Majjhima Nikāya 99

Subha Sutta

An Subha

So habe ich gehört. Einmal hielt sich der Erhabene bei Sāvatthī im Jeta Hain, dem Park des Anāthapiṇḍika, auf.

Bei jener Gelegenheit hielt sich der brahmanische Student Subha, der Sohn von Todeyya, am Wohnsitz eines gewissen Haushälters in Sāvatthī auf, um verschiedenen Geschäften nachzukommen. Da fragte der brahmanische Student Subha, der Sohn von Todeyya, den Haushälter, an dessen Wohnsitz er sich aufhielt: „Haushälter, ich habe gehört, daß Sāvatthī von Arahants nicht unbevölkert ist. Zu welchem Mönch oder Brahmanen könnten wir heute gehen, um unseren Respekt zu erweisen?“

„Ehrwürdiger Herr, dieser Erhabene hält sich bei Sāvatthī im Jeta Hain, dem Park des Anāthapiṇḍika, auf. Du könntest jenem Erhabenen deinen Respekt erweisen, ehrwürdiger Herr.“

Dann, nachdem der brahmanische Student Subha, der Sohn von Todeyya, dem Haushälter zugestimmt hatte, ging er zum Erhabenen und tauschte Grußformeln mit ihm aus. Nach diesen höflichen und freundlichen Worten, setzte er sich seitlich nieder und fragte den Erhabenen:

„Meister Gotama, die Brahmanen sagen: ,Der Haushälter verwirklicht den wahren Weg, das Dhamma, das heilsam ist. Derjenige, der in die Hauslosigkeit gezogen ist, verwirklicht den wahren Weg, das Dhamma, das heilsam ist, nicht.‘ Was sagt Meister Gotama dazu?“

„In diesem Fall, Student, bin ich einer, der spricht, nachdem er analysiert hat; ich spreche nicht einseitig. Ich lobe nicht den falschen Weg der Praxis, weder bei Haushältern, noch bei jenen, die in die Hauslosigkeit gezogen sind; denn, sei es ein Haushälter oder einer, der in die Hauslosigkeit gezogen ist, jemand, der den falschen Weg der Praxis eingeschlagen hat, verwirklicht den wahren Weg, das Dhamma, das heilsam ist, nicht, aufgrund der Tatsache, daß er den falschen Weg der Praxis eingeschlagen hat. Ich lobe den richtigen Weg der Praxis, sowohl bei Haushältern, als auch bei jenen, die in die Hauslosigkeit gezogen sind; denn, sei es ein Haushälter oder einer, der in die Hauslosigkeit gezogen ist, jemand, der den richtigen Weg der Praxis eingeschlagen hat, verwirklicht den wahren Weg, das Dhamma, das heilsam ist, aufgrund der Tatsache, daß er den richtigen Weg der Praxis eingeschlagen hat.“

„Meister Gotama, die Brahmanen sagen: ,Da die Arbeit des Haushälterlebens ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, ist es von großer Frucht. Da die Arbeit dessen, der in die Hauslosigkeit gezogen ist, ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, ist es von geringer Frucht. Was sagt Meister Gotama dazu?“

„Auch in diesem Fall, Student, bin ich einer, der spricht, nachdem er analysiert hat; ich spreche nicht einseitig. Es gibt Arbeit, die ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, und die, wenn sie scheitert, von geringer Frucht ist. Es gibt Arbeit, die ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, und die, wenn sie gelingt, von großer Frucht ist. Es gibt Arbeit, die ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, und die, wenn sie scheitert, von geringer Frucht ist. Es gibt Arbeit, die ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, und die, wenn sie gelingt, von großer Frucht ist.“

