Mahāvagga

Uposa­thak­khan­dhako

1. Sanni­pātā­nu­jānana

Zu jener Zeit weilte der Erwachte Erhabene in Rājagaha am Berg Gijjhakūta (Geiergipfel). Zu jener Zeit, nachdem sie sich versammelt hatten, sprachen die Andersgläubigen am vierzehnten und fünfzehnten (d.h. am 14. und 29. des Monats) sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond über (deren) Lehren. Die Menschen kamen heran, um die Lehren zu hören. Sie bekamen Zuneigung zu den andersgläubigen Wanderasketen, bekamen Vertrauen, die andersgläubigen Wanderasketen bekamen Anhänger.

Da kam dem König von Magadha Seniya Bimbisāra, der allein und abgeschieden weilte, im Geiste folgender Gedanke: „Jetzt, nachdem sie sich versammelt hatten, sprachen die Andersgläubigen am vierzehnten und fünfzehnten sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond über (deren) Lehren. Die Menschen kamen heran, um die Lehren zu hören. Sie bekamen Zuneigung zu den andersgläubigen Wanderasketen, bekamen Vertrauen, die andersgläubigen Wanderasketen bekamen Anhänger. Was wäre, wenn sich auch unsere Herren (Mönche) am vierzehnten und fünfzehnten sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond versammeln würden?

Da ging der König von Magadha Seniya Bimbisāra zum Erhabenen, dort, nachdem er ihn verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Beiseite sitzend sagte der König von Magadha Seniya Bimbisāra dem Erhabenen folgendes: „Als ich allein und abgeschieden (weilte), kam mir im Geiste folgender Gedanke: Jetzt, nachdem sie sich versammelt hatten, sprachen die Andersgläubigen am vierzehnten und fünfzehnten sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond über (deren) Lehren. Die Menschen kamen heran, um die Lehren zu hören. Sie bekamen Zuneigung zu den andersgläubigen Wanderasketen, bekamen Vertrauen, die andersgläubigen Wanderasketen bekamen Anhänger. Gut wäre, wenn sich auch unsere Herren (Mönche) am vierzehnten und fünfzehnten sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond versammeln würden.“

Da veranlaßte der Erhabene den König von Magadha Seniya Bimbisāra durch ein Lehrgespräch zu verstehen, es aufzunehmen, begeistert zu sein, sich daran zu erfreuen. Da war der König von Magadha Seniya Bimbisāra durch die Lehrrede des Erhabenen verständig (geworden), hatte sie aufgenommen, (war) begeistert, erfreut; nachdem er vom Sitz aufgestanden war, den Erhabenen verehrt hatte, ihn rechts umrundet hatte, ging er fort. Dann, nachdem der Erhabene aus diesem Anlaß in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, sich am vierzehnten und fünfzehnten sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond zu versammeln.“

Zu jener Zeit (dachten) die Mönche: Vom Erhabenen ist erlassen worden, sich am vierzehnten und fünfzehnten sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond zu versammeln. Jene, nachdem sie sich am vierzehnten und fünfzehnten sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond versammelt hatten saßen schweigend. Die Menschen kamen heran, um die Lehre zu hören. Sie wurden verärgert, unruhig, erregt: „Wie können jene Asketen, die Söhne aus dem Sakyageschlecht, nachdem sie sich am vierzehnten und fünfzehnten sowie an den beiden achten Tagen bei Halbmond versammelt haben, schweigend sitzen wie dumme Schweine? Sollte es nicht so sein, daß von den Versammelten die Lehre vorgetragen werden sollte?“ Die Mönche hörten, daß die Menschen verärgert, unruhig, erregt waren. Da erzählten die Mönche dem Erhabenen den Sachverhalt. Dann, nachdem der Erhabene aus diesem Anlaß, in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, daß am vierzehnten und fünfzehnten sowie den beiden achten Tagen bei Halbmond die Lehre vorgetragen wird.“

2. Pāti­mok­khuddesā­nu­jānana

Als der Erhabene allein und abgeschieden weilte, kam ihm im Geiste folgender Gedanke: „Wie, wenn ich nun den Mönchen erlauben würde, die von mir erlassenen Regeln zu rezitieren um ein Pātimokkha für sie (zu erstellen); dies soll für sie der Uposathaobservanzakt werden.“

Dann, nachdem der Erhabene am Abend sich aus der Abgeschiedenheit erhoben hatte, und den Mönchen aus diesem Anlaß in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Als ich allein und abgeschieden weilte, kam mir im Geiste folgender Gedanke: Wie, wenn ich nun den Mönchen erlauben würde die von mir erlassenen Regeln zu rezitieren um ein Pātimokkha für sie (zu erstellen); dies soll für euch der Uposathaobservanzakt werden. Ich erlaube, ihr Mönche, das Pātimokkha zu rezitieren.

So soll man, ihr Mönche, rezitieren: Ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich verehrungswürdiger Sangha, heute ist Uposatha(tag), der fünfzehnte. Wenn es dem Sangha recht ist, soll der Sangha die Uposatha(zeremonie) vollziehen, das Pātimokkha rezitieren. Was soll der Sangha zuerst tun? Die vollständige Reinheit sollen die Ehrwürdigen bekennen. Ich werde das Pātimokkha rezitieren, das (wollen) wir, alle Anwesenden, gut hören und im Geiste bedenken. Wenn (einer) ein Vergehen begangen haben sollte, dann soll er (es) aufdecken, wenn (einer) kein Vergehen beging, soll er schweigen. Durch das Schweigen (wird ausgedrückt), daß alle Anwesenden rein sind, so weiß ich es dann. Weil auf jede einzelne Frage eine Antwort sein (mag), darum wird in einer Versammlung wie dieser dreimal (die Frage) verkündet. Welcher Mönch sich eines vorhandenen Vergehens erinnert während der dreimaligen Verkündigung der Frage und es nicht aufdeckt, der tut eine bewußte Lüge. Eine bewußte Lüge, ihr Ehrwürdigen, ist ein Hindernis sagt der Erhabene; daher (soll) ein Mönch, der ein Vergehen beging und sich erinnert und die Reinheit wünscht, die vorhandenen Vergehen aufdecken. Wenn es aufgedeckt ist, wird es für ihn eine Erleichterung sein.“

„Pātimokkha“ bedeutet: Dies ist der Anfang, dies ist das Antlitz (der beste Teil) von allen heilsamen Dingen, das Herausragende, deshalb heißt es Pātimokkha. „Die Ehrwürdigen“ bedeutet: Zuneigung, Ehrerbietung, ein Synonym für Ehrerbietung und Respekt, das ist „die Ehrwürdigen.“ „Ich werde rezitieren“ bedeutet: Ich werde erklären, werde vortragen, werde erlassen, werde begründen, werde aufklären, werde analysieren, werde aufrichten, werde verkünden. Das Wort „das“ bedeutet: Pātimokkha. „Wir alle Anwesenden“ bedeutet: Alle sind anwesend, so viele in dieser Gruppe sind an alten, jungen und mittleren (Mönchen). „Gut hören“ bedeutet: Nachdem alle konzentriert und geistig gesammelt sind, den ganzen Geist zusammenzuhalten. „Im Geiste bedenken“ bedeutet: Mit einspitzigem Geist, mit unabgelenktem Geist, mit unerschütterlichem Geiste hören wir.

„Wenn einer ein Vergehen begangen haben sollte“ bedeutet: Wenn ein alter, ein neuer, ein mittlerer (Mönch) irgendein Vergehen der Fünfer Gruppe ( = pārājika, sanghādisesa, aniyata, nissaggiya, pācittiya = Gruppen von Bußvergehen) von Vergehen oder irgendein Vergehen der Siebener Gruppe (= Fünfer Gruppe + pātidesaniya und sekhiya Vergehen) von Vergehen begangen hat. „Dann soll er es aufdecken“ bedeutet: (Er) soll sagen, soll aufklären, soll aufrichten, soll verkünden inmitten des Sanghas oder inmitten der Gruppe oder einem einzelnen Menschen. „Wenn einer kein Vergehen beging“ bedeutet: nicht begangene Vergehen oder begangene Vergehen, die gesühnt sind. „Soll er schweigen“ bedeutet: Einverstanden sein, nicht sprechen. „Alle Anwesenden sind rein, so weiß ich es dann“ bedeutet: Ich habe es zur Kenntnis genommen, ich verstehe es.

„Weil auf jede einzelne Frage eine Antwort sein mag“ bedeutet: Wenn einer wegen einer Sache befragt ist, so soll die Gruppe wissen ich (selber) bin befragt (worden). „Eine Versammlung wie dieser“ bedeutet: Eine Gruppe von Mönchen. „Dreimal die Frage verkünden“ bedeutet: Einmal ist gefragt worden, zweimal ist gefragt worden, dreimal ist gefragt worden. „Sich erinnert“ bedeutet: Wissen und bewußt seiend. „Vorhandenes Vergehen“ bedeutet: Begangenes oder nach dem Begehen nicht (bereits) Wiedergutgemachtes. „Nicht aufdecken“ bedeutet: Nicht vortragen, nicht aufklären, nicht aufrichten, nicht verkünden inmitten des Sanghas, inmitten einer Gruppe (von Mönchen) oder vor einer Person.

„Eine bewußte Lüge tun“ bedeutet: Was (für ein Vergehen) ist eine bewußte Lüge? Ein dukkata Vergehen. „Der Erhabene sagte, das ist ein Hindernis“ bedeutet: Wofür ein Hindernis? Ein Hindernis zur Erlangung der ersten Vertiefung, der zweiten Vertiefung, der dritten Vertiefung, der vierten Vertiefung). Ein Hindernis zur Erlangung von Vertiefungen, Befreiungen, Konzentrationen, Sammlungen, Ablösungen, Absonderungen, höchster Ruhe, heilsamen Dingen. „Daher“ bedeutet: Aus diesem Grunde. „Von einem Mönch, der sich erinnert“ bedeutet: (Ein) Wissender, Wahrnehmender. “Der die Reinheit wünscht“ bedeutet: Ein sich Erhebender ein sich Säubernder.

„Vorhandenes Vergehen“ bedeutet: Begangenes oder nach dem Begehen nicht (bereits) Aufgedecktes. „Soll aufdecken“ bedeutet: Inmitten des Sanghas, inmitten einer Gruppe (von Mönchen) oder (vor) einer Person. „Wenn es aufgedeckt ist, wird es für ihn eine Erleichterung sein“ bedeutet: Wofür eine Erleichterung? Eine Erleichterung zur Erlangung der ersten Vertiefung, der zweiten Vertiefung, der dritten Vertiefung, der vierten Vertiefung. Eine Erleichterung zur Erlangung von Vertiefungen, Befreiungen, Konzentrationen, Sammlungen, Ablösungen, Absonderungen, höchster Ruhe, heilsamen Dingen.

Zu jener Zeit (dachten) die Mönche: „Der Erhabene hat die Rezitation des Pātimokkhas angeordnet“, (so) rezitierten (sie) das Pātimokkha täglich. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, täglich das Pātimokkha rezitieren. Wer so rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, am Uposathatag das Pātimokkha zu rezitieren.“

Zu jener Zeit (dachten) die Mönche: „Der Erhabene hat die Rezitation des Pātimokkha am Uposathatag angeordnet.“ (Sie) rezitierten das Pātimokkha (jeweils) dreimal am vierzehnten und fünfzehnten Tag und an den beiden achten Tagen bei Halbmond. Dem Erhabenen erzählten Sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll man bei Halbmond das Pātimokkha dreimal rezitieren; wer (so) rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, das Pātimokkha einmal im halben Monat, am vierzehnten oder fünfzehnten Tag zu rezitieren.“

Zu jener Zeit hat die Sechser Gruppe Mönche, wenn das Pātimokkha vor einer Gruppe rezitiert wurde, vor der eigenen Gruppe (rezitiert). Dem Erhabenen erzählten Sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, wenn das Pātimokkha vor einer Gruppe rezitiert wird, vor der eigenen Gruppe rezitieren. Wer so rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, das alle zusammen den Uposathatag begehen.“

Zu jener Zeit kam den Mönchen folgender Gedanke: „Der Erhabene ordnete an, daß alle zusammen den Uposathatag begehen. Inwiefern spricht man von „alle zusammen“? Von einem Tempel oder der ganzen Welt? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, insofern von „alle zusammen“ (zu sprechen), als (es) eine Mönchsklause betrifft.“

3. Mahā­kappi­navat­thu

Zu jener Zeit weilte der ehrwürdige Mahākappina in Rājagaha im Hirschpark in Maddakucchi. Dort kam dem ehrwürdigen Mahākappina, als er allein und abgeschieden in Meditation weilte, folgender Gedanke: „Soll ich zum Uposatha gehen, soll ich nicht gehen? Soll ich zum Sanghaakt gehen, soll ich nicht gehen? Denn ich bin ein Reiner durch die höchste Reinheit (= arahant)

Da hat der Erhabene im Geist den Gedanken des ehrwürdigen Mahākappina erkannt, und wie ein kräftiger Mann den gebeugten Arm streckt oder den gestreckten Arm beugt, so schnell verschwand er vom Berg Gijjhakūta und erschien vor dem ehrwürdigen Mahākappina im Hirschpark von Maddakucchi. Der Erhabene setzte sich auf den vorbereiteten Sitz. Auch der ehrwürdige Mahākappina, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte sich beiseite nieder.

Dem beiseite sitzenden ehrwürdigen Mahākappina sagte der Erhabene folgendes: „Ist es nicht so, (daß) dir, Kappina, als du allein und abgeschieden in der Meditation weiltest, folgender Gedanke aufkam: „Soll ich zum Uposatha gehen, soll ich nicht gehen? Soll ich zum Sanghaakt gehen, soll ich nicht gehen? Denn ich bin ein Reiner durch die höchste Reinheit.“ „So ist es, Verehrungswürdiger.“ „Wenn ihr Brahmanen (=im Sinne von arahant) Uposatha nicht ehrt, wertschätzt, hochschätzt, achtet, wer wird dann Uposatha ehren, wertschätzen, hochschätzen, achten? Gehe du, Brahmane, zum Uposatha, nicht gehe nicht, gehe doch zum Sanghaakt, nicht gehe nicht.“ „So sei es, Verehrungswürdiger“ stimmte der ehrwürdige Mahākappino dem Erhabenen zu.

