Mahāvagga

Bhesajjakkhandhako

1. Pañcabhesajjakathā

Zu jener Zeit weilte der Erwachte, Erhabene im Kloster im Jeta­hain des Anāthapindika. Zu jener Zeit wurden die Mönche vom Herbstgebrechen be­trof­fen, der getrunkene Reis­schleim wur­de erbrochen, der gegessene Reis wurde er­brochen, dadurch wurden sie (die Mönche) dünn, kärglich, von schlechter Farbe, gelb­far­big, die Adern sah man auf ihren Gliedern. Der Erhabene sah jene Mönche, dünn, kärglich, von schlechter Farbe, gelb­far­big, die Adern sah er auf ihren Gliedern. Das gesehen, sprach er den ehr­würdigen Ānanda an: „Warum, Ānanda, sind jene Mönche dünn, kärg­lich, von schlechter Farbe, gelb­farbig, die Adern sieht man auf ihren Gliedern?“—„Jetzt, Verehrungswürdi­ger, wur­den die Mönche vom Herbst­gebrechen ge­troffen, der getrunke­ne Reis­schleim wurde erbrochen, der gegessene Reis wurde erbro­chen, da­durch wurden sie (die Mönche) dünn, kärglich, von schlechter Farbe, gelb­far­big, die Adern sieht man auf ihren Gliedern.“

Dann, als der Erhabene einsam und abgeschieden in Meditation verweilte, kam ihm im Geiste folgender Gedanke auf: Jetzt wur­den die Mönche vom Herbstgebre­chen betroffen, der getrunke­ne Reisschleim wurde erbrochen, der gegessene Reis wurde erbro­chen, da­durch wurden sie dünn, kärglich, von schlechter Farbe, gelb­farbig, die Adern sieht man auf ihren Gliedern, was wäre, wenn ich den Mönchen Medizin erlauben wür­de, und zwar solche Medizin, die als Medizin in der Welt ange­sehen wird und auch als Nahrung dient, aber nicht als Haupt­nah­rungsmittel dient. Da kam dem Erhabenen folgender Gedan­ke: Diese fünf Medizi­nen, näm­lich Butter­schmalz, frische Butter, Öl, Honig, Melasse, die sind als Medizin in der Welt angesehen und dienen auch als Nahrung, aber nicht als Hauptnah­rungsmit­tel. Wenn ich nun diese fünf Medizinen den Mönchen erlauben würde, zur rechten Zeit ge­nommen (erbet­telt) und zur rechten Zeit genos­sen.

Dann, als sich der Erhabene am Abend aus der Meditation erho­ben hatte, in diesem Zu­sammenhang eine Lehrrede gehalten hat­te, sprach er die Mön­che an: „Als ich einsam und abgeschieden in Meditation verweilte, kam mir im Geiste folgender Gedanke auf: Jetzt wur­den die Mönche vom Herbstgebre­chen betrof­fen, der getrunke­ne Reis­schleim wurde erbro­chen, der ge­gessene Reis wurde er­brochen, dadurch wurden sie dünn, kärg­lich, von schlechter Farbe, gelb­farbig, die Adern sah man auf ihren Gliedern, was wäre, wenn ich den Mön­chen Medizin erlau­ben wür­de, und zwar solche Medizin, die als Medizin in der Welt ange­sehen wird und auch als Nahrung dient, aber nicht als Hauptnah­rungs­mittel. Da kam mir folgender Gedanke: Diese fünf Medi­zinen, nämlich But­terschmalz, frische Butter, Öl, Honig, Me­lasse, die sind als Medi­zin in der Welt angese­hen und dienen auch als Nah­rung aber nicht als Hauptnah­rungsmit­tel. Wenn ich nun diese fünf Medizinen den Mönchen erlau­ben würde, zur rechten Zeit ge­nommen (erbettelt) und zur rech­ten Zeit genos­sen. Ich erlaube, ihr Mönche, diese fünf Medizinen zur rechten Zeit genommen und zur rechten Zeit genossen.“

Zu jener Zeit nahmen die Mönche die fünf Medizinen rechtzeitig und genossen sie recht­zeitig. Jene vertrugen nicht einmal das natürliche grobe Essen, ge­schweige denn das fetti­ge. Dadurch wurden sie von jenem Herbst­gebre­chen befallen. Durch jenes (Gebre­chen) wurden sie appetitlos, durch dies beides wur­den sie sehr dünn, kärglich von schlechter Farbe, gelb­far­big, die Adern sah man auf ihren Gliedern. Der Erhabene sah, daß die Mön­che sehr dünn, kärglich von schlechter Farbe, gelb­far­big waren, die Adern sah man auf ihren Gliedern. Dies gesehen, sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: „Warum, Ānanda, sind die Mönche jetzt sehr dünn, kärglich von schlechter Farbe, gelb­far­big, die Adern sieht man auf ihren Gliedern?“

„Jetzt, Verehrungswürdiger, nahmen die Mönche die fünf Medizinen rechtzeitig und genos­sen sie rechtzeitig. Jene vertrugen nicht einmal das natürliche grobe Essen, geschweige denn das fetti­ge. Dadurch wurden sie von jenem Herbstgebrechen befallen. Durch jenes (Gebre­chen) wurden sie appetitlos, durch dies bei­des wurden sie sehr dünn, kärglich von schlechter Farbe, gelb­far­big, die Adern sah man auf ihren Gliedern.“ Nachdem der Er­habe­ne in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hat­te, sprach er die Mön­che an: „Ich erlaube, ihr Mönche, jene fünf Me­dizinen, nachdem man sie an­genommen hat zur Zeit und zur Nichtzeit (al­so nach Sonnenhöchststand) zu essen.“

Zu jener Zeit hatten kranke Mönche Bedarf an Talg als Medi­zin. Dem Erha­benen erzähl­ten sie diesen Sachverhalt. „Ich er­laube, ihr Mönche, Talg als Medizin: Bärentalg, Fisch­talg, Alligatorentalg, Schweinetalg, Esel­talg, recht­zeitig angenom­men, rechtzeitig gekocht, rechtzeitig gemischt, mit Öl zu sich zu nehmen.

Wenn, ihr Mönche, zur falschen Zeit angenommen, gekocht, ge­mischt, zu sich genommen würde, ist das ein dreifaches dukkata Vergehen.

Wenn, ihr Mönche, zur richtigen Zeit angenommen, zur falschen Zeit gekocht, zur falschen Zeit gemischt, zu sich genommen würde, ist das ein zweifaches dukkata Verge­hen.

Wenn, ihr Mönche, zur richtigen Zeit angenommen, zur richtigen Zeit gekocht, zur falschen Zeit gemischt, zu sich genommen würde, ist das ein einfaches dukkata Vergehen.

Wenn, ihr Mönche, zur richtigen Zeit angenommen, zur richtigen Zeit gekocht, zur richtigen Zeit gemischt, zu sich genommen würde, ist das kein dukkata Ver­ge­hen.“

2. Mūlādi­bhesaj­ja­kathā

Zu jener Zeit hatten kranke Mönche Bedarf an Wurzeln als Medi­zin. Dem Erha­benen erzähl­ten sie diesen Sachverhalt. „Ich er­laube, ihr Mönche, Wurzeln als Medizin: Gelbwurz, Ingwer, Vaca­wurzel, Vacatthawurzel, Ativisawurzel, Katuka­rohiniwurzel, Ussīrawurzel, Bhaddamutta­kawurzel oder irgendeine andere Medikament­wurzel, die nicht zur Kategorie des festen Essens gehört und nicht dazu dient, die nicht zur Kategorie des weichen Essens gehört und nicht dazu dient. Diese genommen, soll man bis zum Lebensende benutzen, bei Be­darf zu sich nehmen. Bei Nichtbedarf zu sich genommen, ist das ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit hatten kranke Mönche Bedarf an pulverisierter Wurzel als Medizin. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sach­verhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, einen großen und einen klei­nen Stein zum mahlen.“

Zu jener Zeit hatten kranke Mönche Bedarf an Pflanzensud als Medi­zin. Dem Erha­benen erzähl­ten sie diesen Sachverhalt. „Ich er­laube, ihr Mönche, Pflan­zensud als Medizin: Sud vom Nimbabaum, Kutaja-, Pakkava-, Nattamāla- oder irgendein anderer Sud, der nicht zur Katego­rie des festen Essens gehört und nicht dazu dient, der nicht zur Kategorie des weichen Essens gehört und nicht dazu dient. Diesen genommen, soll man bis zum Lebensende benutzen; bei Be­darf zu sich nehmen. Bei Nichtbe­darf zu sich genommen, ist das ein dukkata Ver­gehen.“

(Wiederholung wie vorher mit Blättern): Nimbablätter, Kutaja-, Patola-, Sulasī-, Kappāsika- ...etc.

(Wiederholung wie vorher mit Früchten): Vilañga-, Pip­pala- (Pfef­fer), Marica-, Harītaka-, Vibhītaka-, Āmalaka-, Got­hafrüchte, ...etc

(Wiederholung wie vorher mit Harz): Hiñgu, Hiñguharz, Hiñgugum­mi, Taka-, Takapatti-, Takapanni-, Sajjulasaharz ... etc

(Wiederholung wie vorher mit Salz): Meersalz, schwarzes Salz, Steinsalz, Kochsalz, rotes Salz oder irgendein ...

Zu jener Zeit hatte der Unterweiser des ehrwürdigen Ānanda, Belatthasīsa ein Gebrechen mit einem dicken Schorf. Seine Wundflüssigkeit ließ die Robe am Körper festkleben. Nachdem jene von den Mönchen wiederholt befeuchtet wurde, lösten sie sie vom Körper ab. Da sah der Erhabene, als er in der Mönchs­klause umherging, jene Mönche, nachdem sie die Robe mit Wasser wiederholt befeuchtet hatten, sie ablösen. Nachdem er das ge­sehen hatte, ging er zu den Mönchen. Dort sagte er den Mön­chen folgendes: „Welches Gebrechen hat dieser Mönch?“—„Dieser Ehr­wür­dige, Verehrungswürdiger, hat ein Gebre­chen mit dickem Schorf, seine Wund­flüssigkeit ließ die Robe am Körper festkle­ben. Jene lösen wir ab, nachdem wir sie mit Wasser wiederholt befeuchtet haben.“

Nachdem der Erhabene in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, wer an Gebre­chen mit Juckreiz, Beulen, wunden Stellen, dickem Schorf leidet, oder wenn der Körper schlecht riecht, Puder als Medizin. Für den Nichtkranken: Dung, Lehm, gekoch­ten Farbsud. Ich erlaube, ihr Mönche, Stößel und Mörser.“

Zu jener Zeit benötigten die kranken Mönche gesiebten Puder als Medizin. Dem Erhabe­nen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, ein Pudersieb.“ Sie benö­tigten sehr feinen (Puder). „Ich erlaube, ihr Mön­che, ein Stoffsieb.“

Zu jener Zeit bekam ein gewisser Mönch ein Gebrechen, verur­sacht durch Nichtmenschen. Jene pflegenden Lehrer und Unter­weiser waren nicht fähig, (ihn) zu heilen. Jener, nachdem er zum Schweineschlachtplatz gegangen war, aß rohes Fleisch und trank rohes Blut. So beruhigte sich sein nicht­menschliches Ge­brechen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, bei nichtmenschlichen Gebrechen rohes Fleisch und rohes Blut.“

Zu jener Zeit bekam ein gewisser Mönch als Gebrechen eine Augenkrank­heit. Indem (sie) diesen Mönch stützten, führten sie ihn nach draußen zum Harn- und Kotlassen. Da sah der Erhabene, als er in der Mönchs­klause umher­ging, jene Mön­che, indem sie diesen Mönch stützten, ihn nach draußen führen zum Harn- und Kotlassen. Nachdem er das gesehen hatte, ging er zu den Mönchen. Dort sagte er den Mön­chen folgen­des: „Welches Gebrechen hat dieser Mönch?“

„Dieser Ehrwürdige, Ver­ehrungswürdiger, hat als Gebre­chen eine Augen­krank­heit, in­dem wir ihn stützten, führen wir ihn nach draußen zum Harn- und Kotlassen.“ Nach­dem der Erhabene in diesem Zusammen­hang eine Lehrrede gehal­ten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, Salben: schwar­ze Sal­be, rosa Salbe, Sotasalbe, Ocker, Ruß.“ Sie hatten Bedarf an einer Salbe mit Puder. Dem Erhabenen erzähl­ten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlau­be, ihr Mönche, Sandel, Oleander, schwarzen Sandel, Tālīsa, Bhaddagras.“

Zu jener Zeit taten die Mönche die Salben mit Puder in Scha­len und Un­ter­tassen. Sie (die Salben) wurden mit Grasresten und Erde be­schmutzt. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sach­verhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, ein Salbengefäß.“ Zu jener Zeit benutzte die Sechsergruppe Mönche ver­schieden­artige Sal­ben­gefäße aus Gold und Silber. Die Menschen wur­den verärgert, unruhig, erregt: Wie Sinnengenüsse genießende Laien. Dem Erha­benen er­zählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll man ver­schieden­artige Salbengefä­ße gebrauchen. Wer so gebraucht, begeht ein duk­kata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mön­che, welche gemacht aus: Knochen, Zäh­nen (Elfenbein), Horn, Reet, Bambus, Holz, Lack, Kristall, Kupfer, Muschel.“

Zu jener Zeit waren die Salbengefäße nicht geschlossen. Sie (die Salben) wurden mit Grasresten und Erde beschmutzt. Dem Erhabenen er­zählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, ei­nen Deckel.“ Der Deckel fällt herunter. „Ich erlau­be, ihr Mön­che, den Deckel, an einen Faden gebunden, am Salben­ge­fäß festzu­machen.“ Das Salbengefäß platzte auf. „Ich er­lau­be, ihr Mön­che, (es) mit einem Faden zusammenzufügen.“

Zu jener Zeit haben die Mönche sich mit Fingern eingesalbt. Die Augen taten ihnen weh. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, ein Salbenstäb­chen.“ Zu jener Zeit benutzte die Sech­sergruppe Mönche verschiedenarti­ge Salbenstäb­chen aus Gold und Silber. Die Menschen wurden ver­ärgert, unruhig, erregt: Wie Sinnenge­nüsse genie­ßende Laien. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mön­che, soll man verschieden­artige Salbenstäbchen gebrauchen. Wer so gebraucht, begeht ein dukkata Ver­gehen. Ich erlaube, ihr Mön­che, welche gemacht aus: Knochen, Zähnen (El­fenbein), Horn, Reet, Bambus, Holz, Lack, Kristall, Kupfer, Muschel.“

Zu jener Zeit wurden die Salbenstäbchen, auf den Boden gefal­len, rauh. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, ein Kästchen für die Salben­stäb­chen.“ Zu jener Zeit trugen die Mönche die Salben­gefäße und die Salbenstäbchen in der Hand .... „Ich erlaube, ihr Mön­che, eine Salbengefäßtasche.“ Es gab keinen Tragrie­men an der Sei­te .... „Ich erlaube, ihr Mönche, einen Tragriemen und einen Zubindfaden.“

Zu jener Zeit hatte der ehrwürdige Pilindavaccha Hitze im Kopf (Kopf­schmerzen)..... „Ich erlaube, ihr Mönche, ein wenig Öl für den Kopf.“ Das half nicht .... „Ich erlaube, Ihr Mön­che, Medi­zin durch die Nase einzuneh­men.“ Das Medikament lief aus der Nase her­aus..... „Ich erlaube, ihr Mönche, ein Instru­ment zum Einträufeln (in die Nase).“ Zu jener Zeit benutzte die Sechsergrupp­e Mönche verschiedenartige Einträufelinstru­mente aus Gold und Silber. Die Menschen wurden verärgert, un­ru­hig, er­regt: Wie Sinnenge­nüsse genießen­de Laien. Dem Erhabe­nen er­zähl­ten sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll man ver­schieden­artige Einträufelinstrumente ge­brauchen. Wer so ge­braucht, be­geht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mön­che, welche gemacht aus: Knochen, Zähnen (Elfenbein), Horn, Reet, Bam­bus, Holz, Lack, Kristall, Kupfer, Muschel.“