„Was, Student, ist jene Arbeit, die ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, und die, wenn sie scheitert, von geringer Frucht ist? Ackerbau ist jene Arbeit, die ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, und die, wenn sie scheitert, von geringer Frucht ist. Und was, Student, ist jene Arbeit, die ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, und die, wenn sie gelingt, von großer Frucht ist? Wiederum ist Ackerbau jene Arbeit, die ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, und die, wenn sie gelingt, von großer Frucht ist. Und was, Student, ist jene Arbeit, die ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, und die, wenn sie scheitert, von geringer Frucht ist? Handel ist jene Arbeit, die ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, und die, wenn sie scheitert, von geringer Frucht ist. Und was, Student, ist jene Arbeit, die ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, und die, wenn sie gelingt, von großer Frucht ist? Wiederum ist Handel jene Arbeit, die ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, und die, wenn sie gelingt, von großer Frucht ist.“

„Genauso wie der Ackerbau, Student, Arbeit ist, die ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, aber die, wenn sie scheitert, von geringer Frucht ist, so beinhaltet auch die Arbeit des Haushälterlebens ein großes Maß an Betriebsamkeit, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, aber sie ist, wenn sie scheitert, von geringer Frucht. Genauso wie der Ackerbau Arbeit ist, die ein großes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, und die, wenn sie gelingt, von großer Frucht ist, so beinhaltet auch die Arbeit des Haushälterlebens ein großes Maß an Betriebsamkeit, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen, und sie ist, wenn sie gelingt, von großer Frucht. Genauso wie der Handel Arbeit ist, die ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, und die, wenn sie scheitert, von geringer Frucht ist, so beinhaltet auch die Arbeit dessen, der in die Hauslosigkeit gezogen ist, ein geringes Maß an Betriebsamkeit, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, und sie ist, wenn sie scheitert, von geringer Frucht. Genauso wie der Handel Arbeit ist, die ein geringes Maß an Betriebsamkeit beinhaltet, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, aber die, wenn sie gelingt, von großer Frucht ist, so beinhaltet auch die Arbeit dessen, der in die Hauslosigkeit gezogen ist, ein geringes Maß an Betriebsamkeit, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen, aber sie ist, wenn sie gelingt, von großer Frucht.“

„Meister Gotama, die Brahmanen schreiben fünf Dinge für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vor.“

„Wenn es dir nichts ausmacht, Student, lege dieser Versammlung bitte die fünf Dinge dar, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben.“

„Es macht mir nichts aus, Meister Gotama, wenn so Ehrwürdige wie du selbst und andere (in der Versammlung) sitzen.“

„Dann lege sie dar, Student.“

„Meister Gotama, Wahrhaftigkeit ist das erste Ding, das die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben. Askese ist das zweite Ding, das die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben. Sexuelle Enthaltsamkeit ist das dritte Ding, das die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben. Studium ist vierte Ding, das die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben. Großzügigkeit ist das fünfte Ding, das die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben. Dies sind die fünf Dinge, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben. Was sagt Meister Gotama dazu?“

„Wie ist das, Student, gibt es unter den Brahmanen auch nur einen einzigen Brahmanen, der sagt: ,Ich verkünde das Ergebnis dieser fünf Dinge, nachdem ich es selbst mit höherer Geisteskraft verwirklicht habe‘?“—„Nein, Meister Gotama.“

„Wie ist das, Student, gibt es unter den Brahmanen auch nur einen einzigen Lehrer oder auch nur einen einzigen Lehrer eines Lehrers, zurück bis zur siebten Generation von Lehrern, der sagt: ,Ich verkünde das Ergebnis dieser fünf Dinge, nachdem ich es selbst mit höherer Geisteskraft verwirklicht habe‘?“—„Nein, Meister Gotama.“

„Wie ist das, Student, die alten brahmanischen Seher, die Erschaffer der Hymnen, die Komponisten der Hymnen, deren alte Hymnen, die früher gechantet, vorgetragen und gesammelt wurden, die Brahmanen heutzutage immer noch chanten und nachsprechen, wobei sie nachsprechen, was gesagt wurde, und rezitieren, was rezitiert wurde—das heißt, Aṭṭhaka, Vāmaka, Vāmadeva, Vessāmitta, Yamataggi, Aṅgirasa, Bhāradvāja, Vāseṭṭha, Kassapa und Bhagu—sagten etwa diese alten brahmanischen Seher: ,Ich verkünde das Ergebnis dieser fünf Dinge, nachdem ich es selbst mit höherer Geisteskraft verwirklicht habe‘?“—„Nein, Meister Gotama.“