Da veranlaßte der Erhabene den ehrwürdigen Mahākappino durch ein Lehrgespräch zu verstehen, es aufzunehmen, begeistert zu sein, sich daran zu erfreuen, und wie ein kräftiger Mann den gebeugten Arm streckt oder den gestreckten Arm beugt, so (schnell) verschwand (der Erhabene) vor dem ehrwürdigen Mahākappino und erschien auf dem Berg Gijjhakūta.

4. Sīmānujānana

Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Der Erhabene erließ: insofern von „alle zusammen“ zu sprechen, als es eine Mönchsklause betrifft. Inwiefern ist es nun eine Mönchsklause? Sie erzählten dem Erhabenen den Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, (sich) über eine Grenze zu einigen. So, ihr Mönche, soll man sich einigen: Zuerst soll man Zeichen bekannt geben, einen Berg, einen Stein, ein Wäldchen, einen Baum, einen Weg, einen Ameisenhügel, einen Fluß, ein Gewässer als Zeichen. Nachdem man die Zeichen bekannt gegeben hat, soll ein erfahrener und fähiger Mönch dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, es sind alle Zeichen bekannt gegeben. Wenn es dem Sangha recht ist, möge sich der Sangha über die durch diese Zeichen (beschriebene) Grenze einigen. (Dies ist) eine zusammengehörende Gruppe für Uposatha‘. Das ist die Ankündigung.

‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, es sind alle Zeichen bekanntgegeben, es ist dem Sangha recht, der Sangha einigt sich über die durch diese Zeichen (beschriebene) Grenze: (dies ist) eine zusammengehörende Gruppe für Uposatha. Wenn es den Ehrwürdigen recht ist, sich über die durch diese Zeichen (beschriebene) Grenze zu einigen; dies ist eine zusammengehörende Gruppe für Uposatha, so mögen sie schweigen; wenn es einem nicht recht ist, so möge er sprechen. Der Sangha hat sich über die durch diese Zeichen (beschriebene) Grenze geeinigt; (dies ist) eine zusammengehörende Gruppe für einen Uposatha. Dem Sangha ist es recht, daher das Schweigen, so nehme ich es an.“

Zu jener Zeit (dachte) die Sechser Gruppe Mönche: der Erhabene hat erlassen, (sich) über eine Grenze zu einigen. Da einigten sie sich über sehr große Grenzen, vier Yojanas, fünf Yojanas, sechs Yojanas. Die Mönche kamen am Uposatha an beim Rezitieren des Pātimokkhas, wenn die Rezitation gerade beendet war, sie weilten zwischen den Grenzen (waren noch unterwegs). Sie erzählten dem Erhabenen den Sachverhalt. „Nicht soll man sich, ihr Mönche, über eine sehr große Grenze einigen, (über) vier oder fünf oder sechs Yojanas. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, sich über eine Grenze von höchstens drei Yojanas zu einigen.“

Zu jener Zeit einigte sich die Sechser Gruppe Mönche über eine Grenze hinter einem Fluß. Von den zum Uposatha Kommenden wurden (einige) Mönche fortgeschwemmt, die Almosenschalen wurden fortgeschwemmt, die Roben wurden fortgeschwemmt. Dem Erhabenen erzählten sie den Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll man sich über eine Grenze hinter einem Fluß einigen. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, da, wo ein festes Boot oder eine feste Brücke ist, sich über eine derartige hinter einem Fluß liegende Grenze zu einigen.“

5. Uposa­thā­gāra­kathā

Zu jener Zeit rezitierten die Mönche das Pātimokkha in irgendeiner Mönchszelle ohne eine Ortsangabe. Die Mönche, die (dort) zu Gast waren, wußten nicht, wo heute das Uposatha ausgeführt wurde. Dem Erhabenen erzählten sie den Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, das Pātimokkha in irgendeiner Mönchszelle ohne eine Ortsangabe rezitieren. Wer so rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, das ihr euch über eine Uposathahalle einigt und (dort) Uposatha abhaltet. Wenn es der Sangha wünscht (kann das sein): ein Wohnsitz, eine Hütte (addhayoga), oder ein Anwesen, oder ein Herrenhaus, oder eine Höhle. In dieser Weise soll (man) sich, ihr Mönche, einigen:

Ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, möge sich der Sangha über den so und so genannten Ort als Uposathahalle einigen.‘ Das ist die Ankündigung. ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, einigt sich der Sangha über den so und so genannten Ort als Uposathahalle. Wenn es den Ehrwürdigen recht ist, die Einigung über den so und so genannten Ort als Uposathahalle, so mögen sie schweigen, wenn es nicht recht ist, so mögen sie sprechen. Geeinigt hat sich der Sangha über den so und so genannten Ort als Uposathahalle. Es ist dem Sangha recht, daher das Schweigen; so nehme ich es an.

Zu jener Zeit hatte man sich in irgendeinem Kloster über zwei Uposathahallen geeinigt. Die Mönche begaben sich an die beiden Orte, hier werden wir Uposatha begehen, dort werden wir Uposatha begehen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll man sich über zwei Uposathahallen in einem Klosterbezirk einigen. Wer sich so einigt, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, nachdem man eine abgeschafft hat, an einem Ort Uposatha zu begehen.

Und so, ihr Mönche, soll man abschaffen: ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, möge sich der Sangha über die Abschaffung des so und so genannten Ortes als Uposathahalle einigen‘ ... Es ist dem Sangha recht, daher das Schweigen; so nehme ich es an.

6. Uposa­thap­pamu­khā­nu­jānana

Zu jener Zeit hatte man sich in irgendeinem Klosterbezirk über eine zu kleine Uposathahalle geeinigt. An jenem Tag zu Uposatha versammelte sich ein großer Mönchssangha. Nachdem die Mönche sich auf nicht geeinigtem Boden (also außerhalb der Halle) niedergesetzt hatten, hörten sie das Pātimokkha. Da kam jenen Mönchen folgender Gedanke: Der Erhabene erließ, nachdem man sich über eine Uposathahalle geeinigt hat, soll man Uposatha begehen, aber wir sitzen auf nicht geeinigtem Boden und hören das Pātimokkha. Haben wir nun Uposatha begangen, haben wir es nicht begangen? Sie erzählten dem Erhabenen den Sachverhalt. „Wenn, ihr Mönche, auf geeinigtem Boden gesessen wurde oder auf ungeeinigtem, wenn er das Pātimokkha hört, dann hat für ihn Uposatha stattgefunden.

Wenn man nämlich, ihr Mönche, irgendeine Größenordnung (pamukha) für die Uposathaversammlung wünscht, über diese Größenordnung möge man sich einigen. Und so, ihr Mönche, soll man sich einigen: zuerst soll man Merkmale (für die Größenordnung) bekanntgeben. Nachdem man die Merkmale bekanntgegeben hat, soll ein erfahrener und fähiger Mönch dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, es sind die Merkmale bekanntgegeben; wenn es dem Sangha recht ist, möge sich der Sangha über die durch diese Merkmale (beschriebene) Größenordnung für eine Uposathaversammlung einigen. Das ist die Ankündigung. ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, es sind alle Merkmale bekanntgegeben, ist es dem Sangha recht, einigt sich der Sangha über die durch diese Merkmale (beschriebene) Größenordnung für eine Uposathaversammlung? Wenn es den Ehrwürdigen recht ist, sich über die durch diese Merkmale beschriebene Größenordung für eine Uposathaversammlung zu einigen, so mögen sie schweigen; wenn es einem nicht recht ist, so möge er sprechen. Der Sangha hat sich über die durch diese Merkmale (beschriebene) Größenordnung für eine Uposathaversammlung geeinigt. Dem Sangha ist es recht, daher das Schweigen so nehme ich es an.“

Zu jener Zeit trafen sich die neuordinierten Mönche zuerst in einer gewissen Mönchsklause zu deren Uposatha (sie sagten): „Die Theras sind noch nicht gekommen“ so gingen sie fort. Der Uposatha fand zur falschen Zeit statt. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, daß sich die Theras als erste treffen.“

Zu jener Zeit hatten in Rājagaha viele Mönchsklausenbezirke die gleichen Grenzen (d.h. ein Areal hatte mehrere Mönchsklausen). Dort stritten die Mönche: „Laßt Uposatha in unserer Mönchsklause abgehalten werden, laßt Uposatha in unserer Mönchsklause abgehalten werden.“ Dem Erhabenen erzählten sie den Sachverhalt. „Dort, ihr Mönche, haben viele Mönchsklausenbezirke die gleichen Grenzen. Dort stritten die Mönche: ‚Laßt Uposatha in unserer Mönchsklause abgehalten werden, laßt Uposatha in unserer Mönchsklause abgehalten werden‘. Von jenen Mönchen, ihr Mönche, nachdem alle zusammengekommen sind, soll Uposatha abgehalten werden; wo Theras leben, dort soll man zusammenkommen und Uposatha abhalten. Nicht soll man nur in einer Gruppe Uposatha abhalten. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“

7. Avippa­vāsa­sī­mānujā­nana

Zu jener Zeit wurde der ehrwürdige Mahākassapa von Andhakavinda nach Rājagaha zum Uposatha kommend, unterwegs einen Fluß überquerend, beinahe weggetrieben, seine Roben wurden naß. Die Mönche sagten dem ehrwürdigen Mahākassapa folgendes: „Warum, Bruder, sind deine Roben durchnäßt?“ „Als ich, von Andhakavinda nach Rājagaha zum Uposatha kommend unterwegs einen Fluß überquerte wurde ich beinahe weggetrieben, meine Roben wurden naß.“ Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Wenn, ihr Mönche, sich ein Sangha über die Grenzen geeinigt hat, dann ist dies eine Gruppe, ist ein Uposatha; innerhalb jener Sanghagrenze mögen (die Mönche) nicht getrennt sein von den drei Roben (Wahrscheinlich ging Mahākassapa nur mit 2 Roben los und beide sind naß geworden. Hätte er alle drei dabei gehabt, hätte er bei der Flußdurchquerung eine ablegen können und trocken auf die andere Seite mitnehmen können, um sie dort anzuziehen).

So, ihr Mönche, soll man sich einigen: ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, über welche Grenzen sich ein Sangha geeinigt hat: dies ist eine Gruppe, ist ein Uposatha; wenn es dem Sangha recht ist, möge sich der Sangha einigen, daß man innerhalb dieser Grenzen nicht getrennt ist von den drei Roben‘. Das ist die Ankündigung. ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, über welche Grenzen sich ein Sangha geeinigt hat: dies ist eine Gruppe, ist ein Uposatha, wenn es den Ehrwürdigen recht ist, die Einigung, daß man innerhalb dieser Grenzen nicht getrennt ist von den drei Roben, so mögen sie schweigen, wenn es nicht recht ist, mögen sie sprechen. Geeinigt hat sich der Sangha, daß man innerhalb dieser Grenzen nicht getrennt ist von den drei Roben. Dem Sangha ist es recht, daher das Schweigen, so nehme ich es an.‘“

Zu jener Zeit (dachten) die Mönche: „Der Erhabene ordnete an, nicht von den drei Roben getrennt zu sein.“ Innerhalb des Hauses legten sie Roben nieder. Jene Roben gingen verloren, verbrannten, wurden von Ratten gefressen, die Mönche gingen schlecht bekleidet, waren schäbig bekleidet. Die (anderen) Mönche sagten folgendes: „Warum, Brüder, seid ihr schlecht bekleidet, schäbig bekleidet?“ „Also, Bruder, wir (dachten), der Erhabene ordnete an, nicht von den drei Roben getrennt zu sein. Innerhalb des Hauses legten wir die Roben nieder. Jene Roben gingen verloren, verbrannten, wurden von Ratten gefressen, darum waren wir schlecht bekleidet, schäbig bekleidet.“ Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Wenn, ihr Mönche, sich der Sangha über eine Grenze geeinigt hat, die eine Gruppe umfaßt, die ein Uposatha ist; wenn sich der Sangha geeinigt hat, daß man innerhalb dieser Grenze nicht getrennt ist von den drei Roben, (dann) mit Ausnahme innerhalb des Dorfes und in der Umgebung des Dorfes (weil dort die Roben nicht verbrennen bzw. von Ratten gefressen werden können).

Und so, ihr Mönche, soll man sich einigen: ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, möge sich der Sangha einigen daß man nicht getrennt ist von den drei Roben, mit Ausnahme innerhalb des Dorfes und in der Umgebung des Dorfes‘ ... Es ist dem Sangha recht, daher das Schweigen; so nehme ich es an.“

8. Sīmāsamūhanana

Zuerst, ihr Mönche, soll man sich einigen über eine Grenze für eine Gruppe, dann soll man sich einigen, daß man nicht getrennt ist von den drei Roben. (Wenn), ihr Mönche, man die Grenze aufhebt, (dann) soll man zuerst aufheben, daß man nicht getrennt ist von den drei Roben, dann soll man die Grenze für die gemeinsame Gruppe aufheben. Und so, ihr Mönche, soll man aufheben, daß man nicht getrennt ist von den drei Roben: Ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, der Sangha hatte sich geeinigt, daß man nicht getrennt ist von den drei Roben; wenn es dem Sangha recht ist, möge der Sangha aufheben, daß man nicht getrennt ist von den drei Roben‘. Das ist die Ankündigung. ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, der Sangha hatte sich geeinigt, daß man nicht getrennt ist von den drei Roben, der Sangha hebt (jetzt) auf, daß man nicht getrennt ist von den drei Roben. Wenn es den Ehrwürdigen recht ist, die Aufhebung, daß man nicht getrennt ist von den drei Roben, so mögen sie schweigen; wenn es nicht recht ist, mögen sie sprechen. Der Sangha hat sich geeinigt über die Aufhebung, daß man nicht getrennt ist von seinen drei Roben. Dem Sangha ist es recht, daher das Schweigen, so nehme ich es an‘.

