Majjhima Nikāya 83

Makhādeva Sutta

König Makhādeva

So habe ich gehört. Einmal hielt sich der Erhabene bei Mithilā im Makhādeva Mango-Hain auf.

Da lächelte der Erhabene an einer bestimmten Stelle. Dem ehrwürdigen Ānanda fiel auf: „Was ist der Grund, was ist die Bedingung für das Lächeln des Erhabenen? Tathāgatas lächeln nicht ohne Grund.“ Also rückte er seine obere Robe auf einer Schulter zurecht, streckte seine zusammengelegten Hände ehrerbietig grüßend in Richtung des Erhabenen und fragte ihn: „Ehrwürdiger Herr, was ist der Grund, was ist die Bedingung für das Lächeln des Erhabenen? Tathāgatas lächeln nicht ohne Grund.“

„Ānanda, in eben diesem Mithilā gab es einmal einen König namens Makhādeva. Er war ein rechtschaffener König, der dem Dhamma gemäß regierte, ein großer König, der im Dhamma verankert war. Unter Brahmanen und Haushältern, unter Stadtbewohnern und dem Landvolk verhielt er sich dem Dhamma gemäß, und er hielt die Uposatha-Tage am vierzehnten, fünfzehnten und achten des Halbmonats ein.“

„Am Ende vieler Jahre, nach vielen Jahrhunderten, vielen Jahrtausenden, richtete sich König Makhādeva nun folgendermaßen an seinen Barbier: ,Guter Barbier, wenn du graue Haare auf meinem Kopf siehst, dann sage es mir.‘—,Ja, Majestät‘, erwiderte er. Und nach vielen Jahren, nach vielen Jahrhunderten, vielen Jahrtausenden, sah der Barbier graue Haare auf dem Kopf von König Makhādeva. Als er sie sah, sagte er zum König: ,Die Götterboten sind eingetroffen, Majestät; graue Haare sind auf dem Kopf eurer Majestät sichtbar.‘—,Dann, guter Barbier, zupfe jene grauen Haare vorsichtig mit einer Pinzette heraus und gib sie mir in die Hand.‘—,Ja, Majestät‘, erwiderte er, und er zupfte jene grauen Haare vorsichtig mit einer Pinzette heraus und gab sie dem König in die Hand.“

„Dann gab König Makhādeva seinem Barbier das beste Lehen und rief den Prinzen, seinen ältesten Sohn, und sagte: ,Lieber Prinz, die Götterboten sind eingetroffen; graue Haare sind auf meinem Kopf sichtbar. Ich habe die menschlichen Sinnesvergnügen genossen; jetzt ist es an der Zeit, nach den himmlischen Sinnesvergnügen zu suchen. Komm, lieber Prinz, übernimm die Königsherrschaft. Ich werde mir Kopfhaar und Bart abrasieren, die gelbe Robe anziehen und vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen. Und nun, lieber Prinz, wenn auch du graue Haare auf deinem Kopf siehst, dann rasiere auch du dir, nachdem du deinem Barbier das beste Lehen gegeben hast und nachdem du den Prinzen, deinen ältesten Sohn, sorgfältig in der Königsherrschaft unterrichtet hast, Kopfhaar und Bart ab, ziehe die gelbe Robe an und ziehe vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit. Führe diese gute Praxis, die von mir eingeführt worden ist, weiter und sei nicht der letzte Mann. Lieber Prinz, wenn da zwei Männer leben—derjenige, unter dem es zum Bruch dieser guten Praxis kommt—, er ist der letzte Mann. Deshalb, lieber Prinz, sage ich dir: Führe diese gute Praxis, die von mir eingeführt worden ist, weiter und sei nicht der letzte Mann.‘“

„Dann, nachdem er seinem Barbier das beste Lehen gegeben hatte und nachdem er den Prinzen, seinen ältesten Sohn, sorgfältig in der Königsherrschaft unterrichtet hatte, rasierte er sich in eben diesem Makhādeva Mango-Hain Kopfhaar und Bart ab, zog die gelbe Robe an und zog vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Liebender Güte, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Liebender Güte erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Mitgefühl, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Mitgefühl erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Mitfreude, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Mitfreude erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Gleichmut, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Gleichmut erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Vierundachtzigtausend Jahre lang beschäftigte sich König Makhādeva mit Kinderspielen; vierundachtzigtausend Jahre lang war er Vizekönig; vierundachtzigtausend Jahre lang regierte er das Königreich; vierundachtzigtausend Jahre lang führte er das heilige Leben in diesem Makhādeva Mango-Hain, nachdem er sich Kopfhaar und Bart abrasiert hatte, die gelbe Robe angezogen hatte und vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit gezogen war. Weil er die göttlichen Verweilungsstätten entfaltet hatte, wanderte er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in die Brahma-Welt weiter.“