„Also, Student, es scheint, als gäbe es unter den Brahmanen nicht einen einzigen Brahmanen, der sagt: ,Ich verkünde das Ergebnis dieser fünf Dinge, nachdem ich es selbst mit höherer Geisteskraft verwirklicht habe‘. Und unter den Brahmanen gibt es keinen einzigen Lehrer oder Lehrer eines Lehrers, zurück bis zur siebten Generation von Lehrern, der sagt: ,Ich verkünde das Ergebnis dieser fünf Dinge, nachdem ich es selbst mit höherer Geisteskraft verwirklicht habe‘. Und die alten brahmanischen Seher, die Erschaffer der Hymnen, die Komponisten der Hymnen, deren alte Hymnen, die früher gechantet, vorgetragen und gesammelt wurden, die Brahmanen heutzutage immer noch chanten und nachsprechen, wobei sie nachsprechen, was gesagt wurde, und rezitieren, was rezitiert wurde—das heißt, Aṭṭhaka, Vāmaka, Vāmadeva, Vessāmitta, Yamataggi, Aṅgirasa, Bhāradvāja, Vāseṭṭha, Kassapa und Bhagu—nicht einmal diese alten brahmanischen Seher sagten: ,Ich verkünde das Ergebnis dieser fünf Dinge, nachdem ich es selbst mit höherer Geisteskraft verwirklicht habe‘. Angenommen es gäbe eine Reihe blinder Männer, jeder in Berührung mit dem nächsten: Der Erste sieht nichts, der Mittlere sieht nichts, und der Letzte sieht nichts. Ebenso, Student, gleichen die Brahmanen, was ihre Behauptung angeht, einer Reihe blinder Männer: Der Erste sieht nichts, der Mittlere sieht nichts, und der Letzte sieht nichts.“

Nach diesen Worten war der brahmanische Student Subha wütend und ungehalten über das Gleichnis von der Reihe blinder Männer, und er schmähte den Erhabenen, sprach herabsetzende Worte und schimpfte: „Der Mönch Gotama wird verdorben sein.“ Dann sagte er zum Erhabenen: „Meister Gotama, der Brahmane Pokkharasāti aus dem Klan der Upamaṭṭā, Herr über den Subhaga Hain, sagt: ,Einige Mönche und Brahmanen hier behaupten, übermenschliche Zustände erreicht zu haben, Klarheit des Wissens und der Schauung, die der Edlen würdig ist. Aber was sie sagen, erweist sich als lächerlich; es erweist sich als bloßes Gerede, leer und hohl. Denn wie könnte ein Mensch einen übermenschlichen Zustand, Klarheit des Wissens und der Schauung, die der Edlen würdig ist, kennen, sehen, verwirklichen oder ausüben? Das ist unmöglich.‘“

„Wie ist das, Student, versteht der Brahmane Pokkharasāti das Gemüt aller Mönche und Brahmanen, nachdem er sie mit seinem eigenen Gemüt umfaßt hat?“

„Meister Gotama, der Brahmane Pokkharasāti versteht nicht einmal das Gemüt seiner Sklavin Puṇṇikā, indem er sie mit seinem eigenen Gemüt umfaßt, also wie könnte er auf solche Art das Gemüt aller Mönche und Brahmanen erkennen?“

„Student, angenommen, da wäre ein blindgeborener Mann, der dunkle und helle Formen nicht sehen könnte, der blaue, gelbe, rote oder rosafarbene Formen nicht sehen könnte, der nicht sehen könnte, was eben und was uneben ist, der die Sterne oder die Sonne und den Mond nicht sehen könnte. Er könnte vielleicht sagen: ,Es gibt keine dunklen und hellen Formen und keinen, der dunkle und helle Formen sieht; es gibt keine blauen, gelben, roten oder rosafarbenen Formen und keinen, der blaue, gelbe, rote oder rosafarbene Formen sieht; es gibt nichts, was eben und uneben ist, und keinen, der irgendetwas ebenes und unebenes sieht; es gibt keine Sterne und keine Sonne und keinen Mond und keinen, der Sterne und die Sonne und den Mond sieht. Ich kenne diese nicht, ich sehe diese nicht, deshalb gibt es sie nicht.‘ Wenn er so spräche, Student, würde er dann zu Recht sprechen?“