So, ihr Mönche, soll man die Grenze aufheben: ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, möge der Sangha aufheben: dies ist eine Grenze für eine Gruppe, für einen Uposatha‘ ... Es ist dem Sangha recht, daher das Schweigen; so nehme ich es an.“

9. Gāmasīmādi

(Wenn), ihr Mönche, sich nicht über eine Grenze geeinigt wurde, (sie) nicht festgelegt wurde und (der Sangha) nahe bei einem Dorf oder einer Kleinstadt weilt, wenn jenes Dorf oder jene Kleinstadt eine Grenze hat, diese (Grenze) sei für eine Gruppe, für einen Uposatha. (Wenn), ihr Mönche, (der Sangha) nicht bei einem Dorfe weilt, sondern im Wald, sind nach allen Seiten sieben abbhantaras (Längenmaß, nach dem Kommentar von Buddhaghosa ist 1 abbh = 28 Hände) eine Gruppe, ein Uposatha. Nicht, ihr Mönche, ist der ganze Fluß eine Grenze, nicht der ganze Ozean ist eine Grenze, nicht der ganze natürliche See ist eine Grenze. Soweit, ihr Mönche, wie ein mittelgroßer Mann mit der Hand Wasser in alle Richtungen werfen kann, soweit geht eine Gruppe soweit ist ein Uposatha (Wasser galt als rein und deshalb wurde dort gern Uposatha abgehalten).

Zu jener Zeit hatte die Sechser Gruppe Mönche zu einer Grenze eine (weitere) hinzugefügt. Dem Erhabenen wurde dieser Sachverhalt erzählt. „Für diejenigen, ihr Mönche, die über die Grenze zuerst übereingekommen waren, für jene ist (dies) eine gesetzmäßige, festgelegte, angemessene Tat. Für diejenigen, ihr Mönche, die über die Grenze später übereingekommen waren, für jene ist (dies) eine nicht gesetzmäßige, nicht festgelegte, unangemessene Tat. Nicht soll man, ihr Mönche, einer Grenze eine weitere hinzufügen. Wer so hinzufügt, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit hatte sich die Sechser Gruppe Mönche über eine deckungsgleiche Grenze (mit der Grenze einer anderen Gruppe) geeinigt. (Rest wie oben) Ich erlaube, ihr Mönche, wenn man sich über eine (neue) Grenze einigt, zur (alten) Grenze einen Zwischenraum gelassen habend, sich über eine Grenze zu einigen.(d.h. jede Gruppe muß ihre eigene Grenze festlegen, die mit der einer anderen Gruppe nicht übereinstimmen darf)

10. Uposa­tha­bhedādi

Dann kam den Mönchen folgender Gedanke: Wieviele Uposathatage gibt es? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Diese zwei Uposathatage, ihr Mönche, gibt es: den vierzehnten und den fünfzehnten (d.h. der 14. und der 29. Tag des Monats diese zwei Uposathatage, ihr Mönche, gibt es.“

Dann kam den Mönchen folgender Gedanke: Wieviele Uposathaverfahren gibt es? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Diese vier Uposathaverfahren, ihr Mönche, gibt es: ein nicht regelgerechtes Uposathaverfahren von einer Teilgruppe, ein nicht regelgerechtes Uposathaverfahren von einer vollständigen Gruppe, ein regelgerechtes Uposathaverfahren von einer Teilgruppe, ein regelgerechtes Uposathaverfahren von einer vollständigen Gruppe. In diesem Fall, ihr Mönche, soll man nicht ein nicht regelgerechtes Uposathaverfahren von einer Teilgruppe machen; nicht wurde von mir ein derartiges Uposathaverfahren erlaubt.

In diesem Fall, ihr Mönche, soll man nicht ein nicht regelgerechtes Uposathaverfahren von einer vollständigen Gruppe machen; nicht wurde von mir ein derartiges Uposathaverfahren erlaubt. In diesem Fall, ihr Mönche, soll man nicht ein regelgerechtes Uposathaverfahren von einer Teilgruppe machen; nicht wurde von mir ein derartiges Uposathaverfahren erlaubt. In diesem Fall, ihr Mönche, soll man ein regelgerechtes Uposathaverfahren von einer vollständigen Gruppe machen, ein derartiges Verfahren, ihr Mönche, wurde von mir erlaubt. Daher, ihr Mönche: wir wollen derartige Uposathaverfahren ausführen, die gesetzmäßig und von einer vollständigen Gruppe sind, so sollt ihr, ihr Mönche, euch üben.

11. Saṃkhittena pāti­mok­khuddesādi

Da kam den Mönchen folgender Gedanke: wie viele (Möglichkeiten), das Pātimokkha zu rezitieren gibt es? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Fünf (Möglichkeiten), das Pātimokkha zu rezitieren, ihr Mönche, gibt es:

  • Nachdem (man) den Ursprungs(sachverhalt) (d.h. den Anlaß, bei dem der Buddha die Regel erließ) rezitiert hat, soll (man) ankündigen: der Rest wurde bereits gehört. Das ist die erste (Möglichkeit), das Pātimokkha zu rezitieren.
  • Nachdem (man) den Ursprungs(sachverhalt) rezitiert und die vier Pārājikavergehen rezitiert hat, soll (man) ankündigen: der Rest wurde bereits gehört, das ist die zweite (Möglichkeit).
  • Nachdem (man) den Ursprungs(sachverhalt) rezitiert und die vier Pārājikavergehen und die 13 Sanghādisesa Vergehen rezitiert hat, soll (man) ankündigen: der Rest wurde bereits gehört, das ist die dritte (Möglichkeit).
  • Nachdem (man) den Ursprungs(sachverhalt) rezitiert und die vier Pārājikavergehen und die 13 Sanghādisesa Vergehen und die zwei Aniyatavergehen rezitiert hat, soll (man) ankündigen: der Rest wurde bereits gehört, das ist die vierte (Möglichkeit).
  • Ausführlich ist die fünfte Art.

Dies, ihr Mönche, sind die fünf Möglichkeiten, das Pātimokkha zu rezitieren.“

Zu jener Zeit (dachten) die Mönche: der Erhabene erlaubte, das Pātimokkha in Kürze zu rezitieren. Zu allen Zeiten rezitierten sie das Pātimokkha in Kürze. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, das Pātimokkha in Kürze rezitieren, wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit war im Kosalalande in einer gewissen Mönchsklause an einem Uposathatag Gefahr durch wilde (Menschen). Die Mönche konnten nicht ausführlich das Pātimokkha rezitieren. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, wenn Gefahr besteht, in Kürze das Pātimokkha zu rezitieren.“

Zu jener Zeit rezitierte die Sechser Gruppe Mönche auch bei Nichtgefahr das Pātimokkha in Kürze. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, bei Nichtgefahr das Pātimokkha in Kürze rezitieren, wer so rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, wenn Gefahr besteht, das Pātimokkha in Kürze zu rezitieren. Dieses sind Gefahren: Gefahr durch den König, durch den Dieb, durch das Feuer, durch das Wasser, durch die Menschen, durch die Nichtmenschen (Geister), durch Raubtiere, durch Kriechtiere, für das Leben, für den Reinheitswandel. Ich erlaube, ihr Mönche, in derartigen Gefahren das Pātimokkha in Kürze zu rezitieren; wenn (diese) Gefahren nicht bestehen ausführlich.“

Zu jener Zeit hatte die Sechser Gruppe Mönche inmitten des Sangha die Lehre ungefragt dargelegt. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, ungefragt inmitten des Sanghas die Lehre darlegen; wer so darlegt, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, das ein Thera selbst die Lehre darlegt oder einen anderen fragt (dies zu tun).“

12. Vinaya­puccha­na­kathā

Zu jener Zeit fragte die Sechser Gruppe Mönche inmitten des Sangha, ohne das man sich darüber geeinigt hatte, nach dem Vinaya. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, ohne sich darüber geeinigt zu haben, nach dem Vinaya fragen; wer so fragt, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, nachdem man sich darüber geeinigt hat, inmitten des Sangha nach dem Vinaya zu fragen; und so, ihr Mönche, soll man sich einigen: durch sich selbst sich selbst bevollmächtigen oder einen anderen durch einen anderen bevollmächtigen (nach dem Vinaya zu fragen).

Wie soll man sich selbst durch sich selbst bevollmächtigen? Ein fähiger und erfahrener Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, werde ich den so und so genannten über den Vinaya befragen‘. So soll man sich selbst durch sich selbst bevollmächtigen. Wie soll ein anderer durch einen anderen bevollmächtigt werden? Ein fähiger und erfahrener Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, wird der so und so genannte den so und so genannten über den Vinaya befragen‘. So soll ein anderer durch einen anderen bevollmächtigt werden.“

Zu jener Zeit fragten die sich gut verhaltenden Mönche inmitten des Sanghas bevollmächtigt über den Vinaya. Die Sechser Gruppe Mönche nahm das Übel, nahm daran Anstoß, drohte mit Tätlichkeiten. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, obwohl bevollmächtigt, nachdem man die Gruppe beobachtet hat, nachdem man jeden einzelnen abgeschätzt hat, nach dem Vinaya zu fragen.“

13. Vinaya­vissaj­jana­ka­thā

Zu jener Zeit antwortete die Sechser Gruppe Mönche inmitten des Sangha, ohne das man sich darüber geeinigt hatte, auf Fragen nach dem Vinaya. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, ohne sich darüber geeinigt zu haben, auf Fragen nach dem Vinaya antworten; wer so antwortet, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, nachdem man sich darüber geeinigt hat, inmitten des Sangha auf Fragen nach dem Vinaya zu antworten; und so, ihr Mönche, soll man sich einigen: durch sich selbst sich selbst bevollmächtigen oder einen anderen durch einen anderen bevollmächtigen (auf Fragen nach dem Vinaya zu antworten).

Wie soll man sich selbst durch sich selbst bevollmächtigen? Ein fähiger und erfahrener Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, werde ich durch den so und so genannten über den Vinaya befragt, antworten. So soll man sich selbst durch sich selbst bevollmächtigen. Wie soll ein anderer durch einen anderen bevollmächtigt werden? Ein fähiger und erfahrener Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, wird der so und so genannte durch den so und so genannten über den Vinaya befragt, antworten‘. So soll ein anderer durch einen anderen bevollmächtigt werden.“

Zu jener Zeit antworteten die sich gut verhaltenden Mönche inmitten des Sanghas bevollmächtigt auf Fragen über den Vinaya. Die Sechser Gruppe Mönche nahm das Übel, nahm daran Anstoß, drohte mit Tätlichkeiten. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, obwohl bevollmächtigt, nachdem man die Gruppe beobachtet hat, nachdem man jeden einzelnen abgeschätzt hat, auf Fragen nach dem Vinaya zu antworten.“

14. Codanākathā

Zu jener Zeit warf die Sechser Gruppe Mönche einem Mönch ein Vergehen vor, ohne (es vorher) mit ihm zu besprechen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Man soll nicht einem Mönch, ohne es zu besprechen ein Vergehen vorwerfen. Wer so vorwirft, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, nachdem man es besprochen hat, ein Vergehen vorzuwerfen, (so sagend): „Möge der Verehrungswürdige (uns) eine Gelegenheit (zum Besprechen) geben. Dies möchte ich sagen.“

Zu jener Zeit warfen die sich gut verhaltenden Mönche der Sechser Gruppe Mönche, nachdem sie es besprochen hatten, ein Vergehen vor. Die Sechser Gruppe Mönche nahm das Übel, nahm daran Anstoß, drohte mit Tätlichkeiten. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, obwohl (die Vorwürfe) besprochen wurden, nachdem man jeden einzelnen abgeschätzt hat, ein Vergehen vorzuwerfen.“

Zu jener Zeit (dachte) die Sechser Gruppe Mönche: früher gaben uns die sich gut verhaltenden Mönche Gelegenheit (zur Besprechung). Schon vorher baten sie die reinen Mönche, die kein Vergehen begangen hatten, ohne Grund, ohne Anlaß zu einer Besprechung. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, reine Mönche, die kein Vergehen begangen haben, ohne Grund, ohne Anlaß zu einer Besprechung (bitten). Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, nachdem man jeden einzelnen abgeschätzt hat, um eine Besprechung zu bitten.“

15. Adham­ma­kamma­paṭik­kosa­nādi

Zu jener Zeit vollzog die Sechser Gruppe inmitten des Sanghas einen Akt, der nicht mit dem Vinaya übereinstimmt. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, inmitten des Sanghas einen Akt vollziehen, der nicht mit dem Vinaya übereinstimmt. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“ Sie begingen weiter Akte nicht nach dem Vinaya. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, bei den nicht gesetzmäßigen (vinayagemäßen) Akten, diese abzulehnen.“

Zu jener Zeit lehnten die sich gut verhaltenden Mönche die nicht vinayagemäßen Akte der Sechser Gruppe Mönche ab. Die Sechser Gruppe Mönche nahm das Übel, nahm daran Anstoß, drohte mit Tätlichkeiten. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, die (eigene) Ansicht aufzudecken.“ Bei jenen (Sechser Gruppe) wurde die Ansicht aufgedeckt. Die Sechser Gruppe Mönche nahm das Übel, nahm daran Anstoß, drohte mit Tätlichkeiten. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, bei vier oder fünf (Personen) abzulehnen, bei zwei oder drei (Personen) die Ansicht aufzudecken, bei einer Person darauf zu bestehen: das ist mir nicht recht.“

Zu jener Zeit hat die Sechser Gruppe Mönche, während sie das Pātimokkha rezitierten, absichtlich leise rezitiert. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, das Pātimokkha absichtlich leise rezitieren, wer so rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit hat der ehrwürdige Udāyi dem Sangha das Pātimokkha rezitiert mit einer Stimme wie von einer Krähe. Da kam dem ehrwürdigen Udāyi folgender Gedanke: Der Erhabene erließ, daß man das Pātimokkha nicht leise rezitieren soll, aber ich habe eine Stimme wie eine Krähe, wie soll ich mich jetzt verhalten? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, daß der das Pātimokkha Rezitierende sich anstrengt: wie kann ich gehört werden? Für den sich Anstrengenden ist das kein Vergehen.“

Zu jener Zeit hat Devadatta mit einer Gruppe von Laien das Pātimokkha rezitiert. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, das Pātimokkha mit einer Gruppe von Laien rezitieren. Wer so rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit rezitierte die Sechser Gruppe Mönche, ohne darum gebeten zu sein, das Pātimokkha inmitten des Sanghas. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, ohne darum gebeten zu sein, das Pātimokkha inmitten des Sanghas rezitieren. Wer so rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, das Pātimokkha unter Leitung eines Theras (zu rezitieren).“

Das Kapitel über die Andersgläubigen ist beendet.

