertrauen (in einen Lehrer) hat, besucht ihn; wenn er ihn besucht, erweist er ihm Respekt; wenn er ihm Respekt erweist, hört er genau zu; einer, der genau zuhört, hört das Dhamma; wenn er das Dhamma gehört hat, behält er es im Gedächtnis; er untersucht die Bedeutung der Lehren, die er im Gedächtnis behalten hat; wenn er ihre Bedeutung untersucht, nimmt er jene Lehren reflektiv an; wenn er jene Lehren reflektiv angenommen hat, kommt Eifer in ihm auf; wenn Eifer in ihm aufgekommen ist, wendet er seinen Willen an; wenn er seinen Willen angewendet hat, ergründet er; wenn er ergründet hat, bemüht er sich; wenn er sich entschlossen bemüht, verwirklicht er mit dem Körper die letztendliche Wahrheit und sieht sie, indem er sie mit Weisheit durchdringt.“

„Jenes Vertrauen gab es nicht, ihr Bhikkhus, und jenes Abstatten von Besuchen gab es nicht, und jenes Erweisen von Respekt gab es nicht, und jenes genaue Zuhören gab es nicht, und jenes Hören des Dhamma gab es nicht, und jenes im Gedächtnis Behalten gab es nicht, und jenes Untersuchen der Bedeutung gab es nicht, und jenes reflektive Annehmen der Lehren gab es nicht, und jenen Eifer gab es nicht, und jenes Anwenden des Willens gab es nicht, und jenes Ergründen gab es nicht, und jenes Bemühen gab es nicht. Bhikkhus, ihr habt den Weg verloren, ihr seid auf dem falschen Weg. Wie weit seid ihr von diesem Dhamma und dieser Disziplin abgeschweift, ihr fehlgeleiteten Männer!“

„Ihr Bhikkhus, es gibt eine vierteilige Aussage, und wenn sie rezitiert wird, würde ein Weiser sie schnell verstehen. Ich werde sie für euch rezitieren, ihr Bhikkhus. Versucht, sie zu verstehen.“

„Ehrwürdiger Herr, wer sind wir, daß wir das Dhamma verstehen sollten?“

„Ihr Bhikkhus, selbst unter einem Lehrer, der mit materiellen Dingen beschäftigt ist, der ein Erbe materieller Dinge ist, der an materiellen Dingen hängt, wäre solch ein Gefeilsche (seitens seiner Schüler) nicht angemessen: ,Wenn wir dieses bekommen, werden wir es tun; wenn wir dieses nicht bekommen, werden wir es nicht tun‘; also ganz zu schweigen vom Tathāgata, der bis zum Äußersten frei vom Hängen an materiellen Dingen ist.“

„Ihr Bhikkhus, für einen vertrauensvollen Schüler, der darauf bedacht ist, die Lehre des Lehrers auszuloten, ist es angemessen, daß er sich so benimmt: ,Der Erhabene ist der Lehrer, ich bin ein Schüler; der Erhabene weiß, ich weiß nicht.‘ Für einen vertrauensvollen Schüler, der darauf bedacht ist, die Lehre des Lehrers auszuloten, ist die Lehre des Lehrers nahrhaft und erfrischend. Für einen vertrauensvollen Schüler, der darauf bedacht ist, die Lehre des Lehrers auszuloten, ist es angemessen, daß er sich so benimmt: ,Von mir aus soll nur meine Haut, meine Sehnen und Knochen übrig bleiben und das Fleisch und Blut in meinem Körper austrocknen, aber meine Energie soll nicht nachlassen, solange ich noch nicht das erlangt habe, was mit mannhafter Stärke, mannhafter Energie und mannhafter Beharrlichkeit erlangt werden kann.‘ Für einen vertrauensvollen Schüler, der darauf bedacht ist, die Lehre des Lehrers auszuloten, kann eine von zwei Früchten erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur (von Anhaften) übrig ist, Nicht-Wiederkehr.“

Das ist es, was der Erhabene sagte. Die Bhikkhus waren zufrieden und entzückt über die Worte des Erhabenen.