Die Nasenmedizin wurde ungleichmäßig eingeträufelt. „Ich er­laube, ihr Mönche, ein doppeltes Instrument zum Einträufeln.“ Das half nicht ... „Ich erlaube, Rauch zu trinken (zu inha­lieren).“ Sie rollten (die Medikamente) zu­sammen, zündeten sie an und rauchten sie. Das brannte im Hals ... „Ich erlaube, ihr Mönche, eine Rauchröhre (Pfeife).“ Zu jener Zeit benutzte die Sechsergrupp­e Mönche verschiedenartige Pfeifen aus Gold und Sil­ber. Die Menschen wurden verärgert, unruhig, erregt: Wie Sin­nengenüsse genießende Laien. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll man verschie­den­artige Pfeifen gebrauchen. Wer so gebraucht, be­geht ein dukkata Ver­gehen. Ich erlaube, ihr Mönche, welche gemacht aus: Kno­chen, Zähnen (Elfenbein), Horn, Reet, Bambus, Holz, Lack, Kri­stall, Kupfer, Mu­schel.“ Zu jener Zeit waren die Pfeifen nicht ge­schlossen, kleine Tiere kro­chen hinein .... „Ich erlaube, ihr Mönche, Deckel.“ Zu jener Zeit trugen die Mönche die Pfei­fen in der Hand..... „Ich er­laube, ihr Mönche, eine Pfeifen­ta­sche.“ Die Pfeifen rieben sich aneinander ... „Ich erlaube, ihr Mön­che, 2 Taschen.“ Es gab keinen Tragriemen an der Sei­te.... „Ich erlaube, ihr Mön­che, einen Tragriemen und einen Zubind­faden.“

Zu jener Zeit bekam der ehrwürdige Pilindavaccha das Windge­brechen (Blähun­gen). Die Ärzte sagten: Öl soll gekocht werden. „Ich erlaube, ihr Mönche, gekochtes Öl.“ In dieses gekochte Öl soll Alkohol getan werden. „Ich erlaube, ihr Mön­che, Alkohol in gekochtem Öl.“ Zu jener Zeit hat die Sechsergrupp­e Mönche das gekochte Öl mit zuviel Alkohol versehen. Jenes getrunken ha­bend, wurden sie betrunken. „Nicht, ihr Mönche, soll man mit zuviel Alkohol ver­sehenes gekochtes Öl trinken. Wer so trinkt soll nach dem Gesetz behandelt werden (= pācit­tiya-Vergehen). Ich erlaube, ihr Mön­che, gekochtes Öl, in dem Alkohol weder durch Farbe, noch durch Geruch, noch durch Geschmack zu erken­nen ist, derartiges, mit Alkohol ver­sehenes, gekochtes Öl, zu trinken.“

Zu jener Zeit haben die Mönche viel Öl mit zuviel Alkohol gekocht. Da kam den Mön­chen folgender Gedanke: Wie sollen wir uns mit dem mit zuviel Alkohol versehenen Öl ver­halten? „Ich er­lau­be, ihr Mönche, es als Salbe (zum Ein­reiben) zu benutzen.“ Zu jener Zeit ist von dem ehrwürdigen Pilindavaccha zuviel Öl gekocht worden. Es gab keine Ölbehäl­ter. „Ich erlaube, ihr Mön­che, 3 Behälter: Metallbehälter, Holzbehälter, Fruchtbehäl­ter.“

Zu jener Zeit hatte der ehrwürdige Pilindavaccha Glieder­schmerzen (Rheu­ma). „Ich erlau­be, ihr Mönche, ein Dampfbad.“ Das half nicht. „Ich erlaube, ihr Mönche, ein Dampfbad mit Kräutern.“ Das half nicht. „Ich erlaube, ihr Mönche, ein gro­ßes Dampfbad (Sauna).“ Das half nicht. „Ich erlaube, ihr Mön­che, (gekochtes) Wasser mit Hanf­blättern.“ Das half nicht. „Ich erlaube, ihr Mönche, ein Faß (gefüllt) mit heißem Was­ser.“

Zu jener Zeit hatte der ehrwürdige Pilindavaccha Rheumatismus (pabbavata = Gelenk­schmerzen). „Ich erlaube, ihr Mönche, Ader­lässe.“ Das half nicht. „Ich erlaube, ihr Mön­che, nach einem Aderlaß mit einem Horn zu schröpfen (visanena gahetun).“ Zu jener Zeit waren dem ehrwürdigen Pilindavaccha die Füße aufge­rissen. „Ich erlaube, ihr Mönche, die Füße einzuölen.“ Das half nicht. „Ich erlaube, ihr Mönche, Salbe aufzutragen.“ Zu jener Zeit hatte ein gewisser Mönch Beulen (Furunkel). „Ich erlaube, ihr Mönche, (sie) auf­zu­schneiden.“ Es war Bedarf an blutstillendem (adstringierendem) Wasser. „Ich erlaube, ihr Mönche, blutstillendes Wasser.“ Es war Bedarf an Sesam­paste. „Ich erlaube, ihr Mönche, Sesampaste.“

Es war Bedarf an einer Kompresse. „Ich erlaube, ihr Mönche, eine Kom­presse.“ Es war Bedarf an Verbandss­toff. „Ich erlaube, ihr Mönche, Ver­bandstoff.“ Die Wunde juckte. „Ich erlaube, ihr Mönche, Senfpuder aufzu­tragen.“ Die Wunde eiterte. „Ich erlau­be, ihr Mön­che, die Wunde mit Rauch zu behandeln.“ Das Fleisch der Wunde quoll auf. „Ich erlaube, ihr Mönche, es mit einem Salz­kristall abzutragen.“ Die Wunde wuchs nicht zu. „Ich er­laube, ihr Mönche, Wundöl.“ Das Öl floß weg. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sach­verhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, einen Leinenverband und alle Heilmittel für Wun­den.“

Zu jener Zeit wurde ein gewisser Mönch von einer Schlange gebissen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sach­verhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, vier große, sehr ungewöhnliche Dinge zu geben: Exkremente, Urin, Asche, Lehm.“ Da kam den Mönchen folgender Ge­danke: Muß das nicht angenommen werden oder angenom­men wer­den? (muß es gegeben werden oder darf es einfach so genom­men werden). Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sach­verhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, wenn einer da ist, der gibt, es anzunehmen, wenn keiner da ist, der gibt, es selbst genommen habend, zu sich zu nehmen.“ Zu jener Zeit war von einem Mönch Gift getrunken wor­den. „Ich erlaube, ihr Mönche, Exkre­mente trinken zu las­sen.“ Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Muß das nicht an­genommen werden oder angenommen wer­den? „Ich erlaube, ihr Mön­che, wenn es gegeben wurde, dann ist es gegeben, nicht nochmals soll man es annehmen.“

Zu jener Zeit bekam ein gewisser Mönch ein Gebrechen, weil er Giftiges getrunken hatte. „Ich erlaube, ihr Mönche, umgepflüg­te Erde zu geben.“ Zu jener Zeit hatte ein gewisser Mönch Ver­stopfung. „Ich erlaube, ihr Mönche, reine Lauge zu geben.“

ebenso:

Gelbsucht—Kuhurin mit Haritafrüchten.
Hautkrankheit—Paste mit Geruch.
Verstopfung—Abführmittel.

Es war Bedarf an klarem (Kräuter)sud. „Ich erlaube, ihr Mön­che, klaren (Kräuter)sud.“ Ebenso: natürlichen Saft—natürli­chen und zubereiteten Saft—Fleischbrühe.

3. Pilindavacchavatthu

Zu jener Zeit hatte der ehrwürdige Pilindavaccha in Rājagaha einen Berg­hang gesäubert und wünschte, eine Höhle zu bauen. Da kam der König von Magadha, Seniya Bimbisāra zum ehrwürdigen Pilindavaccha. Dort, nachdem er den ehr­würdigen Pilindavaccha verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Dort beiseite sitzend, sagte der König von Magadha, Seniya Bimbisāra, dem ehr­würdi­gen Pilindavaccha folgendes: „Was will der ehrwürdige Thera ma­chen lassen?“—„Ich will, oh Großkönig, den Berghang säubern und eine Höhle bauen.“—„Bedarf, Verehrungswürdiger, der Herr eines Gehilfen (aramika)?“ „Nicht hat, Großkö­nig, der Erhabene einen Gehilfen erlaubt.“—„Dann, Ver­ehrungswürdi­ger, nachdem du den Erhabenen befragt hast, sage es mir.“—„So sei es, Großkönig“ antworte­te der ehr­würdi­ge Pilindavac­cha dem König von Magadha, Seniya Bimbi­sā­ra.

Dann veranlaßte der ehrwürdige Pilindavaccha den König von Magadha, Seniya Bimbisā­ra, durch eine Lehrrede, zu ver­stehen, aufzuneh­men, da­von moti­viert zu sein, sich dar­an zu erfreuen. Dann, nachdem der König von Magadha durch die Lehrre­de des ehrwürdi­gen Pi­linda­vaccha verstanden hatte, aufgenommen hatte, davon motiviert war, sich daran erfreut hatte, stand er vom Sitz auf, ver­ehrte den ehr­würdi­gen Pi­lindavaccha, um­runde­te ihn rechts herum und ging fort. Dann hat der ehrwürdi­ge Pilinda­vaccha zum Erhabenen ei­nen Bo­ten ge­sandt: „Der König von Ma­gadha, Se­niya Bimbisāra, Vereh­rungs­würdiger, möchte ei­nen Ge­hilfen geben. Wie soll man sich, Ver­ehrungswürdiger, verhal­ten?“ Nachdem der Er­habene in die­sem Zusammenhang eine Lehr­rede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlau­be, ihr Mönche, ei­nen Ge­hilfen.“

Zum zweiten Mal kam der König von Magadha, Seniya Bimbisāra, zum ehr­würdigen Pilindavaccha. Dort, nachdem er den ehrwürdigen Pilindavaccha verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Dort beiseite sitzend sagte der König von Magadha, Seniya Bim­bisāra, dem ehr­würdigen Pilindavaccha folgen­des: „Erlaub­te, Verehrungswürdiger, der Erhabene einen Gehilfen?“—„So ist es, Großkö­nig.“—„Dann gebe ich, Verehrungs­würdiger, dem Herrn einen Gehilfen.“ Dann, nachdem der König von Magadha, Seniya Bimbisāra, den ehrwür­di­gen Pilindavac­cha, den Gehilfen ver­sprochen hatte, es (aber) ver­ges­sen hatte, fiel es ihm nach einiger Zeit wieder ein. Er sprach einen gewissen Großminister, der für alles zustän­dig war, an: „Von mir, mein Lie­ber, ist doch dem Herrn ein Gehilfe versprochen worden, ist jenem ein Gehilfe gegeben worden?“—„Nicht, oh König, ist dem Herrn ein Gehilfe ge­geben worden.“—„Wieviel Zeit ist von damals bis jetzt vergangen?“

Nachdem der Großminister die Nächte gezählt hatte, sagte er dem König von Magadha, Seniya Bimbisāra, folgendes: „500 Nächte, oh König.“—„Dann gib doch dem Meister 500 Gehilfen.“—„So sei es, oh König.“ Nachdem der Großmi­nister dem König von Magadha, Seniya Bimbisāra, zuge­stimmt hatte, gab er dem ehr­würdigen Pi­lindavaccha 500 Gehil­fen. Es entstand ein eigenes Dorf. Das Dorf hieß (Tempel)ge­hilfendorf, und es hieß auch Pilin­dadorf. Zu jener Zeit war der ehrwürdige Pilindavaccha in jenem kleinen Dorf ein häufig aufgesuch­ter Vertrauter. Dann, nach­dem der ehrwürdige Pilinda­vaccha sich am frühen Morgen angezo­gen hatte, die Almosenscha­le und die Robe genom­men hatte, ging er in Pilindadorf auf Almosengang.

Zu jener Zeit wurde in jenem kleinen Dorf ein Fest gefeiert. Die Mädchen spielten, ge­schmückt und mit Blumengir­landen ver­sehen. Dann, als der ehr­würdige Pilindavaccha im kleinen Pi­lin­dadorf, ohne (ein Haus) auszulassen, auf Almosengang ging, nä­herte er sich dem Anwesen eines gewissen Tempel­gehilfen. Dort setzte er sich auf dem vorbereiteten Sitz nieder. Zu je­ner Zeit, nachdem die Tochter der Frau jenes Tempelgehilfen andere Kinder, ge­schmückt und mit Blumengirlanden versehen, gesehen hatte, weinte (sie): „Gebt mir Blumen­gir­landen, gebt mir Schmuck.“ Dann sagte der ehrwürdige Pilindavaccha der Frau des Tempelgehilfen folgendes: „Warum weint dieses Mädchen?“—„Die­ses (Mäd­chen), Verehrungswürdiger, sah andere Mädchen, ge­schmückt und mit Blumengir­landen versehen, und nachdem sie das gese­hen hat­te, weinte (sie): ‚Gebt mir Blumengir­landen, gebt mir Schmuck.‘ Woher gibt es für uns Arme Blumengir­landen, wo­her Schmuck?“

Dann, nachdem der ehrwürdige Pilindavaccha irgendeinen Gras­kranz ge­nommen hatte, sagte er jener Frau des Tempelgehilfen folgendes: „Hier, diesen Graskranz lege jener Tochter auf den Kopf.“ Dann, nachdem jene Tempel­gehilfin jenen Graskranz ge­nommen hatte, legte sie (ihn) auf den Kopf jenes Mädchens. Sie wurde eine goldene Girlande, sehr hübsch, schön anzusehen, gefällig, nicht einmal im Frauenhaus des Königs gibt es eine derartige goldene Gir­lande. Die Menschen erzählten dem König von Magad­ha, Seniya Bimbisāra: „In dem Haus, oh Herr, jenes Tempelgehil­fen ist eine goldene Girlande, sehr hübsch, schön anzusehen, gefällig, nicht einmal im Frauenhaus des Königs gibt es eine derartige goldene Girlande. Woher hat jener Arme die­se? Zweifellos ist (sie) durch Dieb­stahl geholt worden.“ Da hat der König von Ma­gadha, Seniya Bimbisāra, jene Tempelge­hil­fenfamilie gefangen genommen.

Zum zweiten Mal, nachdem der ehrwürdige Pilinda­vaccha sich am frühen Morgen angezo­gen hatte, die Almosenscha­le und die Robe genommen hatte, ging er im Pilindadorf auf Almosengang. Dann, als der ehrwürdige Pilinda­vaccha im kleinen Pilin­dadorf, ohne (ein Haus) auszulassen, auf Almosengang ging, nä­herte er sich dem Anwesen jenes Tempelge­hilfen, dort angekommen fragte er die Nachbarn: „Wohin ist jene Tempelgehilfenfamilie gegan­gen?“—„Jene ist, Ver­ehrungswürdiger, aufgrund von einer golde­nen Girlande vom König gefangen genommen worden.“ Dann ging der ehrwürdige Pilindavaccha zum Anwe­sen des Königs von Magadha, Seniya Bimbi­sāra. Dort setzte er sich auf einem vor­bereite­ten Sitz nieder. Dann kam der König von Magadha, Seniya Bimbisāra zum ehrwürdi­gen Pilindavaccha. Dort, nachdem er den ehrwürdi­gen Pilinda­vaccha verehrt hatte, setzte er sich beiseite nie­der. Beiseite sitzend sagte dem König von Magadha, Seniya Bim­bisāra, der ehr­würdige Pilindavaccha folgendes:

„Warum, Großkönig, ist die Familie des Tempelgehilfen gefan­gen genommen?“—„Im Haus von jenen, Verehrungs­würdiger, war eine goldene Girlande, sehr hübsch, schön anzusehen, gefällig, nicht mal im Frauen­haus des Königs gibt es eine derartige golde­ne Girlan­de. Woher hat jener Arme diese? Zweifellos ist (sie) durch Dieb­stahl geholt worden. Da übte der ehrwürdige Pilinda­vaccha eine willentliche Macht aus: (möge) der Palast des Kö­nigs von Ma­gadha, Seniya Bimbisāra, aus Gold (sein). Jener wur­de vollstän­dig aus Gold. „Wo­her hast du, Großkönig, soviel Gold?“—„Ich verstehe, Verehrungswürdi­ger, daß du solche gei­stige Macht hast.“ Er ließ jene Tempelgehilfenfamilie frei.