16. Pāti­mok­khuddesa­ka­aj­jhesa­nādi

Dann, nachdem der Erhabene in Rājagaha, solange es ihm gefiel, geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Codanāvatthu auf. Nach und nach den Weg nach Codanāvatthu gehend, kam er dort an. Zu jener Zeit weilten in einer gewissen Mönchsklause viele Mönche, dort war der Thera ungebildet und unerfahren. Er wußte nicht, (wann) Uposatha ist, (wie) der Uposathaablauf ist, wußte nicht das Pātimokkha, die Rezitation des Pātimokkhas.

Da kam jenen Mönchen folgender Gedanke: Der Erhabene erließ: ein Thera soll das Pātimokkha leiten; aber dieser, unser Thera ist ein Ungebildeter und Unerfahrener; er weiß nicht, (wann) Uposatha ist, (wie) der Uposathaablauf ist, weiß nicht das Pātimokkha, die Rezitation des Pātimokkhas. Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, wenn dort ein Mönch ist, der gebildet und erfahren ist, (ihn) für das Pātimokkha einzusetzen.“

Zu jener Zeit weilten in einer gewissen Mönchsklause viele ungebildete und unerfahrene Mönche am Uposathatag. Sie wußten nicht, (wann) Uposatha ist, (wie) der Uposathaablauf ist, wußten nicht das Pātimokkha, die Rezitation des Pātimokkhas. Sie baten einen Thera: „Rezitiere, Verehrungswürdiger, das Pātimokkha.“ Jener sagte: „Ich kann das nicht, Brüder.“ Sie baten einen zweiten Thera, einen dritten Thera. Sie fragten in dieser Weise bis zum Sanghaneuling (alle): „Rezitiere, Ehrwürdiger, das Pātimokkha.“ Jene sagten folgendes: „Ich kann das nicht, Verehrungswürdige.“ Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt.

„Hier weilten in einer gewissen Mönchsklause viele ungebildete und unerfahrene Mönche am Uposathatag. Sie wissen nicht, (wann) Uposatha ist, (wie) der Uposathaablauf ist, wissen nicht das Pātimokkha, die Rezitation des Pātimokkhas. Sie baten den Thera: „Rezitiere, Verehrungswürdiger, das Pātimokkha.“ Jener sagte: „Ich kann das nicht, Brüder.“ Sie baten einen zweiten Thera, einen dritten Thera. Sie fragten in dieser Weise bis zum Sanghaneuling (alle): „Rezitiere, Ehrwürdiger, das Pātimokkha.“ Jene sagten folgendes: „Ich kann das nicht, Verehrungswürdige.“ Von jenen Mönchen, ihr Mönche, soll sofort ein Mönch zu allen Mönchsklausen geschickt werden: gehe, Bruder, nachdem du in Kürze oder ausführlich das Pātimokkha erlernt hast, komme zurück.“

Da kam den Mönchen folgender Gedanke: von wem soll (er) geschickt werden? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, daß ein Thera einen neuen Mönche beauftragt.“ Beauftragt von dem Thera gehen die neuen Mönche nicht. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll der von einem Thera Beauftragte, Nichtkranke nicht gehen. Wer nicht geht, begeht ein dukkata Vergehen.“

17. ­Pak­kha­gaṇanā­di­uggaha­ṇā­nu­jānana

Nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Codanāvatthu geweilt hatte, ging er wieder nach Rājagaha zurück. Zu jener Zeit fragten die Menschen die Mönche auf ihrem Almosengang: „Welcher Tag des Halbmondes ist heute?“ Die Mönche antworteten folgendes: „Das, Bruder, wissen wir nicht.“ Die Menschen wurden verärgert, unruhig, erregt: Nicht einmal die Halbmond(tage) zu zählen wissen diese Asketen, die Söhne aus dem Sakyageschlecht; wissen sie irgend etwas anderes Gutes? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, das Zählen der Halbmondtage zu lernen.“

Da kam den Mönchen folgender Gedanke: „Wer soll das Zählen der Halbmondtage lernen?“ Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, daß alle das Zählen der Halbmondtage lernen.“

Zu jener Zeit fragten die Menschen die Mönche auf dem Almosengang: „Wieviele Mönche seid ihr?“ Die Mönche antworteten folgendes: „Das, Bruder, wissen wir nicht.“ Die Menschen wurden verärgert, unruhig, erregt: Nicht kennen sie sich gegenseitig die Asketen, die Söhne aus dem Sakyageschlecht; wissen sie irgend etwas anderes Gutes? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, die Mönche zu zählen.“

Da kam den Mönchen folgender Gedanke: „Wann sollen die Mönche gezählt werden?“ Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, die Mönche am Uposathatag zu zählen durch Gruppenbildung oder durch das Nehmen eines Loses.“

Zu jener Zeit wußten die Mönche nicht: ist heute Uposatha? Sie gingen in einem entfernten Dorf auf Almosengang. Sie kamen (zurück) bei der Rezitation des Pātimokkhas oder als es gerade rezitiert worden war. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, die Ankündigung: ‚Heute ist Uposatha‘.“ Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Von wem soll angekündigt werden? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, daß ein Thera rechtzeitig ankündigt.“ Zu jener Zeit erinnerte sich ein gewisser Thera nicht rechtzeitig. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, anzukündigen, sogar zur Essenszeit.“ Auch zur Essenszeit hatte er es vergessen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, zu der Zeit, wenn er sich erinnert, zu der Zeit es anzukündigen.“

18. Pub­bakara­ṇā­nu­jānana

Zu jener Zeit war in einer gewissen Mönchsklause das Uposathahaus schmutzig. Die Gastmönche wurden verärgert, unruhig, erregt: Wie können diese Mönche das Uposathahaus nicht ausfegen? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, das Uposathahaus auszufegen.“

Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Wer soll das Uposathahaus ausfegen? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, daß ein Thera einen neuen Mönch (damit) beauftragt.“ Die von den Theras beauftragten neuen Mönche fegten nicht aus. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll, ihr Mönche, ein von einem Thera Beauftragter, Nichtkranker, nicht ausfegen. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit waren im Uposathahaus die Sitze nicht vorbereitet. Die Mönche saßen auf der Erde. Die Glieder und Roben wurden staubbedeckt. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, im Uposathahaus die Sitze vorzubereiten.“ Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Wer soll die Sitze vorbereiten? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, daß ein Thera einen neuen Mönch (damit) beauftragt.“ Die von den Theras beauftragten neuen Mönche bereiteten die Sitze nicht vor. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll, ihr Mönche, ein von einem Thera Beauftragter, Nichtkranker, nicht die Sitze vorbereiten. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit war kein Licht im Uposathahaus. Die Mönche traten im Dunkeln auf die Körper und die Roben. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, im Uposathahaus Licht zu machen.“ Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Wer soll im Uposathahaus Licht machen? ... „Nicht soll, ihr Mönche, ein von einem Thera Beauftragter, Nichtkranker, nicht im Uposathahaus Licht machen. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit in einer gewissen Mönchsklause stellten die in der Klause lebenden Mönche nicht einmal Trink- und Waschwasser bereit. Die Gastmönche wurden verärgert, unruhig, erregt: Wie können diese Mönche nicht einmal Trink- und Waschwasser bereitstellen? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, Trink- und Waschwasser bereitzustellen.“

Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Wer soll Trink- und Waschwasser bereitstellen? ... „Nicht soll, ihr Mönche, ein von einem Thera Beauftragter, Nichtkranker, nicht Trink- und Waschwasser bereitstellen. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“

19. Disaṅ­gamikā­divat­thu

Zu jener Zeit gingen viele ungebildete und unerfahrene Mönche in entfernte Gegenden, ohne die Lehrer und Unterweiser gefragt zu haben. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „In diesem Fall, ihr Mönche, sind viele ungebildete und unerfahrene Mönche in entfernte Gegenden gegangen, ohne die Lehrer und Unterweiser gefragt zu haben. Jene Lehrer und Unterweiser, ihr Mönche, sollen fragen: ‚Wo geht ihr hin, mit wem geht ihr?‘ Würden jene Ungebildeten und Unerfahrenen, ihr Mönche, andere Ungebildete und Unerfahrene angeben, nicht, ihr Mönche, sollen die Lehrer und Unterweiser (es) erlauben. Würden jene (es) erlauben, begehen (sie) ein dukkata Vergehen. Würden jene Ungebildeten und Unerfahrenen, ihr Mönche, unerlaubt von den Lehrern und Unterweisern gehen, begehen (sie) ein dukkata Vergehen.

In diesem Fall, ihr Mönche, leben in einem gewissen Klosterbezirk viele ungebildete und unerfahrene Mönche. Sie wissen nicht, wann Uposatha ist, wie Uposatha zu begehen ist, was das Pātimokkha ist, wie das Pātimokkha zu rezitieren ist. Dort kommt ein anderer Mönch, gebildet, geschult, (er) weiß die Lehre, weiß die Zucht, weiß die Tabellen (Abhidhamma), ein Weiser, Erfahrener, Kluger, Gewissenhafter, Getreuer, Lernwilliger. Jene Mönche, ihr Mönche, sollen diesem Mönch helfen, ermutigen, unterstützen, pflegen durch (geben von) Kalk, Lehm, Zahnstäbchen, Wasser für das Gesicht. Wer nicht hilft, ermutigt, unterstützt, pflegt durch (geben von) Kalk, Lehm, Zahnstäbchen, Wasser für das Gesicht, begeht ein dukkata Vergehen.

In diesem Fall, ihr Mönche, in einer gewissen Mönchsklause, weilten an jenem Uposatha viele ungebildete, unerfahrene Mönche. Sie wissen nicht, wann Uposatha ist, wie Uposatha zu begehen ist, was das Pātimokkha ist, wie das Pātimokkha zu rezitieren ist. Von jenen Mönchen, ihr Mönche, soll ein Mönch sofort zu einer nahen Mönchsklause geschickt werden: gehe, Bruder, nachdem du in Kürze oder ausführlich das Pātimokkha gelernt hast, komme zurück. Wenn ihr es bekommt, ist es gut. Wenn ihr es nicht bekommt, sollen alle jene Mönche, ihr Mönche, zu einer Mönchsklause gehen, wo (man) weiß, wann Uposatha ist, wie Uposatha zu begehen ist, was das Pātimokkha ist, wie das Pātimokkha zu rezitieren ist. Wer nicht geht, begeht ein dukkata Vergehen.

In diesem Fall, ihr Mönche, in einer gewissen Mönchsklause, weilten an jenem Uposatha viele ungebildete, unerfahrene Mönche. Sie wissen nicht, wann Uposatha ist, wie Uposatha zu begehen ist, was das Pātimokkha ist, wie das Pātimokkha zu rezitieren ist. Von jenen Mönchen, ihr Mönche, soll ein Mönch zu einer nahen Mönchsklause geschickt werden: gehe, Bruder, nachdem du in Kürze oder ausführlich das Pātimokkha gelernt hast, komme zurück. Wenn ihr es bekommt, ist es gut Wenn ihr es nicht bekommt, soll ein Mönch für sieben Tage (fort)geschickt werden: gehe, Bruder, nachdem du in Kürze oder ausführlich das Pātimokkha gelernt hast, komme zurück. Wenn ihr es bekommt, ist es gut. Wenn ihr es nicht bekommt, sollen jene Mönche, ihr Mönche, in jener Mönchsklause nicht eine Regenzeit verweilen. Wer so verweilt, begeht ein dukkata Vergehen.“

20. Pāri­suddhi­dānaka­thā

Dann sprach der Erhabene die Mönche an: „Versammelt euch, ihr Mönche, der Sangha wird Uposatha begehen.“ Als dies gesagt wurde, sagte ein gewisser Mönch dem Erhabenen folgendes: „Verehrungswürdiger, ein Mönch ist krank, er ist nicht gekommen.“ „Ich erlaube, ihr Mönche, daß der kranke Mönch seine Reinheit bekennt. So soll, ihr Mönche, er bekennen: jener kranke Mönch, nachdem er zu einem Mönch gekommen ist, das Obergewand auf eine Schulter gelegt hat, sich niedergehockt hat, die Hände zusammengelegt hat, soll (er) jenem sagen: „Ich bekenne die Reinheit, mein Reinheit(sbekenntnis) überbringe, meine Reinheit verkünde, (dieses) soll er durch den Körper wissen lassen, durch die Sprache wissen lassen, durch den Körper und die Sprache wissen lassen; wenn er nicht durch den Körper, durch die Sprache, durch den Körper und die Sprache wissen läßt, hat er die Reinheit nicht bekannt.

Wenn ihr sie (die Reinheit) erhaltet, ist es gut. Wenn ihr sie nicht erhaltet, soll jener kranke Mönch, ihr Mönche, nachdem er mit dem Bett oder mit dem Stuhl inmitten des Sanghas gebracht wurde, Uposatha begehen. Wenn, ihr Mönche, dem krankenpflegenden Mönch einfällt: wenn wir den Kranken von (diesem) Platz fortbringen, wird die Krankheit schlimmer oder der Tod wird eintreten. Nicht soll man, ihr Mönche, den Kranken fortbringen, nachdem der Sangha sich dort (beim Kranken) versammelt hat, soll man Uposatha begehen. Nicht soll man Uposatha in einer (unvollständigen) Teil(gruppe) begehen. Wer (Uposatha) so begeht, begeht ein dukkata Vergehen.