„Nein, Meister Gotama. Es gibt dunkle und helle Formen und jene, die dunkle und helle Formen sehen; es gibt blaue, gelbe, rote oder rosafarbene Formen und jene, die blaue, gelbe, rote oder rosafarbene Formen sehen; es gibt, was eben und uneben ist, und jene, die sehen, was eben und uneben ist; es gibt Sterne und die Sonne und den Mond und jene, die Sterne und die Sonne und den Mond sehen. Wenn er sagte: ,Ich kenne diese nicht, ich sehe diese nicht, deshalb gibt es sie nicht‘, würde er nicht zu Recht sprechen.“

„Ebenso, Student, ist der Brahmane Pokkharasāti blind und ohne Schauung. Daß er einen übermenschlichen Zustand, Klarheit des Wissens und der Schauung, die der Edlen würdig ist, kennen, sehen, verwirklichen oder ausüben könnte—das ist unmöglich. Was meinst du, Student? Was ist besser für jene wohlhabenden Brahmanen aus Kosala, wie zum Beispiel den Brahmanen Caṅkī, den Brahmanen Tārukkha, den Brahmanen Pokkharasāti, den Brahmanen Jānussoṇi oder deinen Vater, den Brahmanen Todeyya—daß die Erklärungen, die sie abgeben, mit weltlichen Konventionen übereinstimmen oder daß sie weltliche Konventionen außer Acht lassen?“—„Daß sie mit weltlichen Konventionen übereinstimmen, Meister Gotama.“

„Was ist besser für sie: daß die Erklärungen, die sie abgeben, durchdacht sind oder gedankenlos?“—„Durchdacht, Meister Gotama.“—„Was ist besser für sie: daß sie ihre Erklärungen nach Erwägung oder ohne Erwägung abgeben?“—„Nach Erwägung, Meister Gotama.“—„Was ist besser für sie: daß die Erklärungen, die sie abgeben, heilbringend sind oder unheilbringend?“—„Heilbringend, Meister Gotama.“

„Was meinst du, Student? Wenn das so ist, stimmte die Erklärungen, die vom Brahmanen Pokkharasāti abgegeben wurde, mit weltlichen Konventionen überein, oder ließ sie weltliche Konventionen außer Acht?“—„Sie ließ weltliche Konventionen außer Acht, Meister Gotama.“—„Wurde die Erklärung durchdacht oder gedankenlos abgegeben?“—„Gedankenlos, Meister Gotama.“—„Wurde die Erklärung nach Erwägung oder ohne Erwägung abgegeben?“—„Ohne Erwägung, Meister Gotama.“—„War die abgegebene Erklärung heilbringend oder unheilbringend?“—„Unheilbringend, Meister Gotama.“

„Es gibt diese fünf Hindernisse, Student. Was sind die fünf? Das Hindernis der Sinnesbegierde, das Hindernis des Übelwollens, das Hindernis von Trägheit und Mattheit, das Hindernis von Rastlosigkeit und Gewissensunruhe und das Hindernis des Zweifels. Dies sind die fünf Hindernisse. Der Brahmane Pokkharasāti wird von diesen fünf Hindernissen beeinträchtigt, gehemmt, aufgehalten und eingehüllt. Daß er einen übermenschlichen Zustand, Klarheit des Wissens und der Schauung, die der Edlen würdig ist, kennen, sehen, verwirklichen oder ausüben könnte—das ist unmöglich.“