Die Menschen waren erfreut und befriedigt: so sagt man von jenem Herrn Pilindavaccha, daß er vor dem König und seinem Gefolge übermenschli­che geistige Macht zeigte. Dem ehrwürdigen Pilindavaccha haben (sie) fünf Medizi­nen mitgebracht: Butter­schmalz, Butter, Öl, Ho­nig, Melasse. Der ehrwürdige Pilindavac­cha war von Natur aus einer, der viel be­kam. Wenn er die fünf Medizi­nen bekam, ver­teilte (er sie) in (seiner) Gruppe. Seine Gruppe besitzt viel, (nach­dem sie) bekam, füllten sie in Töpfe und Behälter und bewahr­ten (es) auf. Nachdem (sie) Stoffsiebe und Beutel ge­füllt ha­tten, hängten sie sie an die Fenster. Je­nes klebte und schmolz dauernd, überall waren Ratten. Nachdem die Menschen beim Gehen durch das Kloster (dieses) sahen, (wur­den sie) ver­ärgert, unru­hig, erregt: Diese Asketen, die Söhne aus dem Sa­kyage­schlecht, haben innen Lagerräume wie der König von Magad­ha, Seniya Bim­bisāra.

Es hörten die Mönche jene Menschen, die verärgert, unru­hig, erregt waren. Die Mönche, die mäßig waren, wurden ver­ärgert, unruhig, erregt: Wie können jene Mönche derartig der Üppigkeit nachgehen? Dann erzählten jene Mönche dem Erhabenen den Sach­verhalt. „Ist es wahr, wie man sagt, ihr Mönche, daß Mönche derartig der Üppigkeit nachgehen?“—„Das ist wahr, Erha­bener.“ Nachdem er getadelt hatte und eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Welche Medizinen die kranken Mönche zu sich nehmen dürfen, näm­lich: Butter­schmalz, Butter, Öl, Ho­nig, Melasse. Nachdem sie angenommen wurden, maxi­mal sieben Tage aufbewahrt wurden, soll man (sie) essen. Wer das über­schreitet, soll nach dem Gesetz behandelt werden (nis­saggiya Vergehen 23).“

Das Kapitel der erlaubten Medizin ist beendet.

4. Guḷādianujānanā

Nachdem der Erhabene in Sāvatthi, so lange es ihm gefiel, verweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Rājagaha auf. Da sah der ehrwürdige Kañkhārevata (Revata der Zweifler) unterwegs eine Zuckerfabrikation. Vom Weg abgegangen, sah er, daß in den Zucker Mehl und Melasse getan wurde. Das gesehen (dachte er): Nicht erlaubt ist Zucker, der mit Speise gemischt ist (Zucker = Medizin). Nicht erlaubt ist, (derartigen) Zucker zur Unzeit (nach Mittag) zu essen. So zweifelnd aß er mit seiner Gruppe keinen Zucker. Diejenigen, die meinten, darauf hören zu sollen, aßen auch keinen Zucker. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Zu welchem Zweck, ihr Mönche, wurde Mehl und Melasse in den Zucker getan?“—„Zum Zwecke der Verfestigung, Erhabener.“—„Wenn, ihr Mönche, zum Zwecke der Verfestigung Mehl und Melasse in den Zucker getan wird, heißt auch jenes nur Zucker. Ich erlaube, ihr Mönche, soviel Zucker, wie es euch gefällt, zu essen.“

Es sah der ehrwürdige Kañkhārevata unterwegs auf einem Kothaufen Mungobohnen wachsen. Das gesehen, (dachte er): Nicht erlaubt sind Mungobohnen, (sogar) gekochte Mungobohnen wachsen. (Er nahm an, die Mungobohnen waren gekocht worden, ausgeschieden worden und wuchsen trotzdem). So zweifelnd, aß er mit seiner Gruppe keine Mungobohnen. Diejenigen, die meinten, darauf hören zu sollen, aßen auch keine Mungobohnen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Selbst wenn gekochte Mungobohnen wachsen (würden), erlaube ich, ihr Mönche, soviel Mungobohnen, wie es euch gefällt, zu essen.“

Zu jener Zeit bekam ein gewisser Mönch das Magenwindgebrechen (Blähungen?). Jener trank gesalzenen Haferschleim. Dadurch verschwand das Gebrechen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, einem Kranken gesalzenen Haferschleim. Ein Gesunder (soll) es mit Wasser gemischt trinken.“

5. Antovuṭṭhādipaṭikkhepakathā

Dann, als der Erhabene allmählich seine Reise fortsetzte, kam er in Rājagaha an. Dort weilte der Erhabene in Rājagaha, im Walde Kalandakanivāpe (Eichhörnchenfutterplatz). Zu jener Zeit bekam der Erhabene Blähungen. Da (dachte) der ehrwürdige Ānanda: auch früher ist dem Erhabenen (durch) Reisschleim mit drei scharfen (Mitteln) die Blähung beruhigt geworden. Nachdem er selbst Sesam, Reis und Mungobohnen vorbereitet hatte, drinnen haltbar gemacht hatte, drinnen alles zusammen gekocht hatte, brachte er es dem Erhabenen: Möge der Erhabene den mit drei scharfen (Mitteln) versehenen Reisschleim trinken.

Wissend fragen die Vollendeten, wissend fragen sie nicht, die (rechte) Zeit wissend fragen sie, die (rechte) Zeit wissend fragen sie nicht. Mit Bedacht fragen Vollendete, nicht ohne Bedacht, Unbedachtes tun Vollendete nicht. In zwei Weisen fragt der Erhabene, Erwachte die Mönche: Um die Lehre zu verkünden oder den Hörern Regeln zu geben. Dann sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: „Woher, Ānanda, ist dieser Reisschleim?“ Da erzählte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen den Sachverhalt.

Da tadelte der Erhabene, Erwachte: „Das, Ānanda, ist nicht geeignet, nicht passend, nicht angemessen, nicht asketenwürdig, nicht erlaubt, nicht zu tun. Wie kannst du, Ānanda, zu derartiger Üppigkeit neigen. Daß, Ānanda, du drinnen haltbar machtest, das ist nicht erlaubt, daß du drinnen kochtest, das ist nicht erlaubt, daß du selbst kochtest, das ist nicht erlaubt. Das ist nicht, Ānanda, um die Unzufriedenen zufrieden zu stellen.“ Nachdem er getadelt hatte, eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Nicht soll man drinnen haltbar Gemachtes, drinnen Gekochtes, selbst Gekochtes essen. Wer so ißt, begeht ein dukkata Vergehen.“

Wenn, ihr Mönche, drinnen haltbar gemacht, drinnen gekocht, selbst gekocht, wenn man das essen würde, ist es ein dreifaches dukkata Vergehen. Wenn, ihr Mönche, drinnen haltbar gemacht, drinnen gekocht, ein anderer gekocht, wenn man das essen würde, ist es ein zweifaches dukkata Vergehen. Wenn, ihr Mönche, drinnen haltbar gemacht, draußen gekocht, selbst gekocht, wenn man das essen würde, ist es ein zweifaches dukkata Vergehen.

Wenn, ihr Mönche, draußen haltbar gemacht, drinnen gekocht, selbst gekocht, wenn man das essen würde, ist es ein zweifaches dukkata Vergehen. Wenn, ihr Mönche, drinnen haltbar gemacht, draußen gekocht, von einem anderem gekocht, wenn man das essen würde, ist es ein einfaches dukkata Vergehen. Wenn, ihr Mönche, draußen haltbar gemacht, drinnen gekocht, von einem anderen gekocht, wenn man das essen würde, ist es ein einfaches dukkata Vergehen. Wenn, ihr Mönche, draußen haltbar gemacht, draußen gekocht, selbst gekocht, wenn man das essen würde, ist es ein einfaches dukkata Vergehen. Wenn, ihr Mönche, draußen haltbar gemacht, draußen gekocht, von einem anderen gekocht, wenn man das essen würde, ist es kein dukkata Vergehen.

Zu jener Zeit (dachten) die Mönche: Selbst Gekochtes ist vom Erhabenen abgelehnt worden. Sie waren im Zweifel, ob bereits Gekochtes (wieder erwärmt werden darf). Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, das Erwärmen von vorher Gekochtem.“

Zu jener Zeit war in Rājagaha eine Hungersnot. Die Menschen brachten Salz, Öl, Reis und feste Speise zum Klosterbezirk. Die Mönche bewahrten jenes außerhalb (des Klosters) auf. Schädlinge aßen (es), Diebe stahlen (es). Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, drinnen haltbar zu machen.“ Drinnen haltbar gemacht, kochten (sie) draußen. Die von den Essensresten Lebenden standen darum herum. Die Mönche aßen ohne Vertrauen (wörtlich: mit einem gewissen Unwohlsein—weil Hungernde anwesend waren). Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, drinnen zu kochen.“ In der Hungersnot nahmen die Erlaubtmacher viel, wenig gaben sie den Mönchen. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, selbst zu kochen. Ich erlaube, ihr Mönche, drinnen haltbar Gemachtes, drinnen Gekochtes, selbst Gekochtes.“

Zu jener Zeit hatten viele Mönche in Kāsi die Regenzeit verbracht. Nach Rājagaha gehend, um den Erhabenen zu sehen, erhielten sie unterwegs nicht grobe Speise, feine Speise, Getränke, wie sie benötigten, aber viele eßbare Früchte gab es, (doch) keine Erlaubtmacher. Da kamen jene Mönche mit einem schwachen Körper nach Rājagaha zum Bambushain beim Eichhörnchenfutterplatz. Dann kamen sie zum Erhabenen. Nachdem sie den Erhabenen verehrt hatten, setzten sie sich beiseite nieder. Es war Brauch, daß der Erwachte, Erhabene mit den Gastmönchen freundliche Worte wechselt. Da sagte der Erhabene den Mönchen folgendes: „Wie geht es euch, ihr Mönche, wie fühlt ihr euch? Seid ihr den Weg hergekommen mit wenig Schwierigkeiten, wo seid ihr Mönche hergekommen?“

„Es geht, Erhabener, wir haben in Kāsi die Regenzeit verbracht. Nach Rājagaha gehend, um den Erhabenen zu sehen, erhielten wir unterwegs nicht grobe Speise, feine Speise, Getränke, wie wir benötigten, aber viele eßbare Früchte gab es, (doch) keine Erlaubtmacher. Da kamen wir mit einem schwachen Körper nach Rājagaha zum Bambushain beim Eichhörnchenfutterplatz.“ Dann, nachdem der Erhabene aus diesem Grund eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, wenn eßbare Früchte sichtbar sind, ein Erlaubtmacher nicht da ist, selbst sie genommen habend, mitgenommen habend, einen Erlaubtmacher gesehen habend, (sie) auf den Boden gelegt habend, (ihn) veranlaßt habend, sie zu geben, sie (die Früchte) zu essen. Ich erlaube, ihr Mönche, die aufgehobenen (Früchte) anzunehmen.“

6. Uggahitapaṭiggahaṇā

Zu jener Zeit bekam ein gewisser Brahmane neuen Sesam und neuen Honig. Da kam jenem Brahmanen folgender Gedanke: Wie, wenn ich nun den neuen Sesam und den neuen Honig dem Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze geben würde? Dann ging der Brahmane zum Erhabenen. Dort wechselte er freundliche Worte mit dem Erhabenen. Nachdem er freundliche Worte und die Begrüßung ausgetauscht hatte, stand er beiseite. Beiseite stehend sagte jener Brahmane dem Erhabenen folgendes: „Akzeptiere, Verehrungswürdiger, Herr Gotama, morgen das Essen zusammen mit dem Mönchssangha.“ Durch Schweigen nahm der Erhabene (die Einladung) an. Nachdem er wußte, daß der Erhabene annahm, ging der Brahmane fort.

Dann hat jener Brahmane, als die Nacht vergangen war, nachdem er veranlaßt hatte, daß feste und weiche Speisen vorbereitet wurden, dem Erhabenen ankündigen lassen: Es ist Zeit; Zeit ist es, Freund Gotama, bereitet ist das Essen. Dann, nachdem der Erhabene sich am Morgen angezogen hatte, die Almosenschale und die Robe genommen hatte, ging er zum Anwesen des Brahmanen. Dort angekommen setzte er sich auf den vorbereiteten Sitz nieder, zusammen mit dem Mönchssangha. Dann, nachdem jener Brahmane den Mönchssangha, mit dem Erwachten an der Spitze, mit vorzüglicher fester und weicher Speise bedient hatte, als der Erhabene gegessen hatte und die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzte er sich beiseite nieder. Nachdem er den beiseite sitzenden Brahmanen durch ein Lehrgespräch veranlaßt hatte, es zu verstehen, es aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, ist der Erhabene aufgestanden und fortgegangen.

Dann, nachdem der Erhabene nicht lange Zeit fortgegangen war, kam jenem Brahmanen folgender Gedanke: Zu welchem Zweck von mir der Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze eingeladen war, (nämlich) um neuen Sesam und neuen Honig zu geben, diese (Dinge) vergaß ich zu geben. So laß mich nun neuen Sesam und neuen Honig in Gefäßen und Behältern zum Klosterbezirk bringen lassen. Nachdem jener Brahmane veranlaßt hatte, daß neuer Sesam und neuer Honig in Gefäßen und Behältern zum Klosterbezirk gebracht wurde, ging er zum Erhabenen. Dort stand er beiseite. Beiseite stehend sagte jener Brahmane dem Erhabenen folgendes:

„Zu welchem Zweck, Freund Gotama, von mir der Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze eingeladen war, (nämlich) um neuen Sesam und neuen Honig zu geben, diese (Dinge) vergaß ich zu geben. Nehme dieses, Herr Gotama, an, neuen Sesam und neuen Honig.“—„Gib den Mönchen, Brahmane.“ Zu jener Zeit waren die Mönche, weil Hungersnot war, mit wenigem zufrieden. Sie lehnten, nachdem sie überlegten, ab. Der ganze Sangha war (so) zufrieden. Weil die Mönche unsicher waren, nahmen sie (es) nicht an. „Nehmt, ihr Mönche, an und eßt. Ich erlaube, ihr Mönche, daß ein genügend gegessen Habender, Hergebrachtes, nicht Übriggebliebenes ißt.“

7. Paṭiggahitādianujānanā

Zu jener Zeit schickte die den Upananda, den Sakyasohn, unterstützende Familie feste Speise für den Sangha: Nachdem der Herr Upananda davon unterrichtet wurde, soll es dem Sangha gegeben werden. Zu jener Zeit war der ehrwürdige Upananda, der Sakyasohn im Dorf auf Almosengang. Da fragten jene Menschen, nachdem sie zum Klosterbezirk gegangen waren, die Mönche: „Wo, Verehrungswürdiger, ist der Herr Upananda?“—„Dieser, Brüder, der ehrwürdige Upananda, der Sakyasohn, ist im Dorf auf Almosengang.“—„Diese feste Speise sollen wir dem Sangha geben, nachdem wir den Herrn Upananda davon unterrichtet haben.“ Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Jenes, ihr Mönche, soll, nachdem es angenommen wurde, bis Upananda zurückgekommen ist, hingestellt werden.“

Dann, nachdem der ehrwürdige Upananda, der Sakyasohn, vor dem Essen die Familien besucht hatte, kam er am Tag (also nach Mittag) zurück. Zu jener Zeit sind die Mönche in der Hungersnot auch mit wenigem zufrieden. Sie lehnten, nachdem sie überlegten, ab. Der ganze Sangha war zufrieden. Weil die Mönche zweifelten, nahmen sie (es) nicht an. „Nehmt, ihr Mönche, an und eßt. Ich erlaube, ihr Mönche, zu essen, was vor Mittag angenommen worden ist und nicht übriggeblieben ist, auch von einem genügend gegessen Habenden.“

Nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Rājagaha geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Sāvatthi auf. Allmählich wandernd kam er in Sāvatthi an. Dort weilte der Erhabene in Sāvatthi im Jetahain im Klosterbezirk des Anāthapindika. Zu jener Zeit hatte der ehrwürdige Sāriputta eine Krankheit mit Körperbrennen (Fieber?). Dann ist der ehrwürdige Mahāmoggallāna zum ehrwürdigen Sāriputta gekommen. Dort sagte er dem ehrwürdigen Sāriputta folgendes: „Wodurch, Bruder Sāriputta, wurde früher das Fieber besser?“—„Durch Lotuswurzeln und -fasern, Bruder.“ Da ist der ehrwürdige Mahāmoggallāna, so schnell wie ein kräftiger Mann den gebeugten Arm streckt oder den gestreckten Arm beugt, aus dem Jetahain verschwunden und am Ufer des Mandākinīsees erschienen.