Der Reinheits(bekenntnis)überbringer, ihr Mönche, (wenn er) mit dem gegebenen Reinheits(bekenntnis) woanders hingeht (als zum Uposatha), soll er einem anderen die Reinheits(bekenntnis) weitergeben. Der Reinheits(bekenntnis)überbringer, ihr Mönche, soll einem anderen (Mönch) das Reinheits(bekenntnis) weitergeben, wenn er: den Orden verläßt, stirbt, bekennt, ein Novize zu sein, bekennt, die Regeln nicht zu halten, bekennt, ein Pārājikavergehen begangen zu haben, bekennt, verrückt zu sein, bekennt, einen ungefestigte Gemütsverfassung (khittacitto) zu haben, bekennt, körperliche Schmerzen zu haben, bekennt, ausgeschlossen (worden) zu sein, weil er ein Vergehen nicht (ein)sah, bekennt, ausgeschlossen (worden) zu sein, weil er ein Vergehen nicht wieder gutmachte, bekennt, ausgeschlossen (worden) zu sein, weil er eine schlecht Ansicht nicht aufgegeben hat, bekennt, ein Eunuch zu sein, bekennt, einer zu sein, der vorgibt ein Mönch zu sein (er ist nicht ordiniert worden, siehe MV 1 49/3.) bekennt, einer zu sein, der mit anderen Sekten verkehrt, bekennt, ein Tier zu sein, bekennt, ein Muttermörder zu sein, bekennt, ein Vatermörder zu sein, bekennt, ein Heiligenmörder zu sein, bekennt, ein Nonnenschänder zu sein, bekennt, ein Sanghaspalter zu sein, bekennt, ein Blutvergießer (des Erhabenen) zu sein, bekennt, ein Hermaphrodit zu sein.

Wenn der Reinheits(bekenntnis)überbringer, ihr Mönche, mit der gegebenen Reinheitsbekenntnis einen anderen Weg einschlägt, ist die Reinheitsbekenntnis nicht erbracht worden. Wenn der Reinheits(bekenntnis)überbringer, ihr Mönche, mit dem gegebenen Reinheitsbekenntnis auf dem Wege den Orden verläßt, stirbt, bekennt, ein Novize zu sein, bekennt, die Regeln nicht zu halten, bekennt, ein Pārājikavergehen begangen zu haben, bekennt, verrückt zu sein ... ist das Reinheitsbekenntnis nicht erbracht worden. Wenn der Reinheits(bekenntnis)überbringer, ihr Mönche, mit dem gegebenen Reinheitsbekenntnis beim Sangha angelangt ist, (und dann) weggeht, ist das Reinheitsbekenntnis erbracht worden. Wenn der Reinheits(bekenntnis)überbringer, ihr Mönche, mit dem gegebenen Reinheits(bekenntnis) beim Sangha angelangt ist, (und dann) den Orden verläßt, stirbt, bekennt, ein Novize zu sein, bekennt, die Regeln nicht zu halten, bekennt, ein Pārājikavergehen begangen zu haben, bekennt, verrückt zu sein ... ist das Reinheitsbekenntnis erbracht. Wenn der Reinheits(bekenntnis)überbringer, ihr Mönche, mit dem gegebenen Reinheitsbekenntnis beim Sangha angelangt ist, hat (dem Sangha) aber nichts erzählt, weil er schlief, oder nichts erzählt, weil er träge war, weil er in einem jhāna war, erbracht ist die Reinheitsbekenntnis; der Reinheits(bekenntnis)überbringer begeht kein Vergehen. Wenn der Reinheits(bekenntnis)überbringer mit dem gegebenen Reinheits(bekenntnis) beim Sangha angelangt ist und absichtlich nichts sagt, ist die Reinheitsbekenntnis erbracht, der Reinheits(bekenntnis)überbringer begeht ein dukkata Vergehen.“

21. Chanda­dānaka­thā

Dann sprach der Erhabene die Mönche an: „Versammelt (euch), ihr Mönche, der Sangha wird einen Vinayaakt ausführen.“ Als dies gesagt wurde, sagte ein gewisser Mönch dem Erhabenen folgendes: „Ein Mönch, Verehrungswürdiger, ist krank, er ist nicht gekommen.“ „Ich erlaube, ihr Mönche, daß der kranke Mönch seine Zustimmung gibt (daß der Sangha den Akt ohne ihn ausführt). So, ihr Mönche, soll man seine Zustimmung geben: jener kranke Mönch, nachdem er zu einem Mönch gekommen ist, das Obergewand auf eine Schulter gelegt hat, sich niedergehockt hat, die Hände zusammengelegt hat, soll (er) jenem sagen: „Ich gebe meine Zustimmung, meine Zustimmung überbringe, meine Zustimmung verkünde, (dieses) soll er durch den Körper wissen lassen, durch die Sprache wissen lassen, durch den Körper und die Sprache wissen lassen; wenn er nicht durch den Körper, durch die Sprache, durch den Körper und die Sprache wissen läßt, hat er die Zustimmung nicht gegeben.

Wenn ihr sie (die Zustimmung) erhaltet, ist es gut. Wenn ihr sie nicht erhaltet, soll jener kranke Mönch, ihr Mönche, nachdem er mit dem Bett oder mit dem Stuhl inmitten des Sanghas gebracht wurde, den Vinayaakt begehen. Wenn, ihr Mönche, dem krankenpflegenden Mönch einfällt: wenn wir den Kranken von (diesem) Platz fortbringen, wird die Krankheit schlimmer oder der Tod wird eintreten. Nicht soll man, ihr Mönche, den Kranken fortbringen, nachdem der Sangha sich dort (beim Kranken) versammelt hat, soll man den Vinayaakt begehen. Nicht soll man den Vinayaakt in einer (unvollständigen) Teil(gruppe) begehen. Wer (den Vinayaakt) so begeht, begeht ein dukkata Vergehen.

Der Zustimmungsüberbringer, ihr Mönche, (wenn er) mit der gegebenen Zustimmung woanders hingeht (als zum Vinayaakt), soll er einem anderen die Zustimmung weitergeben. Der Zustimmungsüberbringer, ihr Mönche, soll einem anderen (Mönch) die Zustimmung weitergeben, wenn er: den Orden verläßt, stirbt, bekennt, ein Novize zu sein, bekennt, die Regeln nicht zu halten, bekennt, ein Pārājikavergehen begangen zu haben, bekennt, verrückt zu sein ... (weiter wie in 20/3–4) ... Wenn der Zustimmungsüberbringer mit der gegebenen Zustimmung beim Sangha angelangt ist und absichtlich nichts sagt, ist die Zustimmung erbracht, der Zustimmungsüberbringer begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, an jenem Uposathatag daß der, der die Reinheits(bekenntnis) überbringt, auch die Zustimmung überbringt: Möge der Sangha tun, was ihm obliegt.“

22. Ñātakā­dig­gahaṇa­kathā

Zu jener Zeit wurde ein gewisser Mönch an einem Uposathatag von Verwandten festgehalten. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „In diesem Fall, ihr Mönche, ist ein Mönch an einem Uposathatag von seinen Verwandten festgehalten worden. Jenen Verwandten sollen die Mönche sagen: „Gut wäre es, ihr Ehrwürdigen, diesen Mönch für kurze Zeit fortgehen zu lassen, bis dieser Mönch den Uposatha begangen hat.“

Wenn man das erhält, ist es heilsam; wenn man es nicht erhält, sollen die Mönche jenen Verwandten sagen: „Gut wäre es, Ihr Ehrwürdigen, kurze Zeit beiseite zu treten, bis der Mönch sein Reinheitsbekenntnis gegeben hat.“ Wenn man das erhält, ist es heilsam; wenn man es nicht erhält, sollen die Mönche jenen Verwandten sagen: Gut wäre es, Ihr Ehrwürdigen, wenn ihr diesen Mönch für kurze Zeit aus den Grenzen (des Sanghas) hinausführt, bis der Sangha Uposatha begangen hat.“ Wenn man das erhält ist es heilsam; wenn man es nicht erhält, kann der Sangha unvollständig kein Uposatha begehen. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“

In diesem Fall, ihr Mönche, wurde an einem Uposatha ein Mönch vom König festgehalten, von Dieben festgehalten, von Verkommenen festgehalten, von gegnerischen Mönchen festgehalten. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt ... Wenn man das erhält ist es heilsam; wenn man es nicht erhält, kann der Sangha unvollständig kein Uposatha begehen. Wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.“

23. Ummat­ta­ka­sam­muti

Dann sprach der Erhabene die Mönche an: „Versammelt euch, ihr Mönche, es gibt für den Sangha zu tun.“ Als das gesagt wurde, sagte ein gewisser Mönch dem Erhabenen folgendes: „Es gibt, Verehrungswürdiger, den Mönch namens Gagga, einen Irren, er ist nicht gekommen.“ „Es gibt zweierlei Irre, ihr Mönche, es gibt einen irren Mönch, der erinnert sich an Uposatha oder erinnert sich nicht, erinnert sich an den Vinayaakt des Sangha oder erinnert sich nicht, einer erinnert sich überhaupt nicht, einer kommt zu Uposatha oder er kommt nicht, er kommt zum Vinayaakt des Sangha oder er kommt nicht, einer kommt überhaupt nicht.

In diesem Fall, ihr Mönche, (wenn) dieser Irre sich an Uposatha erinnert oder nicht erinnert, sich an den Vinayaakt des Sangha erinnert oder nicht erinnert, zu Uposatha kommt oder nicht kommt, zum Vinayaakt des Sangha kommt oder nicht kommt, erlaube ich, ihr Mönche, einem derartigen Irren den Status eines Irren zu geben (wörtl. Einigung über sein Irresein).

So soll man, ihr Mönche, (den Status) geben: ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, der Mönch Gagga ist ein Irrer, er erinnert sich an Uposatha oder er erinnert sich nicht, er erinnert sich an den Vinayaakt des Sangha oder er erinnert sich nicht, er kommt zum Uposatha oder er kommt nicht, er kommt zum Vinayaakt des Sangha oder er kommt nicht. Wenn es dem Sangha recht ist, soll der Sangha dem irren Mönch Gagga den Status eines Irren geben. Würde sich der Mönch Gagga an Uposatha erinnern oder nicht erinnern, an den Vinayaakt den Sangha erinnern oder nicht erinnern, würde er zum Uposatha kommen oder nicht, würde er zum Vinayaakt des Sangha kommen oder nicht, mit Gagga und ohne Gagga sollte der Sangha Uposatha begehen, den Vinayaakt begehen‘. Das ist die Ankündigung.

‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, der Mönch Gagga ist ein Irrer, er erinnert sich an Uposatha oder er erinnert sich nicht, er erinnert sich an den Vinayaakt des Sangha oder er erinnert sich nicht, er kommt zum Uposatha oder er kommt nicht, er kommt zum Vinayaakt des Sangha oder er kommt nicht. Der Sangha gibt dem Mönch Gagga (den Status) eines Irren, würde sich der Mönch Gagga an Uposatha erinnern oder nicht erinnern, an den Vinayaakt des Sanghas erinnern oder nicht erinnern, würde er zum Uposatha kommen oder nicht, würde er zum Vinayaakt des Sangha kommen oder nicht, mit Gagga und ohne Gagga wird der Sangha Uposatha begehen, den Vinayaakt begehen. Wenn den Ehrwürdigen das Geben des Status eines Irren an den irren Mönch Gagga recht ist, so soll er schweigen, wenn es einem nicht recht ist, sollte er sprechen. Gegeben hat der Sangha dem irren Mönch Gagga den Status eines Irren, würde sich der Mönch Gagga an Uposatha erinnern oder nicht erinnern, an den Vinayaakt des Sangha erinnern oder nicht erinnern, würde er zum Uposatha kommen oder nicht, würde er zum Vinayaakt des Sangha kommen oder nicht, mit Gagga und ohne Gagga wird der Sangha Uposatha begehen, den Vinayaakt begehen, dem Sangha ist es recht, daher das Schweigen, so nehme ich es an‘.“

24. Saṃ­ghu­posa­thā­dippa­bheda

Zu jener Zeit weilten in einer gewissen Mönchsklause an einem Uposatha vier Mönche. Da kam jenen Mönchen folgender Gedanke: der Erhabene erließ Uposatha soll man begehen, wir sind nur vier Leute, wie sollen wir Uposatha begehen? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, daß vier (Leute) das Pātimokkha rezitieren.“

Zu jener Zeit weilten in einer gewissen Mönchsklause an einem Uposatha drei Mönche. Da kam jenen Mönchen folgender Gedanke: der Erhabene erlaubte daß vier das Pātimokkha rezitieren, wir sind nur drei Leute, wie sollen wir Uposatha begehen? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, das drei Leute das Uposatha mit einem Reinheitsbekenntnis begehen.

So soll man, ihr Mönche, begehen: Ein erfahrener und fähiger Mönch soll jenen Mönchen ankündigen: ‚Hört mich, Brüder, heute ist Uposatha, der fünfzehnte Wenn es den Brüdern recht ist, begehen wir miteinander Uposatha mit der Reinheitsbekenntnis‘. Ein Thera soll, nachdem er das Obergewand auf eine Schulter gelegt hat, sich in die Hocke niedergesetzt hat, die Hände zusammengelegt hat, jenen Mönchen folgendes sagen: ‚Völlig rein bin ich, Brüder, haltet mich für einen solchen. Völlig rein bin ich, Brüder, haltet mich für einen solchen. Völlig rein bin ich, Brüder, haltet mich für einen solchen.‘

Ein neuer Mönch soll, nachdem er das Obergewand auf eine Schulter gelegt hat, sich in die Hocke niedergesetzt hat, die Hände zusammengelegt hat, jenen Mönchen folgendes sagen: ‚Völlig rein bin ich, Verehrungswürdige, haltet mich für einen solchen. Völlig rein bin ich, Verehrungswürdige, haltet mich für einen solchen. Völlig rein bin ich, Verehrungswürdige, haltet mich für einen solchen.‘“

Zu jener Zeit weilten in einer gewissen Mönchsklause an einem Uposatha zwei Mönche. Da kam jenen Mönchen folgender Gedanke: der Erhabene erlaubte daß vier das Pātimokkha rezitieren, daß drei Uposatha mit einem Reinheitsbekenntnis begehen, wir sind nur zwei Leute, wie sollen wir Uposatha begehen? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, das zwei Leute das Uposatha mit einem Reinheitsbekenntnis begehen.