„Am Ende vieler Jahre, nach vielen Jahrhunderten, vielen Jahrtausenden, richtete sich König Makhādevas Sohn nun folgendermaßen an seinen Barbier: ,Guter Barbier, wenn du graue Haare auf meinem Kopf siehst, dann sage es mir.‘—,Ja, Majestät‘, erwiderte er. Und nach vielen Jahren, nach vielen Jahrhunderten, vielen Jahrtausenden, sah der Barbier graue Haare auf dem Kopf von König Makhādevas Sohn. Als er sie sah, sagte er zum König: ,Die Götterboten sind eingetroffen, Majestät; graue Haare sind auf dem Kopf eurer Majestät sichtbar.‘—,Dann, guter Barbier, zupfe jene grauen Haare vorsichtig mit einer Pinzette heraus und gib sie mir in die Hand.‘—,Ja, Majestät‘, erwiderte er, und er zupfte jene grauen Haare vorsichtig mit einer Pinzette heraus und gab sie dem König in die Hand.“

„Dann gab König Makhādevas Sohn seinem Barbier das beste Lehen und rief den Prinzen, seinen ältesten Sohn, und sagte: ,Lieber Prinz, die Götterboten sind eingetroffen; graue Haare sind auf meinem Kopf sichtbar. Ich habe die menschlichen Sinnesvergnügen genossen; jetzt ist es an der Zeit, nach den himmlischen Sinnesvergnügen zu suchen. Komm, lieber Prinz, übernimm die Königsherrschaft. Ich werde mir Kopfhaar und Bart abrasieren, die gelbe Robe anziehen und vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen. Und nun, lieber Prinz, wenn auch du graue Haare auf deinem Kopf siehst, dann rasiere auch du dir, nachdem du deinem Barbier das beste Lehen gegeben hast und nachdem du den Prinzen, deinen ältesten Sohn, sorgfältig in der Königsherrschaft unterrichtet hast, Kopfhaar und Bart ab, ziehe die gelbe Robe an und ziehe vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit. Führe diese gute Praxis, die von mir eingeführt worden ist, weiter und sei nicht der letzte Mann. Lieber Prinz, wenn da zwei Männer leben—derjenige, unter dem es zum Bruch dieser guten Praxis kommt—, er ist der letzte Mann. Deshalb, lieber Prinz, sage ich dir: Führe diese gute Praxis, die von mir eingeführt worden ist, weiter und sei nicht der letzte Mann.‘“

„Dann, nachdem er seinem Barbier das beste Lehen gegeben hatte und nachdem er den Prinzen, seinen ältesten Sohn, sorgfältig in der Königsherrschaft unterrichtet hatte, rasierte er sich im Makhādeva Mango-Hain Kopfhaar und Bart ab, zog die gelbe Robe an und zog vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Liebender Güte, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Liebender Güte erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Mitgefühl, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Mitgefühl erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Mitfreude, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Mitfreude erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Gleichmut, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Gleichmut erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Vierundachtzigtausend Jahre lang beschäftigte sich König Makhādevas Sohn mit Kinderspielen; vierundachtzigtausend Jahre lang war er Vizekönig; vierundachtzigtausend Jahre lang regierte er das Königreich; vierundachtzigtausend Jahre lang führte er das heilige Leben in diesem Makhādeva Mango-Hain, nachdem er sich Kopfhaar und Bart abrasiert hatte, die gelbe Robe angezogen hatte und vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit gezogen war. Weil er die göttlichen Verweilungsstätten entfaltet hatte, wanderte er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in die Brahma-Welt weiter.“

„Die Nachfahren von König Makhādevas Sohn, vierundachtzigtausend Könige an der Zahl in Folge, zogen in diesem Makhādeva Mango-Hain vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit, nachdem sie sich Kopfhaar und Bart abrasiert und die gelbe Robe angezogen hatten.“