„Nun gibt es diese fünf Stränge sinnlichen Vergnügens, Student. Was sind die fünf? Formen, die mit dem Auge erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Klänge, die mit dem Ohr erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Gerüche, die mit der Nase erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Geschmäcker, die mit der Zunge erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Berührungsobjekte, die mit dem Körper erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Dies sind die fünf Stränge sinnlichen Vergnügens. Der Brahmane Pokkharasāti ist in diese fünf Stränge sinnlichen Vergnügens verstrickt, in sie vernarrt und ihnen auf das äußerste ergeben; er genießt sie, ohne die Gefahr in ihnen zu sehen oder zu verstehen, wie man ihnen entkommt. Daß er einen übermenschlichen Zustand, Klarheit des Wissens und der Schauung, die der Edlen würdig ist, kennen, sehen, verwirklichen oder ausüben könnte—das ist unmöglich.“

„Was meinst du, Student? Welches dieser beiden Feuer würde eine bessere Flamme, bessere Farbe und besseren Glanz haben—ein Feuer, das in Abhängigkeit von Brennstoff, wie zum Beispiel Gras und Holz, brennen würde, oder ein Feuer, das unabhängig von Brennstoff, wie zum Beispiel Gras und Holz, brennen würde?“

„Wenn es möglich wäre, Meister Gotama, daß ein Feuer unabhängig von Brennstoff, wie zum Beispiel Gras und Holz, brennen könnte, würde jenes Feuer eine bessere Flamme, bessere Farbe und besseren Glanz haben.“

„Es ist unmöglich, Student, es kann nicht geschehen, daß ein Feuer unabhängig von Brennstoff, wie zum Beispiel Gras und Holz, brennen könnte, außer durch die Ausübung übernatürlicher Kräfte. Wie das Feuer, das in Abhängigkeit von Brennstoff, wie zum Beispiel Gras und Holz, brennt, sage ich, ist die Verzückung, die von den fünf Strängen sinnlichen Vergnügens abhängt. Wie das Feuer, das unabhängig von Brennstoff, wie zum Beispiel Gras und Holz, brennt, sage ich, ist die Verzückung, die von sinnlichen Vergnügen abgetrennt ist, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen. Und was, Student, ist jene Verzückung, die von sinnlichen Vergnügen abgetrennt ist, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen? Ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, tritt da ein Bhikkhu in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Dies ist eine Art der Verzückung, die von sinnlichen Vergnügen abgetrennt ist, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen. Wiederum, mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt ein Bhikkhu in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Gemüts enthält, ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Auch dies ist eine Art der Verzückung, die von sinnlichen Vergnügen abgetrennt ist, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen.“

„Von diesen fünf Dingen, Student, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben, welches von den fünf schreiben sie als das am meisten fruchtbringende für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vor?“

„Von diesen fünf Dingen, Meister Gotama, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben, schreiben sie Großzügigkeit als das am meisten fruchtbringende für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vor.“

„Was meinst du, Student? Da könnte ein Brahmane eine große Opferzeremonie abhalten, und zwei andere Brahmanen würden dort hingehen, mit dem Gedanken, an jener großen Opferzeremonie teilzunehmen. Einer von den Brahmanen würde denken: ,Ach, daß ich doch nur den besten Sitzplatz, das beste Wasser, die beste Almosenspeise im Speisesaal bekommen möge; daß kein anderer Brahmane den besten Sitzplatz, das beste Wasser, die beste Almosenspeise im Speisesaal bekommen möge!‘ Und es ist möglich, daß ein anderer Brahmane, nicht jener Brahmane den besten Sitzplatz, das beste Wasser, die beste Almosenspeise in der Almosenhalle bekommt. Wenn jener erste Brahmane darüber nachdenkt, könnte er wütend und ungehalten werden. Welche Art von Ergebnis beschreiben die Brahmanen für dies?“

„Meister Gotama, Brahmanen geben Geschenke nicht auf solche Art, indem sie denken: ,Sollen die anderen wegen dieser Sache wütend und ungehalten werden.‘ Stattdessen geben sie Geschenke mit Mitgefühl als Beweggrund.“

„Nachdem das so ist, Student, ist dies nicht die sechste Grundlage der Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, das heißt, der Beweggrund des Mitgefühls?“

„Nachdem das so ist, Meister Gotama, ist dies die sechste Grundlage der Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, das heißt, der Beweggrund des Mitgefühls.“