So soll man, ihr Mönche, begehen: der ältere Mönch soll dem jüngeren Mönch, nachdem er das Obergewand auf eine Schulter gelegt hat, sich in die Hocke niedergesetzt hat, die Hände zusammengelegt hat, folgendes sagen: ‚Völlig rein bin ich, Bruder, halte mich für einen solchen. Völlig rein bin ich, Bruder, halte mich für einen solchen. Völlig rein bin ich, Bruder, halte mich für einen solchen.‘

Der neue Mönch soll, nachdem er das Obergewand auf eine Schulter gelegt hat, sich in die Hocke niedergesetzt hat, die Hände zusammengelegt hat, dem älteren Mönch folgendes sagen: ‚Völlig rein bin ich, Verehrungswürdiger, halte mich für einen solchen. Völlig rein bin ich, Verehrungswürdiger, halte mich für einen solchen. Völlig rein bin ich, Verehrungswürdiger, halte mich für einen solchen.‘“

Zu jener Zeit weilte in einer gewissen Mönchsklause an einem Uposatha ein Mönch. Da kam jenem Mönch folgender Gedanke: der Erhabene erlaubte, daß vier das Pātimokkha rezitieren, daß drei und zwei Uposatha mit einem Reinheitsbekenntnis begehen, ich bin nur einer, wie soll ich Uposatha begehen? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt.

„In diesem Fall, ihr Mönche, weilt in einer gewissen Mönchsklause an jenem Uposatha nur ein Mönch. Jener Mönch, ihr Mönche, soll sich dort, wo die Mönche zurückkommen (ankommen), in der Versammlungshalle oder in der Laube oder am Fuße eines Baumes, nachdem er den Platz ausgefegt hat, Trink- und Waschwasser bereitgestellt hat, Sitze vorbereitet hat, Licht angemacht hat, niedersetzen. Wenn andere Mönche kommen, soll er mit denen Uposatha begehen; wenn keine kommen, soll er sich entschließen: Heute ist für mich Uposatha. Wer sich so nicht entschließen würde, begeht ein dukkata Vergehen.

Dort, ihr Mönche, wo vier Mönche leben, soll man nicht, nachdem man von einem das Reinheitsbekenntnis geholt hat, das Pātimokkha (zu dritt) rezitieren. Wenn man doch so rezitiert, begeht man ein dukkata Vergehen. Dort, ihr Mönche, wo drei Mönche leben, soll man nicht, nachdem man von einem das Reinheitsbekenntnis geholt hat, Uposatha begehen mit dem Reinheitsbekenntnis. Wer so begeht, begeht ein dukkata Vergehen. Dort, ihr Mönche, wo zwei Mönche leben, soll nicht einer, nachdem er vom anderen das Reinheitsbekenntnis geholt hat, sich einzeln (zu Uposatha) entschließen. Wer sich so entschließt, begeht ein dukkata Vergehen.“

25. Āpatti­paṭikam­ma­vidhi

Zu jener Zeit hatte ein gewisser Mönch an jenem Uposatha ein Vergehen begangen. Da kam jenem Mönch folgender Gedanke: Der Erhabene erließ: „Nicht soll man mit einem Vergehen Uposatha begehen“, ich bin einer, der ein Vergehen begangen hat, wie soll ich mich jetzt verhalten? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „In diesem Fall hat, ihr Mönche, ein Mönch an jenem Uposatha ein Vergehen begangen. Jener Mönch, ihr Mönche, nachdem er zu einem Mönch gegangen ist, das Obergewand auf eine Schulter gelegt hat, sich nieder gehockt hat, die Hände zusammengelegt hat, soll er jenem folgendes sagen: ‚Ich, Bruder, der so und so genannte, habe ein Vergehen begangen, ich bekenne es.‘ Jener soll sagen: ‚Siehst du das (ein)?‘ ‚Ja, ich sehe es (ein).‘ ‚In Zukunft hüte dich.‘

In diesem Fall, ihr Mönche, war ein Mönch unsicher, ob er ein Vergehen (begangen hatte). Jener Mönch, ihr Mönche, nachdem er zu einem Mönch gegangen ist, das Obergewand auf eine Schulter gelegt hat, sich nieder gehockt hat, die Hände zusammengelegt hat, soll er jenem folgendes sagen: ‚Ich, Bruder, der so und so genannte, bin unsicher, ob ich ein Vergehen beging. Wenn ich dessen sicher bin, dann werde ich jenes Vergehen wiedergutmachen.‘ So sagend soll er Uposatha begehen, das Pātimokkha hören, nicht soll aus diesem Grunde ein Hindernis für Uposatha sein.“

Zu jener Zeit bekannte die Sechser Gruppe Mönche zusammen ein Vergehen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, zusammen ein Vergehen bekennen, wer so bekennt, begeht ein dukkata Vergehen.“ Zu jener Zeit nahm die Sechser Gruppe Mönche zusammen ein Vergehen entgegen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, zusammen ein Vergehen entgegennehmen, wer so entgegennimmt, begeht ein dukkata Vergehen.“

26. Āpatti­ā­vikara­ṇavi­dhi

Zu jener Zeit erinnerte sich ein gewisser Mönch beim Rezitieren des Pātimokkhas eines Vergehens. Da kam jenem Mönch folgender Gedanke: Der Erhabene erließ: Nicht soll man mit einem Vergehen Uposatha begehen, ich bin einer, der ein Vergehen begangen hat, wie soll ich mich jetzt verhalten? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „In diesem Fall, ihr Mönche, fällt einem Mönch beim Rezitieren des Pātimokkhas ein Vergehen ein. Jener Mönch, ihr Mönche, soll dem nahesten Mönch jenes sagen: ‚Ich, Bruder, der so und so genannte beging ein Vergehen. Nachdem ich von hier aufgestanden bin, werde ich jenes Vergehen wiedergutmachen‘. Nachdem er so gesprochen hat, soll er Uposatha begehen, das Pātimokkha hören, nicht soll aus diesem Grunde ein Hindernis für Uposatha sein.

In diesem Fall, ihr Mönche, war ein Mönch beim Rezitieren des Pātimokkhas unsicher, ob er ein Vergehen begangen hatte. Jener Mönch, ihr Mönche, soll dem nahesten Mönch jenes sagen: ‚Ich, Bruder, der so und so genannte bin unsicher, ob ich ein Vergehen beging. Wenn ich sicher geworden bin, werde ich jenes Vergehen wiedergutmachen‘. Nachdem er so gesprochen hat, soll er Uposatha begehen, das Pātimokkha hören, nicht soll aus diesem Grunde ein Hindernis für Uposatha sein.“

27. Sabhā­gā­patti­paṭikam­ma­vidhi

Zu jener Zeit in einer gewissen Mönchsklause beging der gesamte Sangha an einem Uposatha ein Vergehen. Da kam jenen Mönchen folgender Gedanke: Der Erhabene erließ: nicht soll man gemeinsam ein Vergehen bekennen, nicht gemeinsam ein Vergehen entgegennehmen, dieser gesamte Sangha hat gemeinsam ein Vergehen begangen, was sollen wir jetzt tun? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „In diesem Fall, ihr Mönche, hat der gesamte Sangha am Uposatha ein Vergehen begangen. Von jenen Mönchen, ihr Mönche, soll sofort ein Mönch zur nächstgelegenen Mönchsklause geschickt werden: ‚Gehe, Verehrungswürdiger, nachdem du jenes Vergehen wiedergutgemacht hast, komme zurück. Wir werden dann bei dir das Vergehen wiedergutmachen‘.

Wenn jener jenes (die Wiedergutmachung) erhält, ist es gut, wenn er sie nicht erhält, soll ein erfahrener und fähiger Mönch dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, dieser gesamte Sangha hat zusammen ein Vergehen begangen. Wenn der Sangha einen anderen Mönch sehen wird, der rein und ohne Vergehen ist, dann wird der Sangha bei ihm das Vergehen wiedergutmachen‘, so sagend soll man Uposatha begehen, das Pātimokkha rezitieren, nicht soll aus diesem Grunde ein Hindernis für Uposatha sein.

In diesem Falle, ihr Mönche, war in einer bestimmten Mönchsklause an einem Uposatha der gesamte Sangha unsicher, ob sie zusammen ein Vergehen begangen hatten. Ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, dieser gesamte Sangha ist unsicher, ob zusammen ein Vergehen begangen wurde. Wenn keine Unsicherheit da sein wird, dann werden wir jenes Vergehen wiedergutmachen‘, so sagend soll man Uposatha begehen, das Pātimokkha rezitieren, nicht soll das ein Hindernis für Uposatha sein.

In diesem Fall, ihr Mönche, hatte in einer gewissen Mönchsklause der gesamte Sangha ein Vergehen begangen und war in der Regenzeitobservanz. Von jenen Mönchen, ihr Mönche, soll sofort ein Mönch zur nächstgelegenen Mönchsklause geschickt werden: ‚Gehe, Verehrungswürdiger, nachdem du jenes Vergehen wieder gut gemacht hast, komme zurück. Wir werden dann bei dir das Vergehen wiedergutmachen.‘ Wenn jener jenes (die Wiedergutmachung) erhält ist es gut, wenn er sie nicht erhält, soll ein erfahrener und fähiger Mönch dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, dieser gesamte Sangha hat zusammen ein Vergehen begangen, und wir sind in der Regenzeitobservanz. Wenn der Sangha einen anderen Mönch sehen wird, der rein und ohne Vergehen ist, dann wird der Sangha bei ihm das Vergehen wiedergutmachen‘, so sagend soll man Uposatha begehen, das Pātimokkha rezitieren, nicht soll aus diesem Grunde ein Hindernis für Uposatha sein.“

Zu jener Zeit hatte in einer gewissen Mönchsklause der gesamte Sangha zusammen ein Vergehen begangen. Jene wußten nicht den Namen und die Kategorie des Vergehens. Dort kommt ein anderer Mönch, gebildet, geschult, (er) weiß die Lehre, weiß die Zucht, weiß die Tabellen (Abhidhamma), ein Weiser, Erfahrener, Kluger, Gewissenhafter, Getreuer, Lernwilliger. Da ging ein gewisser Mönch zu dem Mönch, dort sagte er jenem Mönche: „Wenn einer so und so tut, welchen Namen hat jenes Vergehen, das er begeht?“

Jener sagte so: „Wenn einer so und so tut, hat jenes Vergehen, das er begeht, diesen Namen, (wenn das so ist), Bruder, bist du einer der ein Vergehen mit diesem Namen begangen hat, mache jenes Vergehen wieder gut.“ Der andere sagte so: „Nicht habe ich allein, Bruder, das Vergehen begangen. Dieser gesamte Sangha hat das Vergehen begangen.“ Jener sagte so: „Was, Bruder, bedeuten die anderen Vergehen oder Nichtvergehen. Gut wäre es, Bruder, wenn du von dem eigenen Vergehen dich erhebst.“

Dann, nachdem der Mönch auf die Worte jenes Mönches hin sein Vergehen wieder gut gemacht hatte, ging er zu jenen Mönchen. Dort sagte er jenen Mönchen folgendes: „Wenn einer, so sagt man, ihr Brüder, so und so tut, begeht er ein Vergehen mit diesem Namen. Ein Vergehen mit diesem Namen habt ihr, Brüder, begangen, macht es wieder gut.“ Da wollten jene Mönche nicht auf die Worte jenes Mönches hin das Vergehen wiedergutmachen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt.

„In diesem Falle, ihr Mönche, hatte in einer gewissen Mönchsklause der gesamte Sangha zusammen ein Vergehen begangen, jene wußten nicht den Namen und die Kategorie des Vergehens. Dort kommt ein anderer Mönch, gebildet, geschult, (er) weiß die Lehre, weiß die Zucht, weiß die Tabellen, ein Weiser, Erfahrener, Kluger, Gewissenhafter, Getreuer, Lernwilliger, dann ging ein gewisser Mönch zu dem Mönch, dort sagte er jenem Mönche: ‚Wenn einer so und so tut, welchen Namen hat jenes Vergehen, das er begeht?‘

Jener sagte so: ‚Wenn einer so und so tut, hat jenes Vergehen, das er begeht, diesen Namen, (wenn das so ist), Bruder, bist du einer, der ein Vergehen mit diesem Namen begangen hat, mache jenes Vergehen wieder gut.‘ Der andere sagte so: ‚Nicht habe ich allein, Bruder, das Vergehen begangen, dieser gesamte Sangha hat das Vergehen begangen.‘ Jener sagte so: ‚Was, Bruder, bedeuten die anderen Vergehen oder Nichtvergehen. Gut wäre es, Bruder, wenn du von dem eigenen Vergehen dich erhebst.‘

Dann, nachdem der Mönch auf die Worte jenes Mönches hin sein Vergehen wieder gut gemacht hatte, ging er zu jenen Mönchen. Dort sagte er jenen Mönchen folgendes: ‚Wenn einer, so sagt man, ihr Brüder, so und so tut, begeht er ein Vergehen mit diesem Namen. Ein Vergehen mit diesem Namen habt ihr, Brüder, begangen, macht es wieder gut.‘ Wenn, ihr Mönche, die Mönche auf die Worte des Mönches hin jenes Vergehen wiedergutmachen würden, ist es gut, wenn sie es nicht wiedergutmachen würden, nicht soll jener Mönch, ihr Mönche, mit jenen Mönchen sprechen, wenn er es nicht mag.“

Der Abschnitt über den Tadel ist beendet.