Da sah ein gewisser Elefant den ehrwürdigen Mahāmoggallāna aus der Ferne kommen. Das gesehen, sagte er dem ehrwürdigen Mahāmoggallāna folgendes: „Möge der verehrungswürdige Herr Mahāmoggallāna kommen, willkommen verehrungswürdiger Herr Mahāmoggallāna. Wessen bedarf der verehrungswürdige Herr? Was soll ich geben?“—„Ich benötige, Bruder, Lotuswurzeln und -fasern.“ Dann sprach der Elefant einen anderen Elefanten an: „Gib diesem Herrn, Freund, so viele Lotuswurzeln und -fasern, wie er benötigt.“ Dann, nachdem jener Elefant in den See Mandākinī hineingestiegen war, Lotuswurzeln und -fasern mit dem Rüssel herausgezogen hatte, sorgfältig abgewaschen hatte, zu einem Bündel gebündelt hatte, kam er (damit) zum ehrwürdigen Mahāmoggallāna.

Da ist der ehrwürdige Mahāmoggallāna, so schnell wie ein kräftiger Mann den gebeugten Arm streckt oder den gestreckten Arm beugt, vom Mandākinīsee verschwunden und im Jetahain erschienen. Auch jener Elefant verschwand vom Ufer des Mandākinīsees und erschien im Jetahain. Dann, nachdem jener Elefant dem ehrwürdigen Mahāmoggallāna die Lotuswurzeln und -fasern angeboten hatte, verschwand er vom Jetahain und erschien am Ufer des Mandākinīsees wieder. Dann brachte der ehrwürdige Mahāmoggallāna dem ehrwürdigen Sāriputta die Lotuswurzeln und -fasern hin. Da verschwand die Krankheit des Körperbrennens bei dem ehrwürdigen die Lotuswurzeln und -fasern gegessen habenden Sāriputta. Es gab viele übriggebliebene Lotuswurzeln und -fasern.

Zu jener Zeit sind die Mönche, weil Hungersnot war, auch mit wenigem zufrieden. Sie lehnten, nachdem sie überlegten ab. Der ganze Sangha war zufrieden. Weil die Mönche unsicher waren, nahmen sie (es) nicht an. „Ich erlaube, ihr Mönche, was im Wald und im See wächst, was nicht übriggeblieben ist, zu essen, auch von einem gegessen Habenden.“

Zu jener Zeit gab es in Sāvatthi viele Speisefrüchte, aber keine Erlaubtmacher. Die Mönche waren unsicher und aßen die Früchte nicht. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, Früchte ohne Samen oder denen der Samen entfernt wurde zu essen, ohne daß sie erlaubt (gegeben) sind.“

8. Satthakammapaṭikkhepakathā

Dann, nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Sāvatthi geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Rājagaha auf. Nach und nach wandernd kam er in Rājagaha an. Dort weilte der Erhabene in Rājagaha am Eichhörnchenfutterplatz im Bambushain. Zu jener Zeit hatte ein gewisser Mönch eine Fistel. Der Arzt Ākāsagotta nahm eine Operation vor. Dann, während der Erhabene einen Klosterrundgang machte, kam er zur Behausung dieses Mönches.

Es sah der Arzt Ākāsagotta den Erhabenen von Ferne herankommen. Dies gesehen sagte er dem Erhabenen folgendes: „Möge der Herr Gotama kommen, dieses Rektum sieht aus wie ein Leguanmaul.“ Dann, (dachte) der Erhabene, dieser törichte Mensch verspottet mich, und schweigend wandte er sich um (und ging zurück). Nachdem er aus diesem Grund, aus diesem Anlaß den Mönchssangha zusammengerufen hatte, befragte er die Mönche: „Es ist, so wird gesagt, ihr Mönche, in jenem Kloster ein Mönch krank?“—„So ist es, Erhabener.“—„Welches Gebrechen, ihr Mönche, hat jener Mönch?“—„Jener Ehrwürdige, Verehrungswürdiger, hat eine Fistel, der Arzt Ākāsagotta hat ihn operiert.“

Da hat der Erhabene, Erwachte getadelt: „Das ist nicht geeignet, nicht passend, nicht angemessen, nicht asketenwürdig, nicht erlaubt, nicht zu tun. Wie kann nämlich, ihr Mönche, jener törichte Mensch im Intimbereich eine Operation vornehmen lassen. Der Intimbereich hat zarte Haut, schlecht heilt die Wunde, schwierig zu handhaben ist das Messer. Das ist nicht, um die Unzufriedenen zufrieden zu stellen.“ Nachdem er getadelt hatte und eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Nicht soll man im Intimbereich eine Operation vornehmen lassen. Wer so tun würde, begeht ein thullaccaya Vergehen.“

Zu jener Zeit hat die Sechsergruppe Mönche (gedacht), der Erhabene hat Operationen abgelehnt. Sie machten ein Klistier. Diejenigen Mönche, die mäßig waren, wurden verärgert, unruhig, erregt: Wie kann die Sechsergruppe Mönche Klistiere machen lassen? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ist es richtig, wie man sagt, ihr Mönche, daß die Sechsergruppe Mönche Klistiere machen läßt?“—„Das ist wahr, Erhabener.“ Nachdem er getadelt hatte und eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Nicht, ihr Mönche, soll man eine Operation innerhalb einer Breite von zwei Fingern um den Intimbereich herum vornehmen lassen oder ein Klistier machen lassen. Wer so tut, begeht ein thullaccaya Vergehen.“

9. Manussamaṃsapaṭikkhepakathā

Dann, nachdem der Erhabene solange, es ihm gefiel in Rājagaha geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Barānasi auf. Nach und nach wandernd kam er in Barānasi an. Dort weilt der Erhabene im Gazellenhain von Isipatana. Zu jener Zeit hatten in Barānasi der Laienanhänger Suppiyo und die Laienanhängerin Suppiyā Vertrauen gewonnen, waren Spender, Wohltäter, Sanghaunterstützer. Dann hat die Laienanhängerin Suppiyā, nachdem sie zum Klosterbezirk gegangen war, von Behausung zu Behausung, von Mönchzelle zu Mönchzelle gegangen war, die Mönche befragt: „Wer, Verehrungswürdige, ist ein Kranker, wem möge was hergebracht werden?“

Zu jener Zeit hatte ein gewisser Mönch Abführmittel getrunken. Da sagte jener Mönch der Laienanhängerin Suppiyā folgendes: „Schwester, von mir ist Abführmittel getrunken worden, ich habe Bedarf an Fleischbrühe.“—„Ja gut, Herr, ich werde es bringen lassen.“ Nachdem (sie) nach Haus gegangen war, beauftragte sie einen Diener: „Gehe, Freund, bringe in Erfahrung, ob es frisches rohes Fleisch gibt.“—„So sei es, Meisterin.“ Nachdem jener Mensch dies der Laienanhängerin Suppiyā geantwortet hatte, ging er in ganz Barānasi herum und fand kein frisches rohes Fleisch. Dann ist jener Mensch zur Laienanhängerin Suppiyā hingegangen. Dort hat er der Laienanhängerin Suppiyā folgendes gesagt: „Nicht gibt es frisches, rohes Fleisch, heute ist das Töten verboten.“

Da kam der Laienanhängerin Suppiyā folgender Gedanke: Wenn der kranke Mönch die Fleischbrühe nicht bekommt, wird seine Krankheit mehr werden oder er wird sterben. Das ist unangemessen für mich, nachdem ich zugestimmt habe, nicht dorthin bringen zu lassen. Nachdem sie ein Schlachtermesser genommen hatte, aus ihrem Oberschenkel Fleisch herausgeschnitten hatte, gab sie (es) einer Dienerin: „Schau hier, nachdem du dieses Fleisch zubereitet hast, in jenem Kloster ist ein kranker Mönch, dem gib (es). Wenn jemand nach mir fragt, antworte: sie ist krank.“ Nachdem sie den Oberschenkel mit dem Obergewand umwickelt hatte, in den Innenraum eingetreten war, legte sie sich ins Bett.

Dann, nachdem der Laienanhänger Suppiyo zum Haus gekommen war, fragte er die Dienerin: „Wo ist Suppiyā?“—„Herr, sie hat sich im Innenraum niedergelegt.“ Da ging der Laienanhänger Suppiyo zur Laienanhängerin Suppiyā. Dort sagte der Laienanhänger Suppiyo folgendes: „Warum liegst du?“—„Ich bin krank.“—„Welche Krankheit hast du?“ Da erzählte die Laienanhängerin Suppiyā dem Laienanhänger Suppiyo den Sachverhalt. Da (dachte) der Laienanhänger Suppiyo: das ist wahrlich ein Wunder, das ist wahrlich wundervoll, wie weit Suppiyā Vertrauen hat, vertrauensvoll ist, daß sie sogar eigenes Fleisch verschenkt. Gibt es irgend etwas anderes bei ihr, daß sie nicht geben würde? Erfreut und begeistert ging (er) zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder.

Beiseite sitzend sagte der Laienanhänger Suppiyo dem Erhabenen folgendes: „Möge der Erwachte, Erhabene morgen das Essen zusammen mit dem Mönchssangha annehmen. Durch Schweigen nahm der Erhabene an. Dann, nachdem der Laienanhänger Suppiyo gewußt hat, daß der Erhabene angenommen hatte, stand er vom Sitz auf, verehrte den Erhabenen, umrundete ihn rechts und ging fort. Dann hat der Laienanhänger Suppiyo, als die Nacht vergangen war, nachdem er vorzügliche feste und weiche Speisen hatte zubereiten lassen, dem Erhabenen die Zeit ankündigen lassen: Es ist Zeit, Verehrungswürdiger, das Essen ist bereitet. Dann hat der Erhabene, nachdem er am Morgen sich angezogen hatte, Robe und Almosenschale genommen hatte, zur Behausung des Laienanhängers Suppiyo gegangen war, sich auf dem vorbereiteten Sitz niedergelassen, zusammen mit dem Mönchssangha.

Da kam der Laienanhänger Suppiyo zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, stand er beiseite. Dem beiseite stehenden Laienanhänger Suppiyo sagte der Erhabene folgendes: „Wo ist Suppiyā?“—„Sie ist krank, Erhabener.“—„Möge sie herkommen.“—„Sie kann nicht, Erhabener.“—„Dann, bringt (sie), sie gestützt habend her.“ Da brachte der Laienanhänger Suppiyo, nachdem er die Laienanhängerin Suppiyā gestützt hatte, her. Bei ihr wuchs durch das Erblicken des Erhabenen die große Wunde zusammen mit guter Haut und Körperbehaarung.

Da dachte der Laienanhänger Suppiyo und die Laienanhängerin Suppiyā: Das ist wirklich ein Wunder, das ist wahrlich ein Mirakel, diese große (geistige Wunder)kraft, diese Macht, die der Vollendete besitzt. Nur durch das Erblicken des Erhabenen wuchs die große Wunde zusammen mit guter Haut und Körperbehaarung. Nachdem sie erfreut und begeistert eigenhändig den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze versorgt hatten, zufriedengestellt hatten, der Erhabene gegessen hatte und die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzten sie sich beiseite nieder. Dann, nachdem der Erhabene den Laienanhänger Suppiyo und die Laienanhängerin Suppiyā durch eine Lehrrede veranlaßt hatte, zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, stand er vom Sitz auf und ging fort.

Dann, nachdem der Erhabene aus diesem Anlaß, in diesem Zusammenhang den Mönchssangha zusammengerufen hatte, befragte er die Mönche: „Wer, ihr Mönche, hat die Laienanhängerin Suppiyā wissen lassen, (daß) Fleisch (benötigt wird)?“ Nachdem das gesagt wurde, sagte jener Mönch folgendes: „Ich, Verehrungswürdiger, ließ die Laienanhängerin Suppiyā wissen, daß Fleisch (benötigt wird).“—„Wurde es hergebracht, Mönch?“—„Es wurde hergebracht, Erhabener.“—„Aßest du es, Mönch?“—„Ich aß es, Erhabener.“—„Fragtest du nach (welches Fleisch es ist) Mönch?“—„Nicht fragte ich nach, Erhabener.“

Da tadelte der Erwachte, Erhabene. „Wie kannst du, du törichter Mensch, Fleisch essen, ohne nachgefragt zu haben. Menschenfleisch aßest du, du törichter Mensch. Das ist nicht, törichter Mensch, um die Unzufriedenen zufrieden zu stellen.“ Nachdem er getadelt hatte und eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Es gibt, ihr Mönche, Menschen mit Vertrauen und Zuversicht, diese würden sogar eigenes Fleisch schenken. Nicht soll man, ihr Mönche, Menschenfleisch essen. Wer so ißt, begeht ein thullaccaya Vergehen. Nicht, ihr Mönche, soll man Fleisch essen, ohne nachgefragt zu haben. Wer so ißt, begeht ein dukkata Vergehen.“

10. Hatthi­maṃsā­di­paṭik­khepa­kathā

Zu jener Zeit starben Königselefanten. In der Hungersnot aßen die Menschen Elefantenfleisch. Den Mönchen, die auf Almosengang gingen, gaben sie Elefantenfleisch. Die Mönche aßen Elefantenfleisch. Die Menschen wurden verärgert, unruhig, erregt: Wie können die Asketen, die Söhne aus dem Sakyageschlecht Elefantenfleisch essen? Elefanten gehören dem König. Wenn der König das erfahren würde, dann wird er darüber nicht erfreut sein. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll man Elefantenfleisch essen, wer so essen würde, begeht ein dukkata Vergehen.“

(Wiederholung von 10 mit: „Pferde.“)

Zu jener Zeit aßen die Menschen in der Hungersnot Hundefleisch. Den Mönchen, die auf Almosengang gingen, gaben sie Hundefleisch. Die Mönche aßen Hundefleisch. Die Menschen wurden verärgert, unruhig, erregt: Wie können die Asketen, die Söhne aus dem Sakyageschlecht Hundefleisch essen? Hunde sind eklig und widerwärtig. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht, ihr Mönche, soll man Hundefleisch essen, wer so essen würde, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit aßen die Menschen in der Hungersnot Schlangenfleisch. Den Mönchen, die auf Almosengang gingen, gaben sie Schlangenfleisch. Die Mönche aßen Schlangenfleisch. Die Menschen wurden verärgert, unruhig, erregt: Wie können die Asketen, die Söhne aus dem Sakyageschlecht Schlangenfleisch essen? Schlangen sind eklig und widerwärtig. Auch der Nāgakönig Supassa kam zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, stand er beiseite. Beiseite stehend sagte der Nāgakönig Supassa dem Erhabenen folgendes: „Es gibt, Verehrungswürdiger, Nāgas ohne Vertrauen, ohne Klarheit. Jene werden auch wegen Kleinigkeiten die Mönche verletzen. Gut wäre es, Verehrungswürdiger, wenn die Herren kein Schlangenfleisch essen würden.“ Dann, nachdem der Erhabene den Nāgakönig Supassa durch eine Lehrrede veranlaßt hatte, zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, stand er vom Sitz auf und ging fort. Dann, nachdem der Erhabene aus diesem Anlaß eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Nicht soll man, ihr Mönche, Schlangenfleisch essen. Wer so essen würde, begeht ein dukkata Vergehen.“

Zu jener Zeit hatten Jäger einen Löwen getötet und aßen das Fleisch. Den Mönchen, die auf Almosengang gingen, gaben sie Löwenfleisch. Die Mönche, nachdem sie Löwenfleisch gegessen hatten, verweilten im Wald. Die Löwen griffen die Mönche aufgrund des Löwenfleischgeruchs an. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Nicht soll man, ihr Mönche, Löwenfleisch essen. Wer so essen würde, begeht ein dukkata Vergehen.“

(Wiederholung von 14 mit: Tiger, Leopard, Bär, Hyäne)

11. Yāgumadhugoḷakānujānanā

Dann, nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Barānasi geweilt hatte, brach er zu einer Wanderung nach Andhakavinda auf mit einer großen Mönchsgemeinde mit 1250 Mönchen. Zu jener Zeit folgten die Menschen des Landes, nachdem sie viel Salz, Öl, Reis und Speise auf einen Karren getan hatten, dem Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze dichtauf, (so denkend): Wenn wir an der Reihe sind, dann werden wir Essen machen. Es gab eine Menge von 500 Essenresteessern. Dann ist der Erhabene nach und nach wandernd in Andhakavinda angekommen.