„Sie verweilten, indem sie eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Liebender Güte, durchdrangen, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilten sie, indem sie die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrangen, das von Liebender Güte erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Sie verweilten, indem sie eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Mitgefühl, durchdrangen, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilten sie, indem sie die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrangen, das von Mitgefühl erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Sie verweilten, indem sie eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Mitfreude, durchdrangen, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilten sie, indem sie die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrangen, das von Mitfreude erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Sie verweilten, indem sie eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Gleichmut, durchdrangen, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilten sie, indem sie die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrangen, das von Gleichmut erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Vierundachtzigtausend Jahre lang beschäftigten sie sich mit Kinderspielen; vierundachtzigtausend Jahre lang waren sie Vizekönige; vierundachtzigtausend Jahre lang regierten sie das Königreich; vierundachtzigtausend Jahre lang führten sie das heilige Leben in diesem Makhādeva Mango-Hain, nachdem sie sich Kopfhaar und Bart abrasiert hatten, die gelbe Robe angezogen hatten und vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit gezogen waren. Weil sie die göttlichen Verweilungsstätten entfaltet hatten, wanderten sie bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in die Brahma-Welt weiter.“

„Nimi war der letzte jener Könige. Er war ein rechtschaffener König, der dem Dhamma gemäß regierte, ein großer König, der im Dhamma verankert war. Unter Brahmanen und Haushältern, unter Stadtbewohnern und dem Landvolk verhielt er sich dem Dhamma gemäß, und er hielt die Uposatha-Tage am vierzehnten, fünfzehnten und achten des Halbmonats ein.“

„Ānanda, als die Götter der Dreiunddreißig einmal zusammengekommen waren und in der Sudhamma Versammlung Platz genommen hatten, kam diese Erörterung unter ihnen auf: ,Meine Herren, es ist ein Gewinn für die Leute von Videha, es ist ein großer Gewinn für die Leute von Videha, daß ihr König Nimi ein rechtschaffener König ist, der dem Dhamma gemäß regiert, ein großer König, der im Dhamma verankert ist. Unter Brahmanen und Haushältern, unter Stadtbewohnern und dem Landvolk verhält er sich dem Dhamma gemäß, und er hält die Uposatha-Tage am vierzehnten, fünfzehnten und achten des Halbmonats ein.‘“

„Dann richtete sich Sakka, der Herrscher der Götter, an die Götter der Dreiunddreißig: ,Gute Herren, wollt ihr König Nimi sehen?‘—,Guter Herr, wir wollen König Nimi sehen.‘“

„Bei jener Gelegenheit hatte König Nimi sich den Kopf gewaschen, weil es der Uposatha-Tag des fünfzehnten war, und war zur oberen Palastkammer hochgestiegen, wo er sich zur Einhaltung der Uposatha-Vorschriften niedersetzte. So schnell wie ein starker Mann seinen gebeugten Arm ausstrecken oder seinen gestreckten Arm beugen könnte, verschwand da Sakka, der Herrscher der Götter, aus der Mitte der Götter der Dreiunddreißig und erschien in der Gegenwart von König Nimi. Er sagte: ,Es ist ein Gewinn für dich, großer König, es ist ein großer Gewinn für dich, großer König. Als die Götter der Dreiunddreißig zusammengekommen waren und in der Sudhamma Versammlung Platz genommen hatten, kam diese Erörterung unter ihnen auf: ›Meine Herren, es ist ein Gewinn für die Leute von Videha, es ist ein großer Gewinn für die Leute von Videha, daß ihr König Nimi ein rechtschaffener König ist, der dem Dhamma gemäß regiert, ein großer König, der im Dhamma verankert ist. Unter Brahmanen und Haushältern, unter Stadtbewohnern und dem Landvolk verhält er sich dem Dhamma gemäß, und er hält die Uposatha-Tage am vierzehnten, fünfzehnten und achten des Halbmonats ein.‹ Großer König, die Götter wollen dich sehen. Ich werde eine Kutsche schicken, angespannt mit tausend Vollblütern, großer König. Großer König, besteige die göttliche Kutsche unbesorgt.‘“

„König Nimi stimmte schweigend zu. So schnell wie ein starker Mann seinen gebeugten Arm ausstrecken oder seinen gestreckten Arm beugen könnte, verschwand da Sakka, der Herrscher der Götter, als er von des Königs Zustimmung wußte, aus dessen Gegenwart und erschien unter den Göttern der Dreiunddreißig.“