„Jene fünf Dinge, Student, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben—wo siehst du jene fünf Dinge oft, bei Haushältern oder bei jenen, die in die Hauslosigkeit gezogen sind?“

„Jene fünf Dinge, Meister Gotama, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben, sehe ich oft bei jenen, die in die Hauslosigkeit gezogen sind, selten bei Haushältern. Denn der Haushälter hat ein großes Maß an Betriebsamkeit, große Funktionen, große Verpflichtungen und große Unternehmungen: Er spricht nicht ständig und ausnahmslos die Wahrheit, praktiziert nicht ständig und ausnahmslos Askese, hält nicht ständig und ausnahmslos sexuelle Enthaltsamkeit ein, beschäftigt sich nicht ständig und ausnahmslos mit dem Studium und übt sich nicht ständig und ausnahmslos in Großzügigkeit. Aber ein Hausloser hat ein geringes Maß an Betriebsamkeit, geringe Funktionen, geringe Verpflichtungen und geringe Unternehmungen: Er spricht ständig und ausnahmslos die Wahrheit, praktiziert ständig und ausnahmslos Askese, hält ständig und ausnahmslos sexuelle Enthaltsamkeit ein, beschäftigt sich ständig und ausnahmslos mit dem Studium und übt sich ständig und ausnahmslos in Großzügigkeit. Daher sehe ich jene fünf Dinge, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben, oft bei jenen, die in die Hauslosigkeit gezogen sind, selten bei Haushältern.“

„Jene fünf Dinge, Student, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben, nenne ich Hilfsmittel des Herzens, das heißt, für die Entfaltung eines Herzens, das ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen ist. Student, da ist ein Bhikkhu einer, der die Wahrheit spricht. Indem er denkt: ,Ich bin einer, der die Wahrheit spricht‘, erlangt er Inspiration in der Bedeutung, er erlangt Inspiration im Dhamma, er erlangt Freude in Verbindung mit dem Dhamma. Jene Freude in Verbindung mit dem Heilsamen ist es, die ich ein Hilfsmittel des Herzens nenne. Student, da ist ein Bhikkhu ein Asket. Indem er denkt: ,Ich bin ein Asket‘, erlangt er Inspiration in der Bedeutung, er erlangt Inspiration im Dhamma, er erlangt Freude in Verbindung mit dem Dhamma. Jene Freude in Verbindung mit dem Heilsamen ist es, die ich ein Hilfsmittel des Herzens nenne. Student, da ist ein Bhikkhu einer, der sich in sexueller Enthaltsamkeit übt. Indem er denkt: ,Ich bin einer, der sich in sexueller Enthaltsamkeit übt‘, erlangt er Inspiration in der Bedeutung, er erlangt Inspiration im Dhamma, er erlangt Freude in Verbindung mit dem Dhamma. Jene Freude in Verbindung mit dem Heilsamen ist es, die ich ein Hilfsmittel des Herzens nenne. Student, da ist ein Bhikkhu einer, der sich mit dem Studium beschäftigt. Indem er denkt: ,Ich bin einer, der sich mit dem Studium beschäftigt‘, erlangt er Inspiration in der Bedeutung, er erlangt Inspiration im Dhamma, er erlangt Freude in Verbindung mit dem Dhamma. Jene Freude in Verbindung mit dem Heilsamen ist es, die ich ein Hilfsmittel des Herzens nenne. Student, da ist ein Bhikkhu einer, der sich in Großzügigkeit übt. Indem er denkt: ,Ich bin einer, der sich in Großzügigkeit übt‘, erlangt er Inspiration in der Bedeutung, er erlangt Inspiration im Dhamma, er erlangt Freude in Verbindung mit dem Dhamma. Jene Freude in Verbindung mit dem Heilsamen ist es, die ich ein Hilfsmittel des Herzens nenne. Jene fünf Dinge, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben, nenne ich Hilfsmittel des Herzens, das heißt, für die Entfaltung eines Herzens, das ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen ist.“