Dann kam einem gewissen Brahmanen, weil er nicht an die Reihe kam, folgender Gedanke: Es sind zwei Monate vergangen, daß ich dem Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze nachfolge, um an die Reihe zu kommen, das Essen zu bereiten. Nicht komme ich an die Reihe. Ich bin allein, viele meiner häuslichen Angelegenheiten gehen verlustig. Was wäre, wenn ich in der Speisehalle schauen würde? Was ich in der Speisehalle nicht sehe, das werde ich zubereiten. Dann hat jener Brahmane in die Speisehalle sehend zwei (Dinge) nicht gesehen: Reisschleim und Honigkugeln.

Dann kam jener Brahmane zum ehrwürdigen Ānanda. Dort sagte er dem ehrwürdigen Ānanda folgendes: Hier, Freund Ānanda, als ich nicht an die Reihe kam, kam mir folgender Gedanke: Es sind zwei Monate vergangen, daß ich dem Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze nachfolge, um an die Reihe zu kommen, das Essen zu bereiten. Nicht komme ich an die Reihe. Ich bin allein, viele meiner häuslichen Angelegenheiten gehen verlustig. Was wäre, wenn ich in die Speisehalle schauen würde? Was ich in der Speisehalle nicht sehe, das werde ich zubereiten. Da sah ich, Freund Ānanda, in die Speisehalle schauend zwei (Sachen) nicht, Reisschleim und Honigkugeln. Wenn ich, Freund Ānanda, Reisschleim und Honigkugeln zubereiten würde, würde dies der Herr Gotama annehmen?“—„Darüber, Brahmane, werde ich den Erhabenen befragen.“

Da hat der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen den Sachverhalt erzählt. „Wenn das so ist, Ānanda, möge (er) zubereiten.“—„Wenn das so ist, Brahmane, bereite zu.“ Dann hat jener Brahmane, als die Nacht vergangen war, nachdem er viel Reisschleim und Honigkugeln zubereitet hatte, (sie) dem Erhabenen angeboten: „Möge der Herr Gotama dieses Annehmen, Reisschleim und Honigkugeln.“—„Also, Brahmane, gib es den Mönchen.“ Die zweifelnden Mönche nahmen nicht an. „Nehmt an, ihr Mönche, und eßt.“ Dann, nachdem jener Brahmane den Mönchssangha, mit dem Erwachten an der Spitze, mit viel Reisschleim und Honigkugeln eigenhändig bedient und versorgt hatte, setzte er sich beiseite beim Erhabenen nieder, der seine Hände gewaschen und von der Almosenschale zurückgezogen hatte.

Beiseite sitzend sagte der Erhabene dem Brahmanen folgendes: „Zehn Vorteile, Brahmane, hat Reisschleim. Welche zehn? (Wer) Reisschleim gibt, gibt Lebenskraft, gibt Schönheit, gibt Behagen, gibt Kraft, gibt Geisteskraft. Reisschleim getrunken, vertreibt Hunger, beseitigt Durst, reguliert die (Körper)winde, reinigt die Blase, verdaut unverdaute Reste. Das sind die zehn Vorteile des Reisschleims.

Wer rechtzeitig und angemessen Reisschleim gibt,
den gezügelten, die von den von anderen gegebenen Speisen leben,
dem werden zehn Dinge zufallen:
Lebenskraft, Schönheit, Behagen, Kraft,

(auch) entsteht ihm dadurch Geisteskraft,
(er) beseitigt den Hunger und den Durst und den Wind,
reinigt die Blase, verdaut (gut) das Essen.
Diese Medizin wurde vom Vollendeten gelobt.

Daher sollte von einem Menschen, der sich Glück wünscht,
Reisschleim gegeben werden—
von einem Menschen der sich himmlisches Glück wünscht,
der menschlichen Reichtum begehrt.

Dann, nachdem der Erhabene jenen Brahmanen mit diesem Vers erfreut hatte, stand er vom Sitz auf und ging fort. Dann, nachdem der Erhabene in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, Reisschleim und Honigkugeln.“

12. Taruṇapasannamahāmattavatthu

Es hörten die Menschen: Der Erhabene, so sagt man, erlaubt Reisschleim und Honigkugeln. Sie bereiteten rechtzeitig (vormittags) festeren Reisschleim und Honigkugeln zu. Da die Mönche (schon vorher) von dem festeren Reisschleim und den Honigkugeln gesättigt waren, aßen sie in der Speisehalle nicht soviel wie erwartet. Zu jener Zeit hatte ein gewisser neu Vertrauen gewonnen habender Großminister den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze für den nächsten Tag eingeladen. Da kam dem neu Vertrauen gewonnen habenden Großminister folgender Gedanke: Wenn ich nun für die 1250 Mönche 1250 Fleischschüsseln vorbereiten würde, und für jeden einzelnen Mönch eine einzelne Fleischschüssel hinbringen würde?

Da ließ jener neu Vertrauen gewonnen habende Großminister, nachdem die Nacht vergangen war, nachdem (er) vorzügliche feste und weiche Speise hatte zubereiten lassen, und 1250 Fleischschüsseln, dem Erhabenen die Zeit ankündigen: „Zeit ist es, Verehrungswürdiger, das Essen ist bereitet.“ Dann ist der Erhabene, nachdem er am Morgen aufgestanden war, Robe und Almosenschale genommen hatte, zu dem Anwesen jenes neu Vertrauen gewonnen habenden Großministers gegangen. Dort setzte er sich auf den vorbereiteten Sitz nieder zusammen mit dem Mönchssangha.

Dann hat jener neu Vertrauen gewonnen habende Großminister die Mönche in der Speisehalle bedient. Die Mönche sagten folgendes: „Gib wenig, Bruder, gibt wenig, Bruder.“—„Mögt ihr, Verehrungswürdige, nicht so wenig annehmen, (denkend) dies ist ein neu Vertrauen gewonnen habender Großminister. Viel feste und weiche Speise wurde zubereitet und 1250 Fleischschüsseln, für jeden einzelnen Mönch werde ich eine einzelne Fleischschüssel hinbringen. Nehmt soviel an, Verehrungswürdige, wie ich gebe.“—„Nicht nehmen wir aus diesem Grunde, Bruder, wenig an, wir wurden sehr früh durch festeren Reisschleim und Honigkugeln gesättigt, darum nehmen wir so wenig an.“

Da wurde der neu Vertrauen gewonnen habende Großminister verärgert, unruhig, erregt: Wie können die Ehrwürdigen, von mir eingeladen, festeren Reisschleim von anderen essen, bin ich nicht fähig so viel zu geben, (daß sie satt werden)? Ärgerlich, mißvergnügt, schimpfend ging er um die Almosenschale der Mönche zu füllen (sagend): „Eßt oder nehmt es mit.“ Dann hat der neu Vertrauen gewonnen habende Großminister, nachdem er den Mönchssangha, mit dem Erwachten an der Spitze, eigenhändig mit vorzüglicher fester und weicher Speise bedient und versorgt hatte, sich seitwärts vom Erhabenen gesetzt, als der gegessen hatte und die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte. Dann, nachdem der Erhabene den seitwärts sitzenden neu Vertrauen gewonnen habenden Großminister durch ein Lehrgespräch veranlaßt hatte, es zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, stand er vom Sitz auf und ging fort.

Dann entstand bei dem neu Vertrauen gewonnen habenden Großminister, kurz nachdem der Erhabene fortgegangen war, Zweifel und Reue: Das ist ein Nachteil für mich, kein Vorteil, schlechtes erhielt ich, nichts gutes; ärgerlich, mißvergnügt, schimpfend ging ich um die Almosenschale der Mönche zu füllen (sagend): „Eßt oder nehmt es mit.“ Habe ich nun viel Verdienst erzeugt oder Nichtverdienst? Dann kam jener neu Vertrauen gewonnen habende Großminister zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend sagte jener neu Vertrauen gewonnen habende Großminister dem Erhabenen folgendes: „Kurz nachdem der Erhabene fortgegangen war, kam mir Zweifel und Reue: Das ist ein Nachteil für mich, kein Vorteil, schlechtes erhielt ich, nichts gutes, ärgerlich, mißvergnügt, schimpfend ging ich um die Almosenschale der Mönche zu füllen (sagend): „Eßt oder nehmt es mit.“ Habe ich nun viel Verdienst erzeugt oder Nichtverdienst?“

„Seitdem du, Bruder, den Mönchssangha, mit dem Buddha an der Spitze, für morgen eingeladen hast, seitdem entstand dir viel Verdienst. Seitdem von einem jeden Mönch eine von deinen Reisportionen angenommen wurde, entstand dir viel Verdienst, der Himmel ist dir sicher.“ Da dachte jener neu Vertrauen gewonnen habende Großminister: Es heißt Vorteil ist mir, es heißt Gutes erhielt ich, es heißt viel Verdienst habe ich erzeugt, es heißt der Himmel ist mir sicher. Erfreut und begeistert stand er vom Sitz auf. Nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, ihn rechts umrundet hatte, ging er fort.

Dann, nachdem der Erhabene in diesem Zusammenhang aus diesem Anlaß den Mönchssangha zusammengerufen hatte, befragte er die Mönche: „Ist es wahr, Mönche, daß Mönche von einem eingeladen, eines anderen festeren Reisschleim gegessen haben?“—„Das ist wahr, Erhabener.“ Da tadelte der Erwachte, Erhabene: „Wie können jene Mönche, jene törichten Menschen, von einem eingeladen, eines anderen festeren Reisschleim essen? Nicht ist das, um die Unzufriedenen zufrieden zu stellen.“ Nachdem er getadelt hatte, eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Nicht soll man, ihr Mönche, von einem eingeladen, eines anderen festeren Reisschleim essen. Wer so ißt, soll nach dem Gesetz behandelt werden.“

13. Belaṭṭhakaccānavatthu

Dann, nachdem der Erhabene in Andhakavinda so lange es ihm gefiel, geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Rājagaha auf, mit einem großen Mönchssangha von 1250 Mönchen. Zu jener Zeit war Belattha Kaccāna auf einem langen Weg von Rājagaha nach Andhakavinda mit 500 Karren alle mit Zuckergefäßen gefüllt. Als der Erhabene Belattha Kaccāna aus der Ferne kommen sah, ging er vom Wege ab und setzte sich am Fuße irgendeines Baumes nieder.

Da kam Belattha Kaccāna zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, stand er beiseite. Beiseite stehend sagte Belattha Kaccāna zum Erhabenen folgendes: „Ich wünsche, Verehrungswürdiger, jedem einzelnen Mönch ein Zuckergefäß zu geben.“—„Wenn das so ist, Kaccāna hole ein Zuckergefäß.“—„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem Belattha Kaccāna dies dem Erhabenen geantwortet hatte, ein Zuckergefäß genommen hatte, zum Erhabenen gekommen war, sagte er dort dem Erhabenen folgendes: „Geholt ist das Zuckergefäß, wie soll ich mich, Verehrungswürdiger, verhalten?“—„Wenn das so ist, gebe den Mönchen Zucker.“

„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem Belattha Kaccāna dem Erhabenen das geantwortet hatte, den Mönchen Zucker gegeben hatte, sagte er dem Erhabenen folgendes: „Gegeben, Verehrungswürdiger, habe ich den Mönchen Zucker, viel Zucker habe ich übrigbehalten. Wie soll ich mich jetzt, Verehrungswürdiger, verhalten?“—„Wenn das so ist, Kaccāna, gebe den Mönchen so viel Zucker, wie sie wollen.“—„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem Belattha Kaccāna dem Erhabenen das geantwortet hatte, den Mönchen soviel Zucker gegeben hatte, wie sie wollen, sagte er dem Erhabenen folgendes: „Gegeben, Verehrungswürdiger, habe ich den Mönchen soviel Zucker, wie sie wollen, viel Zucker habe ich übrigbehalten. Wie soll ich mich jetzt, Verehrungswürdiger, verhalten?“—„Wenn das so ist, Kaccāna, versorge die Mönche mit Zucker.“—„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem Belattha Kaccāna dem Erhabenen das geantwortet hatte, versorgte er die Mönche mit Zucker. Einige Mönche hatten die Almosenschale gefüllt, das Sieb gefüllt, den Beutel gefüllt.

Nachdem Belattha Kaccāna die Mönche mit Zucker versorgt hatte, sagte er dem Erhabenen folgendes: „Versorgt, Verehrungswürdiger, sind die Mönche mit Zucker, viel Zucker ist übriggeblieben, wie soll ich mich, Verehrungswürdiger verhalten?“—„Wenn das so ist, Kaccāna, gebe den Essensresteessern Zucker.“—„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem Belattha Kaccāna dem Erhabenen das geantwortet hatte, den Essensresteessern Zucker gegeben hatte, sagte er dem Erhabenen folgendes: „Gegeben, Verehrungswürdiger, habe ich den Essensresteessern Zucker, viel Zucker habe ich übrigbehalten. Wie soll ich mich jetzt, Verehrungswürdiger, verhalten?“—„Wenn das so ist, Kaccāna, gebe den Essensresteessern so viel Zucker wie sie wollen.“

„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem Belattha Kaccāna dem Erhabenen das geantwortet hatte, den Essensresteessern soviel Zucker gegeben hatte, wie sie wollen, sagte er dem Erhabenen folgendes: „Gegeben, Verehrungswürdiger, habe ich den Essensresteessern soviel Zucker, wie sie wollen, viel Zucker habe ich übrigbehalten. Wie soll ich mich jetzt, Verehrungswürdiger, verhalten?“—„Wenn das so ist, Kaccāna, versorge die Essensresteesser mit Zucker.“—„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem Belattha Kaccāna dem Erhabenen das geantwortet hatte, versorgte er die Essensresteessern mit Zucker. Einige Essensresteesser hatte die Töpfe und Behälter gefüllt, Körbe und Kleider (Taschen) gefüllt.

Nachdem Belattha Kaccāna die Essensresteesser mit Zucker versorgt hatte, sagte er dem Erhabenen folgendes: „Versorgt, Verehrungswürdiger, sind die Essensresteesser mit Zucker, viel Zucker ist übriggeblieben, wie soll ich mich, Verehrungswürdiger verhalten?“—„Nicht sehe ich einen, Kaccāna, in der Welt mit ihren Göttern, Māras, Brahmas, Asketen und Brahmanen, Menschheit und Gottheit, der diesen Zucker genossen, ihn recht verdauen könnte, mit Ausnahme des Vollendeten oder einem Schüler des Vollendeten. Wenn das so ist, Kaccāna, wirf den Zucker fort, wo nichts Grünes ist, oder schütte ihn in Wasser, wo keine Lebewesen sind.“—„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem Belattha Kaccāna dies geantwortet hatte, schüttete er den Zucker in Wasser, wo keine Lebewesen waren.

Dann, als der Zucker in das Wasser geworfen wurde, entstand ein Zischen und ein Brodeln mit Qualm und Dampf. Genauso wie, wenn eine Pflugschar am Tage erhitzt in Wasser geworfen wird es zischt, brodelt, qualmt und dampft, genauso entstand, als der Zucker in das Wasser geworfen wurde, ein Zischen und ein Brodeln mit Qualm und Dampf. Da war Belattha Kaccāna stark bewegt, ihm sträubten sich die Haare und er kam zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich seitwärts nieder.