28. Anāpat­ti­panna­rasaka

Zu jener Zeit hatten sich in einer gewissen Mönchsklause an einem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr. Sie wußten nicht, daß andere Mönche der Klause noch nicht angekommen waren. Jene, in der Vorstellung: das ist lehrgemäß, das ist ordnungsgemäß, die Gruppe ist vollständig, begingen sie Uposatha, rezitierten sie das Pātimokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen viele andere Mönche der Klause. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt.

„In diesem Falle, ihr Mönche, hatten sich in einer gewissen Mönchsklause an jenem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr. Sie wußten nicht, daß andere Mönche der Klause noch nicht angekommen waren. Jene, in der Vorstellung: das ist lehrgemäß, das ist ordnungsgemäß, die Gruppe ist vollständig, begingen sie Uposatha, rezitierten sie das Pātimokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen mehr andere Mönche der Klause. Jene, ihr Mönche, sollen mit den Mönchen nochmals das Pātimokkha rezitieren. Die Rezitierenden begehen kein Vergehen.

In diesem Falle, ihr Mönche, hatten sich in einer gewissen Mönchsklause an jenem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr. Sie wußten nicht, daß andere Mönche der Klause noch nicht angekommen waren. Jene, in der Vorstellung: das ist lehrgemäß, das ist ordnungsgemäß, die Gruppe ist vollständig, begingen sie Uposatha, rezitierten sie das Pātimokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen gleichviel Mönche der Klause. Rezitiertes ist gut rezitiert, den Rest soll man hören, die Rezitierenden begehen kein Vergehen. In diesem Falle, ihr Mönche, hatten sich in einer gewissen Mönchsklause an jenem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr. Sie wußten nicht, daß andere Mönche der Klause noch nicht angekommen waren. Jene, in der Vorstellung: das ist lehrgemäß, das ist ordnungsgemäß, die Gruppe ist vollständig, begingen sie Uposatha, rezitierten sie das Pātimokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen weniger Mönche der Klause. Rezitiertes ist gut rezitiert, den Rest soll man hören, die Rezitierenden begehen kein Vergehen.“

Als jene das Pātimokkha rezitiert hatten, kamen mehr andere Mönche der Klause. Jene, ihr Mönche, sollen mit den Mönchen nochmals das Pātimokkha rezitieren. Die Rezitierenden begehen kein Vergehen. ... Als jene das Pātimokkha rezitiert hatten, kamen gleichviel Mönche der Klause. Rezitiertes ist gut rezitiert, bei jenen (rezitiert Habenden) soll man das Reinheitsbekenntnis ablegen, die Rezitierenden begehen kein Vergehen. ... Als jene das Pātimokkha rezitiert hatten, kamen weniger Mönche der Klause. Rezitiertes ist gut rezitiert, bei jenen (rezitiert Habenden) soll man das Reinheitsbekenntnis ablegen, die Rezitierenden begehen kein Vergehen.

(Wie oben mit:) ... als das Pātimokkha rezitiert war, aber die Gruppe noch nicht aufgestanden war. ... als das Pātimokkha rezitiert war und einige schon aufgestanden waren. ... als das Pātimokkha rezitiert war und alle schon aufgestanden waren.

Die Gruppe von fünfzehn Nichtvergehen ist beendet.

29. Vaggā­vagga­saññi­panna­rasaka

In diesem Fall, ihr Mönche, waren in einer gewissen Mönchs­klause an einem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr. Jene wußten: hier sind Mönche einer an­deren Klause noch nicht ange­kommen. Jene, in der Vorstellung: das ist lehrgemäß, das ist ordnungsgemäß, die Gruppe ist nur eine Teilgruppe, begingen sie Uposatha, rezitierten sie das Pāti­mokkha (d.h. zu jedem Klosterbezirk gab es mehrere Klausen, und die Mönche der anderen Klause waren nicht ge­kommen, hätten zu einem vollständigen Sangha aber da sein müssen). Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen viele Mönche der anderen Klause. Jene Mönche, ihr Mönche, sollen das Pātimokkha nochmal rezitieren. Das (erste) Rezitieren ist ein dukkata Vergehen.

In diesem Fall, ihr Mönche, waren in einer gewissen Mönchs­klause an einem Uposatha alle Mönche der Klause versam­melt, vier oder mehr. Jene wußten: hier sind Mönche ei­ner an­deren Klause noch nicht ange­kommen. Jene, in der Vorstellung: das ist lehrgemäß, das ist ordnungsgemäß, die Gruppe ist nur eine Teilgruppe, begingen sie Uposatha, rezitierten sie das Pāti­mokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen gleichviel Mönche der anderen Klause. Rezitiertes ist gut rezitiert, den Rest soll man hören. Das (erste) Rezitieren ist ein dukkata Vergehen. In diesem Fall, ihr Mönche, waren in einer gewissen Mönchs­klause an einem Uposatha alle Mönche der Klause versam­melt, vier oder mehr. Jene wußten: hier sind Mönche ei­ner an­deren Klause noch nicht angekommen. Jene, in der Vorstellung: das ist lehrgemäß, das ist ordnungsgemäß, die Gruppe ist nur eine Teilgruppe, begingen sie Uposatha, rezitierten sie das Pāti­mokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen weniger Mön­che der anderen Klause. Rezitiertes ist gut rezitiert, den Rest soll man hören. Das (erste) Rezitieren ist ein dukkata Vergehen.

Als jene das Pātimokkha rezitiert hatten, kamen mehr ande­re Mönche der Klau­se. Jene, ihr Mönche, sollen mit den Mönchen nochmals das Pātimokkha rezitieren. Das (erste) Rezitieren ist ein dukkata Vergehen. ... Als jene das Pātimokkha rezitier­t hatten, kamen gleichviel Mönche der Klause. Rezitiertes ist gut rezitiert, bei jenen (rezitiert Habenden) soll man das Reinheitsbe­kenntnis able­gen. Das (erste) Rezitieren ist ein dukkata Vergehen. ... Als jene das Pātimokkha rezitiert hatten, kamen weniger Mön­che der Klause. Rezitiertes ist gut rezitiert, bei jenen (rezitiert Habenden) soll man das Reinheitsbe­kenntnis able­gen. Das (erste) Rezitieren ist ein dukkata Vergehen.

... Als das Pātimokkha rezitiert war, aber die Gruppe noch nicht aufgestanden war ... Als das Pātimokkha rezitiert war, aber ei­ni­ge waren schon aufgestan­den ... Als das Pātimokkha rezi­tiert war und alle waren schon aufgestanden.

Das Kapitel der fünfzehn Vorstellungen „wir sind nur eine Teilgrup­pe“ ist beendet.

30. Vema­tika­panna­rasaka

In diesem Fall, ihr Mönche, waren in einer gewissen Mönchs­klause an einem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr. Jene wußten: hier sind Mönche einer an­deren Klause noch nicht ange­kommen. ­Jene (dach­ten); ist es für uns ange­messen Uposatha zu begehen oder nicht angemessen? (weil die anderen noch nicht da sind), mit Zweifel begingen sie Uposatha, rezitierten das Pātimokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen viele Mönche der anderen Klause. Jene Mönche, ihr Mönche, sollen das Pātimokkha nochmal rezitieren. Das (erste) Rezitieren ist ein dukkata Vergehen. (Rest wie in 29)

Das Kapitel der fünfzehn Zweifelsfälle ist beendet.

31. Kukkuc­ca­pakata­panna­rasaka

In diesem Fall, ihr Mönche, waren in einer gewissen Mönchs­klause an einem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr. Jene wußten: hier sind Mönche einer an­deren Klause noch nicht ange­kommen. ­Jene (dach­ten); ist es für uns ange­messen Uposatha zu begehen oder nicht angemessen? (weil die anderen noch nicht da sind), mit Gewissensunruhe begingen sie Uposatha, rezitierten das Pātimokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen viele Mönche der anderen Klause. Jene Mönche, ihr Mönche, sollen das Pātimokkha nochmal rezitieren. Das (erste) Rezitieren ist ein dukkata Ver­gehen. (Rest wie in 29)

Das Kapitel der fünfzehn Gewissensunruhefälle ist beendet.

32. Bheda­purek­khā­ra­panna­rasaka

In diesem Fall, ihr Mönche, waren in einer gewissen Mönchs­klause an einem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr. Jene wußten: hier sind Mönche einer an­deren Klause noch nicht ange­kommen. ­Jene (dach­ten): diese gehen zu­grunde, gehen völlig zugrunde, was bedeuten sie mir? Mit der Absicht zu spalten begingen sie Uposatha, rezitierten das Pā­timokkha. Als jene das Pātimokkha rezitierten, kamen viele Mönche der anderen Klause. Jene Mönche, ihr Mönche, sollen das Pātimokkha nochmal rezitieren. Das (erste) Rezitieren ist ein thul­laccaya Vergehen. (Rest wie in 29)

Das Kapitel mit den fünfzehn Absichten zu spalten ist beendet.

33. Sīmok­kan­ti­ka­peyyāla

In diesem Fall, ihr Mönche, waren in einer gewissen Mönchs­klause an einem Uposatha alle Mönche der Klause versammelt, vier oder mehr, jene wußten: in (unsere) Grenze treten Mön­che einer anderen Klause (Gastmönche) ein. Jene wußten: die Mönche einer anderen Klause sind in (unsere) Grenze einge­treten. Jene sahen: in (unsere) Grenze treten Mön­che einer anderen Klau­se ein. Jene sahen: die Mönche einer anderen Klau­se sind in (un­sere) Grenze eingetreten, jene hörten: in (unsere) Grenze tre­ten Mön­che einer anderen Klau­se ein, jene hörten: die Mön­che einer anderen Klause sind in (unsere) Grenze eingetre­ten. Das ergibt durch die dreier Methode (wissen, sehen, hören) durch eine Gruppe der Mönchsklause mit der ande­ren Gruppe der Mönchsklau­se 175 (?), die Gruppe der Mönchs­klause mit (der Gruppe) der anderen Mönchsklause, die (Gruppe) der anderen Mönchsklause mit der Gruppe der Mönchsklause, die (Gruppe) der anderen Mönchsklause mit der (Gruppe) der anderen Mönchs­klau­se.

In diesem Fall, ihr Mönche, ist Uposatha für die Mönche einer Klause am vierzehnten für die Gastmönche am fünfzehnten. Wenn die Mönche der Klause mehr sind, sollen sich die Gastmönche den Klausenmön­chen anpassen. Wenn es gleichviele sind, sollen sich die Gast­mönche den Klausenmönchen anpassen. Wenn die Gastmönche mehr sind, sollen sich die Klausenmönche den Gastmön­chen anpassen.

In diesem Fall, ihr Mönche, ist Uposatha für die Mönche ei­ner Klause am fünfzehnten für die Gastmönche am vierzehnten. Wenn die Mönche der Klause mehr sind, sollen sich die Gastmönche den Klausen­mön­chen anpassen. Wenn es gleichviele sind, sollen sich die Gast­mönche den Klausenmönchen anpassen. Wenn die Gastmönche mehr sind, sollen sich die Klausenmönche den Gastmön­chen an­pas­sen.

In diesem Fall, ihr Mönche, begingen die Mönche einer Klause (Uposatha) am ersten Tag der zweiwöchigen Mondpha­se, die Gast­mönche am fünfzehnten. Wenn die Klau­sen­mönche mehr sind, und die Klau­senmönche es nicht wün­schen, sollen sie den Gastmönchen keine Zusammen­kunft geben (keine gemein­same Uposathafeier), die Gastmön­che, nachdem sie außerhalb der Grenze gegangen sind, sollen sie Uposatha begehen. Wenn die Klau­sen­mönche gleich viele sind, und die Klau­senmönche es nicht wün­schen, sollen sie den Gastmön­chen keine Zusammen­kunft geben (keine gemein­same Uposathafeier), die Gastmönche, nachdem sie außerhalb der Grenze gegangen sind, sollen sie Uposatha begehen. Wenn die Gastmönche mehr sind, sollen die Klausenmön­che den Gast­mönchen Zusammen­kunft geben oder (selber) außer­halb der Gren­zen gehen.

In diesem Fall, ihr Mönche, begin­gen die Klau­senmönche (Upo­satha) am fünfzehnten, die Gastmönche am ersten Tag der zweiwöchigen Mondpha­se. Wenn die Klau­sen­mönche mehr sind, sollen die Gastmönche mit den Klausen­mönchen zusammenkommen oder außerhalb der Gren­ze gehen. Wenn es gleichviele sind, sollen die Gast­mönche mit den Klausenmönchen zusammenkommen oder außerhalb der Grenze gehen. Wenn die Gastmön­che mehr sind, sollen die Gastmönche den Klausen­mönchen, wenn sie es nicht wollen, keine Zusammen­kunft geben, die Klausen­mön­che sol­len außerhalb der Grenze gehen dort Uposatha begehen.

34. Liṅgādidassana

In diesem Fall, ihr Mönche, sahen die Gastmönche in einer Klause Anzei­chen, daß Mönche (hier le­ben), Merkmale, Spuren, Hinweise, daß Mönche (hier leben) z. B. gut vorbereitete Bet­ten und Stühle, Matten, Kissen, Trink- und Wasch­wasser sind hinge­stellt, die Mönchszellen sind ausgefegt. So sehend wurden sie unsicher, sind hier Klausenmön­che oder nicht?

Jene unsi­cher Seienden suchen nicht, nachdem sie nicht ge­sucht haben, begehen sie Upo­satha. Das ist ein dukkata Verge­hen. Jene unsicher Seienden suchen, nachdem sie gesucht haben, sehen (finden) sie nicht, (die Mönche) nicht sehend, begehen sie Uposatha. Das ist kein Ver­gehen. Jene unsicher Seienden su­chen, nach­dem sie gesucht ha­ben, sehen sie (die anderen), se­hend begehen sie zusammen Upo­satha. Das ist kein Ver­gehen. Jene unsicher Seien­den suchen, nachdem sie gesucht ha­ben, se­hen sie (die anderen), sehend begehen sie allein Upo­satha. Das ist ein dukkata Vergehen. Jene unsicher Seienden suchen, nach­dem sie gesucht ha­ben, se­hen sie (die anderen), sehend (den­ken) sie: diese gehen zu­grunde, gehen völlig zugrunde, was bedeu­ten sie uns. Mit der Absicht zu spalten, begehen sie Upo­satha (allein). Das ist ein thullaccaya Vergehen.