„Dann richtete sich Sakka, der Herrscher der Götter, folgendermaßen an den Wagenlenker Mātali: ,Komm, guter Mātali, spanne eine Kutsche mit tausend Vollblütern an, fahre zu König Nimi und sage: ›Großer König, diese Kutsche, angespannt mit tausend Vollblütern, ist dir von Sakka, dem Herrscher der Götter, geschickt worden. Großer König, besteige die himmlische Kutsche unbesorgt.‹‘“

„,Mögen deine Worte in heiligen Ehren gehalten werden‘, erwiderte der Wagenlenker Mātali. Und nachdem er eine Kutsche mit tausend Vollblütern angespannt hatte, fuhr er zu König Nimi und sagte: ,Großer König, diese Kutsche, angespannt mit tausend Vollblütern, ist dir von Sakka, dem Herrscher der Götter, geschickt worden. Großer König, besteige die himmlische Kutsche unbesorgt. Aber, großer König, welche Route soll ich nehmen: jene, auf der Übeltäter die Folgen ihrer üblen Taten erleben, oder jene, auf der Wohltäter die Folgen ihrer guten Taten erleben?‘—,Fahre mich über beide Routen, Mātali.‘“

„Mātali brachte König Nimi zur Sudhamma Versammlung. Sakka, der Herrscher der Götter, sah König Nimi in der Ferne kommen und sagte zu ihm: ,Komm, großer König! Willkommen, großer König! Die Götter der Dreiunddreißig, die in der Sudhamma Versammlung Platz genommen haben, haben sich so ausgedrückt: ›Meine Herren, es ist ein Gewinn für die Leute von Videha, es ist ein großer Gewinn für die Leute von Videha, daß ihr König Nimi ein rechtschaffener König ist, der dem Dhamma gemäß regiert, ein großer König, der im Dhamma verankert ist. Unter Brahmanen und Haushältern, unter Stadtbewohnern und dem Landvolk verhält er sich dem Dhamma gemäß, und er hält die Uposatha-Tage am vierzehnten, fünfzehnten und achten des Halbmonats ein.‹ Großer König, die Götter der Dreiunddreißig wollen dich sehen. Großer König, erfreue dich göttlicher Macht unter den Göttern.‘“

„,Genug davon, guter Herr. Laß deinen Wagenlenker mich nach Mithilā zurückfahren. Dort will ich mich unter Brahmanen und Haushältern, unter Stadtbewohnern und dem Landvolk dem Dhamma gemäß verhalten; dort will ich die Uposatha-Tage am vierzehnten, fünfzehnten und achten des Halbmonats einhalten.‘“

„Da sagte Sakka, der Herrscher der Götter zum Wagenlenker Mātali: ,Komm, guter Mātali, spanne eine Kutsche mit tausend Vollblütern an und fahre König Nimi zurück nach Mithilā.‘“

„,Mögen deine Worte in heiligen Ehren gehalten werden‘, erwiderte der Wagenlenker Mātali. Und nachdem er eine Kutsche mit tausend Vollblütern angespannt hatte, fuhr er König Nimi nach Mithilā zurück. Und dort verhielt sich König Nimi in der Tat unter Brahmanen und Haushältern, unter Stadtbewohnern und dem Landvolk dem Dhamma gemäß; und dort hielt er die Uposatha-Tage am vierzehnten, fünfzehnten und achten des Halbmonats ein.“

„Am Ende vieler Jahre, nach vielen Jahrhunderten, vielen Jahrtausenden, richtete sich König Nimi nun folgendermaßen an seinen Barbier: ,Guter Barbier, wenn du graue Haare auf meinem Kopf siehst, dann sage es mir.‘—,Ja, Majestät‘, erwiderte er. Und nach vielen Jahren, nach vielen Jahrhunderten, vielen Jahrtausenden, sah der Barbier graue Haare auf dem Kopf von König Nimi. Als er sie sah, sagte er zum König: ,Die Götterboten sind eingetroffen, Majestät; graue Haare sind auf dem Kopf eurer Majestät sichtbar.‘—,Dann, guter Barbier, zupfe jene grauen Haare vorsichtig mit einer Pinzette heraus und gib sie mir in die Hand.‘—,Ja, Majestät‘, erwiderte er, und er zupfte jene grauen Haare vorsichtig mit einer Pinzette heraus und gab sie dem König in die Hand.“