Dem beiseite sitzenden Belattha Kaccāna gab der Erhabene eine einführende Rede in folgender Weise: Er sprach über das Geben, die Sittlichkeit, den Himmel, das Elend, die Nichtigkeit und die Verderbtheit der Sinnesgenüsse, die Vorteile des Verzichtes. Als der Erhabene wußte, daß Belattha Kaccāna in der Gemütsverfassung zugänglich, sanft, unvoreingenommen, froh, hell war, da hat er dies verkündigt, nämlich die zusammengefaßte Lehre der Buddhas, nämlich vom Leid, seiner Entstehung, seiner Überwindung, den Weg dazu. Genauso, wie ein sauberer, fleckenloser Stoff gut Farbe annehmen würde, so ging Belattha Kaccāna dort auf dem Sitz das reine klare Auge der Wahrheit auf: Wenn irgendwas als seine Eigenschaft das Entstehen hat, alles das hat als eine Eigenschaft das Vergehen.

Dann sagte Belattha Kaccāna, nachdem er die Wahrheit gesehen, die Wahrheit erlangt, die Wahrheit verstanden, die Wahrheit durchdrungen, den Zweifel überwunden, die Ungewißheit beseitigt, die vollkommene Zuversicht aus eigener Kraft in der Lehre erlangt hatte, folgendes: „Sehr, sehr gut, Verehrungswürdiger, wie wenn (man) etwas Umgedrehtes richtig hinstellen würde oder etwas Verdecktes aufdecken würde oder einem Verirrten den Weg zeigen würde oder wie wenn man in der Dunkelheit eine Öllampe hinhalten würde, damit, wer Augen hat, die Gestalten sieht, genauso hat der Erhabene auf verschiedene Weise die Lehre verkündet. Ich, Erhabener, nehme meine Zuflucht zum Erhabenen, zur Lehre als auch zum Mönchssangha, der Erhabene möge mich als Laienanhänger annehmen, der von heute an für das ganze Leben seine Zuflucht genommen hat.“

Dann kam der Erhabene allmählich reisend in Rājagaha an. Da hat der Erhabene in Rājagaha im Bambushain Kalandakanivāpa verweilt. Zu jener Zeit gab es in Rājagaha Zucker im Überfluß. Die Mönche (dachten), der Erhabene hat Zucker (nur) den Kranken erlaubt, nicht den Nichtkranken. Zweifelnd aßen sie keinen Zucker. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, dem Kranken Zucker, dem Nichtkranken Zuckerwasser.“

14. Pāṭaligāmavatthu

Dann, nachdem der Erhabene in Rājagaha, so lange es ihm gefiel, geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Pātaligāma auf, mit einem Mönchssangha von 1250 Mönchen. Dann kam der Erhabene nach und nach wandernd in Pātaligāma an. Es hörten die Laienanhänger in Pātaligāma: der Erhabene, so sagt man, ist in Pātaligāma angekommen. Dann kamen die Laienanhänger aus Pātaligāma zum Erhabenen. Dort, nachdem sie den Erhabenen verehrt hatten, setzten sie sich beiseite nieder. Beiseite sitzend hat der Erhabene die Laienanhänger aus Pātaligāma durch eine Lehrrede veranlaßt zu verstehen, es aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen.

Nachdem die Laien aus Pātaligāma die Lehrreden des Erhabenen verstanden hatten, aufgenommen hatten, davon motiviert waren, sich daran erfreut hatten, sagten sie dem Erhabenen folgendes: „Annehmen möge der Verehrungswürdige, Erhabene, eine (Einladung zur) Herberge zusammen mit dem Mönchssangha.“ Durch Schweigen nahm der Erhabene an. Nachdem die Laien aus Pātaligāma wußten, daß der Erhabene angenommen hatte, vom Sitz aufgestanden waren, verehrten sie den Erhabenen, umrundeten ihn rechts und gingen zur Herberge. Nachdem sie eine alles bedeckende, in der Herberge ausgerollte Fußbodenmatte ausgebreitet hatten, die Sitze vorbereitet hatten, Wassergefäße bereitgestellt hatten, die Öllampen (oben) hingestellt hatten, kamen sie zum Erhabenen (zurück). Dort, nachdem sie den Erhabenen verehrt hatten, standen sie beiseite.

Beiseite stehend sagten die Laienanhänger aus Pātaligāma dem Erhabenen folgendes: „Die Herberge ist vollständig mit einer Fußbodenmatte ausgelegt, die Sitze sind vorbereitet, Wassergefäße bereitgestellt und die Öllampen hingestellt. Wenn es dem verehrungswürdigen Erhabenen recht ist, möge (er) tun, was er meint. Nachdem der Erhabene sich am Morgen angezogen hatte, Robe und Almosenschale genommen hatte, ging er mit dem Mönchssangha zur Herberge. Dort, nachdem er die Füße gewaschen hatte, trat er in die Herberge ein, setzte sich in östliche Richtung sehend, den Mittelpfeiler im Rücken. Die Mönche setzten sich, nachdem sie die Füße gewaschen hatten, in die Herberge eingetreten waren, die westliche Wand im Rücken mit dem Gesicht nach Osten, den Erhabenen vor sich habend. Die Laienanhänger aus Pātaligāma setzten sich, nachdem sie die Füße gewaschen hatten, in die Herberge eingetreten waren, mit der östlichen Wand im Rücken, in westliche Richtung blickend, den Erhabenen vor sich habend.

Dann hat der Erhabene die Laienanhänger aus Pātaligāma angesprochen: „Fünf Nachteile gibt es, ihr Hausleute, für einen Unsittlichen wegen (seiner) Sittenlosigkeit. Welche fünf?

  • In diesem Fall, ihr Hausleute, hat der Unsittliche, der Sittenlose, aus Trägheit einen großen Verlust an Reichtum zu erfahren. Das ist der erste Nachteil für einen Unsittlichen wegen (seiner) Sittenlosigkeit.
  • Ferner hat der Unsittliche, der Sittenlose einen schlechten Ruf, der ihm vorauseilt. Das ist der zweite Nachteil für einen Unsittlichen wegen (seiner) Sittenlosigkeit.
  • Ferner ist der Unsittliche, der Sittenlose, wenn er bei einer Versammlung ankommt, bei einer Gruppe von Kriegern, Brahmanen, Hausherren, Asketen, verzagt, verschämt. Das ist der dritte Nachteil für einen Unsittlichen wegen (seiner) Sittenlosigkeit.
  • Ferner wird der Unsittliche, der Sittenlose verblendet sterben. Das ist der vierte Nachteil für einen Unsittlichen wegen (seiner) Sittenlosigkeit.
  • Ferner wird der Unsittliche, der Sittenlose, wenn der Körper zerfällt, nach dem Tode, wieder in der Hölle erstehen, in schlechter Existenz, in Abgründen, in der Nirayahölle. Das ist der fünfte Nachteil.

Das, Hausherrn, sind die fünf Nachteile für einen Unsittlichen wegen (seiner) Sittenlosigkeit.

Fünf Vorteile, ihr Hausleute, gibt es für einen Sittlichen, wegen Erlangung der Sittlichkeit. Welche fünf ?

  • In diesem Fall, ihr Hausleute, hat der Sittliche, der mit Sittlichkeit Versehene mit Eifer eine große Menge Reichtum erlangt. Das ist der erste Vorteil.
  • Ferner eilt dem Sittlichen, dem mit Sittlichkeit Versehenen ein guter Ruf voraus. Das ist der zweite Vorteil.
  • Ferner, wenn der Sittliche, der mit Sittlichkeit Versehene bei einer Versammlung ankommt, bei einer Gruppe von Kriegern, von Brahmanen, Hausherren, Asketen, ist er unverzagt, sicher. Das ist der dritte Vorteil.
  • Ferner, wird der Sittliche, der mit Sittlichkeit Versehene unverblendet sterben. Das ist der vierte Vorteil.
  • Ferner ersteht der Sittliche, mit Sittlichkeit Versehene, wenn der Körper zerfällt, nach dem Tode in guter Existenz, in himmlischer Welt. Das ist der fünfte Vorteil.

Das, ihr Hausleute, sind die fünf Vorteile für einen Sittlichen, wegen Erlangung der Sittlichkeit.“

Dann hat der Erhabene die Laienanhänger aus Pātaligāma die meiste Zeit der Nacht durch ein Lehrgespräch veranlaßt, es zu verstehen, aufzunehmen, sich daran zu erfreuen, davon motiviert zu sein, (und sie dann) entlassen: „Fortgeschritten, ihr Hausleute, ist die Nacht, was ihr denkt, das jetzt die rechte Zeit ist zu tun, das tut.“—„So sei es, Verehrungswürdiger.“ Nachdem die Laienanhänger aus Pātaligāma das dem Erhabenen geantwortet hatten, vom Sitz aufgestanden waren, den Erhabenen verehrt hatten, ihr rechts umrundet hatten, gingen sie fort.

15. Sunidha­vassakā­ravat­thu

Dann hat sich der Erhabene, nicht lange nachdem die Laienanhänger aus Pātaligāma fort gegangen waren, in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Zu jener Zeit ließen die Großminister von Magadha, Sunidha und Vassakāra, um Pātaligāma eine Festungsanlage erbauen, um die Vajjī abzuwehren. Dann sah der Erhabene, nachdem er in der Nacht kurz vor Sonnenaufgang aufgestanden war, mit dem himmlischen Auge, dem reinen, übermenschlichen, viele Götter an den Stätten in Pātaligāma sich niederlassen. Zu dem Platz, wo sich die mächtigen Götter ihre Stätte nahmen, dorthin neigte sich der Geist der mächtigen Könige und Königsminister, ein Anwesen zu bauen. Zu dem Platz, wo sich die mittleren Götter ihre Stätte nahmen, dorthin neigte sich der Geist der mittleren Könige und Königsminister, ein Anwesen zu bauen. Zu dem Platz, wo sich die geringen Götter ihre Stätte nahmen, dorthin neigte sich der Geist der geringen Könige und Königsminister, ein Anwesen zu bauen.

Dann sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: „Wer sind jene, die um die Stadt Pātaligāma eine Festungsanlage erbauen lassen?“—„Sunidha und Vassakāra, die Großminister von Magadha lassen um Pātaligāma eine Festung bauen.“—„Als hätten sie sich, Ānanda, mit den Tāvatimsagöttern zusammen besprochen, so lassen auch die Großminister von Magadha, Sunidha und Vassakāra die Festung um Pātaligāma bauen, um die Vajjī abzuwehren. Mit Bezug darauf, Ānanda, sah ich in der Nacht, als ich kurz vor Sonnenaufgang aufgestanden war, mit dem himmlischen Auge, dem reinen, übermenschlichen, viele Götter an den Stätten in Pātaligāma sich niederlassen. Zu dem Platz, wo die mächtigen Götter ihre Stätte nahmen, dorthin neigte sich der Geist der mächtigen Könige und Königsminister, ein Anwesen zu bauen. Zu dem Platz, wo die mittleren Götter ihre Stätte nahmen, dorthin neigte sich der Geist der mittleren Könige und Königsminister, ein Anwesen zu bauen. Zu dem Platz, wo die geringen Götter ihre Stätte nahmen, dorthin neigte sich der Geist der geringen Könige und Königsminister, ein Anwesen zu bauen. Soweit der edle Bereich geht, soweit die Handelsstraßen reichen, diese wird die Hauptstadt werden, Pātaligāma, wo gehandelt wird. Für Pātaligāma, Ānanda, gibt es drei Gefahren: Feuer, Wasser und Spaltung.“

Dann kamen die Großminister von Magadha, Sunidha und Vassakāra, zum Erhabenen. Dort tauschten sie mit dem Erhabenen freundliche Worte aus. Nachdem sie Grüße und höfliche Worte ausgetauscht hatten, standen sie beiseite. Beiseite stehend sagten Sunidha und Vassakāra, die Großminister von Magadha, dem Erhabenen folgendes: „Annehmen möge der Herr Gotama das Essen für heute, zusammen mit dem Mönchssangha.“ Durch Schweigen nahm der Erhabene an. Als Sunidha und Vassakāra, die Großminister von Magadha wußten, daß der Erhabene angenommen hatte, gingen sie fort.

Dann, nachdem Sunidha und Vassakāra, die Großminister von Magadha, feste und weiche Speise vorbereitet lassen hatten, ließen sie dem Erhabenen die Zeit ankündigen: „Zeit ist es, Freund Gotama, das Essen ist bereitet.“ Nachdem der Erhabene sich am Morgen angezogen hatte, Robe und Almosenschale genommen hatte, ging er zum Anwesen von Sunidha und Vassakāra, den Großministern von Magadha. Dort setzte er sich auf den vorbereiteten Sitz zusammen mit dem Mönchssangha. Nachdem Sunidha und Vassakāra, die Großminister von Magadha, eigenhändig den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze, versorgt hatten, zufrieden gestellt hatten, der Erhabene gegessen hatte und die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzten sie sich beiseite nieder. Die beiseite sitzenden Sunidha und Vassakāra, die Großminister von Magadha, sprach der Erhabene mit diesem Vers an:

„In welchem Land der Weise wohnt,
der gibt Speise dort den Sittsamen,
die gezügelt sind im Reinheitswandel.

Den Gottheiten, die dort sind,
möge er auch Spende geben,
die so Geehrten ehren ihn,
die so Geachteten achten ihn.

Dann sorgen sie für ihn,
wie eine Mutter für den eignen Sohn.
Für den die Götter derart sorgten,
(dem) wird immer (nur) das Gute widerfahren.

Nachdem der Erhabene Sunidha und Vassakāra, die Großminister von Magadha, mit diesen Versen erfreut hatte, stand er auf und ging fort.

Zu jener Zeit sind Sunidha und Vassakāra, die Großminister von Magadha, dem Erhabenen dichtauf gefolgt: Durch welches Tor der Asket Gotama hinausgehen wird, jenes Tor wird Gotamator heißen. Die Furt, wo (er) den Ganges überquert, wird den Namen Gotamafurt erhalten. Dann hat jenes Tor, durch das der Erhabene hinausging, den Namen Gotamator erhalten. Dann kam der Erhabene zum Ganges. Zu jener Zeit reichte das Wasser des Ganges bis zum Uferrand, Krähen konnten daraus trinken. Einige Menschen suchten ein Schiff, suchten ein Boot, einige bauten ein Floß, sie wünschten von diesem zum anderen Ufer zu gelangen.

Da sah der Erhabene: Einige Menschen suchten ein Schiff, suchten ein Boot, einige bauten ein Floß, sie wünschten von diesem zum anderen Ufer zu gelangen. Dies gesehen, genauso wie ein kräftiger Mann den gebeugten Arm streckt oder den gestreckten Arm beugt, so verschwand er von diesem Ufer des Ganges und erschien am anderen zusammen mit dem Mönchssangha. Nachdem der Erhabene diesen Sachverhalt erkannte, zu dieser Zeit sprach er diesen Spruch:

„Einige überqueren das Wasser, den Strom mit einer Brücke,

(einige) überspannen den Sumpf.

Die Leute bauen ein Floß, die Weisen haben überquert.“

16. Koṭigāme saccakathā

Dann kam der Erhabene nach Kotigāma. Dort weilte der Erhabene in Kotigāma. Dort sprach der Erhabene die Mönche an: „Aufgrund des Nichtverstehens, Nichtdurchdringens der vier edlen Wahrheiten, ihr Mönche, ist diese lange Zeit von mir und von euch durcheilt, der Samsāra durchlaufen worden. Welche vier? Aufgrund des Nichtverstehens, Nichtdurchdringens der edlen Wahrheit vom Leiden, ihr Mönche, ist diese lange Zeit von mir und von euch durcheilt, der Samsāra durchlaufen worden. Aufgrund des Nichtverstehens, Nichtdurchdringens der edlen Wahrheit von der Leidensentstehung, von der Leidensvernichtung, dem zur Leidensvernichtung führenden Pfad, ihr Mönche, ist diese lange Zeit von mir und von euch durcheilt, der Samsāra durchlaufen worden.