Nach diesen Worten sagte der brahmanische Student Subha, der Sohn von Todeyya, zum Erhabenen: „Meister Gotama, ich habe gehört, daß der Mönch Gotama den Pfad in die Gesellschaft von Brahmā kennt.“

„Was meinst du, Student? Ist das Dorf Naḷakāra in der Nähe, nicht weit von hier?“

„Ja, Herr, das Dorf Naḷakāra ist in der Nähe, nicht weit von hier.“

„Was meinst du, Student? Angenommen, ein Mann wurde im Dorf Naḷakāra geboren, wuchs dort auf, und sofort, nachdem er Naḷakāra verlassen hatte, fragten sie ihn nach dem Weg zum Dorf. Wäre jener Mann langsam oder zögerlich beim Antworten?“

„Nein, Meister Gotama. Warum ist das so? Weil jener Mann im Dorf Naḷakāra geboren wurde und dort aufwuchs, und er ist mit all den Wegen zum Dorf wohl vertraut.“

„Dennoch könnte ein Mann, der im Dorf Naḷakāra geboren wurde und dort aufwuchs, langsam oder zögerlich beim Antworten sein, wenn er über den Weg zum Dorf befragt würde, aber ein Tathāgata würde, wenn er über die Brahmawelt oder den Weg in die Brahmawelt befragt wird, niemals langsam oder zögerlich beim Antworten sein. Ich verstehe Brahmā, Student, und ich verstehe die Brahmawelt, und ich verstehe den Weg, der zur Brahmawelt führt, und ich verstehe, wie man üben sollte, um in der Brahmawelt wiederzuerscheinen.“

„Meister Gotama, ich habe gehört, daß der Mönch Gotama den Pfad in die Gesellschaft von Brahmā lehrt. Es wäre gut, wenn Meister Gotama mich den Pfad in die Gesellschaft von Brahmā lehren würde.“

„Dann, Student, höre zu und verfolge aufmerksam, was ich sagen werde.“—„Ja, Herr“, erwiderte er. Der Erhabene sagte dieses:

„Was, Student, ist der Weg in die Gesellschaft von Brahmā? Da verweilt ein Bhikkhu, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt, erfüllt von Liebender Güte, durchdringt, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilt er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdringt, das von Liebender Güte erfüllt ist, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen. Wenn die Gemütsbefreiung durch Liebende Güte auf diese Weise entfaltet ist, bleibt da keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. So wie sich ein kräftiger Trompeter ohne Schwierigkeiten in den vier Himmelsrichtungen Gehör verschaffen könnte; genau so bleibt da, wenn die Gemütsbefreiung durch Liebende Güte auf diese Weise entfaltet ist, keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. Dies ist der Weg in die Gesellschaft von Brahmā.“

„Wiederum, verweilt ein Bhikkhu, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt durchdringt, das erfüllt ist von Mitgefühl; ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilt er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdringt, das von Mitgefühl erfüllt ist, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen. Wenn die Gemütsbefreiung durch Mitgefühl auf diese Weise entfaltet ist, bleibt da keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. So wie sich ein kräftiger Trompeter ohne Schwierigkeiten in den vier Himmelsrichtungen Gehör verschaffen könnte; genau so bleibt da, wenn die Gemütsbefreiung durch Mitgefühl auf diese Weise entfaltet ist, keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. Auch dies ist der Weg in die Gesellschaft von Brahmā.“

„Wiederum verweilt ein Bhikkhu, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt durchdringt, das erfüllt ist von Mitfreude; ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst, verweilt er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdringt, das von Mitfreude erfüllt ist, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen. Wenn die Gemütsbefreiung durch Mitfreude auf diese Weise entfaltet ist, bleibt da keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. So wie sich ein kräftiger Trompeter ohne Schwierigkeiten in den vier Himmelsrichtungen Gehör verschaffen könnte; genau so bleibt da, wenn die Gemütsbefreiung durch Mitfreude auf diese Weise entfaltet ist, keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. Auch dies ist der Weg in die Gesellschaft von Brahmā.“