In diesem Fall, ihr Mönche, hörten die Gastmönche in einer Klause Anzeichen, daß Mönche (hier leben), Merkmale, Spuren, Hinweise, daß Mönche (hier leben) z. B. Schrittgeräusche von Gehenden, Geräusche von gemeinsamen Rezitatio­nen, Hustengeräu­sche, Niesgeräusche. So hörend wurden sie unsicher, sind hier Klausenmönche oder nicht? Jene unsi­cher Seienden suchen nicht, nach­dem sie nicht ge­sucht haben, begehen sie Upo­satha. Das ist ein dukkata Verge­hen. Jene unsicher Seienden suchen, nachdem sie gesucht haben, sehen (finden) sie nicht, (die Mönche) nicht sehend, begehen sie Uposatha. Das ist kein Ver­gehen. Jene unsicher Seienden su­chen, nach­dem sie gesucht ha­ben, sehen sie (die anderen), se­hend begehen sie zusammen Upo­satha. Das ist kein Ver­gehen. Jene unsicher Seien­den suchen, nachdem sie gesucht ha­ben, se­hen sie (die anderen), sehend begehen sie allein Upo­satha. Das ist ein dukkata Vergehen. Jene unsicher Seienden suchen, nach­dem sie gesucht ha­ben, se­hen sie (die anderen), sehend (den­ken) sie: diese gehen zu­grunde, gehen völlig zugrunde, was bedeu­ten sie uns. Mit der Absicht zu spalten, begehen sie Upo­satha (allein). Das ist ein thullaccaya Vergehen.

In diesem Fall, ihr Mönche, sehen Klausenmönche Anzei­chen, Merkmale, Spuren, Hinweise von Gastmön­chen z. B. unbe­kannte Almosenschalen, unbe­kannte Roben, unbekannte Sitzdecken, (Spu­ren) ausgeschütteten Fußwasch­was­sers. Das sehend sind sie un­sicher, sind hier Gastmönche oder nicht? Jene unsi­cher Seienden suchen nicht, nach­dem sie nicht ge­sucht haben, begehen sie Upo­satha. Das ist ein dukkata Verge­hen ... Mit der Absicht zu spalten, begehen sie Upo­satha (allein). Das ist ein thullaccaya Vergehen.

In diesem Fall, ihr Mönche, hören die Klausenmönche Anzei­chen, Merkmale, Spuren, Hinweise, daß Gast­mönche da sind, z.B. Schrittgeräu­sche von Gehen­den, Geräusche von gemeinsamen Rezi­tationen, Hustenge­räusche, Niesgeräu­sche. Hörend wurden sie unsicher sind hier Gastmönche oder nicht? Jene unsi­cher Seienden suchen nicht, nach­dem sie nicht ge­sucht haben, begehen sie Upo­satha. Das ist ein dukkata Verge­hen ... Mit der Absicht zu spalten, begehen sie Upo­satha (allein). Das ist ein thullaccaya Vergehen.

35. Nānāsaṃ­vāsa­kā­dīhi­u­posa­tha­karaṇa

In diesem Fall, ihr Mönche, sahen die Gastmönche Klausenmön­che, die nicht zur gleichen (Ordinations)tra­dition gehörten. Sie dachten: (jene) sind von der gleichen (Ordina­tions)tradi­tion. Nachdem sie gedacht hatten, sie sind von der gleichen (Ordinations)tradi­tion, fragten sie nicht; nicht ge­fragt be­gingen sie gemeinsam Uposatha, das ist kein Vergehen. Jene fragten, gefragt beach­teten sie (es) nicht; nicht beach­tend begingen sie gemeinsam Uposatha. Das ist ein dukkata Ver­gehen. Jene fragten, gefragt beachteten sie (es) nicht, nicht beach­tend begingen sie ge­trennt Uposatha. Das ist kein Verge­hen.

In diesem Fall, ihr Mönche, sahen die Gastmönche Klau­senmön­che, die zur gleichen (Ordinations)tradition ge­hörten. Sie dachten: (jene) sind nicht von der gleichen (Ordi­na­tions)tra­di­tion. Nachdem sie gedacht hatten, sie sind nicht von der glei­chen (Ordina­tions)tradition, fragten sie nicht; nicht ge­fragt begingen sie gemeinsam Uposatha. Das ist ein dukkata Vergehen. Jene fragten, gefragt beachteten sie (es) nicht; nicht beach­tend begingen sie getrennt Uposatha. Das ist ein dukkata Ver­gehen. Jene fragten, gefragt beachteten sie (es) nicht, nicht beachtend begingen sie gemeinsam Uposatha. Das ist kein Verge­hen.

In diesem Fall, ihr Mönche, sahen die Klausenmönche Gastmön­che, die nicht zur gleichen (Ordi­na­tions)tra­dition gehörten. Sie dachten: (jene) sind von der gleichen (Ordinations)tradi­tion. Nachdem sie gedacht hatten, sie sind von der gleichen (Ordinations)tradi­tion, fragten sie nicht, nicht ge­fragt be­gingen sie gemeinsam Uposatha. Das ist kein Vergehen. Jene fragten, gefragt beachteten sie (es) nicht, nicht beach­tend begingen sie gemeinsam Uposatha. Das ist ein dukkata Ver­gehen. Jene fragten, gefragt beachteten sie (es) nicht, nicht beach­tend begingen sie getrennt Uposatha. Das ist kein Verge­hen.

In diesem Fall, ihr Mönche, sahen die Klausenmönche Gastmön­che, die zur gleichen (Ordina­tions)tradition ge­hörten. Sie dachten: (jene) sind nicht von der gleichen (Ordi­na­tions)tradition. Nachdem sie gedacht hat­ten, sie sind nicht von der gleichen (Ordinations)tradition, fragten sie nicht, nicht ge­fragt begingen sie gemeinsam Upo­satha. Das ist ein dukkata Vergehen. Jene fragten, gefragt beachteten sie (es) nicht, nicht beach­tend begingen sie ge­trennt Uposatha. Das ist ein dukkata Ver­gehen. Jene fragten, gefragt beachteten sie (es) nicht, nicht beachtend begingen sie gemeinsam Uposatha. Das ist kein Verge­hen.

36. Nagantabbavāra

Nicht soll man, ihr Mönche, an einem Uposathatage von einer Klause mit Mönchen zu einer Klause ohne Mönche gehen, es sei denn mit dem Sangha (zusammen) oder bei Gefahr. Nicht soll man, ihr Mönche, an einem Uposathata­ge von einer Klause mit Mön­chen zu einer Nichtklause (irgendwohin) ohne Mönche gehen, es sei denn mit dem Sangha (zusammen) oder bei Gefahr. Nicht soll man, ihr Mön­che, an einem Uposathata­ge von einer Klause mit Mön­chen zu einer Klause ohne Mönche oder zu einer Nicht­klause ohne Mönche gehen, es sei denn mit dem Sangha (zusam­men) oder bei Ge­fahr.

Nicht soll man, ihr Mön­che, an einem Uposathatage von einer Nichtklause mit Mönchen zu einer Klause ohne Mönche ge­hen, es sei denn mit dem Sangha (zusammen) oder bei Gefahr. Nicht soll man, ihr Mönche, an einem Uposathata­ge von einer Nichtklause mit Mön­chen zu einer Nichtklause ohne Mönche ge­hen, es sei denn mit dem Sangha (zu­sammen) oder bei Ge­fahr. Nicht soll man, ihr Mön­che, an einem Uposathatage von einer Nichtklause mit Mön­chen zu einer Klause oder zu einer Nichtklause ohne Mönche gehen, es sei denn mit dem Sangha (zu­sam­men) oder bei Ge­fahr.

Nicht soll man, ihr Mön­che, an einem Uposathatage von einer Klause oder Nichtklause mit Mönchen zu einer Klause ohne Mönche ge­hen ... zu einer Nicht­klause ohne Mönche ... zu einer Klause oder Nichtklau­se ohne Mönche ge­hen, es sei denn mit dem Sangha (zu­sammen) oder bei Ge­fahr.

Nicht soll man, ihr Mönche, an einem Uposathatag von einer Klause mit Mön­chen zu einer Klause mit Mönchen einer anderen (Ordi­na­tions)tradition gehen, es sei denn mit dem San­gha (zusammen) oder bei Ge­fahr. (Der Rest wie in 1–3 oben)

37. Gantabbavāra

Gehen soll (man), ihr Mön­che, an einem Uposathatag von einer Klause mit Mönchen zu ei­ner Klause mit Mönchen der gleichen (Ordinations)tradition, wenn (man) weiß: heute noch werde ich ankommen. ... zu einer Nichtklause mit Mönchen ... zu einer Klause oder Nicht­klause mit Mönchen ... von einer Nicht­klause mit Mönchen zu einer Klause mit Mönchen ... zu einer Nichtklause mit Mönchen ... zu einer Klause oder Nichtklause mit Mönchen.

38. Vajja­nīya­pugga­la­sandas­sana

In einer sitzenden Gruppe, ihr Mönche, wo eine Nonne (ist), soll das Pātimokkha nicht rezitiert werden. Wer so tut, begeht ein dukkata Verge­hen. Wo eine zu Schulende sitzt, wo ein No­vize sitzt, wo eine Novizin sitzt, wo ein die Schulung Ableh­nender sitzt, wo ei­ner der die (vier) höchsten Vergehen begangen hat, sitzt, wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen.

Nicht soll das Pāti­mokkha rezitiert werden vor einer sitzen­den Gruppe (mit) einem wegen des Nicht(ein)se­hens eines Ver­gehens Ausgeschlossenen. Wer so rezitiert, soll nach dem Ge­setz behandelt werden (= pācittiya Vergehen = pāc 69 = vibhan­ga)—mit einem der ausge­schlossen wurde, weil er ein Vergehen nicht wieder­gutgemacht hat,—mit einem der ausgeschlossen wur­de, weil er unheilsame Ansich­ten nicht auf­gegeben hat. Wer so rezi­tiert, soll nach dem Gesetz behandelt werden.

Nicht soll das Pātimokkha rezi­tiert werden vor einer sitzen­den Gruppe mit einem Eunuchen. Wer so rezi­tiert, begeht ein dukkata Vergehen, mit einem in diebischer Weise Ordinier­ten, mit einem, der zu Anders­gläubigen gegangen ist, mit einem Tier, einem Muttermörder, einem Vatermörder, ei­nem Hei­ligen­mörder, einem Nonnen­schänder, einem Sanghaspalter, einem Blut­vergie­ßer, einem Hermaphroditen. Wer so rezitiert, begeht ein dukkata Vergehen.

Nicht, ihr Mönche, soll man das Rein­heitsbekenntnis von einem in der Bewäh­rungszeit Seien­den annehmen, es sei denn, die Grup­pe ist noch nicht aufge­stan­den. Nicht, ihr Mönche, soll man an einem Nichtuposathatag Uposatha begehen, es sei denn, der Sang­ha ist sich einig.“

Das dritte Kapitel des Uposatha-abschnitts.

Dieses Kapitel hat sechsundachtzig Sachverhalte.

Folgendes sind die Stichworte:

Die Andersgläubigen und Bimbisāra, schweigend versammelten sie sich, über die Lehre, abgeschieden, über das Pātimokkha, täg­lich, seitdem einmal, be­züglich der Gruppe, zusammen, Zusam­menkunft, auch Madda­kucchi, die Grenze, groß, über den Fluß, nach und nach, zwei, auch die kleinen, der Neuling, in Rājaga­ha, die Grenze, (wo der Mönch) nicht getrennt ist von den drei Roben, zuerst sich über die Grenze einigen, danach die Grenze aufheben, über eine Grenze nicht geeinigt gilt die Dorfgrenze, Fluß, Ozean, natürlicher See, (die Grenze) ist der Wasserwurf, hinzufügen, auch die deckungsgleiche (Grenze) machen, wieviele, Vinayaakt, Rezitation, (wilde) Menschen, (Gefahren) nicht vor­handen sind, über die Lehrer, über das Vinaya, sie drohen, nochmal das Vinaya bedrohen, der Vorwurf, wenn Gelegenheit gegeben wird, nicht Vinaya­gemäßes ableh­nen, mehr als vier oder fünf, die Meinung, mit der Absicht, er gibt sich Mühe, mit Laien, ungebeten, in Codana, er weiß nicht, alle wissen nicht, so­fort, wenn er nicht gehen würde, welcher, der wievielte, (we­gen des in die) Ferne Gehens (Uposatha) ankündigen, nicht er­innern, schmutzig, Sitzplatz, Licht, Richtungen, ein gewis­ser Erfahrener, sofort, Regenzeitu­posat­ha, Rein­heitsbekennt­nis, Verwandte, Gagga, vier-drei, zwei-ein, Vergehen, alle zu­sam­men, erinnerte sich, der ganze Sangha, Zweifel, sie wissen nicht, der Erfahre­ne, viele, gleich viele, weniger, die Gruppe war noch nicht aufgestan­den, einige waren aufgestanden, alle, sie wissen, die Zweifelnden, die Gewis­sensunruhe: ist das an­gemes­sen, wissen, sehen, sie hören, durch die Klausen­mön­che die Gast(mönche), wieder vier mal fünfzehn (Fälle), der erste Tag der (Mond)vierzehntage, die Merkmale von beiden Gruppen, Uposatha eines in der Bewährungszeit Seien­den, es sei denn die Mönche sind ei­nig.

Diese unterteilten Stichworte stellen (jeweils) einen Sachver­halt da.