Deshalb, ihr Mönch, wenn diese edle Wahrheit vom Leiden verstanden und durchdrungen ist, von der Leidensentstehung, von der Leidensvernichtung, vom zur Leidensvernichtung führenden Pfad verstanden und durchdrungen ist; abgeschnitten ist der Werdedurst, vernichtet was zum Werden führt, nicht gibt es ein weiteres Werden. Aufgrund des Nichtsehens der vier edlen Wahrheiten und der Wirklichkeit durcheilen sie lange Zeit den Samsāra in dieser und jener Geburt. Wenn diese gesehen worden sind, was zum Werden führt, aufgehoben ist, die Wurzel des Leidens abgeschnitten ist, nicht gibt es (dann) ein weiteres Werden.“

17. Ambapālīvatthu

Es hörte die Kurtisane Ambapāli: Der Erhabene, so sagt man, ist in Kotigāma angekommen. Dann ließ die Kurtisane Ambapāli sehr schöne Wagen bereitstellen. Nachdem sie in einen schönen Wagen gestiegen war, fuhr sie mit den sehr schönen Wagen aus Vesāli heraus, um den Erhabenen zu sehen. Soweit der Boden für einen Wagen befahrbar war, (fuhr sie), wieder vom Wagen herabgestiegen, ging sie zu Fuß zum Erhabenen. Dort verehrte sie den Erhabenen und setzte sich beiseite nieder.

Beiseite sitzend hat der Erhabene die Kurtisane Ambapāli durch ein Lehrgespräch veranlaßt, es zu verstehen, es aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen. Nachdem die Kurtisane Ambapāli durch ein Lehrgespräch verstanden hatte, es aufgenommen hatte, davon motiviert war, sich daran erfreut hatte, sagte sie dem Erhabenen folgendes: „Annehmen möge der Verehrungswürdige, Erhabene morgen das Essen zusammen mit dem Mönchssangha.“ Durch Schweigen nahm der Erhabene an. Nachdem die Kurtisane Ambapāli wußte, daß der Erhabene angenommen hatte, stand sie vom Sitz auf, verehrte den Erhabenen, umrundete ihn rechts und ging fort.

Es hörten die Licchavi in Vesāli: der Erhabene, so sagt man, ist in Kotigāma angekommen. Dann ließen die Licchavi von Vesāli sehr schöne Wagen bereitstellen. Nachdem sie in einen schönen Wagen gestiegen waren, fuhren sie mit dem sehr schönen Wagen aus Vesāli heraus, um den Erhabenen zu sehen. Einige Licchavi waren blau, von blauer Farbe, blau bekleidet, blau geschmückt. Einige Licchavi waren, gelb, rot, weiß, von gelber, roter, weißer Farbe, gelb, rot, weiß bekleidet, gelb, rot, weiß geschmückt. Da stießen die sehr jungen Licchavis mit der Kurtisane Ambapāli zusammen, Deichsel an Deichsel, Joch an Joch, Rad an Rad, Nabe an Nabe.

Dann sagten jene Licchavis der Kurtisane Ambapāli folgendes: „Warum, Ambapāli, stießest du zusammen mit den vielen jungen Licchavis, Deichsel an Deichsel, Joch an Joch, Rad an Rad, Nabe an Nabe?“—„Von mir, meine Herren, wurde nämlich für morgen der Mönchssangha eingeladen, mit dem Erwachten an der Spitze.“—„Gib uns, Ambapāli, diese (Einladung zum) Essen für 100.000.“—„Wenn ihr mir, meine Herren, das gesamte Vesāli geben würdet, mitsamt seinen Produkten, nicht würde ich diese (Einladung zum) Essen geben.“ Dann schnippten die Licchavis mit den Fingern: besiegt sind wir von diesem Fräulein, völlig besiegt von diesem Fräulein.

Dann kamen jene Licchavi zum Erhabenen. Da sah der Erhabene jene Licchavi aus der Entfernung kommen. Dies sehend sprach er die Mönche an: „Wer, ihr Mönche, noch nicht die Tāvatimsa Götter gesehen hat, schaut ihr Mönche, auf die Gruppe Licchavi, schaut nochmals auf die Gruppe Licchavi, vergleicht, ihr Mönche, die Licchavigruppe mit den Tāvatimsagöttern.“ Soweit der Boden für einen Wagen befahrbar war, (fuhren sie). Wieder von dem Wagen herabgestiegen, gingen sie zu Fuß zum Erhabenen. Dort verehrten sie den Erhabenen und setzten sich beiseite nieder. Beiseite sitzend hat der Erhabene die Licchavi durch ein Lehrgespräch veranlaßt, es zu verstehen, es aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen. Nachdem die Licchavi durch ein Lehrgespräch verstanden hatten, es aufgenommen hatten, davon motiviert waren, sich daran erfreut hatten, sagten sie dem Erhabenen folgendes: „Annehmen möge der Verehrungswürdige, Erhabene morgen das Essen zusammen mit dem Mönchssangha.“—„Angenommen habe ich, ihr Licchavi, für morgen das Essen bei der Kurtisane Ambapāli.“ Da schnippten die Licchavis mit den Fingern: besiegt sind wir von diesem Fräulein, völlig besiegt von diesem Fräulein. Dann, nachdem die Licchavi durch die Rede des Erhabenen erfreut waren, befriedigt waren, standen sie von den Sitzen auf, verehrten den Erhabenen, umrundeten ihn rechts und gingen fort.

Nachdem der Erhabene in Kotigāma so lange es ihm gefiel, geweilt hatte, brach er nach Nātikā auf. Dort verweilte er in Nātikā im Ziegelhaus. Dann hat die Kurtisane Ambapāli, nachdem jene Nacht vergangen war, nachdem sie in ihrem eigenen Park feste und weiche Speisen vorbereiten ließ, dem Erhabenen die Zeit ankündigen lassen: Zeit ist es, Verehrungswürdiger, das Essen ist bereit. Nachdem der Erhabene sich am Morgen angezogen hatte, Robe und Almosenschale genommen hatte, ging er zum Anwesen von Ambapāli. Dort setzte er sich auf den vorbereiteten Sitz zusammen mit dem Mönchssangha. Nachdem Ambapāli eigenhändig den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze versorgt hatte, zufriedengestellt hatte, der Erhabene gegessen hatte und die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzte sie sich beiseite nieder. Die beiseite sitzende Kurtisane Ambapāli sagte dem Erhabenen folgendes: „Ich, Verehrungswürdiger, gebe den Ambapālihain dem Mönchs-sangha mit dem Erwachten an der Spitze.“ Der Erhabene nahm den Hain an. Dann hat der Erhabene die Kurtisane Ambapāli durch ein Lehrgespräch veranlaßt zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, stand vom Sitz auf und ging zum großen Wald. Dort weilte der Erhabene in Vesāli in der Kutāgārahalle im großen Hain.

Das Licchavi-Kapitel ist beendet.

18. Licchavīvatthu

Zu jener Zeit saßen wohlbekannte Licchavi in der Versammlungshalle zusammen, versammelten sich. In verschiedener Weise lobten sie den Erwachten, lobten sie die Lehre, lobten sie den Sangha. Zu jener Zeit hat der Heerführer Siha, ein Anhänger der Niganthas (Jainas) mit dieser Gruppe zusammengesessen. Da kam dem Heerführer Siha folgender Gedanke: Zweifellos ist dieses ein Erhabener, Heiliger, vollkommen Erwachter. Aus diesem Grund nämlich haben sich wohlbekannte Licchavi in der Versammlungshalle zusammengesetzt, versammelten sich. In verschiedener Weise lobten sie den Erwachten, lobten sie die Lehre, lobten sie den Sangha. So laß mich nun zum Erhabenen hingehen, um den Heiligen, vollkommen Erwachten zu sehen.

Da ging der Heerführer Siha zum Nigantha Nātaputto und sagte folgendes: „Ich wünsche, Verehrungswürdiger, zum Asketen Gotama zu gehen, um ihn zu sehen.“—„Du, Siha, bist Anhänger der Lehre von der Tat, (warum) willst du hingehen zum Asketen Gotama, der die Nichttat lehrt, um ihn zu sehen? Der Asket Gotama nämlich, Siha, der Nichttatlehrer, verkündet die Lehre von der Nichttat, darin übt er seine Hörer ein.“ Da ließ bei dem Heerführer Siha der Wille zu gehen, um den Erhabenen zu sehen, nach.

Zum zweiten Male saßen wohlbekannte Licchavi in der Versammlungshalle zusammen, versammelten sich ..... (Wiederholung von 1–2)

Zu jener Zeit saßen wohlbekannte Licchavi in der Versammlungshalle zusammen, versammelten sich. In verschiedener Weise lobten sie den Erwachten, lobten sie die Lehre, lobten sie den Sangha. Zu jener Zeit hat der Heerführer Siha, ein Anhänger der Niganthas mit dieser Gruppe zusammen gesessen. Da kam dem Heerführer Siha folgender Gedanke: Zweifellos ist dieses ein Erhabener, Heiliger, vollkommen Erwachter. Aus diesem Grund nämlich haben sich wohlbekannte Licchavi in der Versammlungshalle zusammengesetzt, versammelten sich. In verschiedener Weise lobten sie den Erwachten, lobten sie die Lehre, lobten sie den Sangha. Was tun mir die Niganthas, gefragt oder ungefragt. So laß mich nun, ohne die Niganthas gefragt zu haben, hingehen, um den Erhabenen zu sehen, den Heiligen vollkommen Erwachten.

Dann ist der Heerführer Siha am Mittag mit 500 Wagen von Vesāli weggefahren, um den Erhabenen zu sehen. Soweit der Boden für einen Wagen befahrbar ist, (fuhr er). Wieder vom Wagen herabgestiegen, ging er zu Fuß zum Erhabenen. Dort verehrte er den Erhabenen und setzte sich beiseite nieder. Beiseite sitzend sagte der Heerführer Siha dem Erhabenen folgendes: „Ich hörte folgendes, Verehrungswürdiger: Der Asket Gotama nämlich, der Nichttatlehrer, verkündet die Lehre von der Nichttat, darin übt er seine Hörer ein. Diejenigen, Verehrungswürdiger, die dieses sagen: Der Asket Gotama nämlich, der Nichttatlehrer, verkündet die Lehre von der Nichttat, darin übt er seine Hörer ein, sagen jene, Verehrungswürdiger, was der Erhabene sagte, werfen sie nicht dem Erhabenen mit einer falschen Wiedergabe etwas vor? Erklären sie die Lehre gemäß der Lehre? Daß auch nicht einer, der derselben Lehre angehört, ein Darleger der Lehre, zu einem tadelnswerten Punkt kommt. Wir wollen, Verehrungswürdiger, dem Erhabenen nichts Falsches vorwerfen.“

„Es gibt, Siha, eine Möglichkeit, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Der Asket Gotama lehrt die Lehre von der Nichttat, verkündet die Lehre von der Nichttat, darin übt er seine Hörer ein. Es gibt, Siha, eine Möglichkeit, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Der Asket Gotama lehrt die Lehre von der Tat, verkündet die Lehre von der Tat, darin übt er seine Hörer ein. Es gibt, Siha, eine Möglichkeit, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Der Asket Gotama lehrt die Lehre von der Vernichtung, verkündet die Lehre von der Vernichtung, darin übt er seine Hörer ein. Es gibt, Siha, eine Möglichkeit, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Verabscheuender ist der Asket Gotama, er verkündet die Lehre vom Verabscheuen, darin übt er seine Hörer ein. Es gibt, Siha, eine Möglichkeit, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Beseitiger ist der Asket Gotama, er verkündet die Lehre von der Beseitigung, darin über er seine Hörer ein. Es gibt, Siha, eine Möglichkeit, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Verbrenner ist der Asket Gotama, er verkündet die Lehre vom Verbrennen, darin übt er seine Hörer ein. Es gibt, Siha, eine Möglichkeit, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein nicht mehr Werdender ist der Asket Gotama, er verkündet die Lehre vom nicht mehr werden, darin übt er seine Hörer ein. Es gibt, Siha, eine Möglichkeit, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Zuversichtlicher ist der Asket Gotama, er verkündet die Lehre von der Zuversicht, darin übt er seine Hörer ein.

Worin besteht die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Die Lehre von der Nichttat lehrt der Asket Gotama, die Lehre von der Nichttat verkündet er, darin übt er seine Hörer ein? Ich nämlich, Siha, verkünde das Nichttun; das Nichttun von verschiedenartigen schlechten, unheilsamen Dingen, von schlechten Taten des Körpers, schlechten Taten der Sprache, schlechten Taten in Gedanken. Dies ist die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Die Lehre von der Nichttat verkündet der Asket Gotama, die Lehre von der Nichttat verkündet er, darin übt er seine Hörer ein. Worin besteht die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Die Lehre von der Tat verkündet der Asket Gotama ... Ich nämlich, Siha, verkünde das Tun; das Tun von verschiedenartigen guten, heilsamen Dingen, von guten Taten des Körpers, guten Taten der Sprache, guten Taten in Gedanken. Dies ist die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Die Lehre von der Tat verkündet der Asket Gotama ....

Worin besteht die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Die Lehre von der Vernichtung .... Ich nämlich, Siha, verkünde die Vernichtung; die Vernichtung von verschiedenartigen schlechten unheilsamen Dingen, von Gier, von Haß, von Verblendung. Dies ist die Möglichkeit .... Worin besteht die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Verabscheuender ... Ich nämlich, Siha, bin ein Verabscheuender; ich verkünde das Verabscheuen von verschiedenartigen schlechten, unheilsamen Dingen, von schlechten Taten des Körpers, schlechten Taten der Sprache, schlechten Taten in Gedanken. Dies ist die Möglichkeit .....

Worin besteht die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Beseitiger ist der Asket Gotama ... Ich nämlich, Siha, bin ein Beseitiger; ich verkünde das Beseitigen von verschiedenartigen schlechten, unheilsamen Dingen, von Gier, von Haß, von Verblendung. Dies ist die Möglichkeit, Siha .... Worin besteht die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Verbrenner ist der Asket Gotama ... Ich nämlich, Siha, bin ein Verbrenner; ich verkünde das Verbrennen von verschiedenartigen schlechten, unheilsamen Dingen, von schlechten Taten des Körpers, schlechten Taten der Sprache, schlechten Taten in Gedanken. Dies ist die Möglichkeit, Siha ... Wer, Siha, die zu verbrennenden, schlechten unheilsamen Dinge beseitigt hat, an der Wurzel abgeschnitten hat, wie bei einer Palme (die Krone abgeschlagen) hat, das Werden vernichtet hat, dem wird in Zukunft nichts (mehr) entstehen, den nenne ich einen Verbrenner. Der Vollendete, Siha, hat die zu verbrennenden, schlechten, unheilsamen Dinge beseitigt, an der Wurzel abgeschnitten, wie bei einer Palme (die Krone abgeschlagen), das Werden vernichtet, dem wird in Zukunft nichts (mehr) entstehen. Dies ist die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Verbrenner ist der Asket Gotama, er übt seinen Hörern das wahre Asketentum ein.