„Wiederum verweilt ein Bhikkhu, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Gemüt durchdringt, das erfüllt ist von Gleichmut; ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin und zu allen wie zu sich selbst verweilt er, indem er die allumfassende Welt mit einem Gemüt durchdringt, das von Gleichmut erfüllt ist, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen. Wenn die Gemütsbefreiung durch Gleichmut auf diese Weise entfaltet ist, bleibt da keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. So wie sich ein kräftiger Trompeter ohne Schwierigkeiten in den vier Himmelsrichtungen Gehör verschaffen könnte; genau so bleibt da, wenn die Gemütsbefreiung durch Gleichmut auf diese Weise entfaltet ist, keinerlei einschränkende Handlung übrig, keine überdauert. Auch dies ist der Weg in die Gesellschaft von Brahmā.“

Nach diesen Worten sagte der brahmanische Student Subha, der Sohn von Todeyya, zum Erhabenen: „Großartig, Meister Gotama! Großartig, Meister Gotama! Das Dhamma ist vom Erhabenen auf vielfältige Weise klar gemacht worden, so als ob er Umgestürztes aufgerichtet, Verborgenes enthüllt, einem Verirrten den Weg gezeigt oder in der Dunkelheit eine Lampe gehalten hätte, damit die Sehenden die Dinge erkennen können. Ich nehme Zuflucht zu Meister Gotama und zum Dhamma und zur Sangha der Bhikkhus. Möge Meister Gotama mich von heute an als Laienanhänger, der zu ihm lebenslang Zuflucht genommen hat, annehmen.“

„Und nun, Meister Gotama, nehmen wir Abschied. Wir sind beschäftigt und haben viel zu tun.“

„Jetzt ist es an der Zeit, Student, das zu tun, was du für richtig hältst.“

Dann erhob sich der brahmanische Student Subha, der Sohn von Todeyya, und nahm Abschied, entzückt und erfreut über die Worte des Erhabenen, und nachdem er dem Erhabenen gehuldigt hatte, nahm er Abschied, wobei er ihm die rechte Seite zuwandte.

Bei dieser Gelegenheit fuhr der Brahmane Jānussoṇi am hellichten Tage aus Sāvatthī heraus, in einer Kutsche, ganz in weiß, gezogen von weißen Stuten. Er sah den brahmanischen Studenten Subha, den Sohn von Todeyya, in der Ferne kommen und fragte ihn: „Wo kommt Meister Bhāradvāja jetzt am hellichten Tage her?“

„Herr, ich komme aus der Gegenwart des Mönchs Gotama.“

„Wie stellt sich Meister Bhāradvāja die Klarheit der Weisheit des Mönchs Gotama vor? Ist er weise, ist er es nicht?“

„Herr, wer bin ich, daß ich die Klarheit der Weisheit des Mönchs Gotama wissen könnte? Man müßte gewiß seinesgleichen sein, um die Klarheit der Weisheit des Mönchs Gotama zu wissen.“

„Meister Bhāradvāja preist den Mönch Gotama in der Tat mit hohen Worten.“

„Herr, wer bin ich, daß ich den Mönch Gotama preisen könnte? Meister Gotama wird von den Gepriesenen als der Beste unter Göttern und Menschen gepriesen. Herr, jene fünf Dinge, die die Brahmanen für das Ausüben verdienstvoller Taten, für die Verwirklichung des Heilsamen vorschreiben, nennt der Mönch Gotama Hilfsmittel des Herzens, das heißt, für die Entfaltung eines Herzens, das ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen ist.“

Nach diesen Worten stieg der Brahmane Jānussoṇi von seiner Kutsche, die ganz in weiß war und von weißen Stuten gezogen wurde, herab und legte seine Hände ehrerbietig in Richtung des Erhabenen zusammen, wobei er seine obere Robe auf einer Schulter zurechtrückte, und gab diesen Ausruf von sich: „Es ist ein Gewinn für König Pasenadi von Kosala, es ist ein großer Gewinn für König Pasenadi von Kosala, daß sich der Tathāgata, der Verwirklichte und vollständig Erwachte, in seinem Reich aufhält.“