„Dann gab König Nimi seinem Barbier das beste Lehen und rief den Prinzen, seinen ältesten Sohn, und sagte: ,Lieber Prinz, die Götterboten sind eingetroffen; graue Haare sind auf meinem Kopf sichtbar. Ich habe die menschlichen Sinnesvergnügen genossen; jetzt ist es an der Zeit, nach den himmlischen Sinnesvergnügen zu suchen. Komm, lieber Prinz, übernimm die Königsherrschaft. Ich werde mir Kopfhaar und Bart abrasieren, die gelbe Robe anziehen und vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit ziehen. Und nun, lieber Prinz, wenn auch du graue Haare auf deinem Kopf siehst, dann rasiere auch du dir, nachdem du deinem Barbier das beste Lehen gegeben hast und nachdem du den Prinzen, deinen ältesten Sohn, sorgfältig in der Königsherrschaft unterrichtet hast, Kopfhaar und Bart ab, ziehe die gelbe Robe an und ziehe vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit. Führe diese gute Praxis, die von mir eingeführt worden ist, weiter und sei nicht der letzte Mann. Lieber Prinz, wenn da zwei Männer leben—derjenige, unter dem es zum Bruch dieser guten Praxis kommt—, er ist der letzte Mann. Deshalb, lieber Prinz, sage ich dir: Führe diese gute Praxis, die von mir eingeführt worden ist, weiter und sei nicht der letzte Mann.‘“

„Dann, nachdem er seinem Barbier das beste Lehen gegeben hatte und nachdem er den Prinzen, seinen ältesten Sohn, sorgfältig in der Königsherrschaft unterrichtet hatte, rasierte er sich im Makhādeva Mango-Hain Kopfhaar und Bart ab, zog die gelbe Robe an und zog vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Liebender Güte, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Liebender Güte erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Mitgefühl, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Mitgefühl erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Mitfreude, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Mitfreude erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Er verweilte, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Gleichmut, durchdrang, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilte er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdrang, das von Gleichmut erfüllt war, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.“

„Vierundachtzigtausend Jahre lang beschäftigte sich König Nimi mit Kinderspielen; vierundachtzigtausend Jahre lang war er Vizekönig; vierundachtzigtausend Jahre lang regierte er das Königreich; vierundachtzigtausend Jahre lang führte er das heilige Leben in diesem Makhādeva Mango-Hain, nachdem er sich Kopfhaar und Bart abrasiert hatte, die gelbe Robe angezogen hatte und vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit gezogen war. Weil er die göttlichen Verweilungsstätten entfaltet hatte, wanderte er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in die Brahma-Welt weiter.“

„Nun hatte König Nimi einen Sohn namens Kaḷārajanaka. Er zog nicht vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit. Er brach mit jener guten Praxis. Er war der letzte Mann.“

„Ānanda, nun magst du vielleicht denken: ,Gewiß war irgendjemand König Makhādeva bei jener Begebenheit.‘ Aber so sollte es nicht aufgefaßt werden. Ich war König Makhādeva bei jener Begebenheit. Ich führte jene gute Praxis ein, und spätere Generationen führten jene gute Praxis, die von mir eingeführt worden war, weiter. Aber jene Art guter Praxis führt nicht zur Ernüchterung, zur Lossagung, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zum Erwachen, zum Nibbāna, sondern nur zum Wiedererscheinen in der Brahma-Welt. Aber es gibt diese Art guter Praxis, die von mir jetzt eingeführt worden ist, die zu völliger Ernüchterung, zur Lossagung führt, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zum Erwachen, zum Nibbāna. Und was ist jene gute Praxis? Es ist dieser Edle Achtfache Pfad; das heißt, Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung, Richtige Achtsamkeit und Richtige Konzentration. Dies ist die gute Praxis, die von mir jetzt eingeführt worden ist, die zu völliger Ernüchterung, zur Lossagung führt, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zum Erwachen, zum Nibbāna.“

„Ānanda, ich sage dir: Führe diese gute Praxis, die von mir eingeführt worden ist, weiter und sei nicht der letzte Mann. Ānanda, wenn da zwei Männer leben—derjenige, unter dem es zum Bruch dieser guten Praxis kommt—, er ist der letzte Mann. Deshalb, Ānanda, sage ich dir: Führe diese gute Praxis, die von mir eingeführt worden ist, weiter und sei nicht der letzte Mann.“

Das ist es, was der Erhabene sagte. Der ehrwürdige Ānanda war zufrieden und entzückt über die Worte des Erhabenen.