Worin besteht die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein nicht mehr wiedergeboren Werdender ist der Asket Gotama .... Wer, Siha, beseitigte, in Zukunft in den Mutterschoß einzutreten, wiedergeboren zu werden zu neuer Existenz, die zu verbrennenden, schlechten unheilsamen Dinge beseitigte, an der Wurzel abgeschnitten hat, wie bei einer Palme (die Krone abgeschlagen), das Werden vernichtet, den nenne ich einen nicht mehr wiedergeboren Werdenden. Der Vollendete, Siha, beseitigte, in Zukunft in den Mutterschoß einzutreten, wiedergeboren zu werden zu neuer Existenz, (beseitigte) die zu verbrennenden, schlechten unheilsamen Dinge, hat sie an der Wurzel abgeschnitten, wie bei einer Palme (die Krone abgeschlagen), das Werden vernichtet, dem wird in der Zukunft nichts (mehr) entstehen. Dies ist die Möglichkeit, Siha .... Worin besteht die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde: Ein Zuversichtlicher ist der Asket Gotama .... Ich nämlich, Siha, bin ein Zuversichtlicher, mit der allerhöchsten Zuversicht, verkünde ich die Lehre von der Zuversicht, darin übe ich meine Hörer ein. Dies ist die Möglichkeit, Siha, daß von mir jemand mit Recht sagen würde .... er übt seinen Hörern die Zuversicht ein.“

Als dies gesagt wurde, sagte der Heerführer Siha dem Erhabenen folgendes: „Sehr, sehr gut, Verehrungswürdiger, wie wenn (man) etwas Umgedrehtes richtig hinstellen würde oder etwas Verdecktes aufdecken würde oder einem Verirrten den Weg zeigen würde, oder wie wenn man in der Dunkelheit eine Öllampe hinhalten würde, damit, wer Augen hat, die Gestalten sieht, genauso hat der Erhabene auf verschiedene Weise die Lehre verkündet. Ich, Erhabener, nehme meine Zuflucht zum Erhabenen, zur Lehre als auch zum Mönchssangha, der Erhabene möge mich als Laienanhänger annehmen, der von heute an für das ganze Leben seine Zuflucht genommen hat.“—„Überlege (es) gut, Siha, gut ist es, wenn bekannte Menschen wie du gut überlegen.“—„Dadurch, Verehrungswürdiger, bin ich höchsterfreut und befriedigt über den Erhabenen, weil nämlich der Erhabene dieses sagte: ‚Überlege (es) gut, Siha, gut ist es, wenn bekannte Menschen wie du gut überlegen.‘ Würden sie mich als Hörer erhalten, würden die Andersgläubigen in ganz Vesāli die Fahnen hissen: Der Heerführer Siha ist unser Hörer geworden, aber mir sagte der Erhabene: ‚Überlege (es) gut, Siha, gut ist es, wenn bekannte Menschen wie du gut überlegen.‘ Ich nehme zum zweiten Mal meine Zuflucht zum Erhabenen, zur Lehre und zum Mönchssangha. Der Erhabene möge mich als Laienanhänger annehmen, der von heute an für das ganze Leben seine Zuflucht genommen hat.“

„Deine Familie, Siha, war lange Zeit eine Quelle für die Niganthas. Meinst du, denen, die zu euch kommen, wirst du (weiterhin) Almosen geben?“—„Dadurch, Verehrungswürdiger, bin ich höchsterfreut und befriedigt über den Erhabenen, weil nämlich der Erhabene dieses sagte: ‚Deine Familie, Siha, war lange Zeit eine Quelle für die Niganthas. Meinst du, jenen, die zu euch kommen, wirst du (weiterhin) Almosen geben?‘ Gehört habe ich, Verehrungswürdiger, der Asket Gotama hat dieses gesagt: ‚Nur mir soll man Gaben geben, nicht soll man anderen Gaben geben, nur meinen Hörern soll man Gaben geben, nicht soll man Hörern der anderen Gaben geben, nur mir Gegebenes bringt große Früchte, nicht bringt anderen Gegebenes große Früchte, meinen Hörern Gegebenes bringt große Früchte, nicht bringt anderen Hörern Gegebenes große Früchte‘. Trotzdem veranlaßt mich der Erhabene, auch den Niganthern zu geben. Dann, Verehrungswürdiger, wissen wir hierin die (rechte) Zeit (zu handeln). Ich nehme zum dritten Mal meine Zuflucht zum Erhabenen, zur Lehre und zum Mönchssangha, der Erhabene möge mich als Laienanhänger annehmen, der von heute an für das ganze Leben seine Zuflucht genommen hat.“

Jenem gab der Erhabene eine einführende Lehre in folgender Weise: Er sprach über das Geben, die Sittlichkeit, den Himmel, das Elend und die Nichtigkeit und die Verderbtheit der Sinnesgenüsse, die Vorteile des Verzichtes. Als der Erhabene wußte, daß er in der Gemütsverfassung zugänglich, sanft, unvoreingenommen, froh, hell war, da hat (der Erhabene) diese verkündet, welches die zusammengefaßte Lehre der Buddhas ist, nämlich das Leid, seine Entstehung, seine Überwindung und den Weg dazu. Genauso, wie ein sauberer fleckenloser Stoff gut Farbe annehmen würde, so ging ihm dort auf dem Sitz das reine klare Auge der Wahrheit auf: Wenn irgendwas als seine Eigenschaft das Entstehen hat, alles das hat als seine Eigenschaft das Vergehen. Dann sagte er, nachdem er die Wahrheit gesehen, die Wahrheit erlangt, die Wahrheit verstanden, die Wahrheit durchdrungen, den Zweifel überwunden, die Ungewißheit beseitigt, die vollkommene Zuversicht aus eigener Kraft in der Lehre erlangt hatte, folgendes: „Annehmen möge der Erwachte, Erhabene für morgen das Essen zusammen mit dem Mönchssangha.“ Durch Schweigen nahm der Erhabene an. Als der Heerführer Siha wußte, daß der Erhabene angenommen hatte, stand er vom Sitz auf, verehrte den Erhabenen, umrundete ihn rechts und ging fort. Da hat der Heerführer Siha einen gewissen Menschen beauftragt: Gehe, Freund, suche frisches, rohes Fleisch. Dann hat der Heerführer Siha, als die Nacht vergangen war, nachdem er vorzügliche feste und weiche Speisen hatte zubereiten lassen, dem Erhabenen die Zeit ankündigen lassen: Es ist Zeit, Verehrungswürdiger, das Essen ist bereitet. Dann hat der Erhabene, nachdem er am Morgen sich angezogen hatte, Robe und Almosenschale genommen hatte, zur Behausung des Heerführers Siha gegangen war, sich auf den vorbereiteten Sitz niedergelassen zusammen mit dem Mönchssangha.

Zu jener Zeit haben viele Niganthas in Vesāli von Straße zu Straße von Kreuzung zu Kreuzung mit den Armen schwenkend wehgeklagt: „Heute hat der Heerführer Siha ein großes Tier getötet und dem Asketen Gotama Essen (davon) bereitet, der Asket Gotama ißt wissend für ihn gemachtes Fleisch, (das Töten) war seinetwegen getan.“ Dann ist jener gewisse Mensch zum Heerführer Siha gekommen. Dort hat er dem Heerführer Siha in das Ohr gesagt: „Höre, Verehrungswürdiger, du sollst wissen. Hier haben viele Niganthas in Vesāli von Straße zu Straße von Kreuzung zu Kreuzung mit den Armen schwenkend wehgeklagt: „Heute hat der Heerführer Siha ein großes Tier getötet und dem Asketen Gotama Essen (davon) bereitet, der Asket Gotama ißt wissend für ihn gemachtes Fleisch, (das Töten) war seinetwegen getan.“—„Gut, Meister, lange Zeit wünschten jene Ehrwürdigen (Niganthas) den Erwachten zu tadeln, die Lehre zu tadeln, den Sangha zu tadeln, nicht zerstören jene Ehrwürdigen die Unwahren, Leeren, Falschen den Erhabenen, indem sie ihm Fehldeutungen vorwerfen, nicht einmal für unser Leben würden wir mit Absicht ein Wesen vom Leben trennen.“

Dann, nachdem der Heerführer Siha den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze mit vorzüglicher fester und weicher Speise bedient hatte, als der Erhabene gegessen hatte und die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzte er sich beiseite nieder. Der Erhabene, nachdem er den beiseite sitzenden Heerführer Siha durch ein Lehrgespräch veranlaßt hatte zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, ist aufgestanden und fortgegangen. Nachdem der Erhabene in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Nicht soll man, ihr Mönche, wissend für einen gemachtes Fleisch essen. Wer so ißt, begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, in drei Fällen reinen Fisch und Fleisch: nicht wissend, nicht gehört, nicht vermutet.“

19. Sīhasenāpativatthu

Zu jener Zeit gab es in Vesāli reichlich Essen, eine gute Ernte, Almosen waren leicht zu erhalten, einfach war es zu leben durch Gunsterweisungen und auflesen (von z. B. Früchten oder Beeren). Dann ist dem Erhabenen, als er allein und abgesondert weilte, im Geiste jener Gedanke entstanden: Dasjenige, was ich den Mönche erlaubt habe bei Hungersnot, schlechter Ernte, wenn Almosen schwer zu erhalten sind: Drinnen Getrocknetes, drinnen Gekochtes, selber Gekochtes, (selbst) Aufgesammeltes und (später) Angenommenes, von daher Hergebrachtes, vor Mittag Angenommenes, im Wald und im See Wachsendes, essen die Mönche dieses auch heute noch? Dann hat der Erhabene, als er abends sich aus der Abgeschiedenheit erhoben hatte, den ehrwürdigen Ānanda angesprochen: „Dasjenige, was ich den Mönche erlaubt habe bei Hungersnot, schlechter Ernte, wenn Almosen schwer zu erhalten sind: Drinnen Getrocknetes, drinnen Gekochtes, selber Gekochtes, (selbst) Aufgesammeltes und (später) Angenommenes, von daher Hergebrachtes, vor Mittag Angenommenes, im Wald und im See Wachsendes, essen die Mönche dieses auch heute noch?“—„Sie essen, Erhabener.“

Dann hat der Erhabene, nachdem er aus diesem Anlaß, in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, die Mönche angesprochen: „Dasjenige, was ich den Mönche erlaubt habe bei Hungersnot, schlechter Ernte, wenn Almosen schwer zu erhalten sind: Drinnen Getrocknetes, drinnen Gekochtes, selber Gekochtes, (selbst) Aufgesammeltes und (später) Angenommenes, von daher Hergebrachtes, vor Mittag Angenommenes, im Wald und im See Wachsendes, dieses lehne ich von heute an ab. Nicht soll man ihr Mönche essen: Drinnen Getrocknetes, drinnen Gekochtes, selber Gekochtes, (selbst) Aufgesammeltes und (später) Angenommenes, wer so tut, begeht ein dukkata Vergehen. Auch nicht soll man, ihr Mönche, essen: von daher Hergebrachtes, vor Mittag Angenommenes, im Wald und im See Wachsendes, und nicht übrig geblieben ist, auch von einem genügend gegessen Habenden. Wer so ißt, soll nach dem Gesetz behandelt werden (= Pācc XXXV).“

20. Kappiyabhūmianujānanā

Zu jener Zeit hatten die Menschen einer Provinz viel Salz, Öl, Reis und Speise auf Wagen geladen, (damit) umstellten sie einen außerhalb des Klosters (liegenden) Vorraum, (denkend): Wenn wir an der Reihe sind, dann werden wir Essen bereiten. Eine große Wolke kam auf. Da gingen die Menschen zum ehrwürdigen Ānanda. Dort sagten sie dem ehrwürdigen Ānanda folgendes: „Hier, ehrwürdiger Ānanda ist viel Salz, Öl, Reis und Speise auf Wagen geladen, und (diese) stehen hier, und jetzt kommt eine große Wolke auf. Was sollen wir, verehrungswürdiger Ānanda, tun?“ Da erzählte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen den Sachverhalt.

„Wenn das so ist, Ānanda, soll sich über ein Lagerhaus in der Nähe der (Mönchs)behausung geeinigt werden: Eine Behausung, ein Haus mit einem Dach, ein großes Haus, ein mehrgeschossiges Haus, eine Höhle. Was der Sangha wünscht, soll dort aufbewahrt werden. Und so, ihr Mönche, soll man sich einigen: Ein erfahrener und fähiger Mönch soll dem Sangha ankündigen: ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, möge sich der Sangha über den so und so genannten Ort als Lagerhaus einigen.‘ Das ist die Ankündigung. ‚Höre mich, verehrungswürdiger Sangha, wenn es dem Sangha recht ist, einigt sich der Sangha über den so und so genannten Ort als Lagerhaus. Wenn es den Ehrwürdigen recht ist, die Einigung über den so und so genannten Ort als Lagerhaus, so mögen sie schweigen, wenn es nicht recht ist, so mögen sie sprechen.—Geeinigt hat sich der Sangha über den so und so genannten Ort als Lagerhaus. Es ist dem Sangha recht, daher das Schweigen; so nehme ich es an.“

Zu jener Zeit haben die Menschen in dem Lagerhaus, über das sich geeinigt war, Reisschleim gekocht, Speise gekocht, Suppe vorbereitet, Fleisch zerkleinert, Holz gehackt. Dann hörte der Erhabene, der kurz vor Sonnenaufgang aufgestanden war, lautes Geräusch, großes Geräusch, krächzen wie von Krähen. Dieses gehört, sprach er den ehrwürdigen Ānanda an: „Was ist das, Ānanda, für lautes Geräusch, großes Geräusch, krächzen wie von Krähen?“

„Jetzt, Verehrungswürdiger, haben die Menschen in dem Lagerhaus, über das sich geeinigt war, Reisschleim gekocht, Speise gekocht, Suppe vorbereitet, Fleisch zerkleinert, Holz gehackt. Darum, Erhabener, ist lautes Geräusch, großes Geräusch, krächzen wie von Krähen.“ Dann, nachdem der Erhabene aus diesem Grund eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Nicht soll man, ihr Mönche, ein Lagerhaus, über das sich geeinigt wurde, (derartig) benutzen. Wer so benutzt begeht ein dukkata Vergehen. Ich erlaube, ihr Mönche, drei Arten von Lagerhaus: ein (als Lagerhaus) bekanntgegebenes Haus, ein zufällig sich dort befindendes Haus, ein gespendetes Haus.“

Zu jener Zeit wurde der ehrwürdige Yasojo krank. Die Medikamente wurden ihm dorthin gebracht. Diese stellten die Mönche draußen hin. Würmer aßen (sie). Diebe stahlen (sie). Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube, ihr Mönche, vier Arten von Lagerhaus: Ein (als Lagerhaus) bekanntgegebenes Haus, ein zufällig sich dort befindendes Haus, ein gespendetes Haus, ein (Not)lagerhaus über das sich geeinigt wurde.“

Das 24. Kapitel ist beendet.

21. Meṇḍakagahapativatthu

Zu jener Zeit wohnte der Hausherr Mendaka in der Stadt Bhaddiya. Der hatte derartige übernatürliche Macht: Nachdem er sich den Kopf gewaschen hatte, das Getreidehaus hatte ausfegen lassen, setzte er sich draußen nieder, und vom Himmel fielen Ströme von Getreide und füllten das Getreidehaus. (Seine) Frau hatte derartige übernatürliche Macht: (Sie) setzte sich zu einem Gefäß, von einem Ālhaka Inhalt mit nur einer Speise (gefüllt). Sie versorgte Diener und Knechte mit Speise (davon) und nicht wurde sie alle, bis sie aufstand. (Sein) Sohn hatte derartige übernatürliche Macht: Nachdem er nur einen Beutel mit 1000 (Goldstücken) genommen hatte, gab er den Dienern und Knechten für sechs Monate Gehalt, und nicht war er leer, solange er ihn in der Hand hatte.

(Seine) Schwiegertochter hatte derartige übernatürliche Macht: Sie setzte sich zu einem Korb von vier dona (Inhalt). Sie versorgte sechs Monate Diener und Knechte mit Speise (davon), und nicht wurde er alle, bis sie aufstand. (Sein) Diener hatte derartige übernatürliche Macht: mit nur einem Pflug machte er sieben Furchen.

Da hörte der König von Magadha, Seniya Bimbisāra: „In unserem Königreich, so sagt man, wohnt der Hausherr Mendaka, in der Stadt Bhaddiya, der hat derartige übernatürliche Macht: .... (Seine) Frau hat derartige übernatürliche Macht: ... (Sein) Sohn hat derartige übernatürliche Macht: ... (Seine) Schwiegertochter hat derartige übernatürliche Macht: .... (Sein) Diener hat derartige übernatürliche Macht: mit nur einem Pflug macht er sieben Furchen.“

Da sprach der König von Magadha, Seniya Bimbisāra einen königlichen Minister, der für alles zuständig war, an: „In unserem Königreich, Freund, so sagt man, wohnt der Hausherr Mendaka, in der Stadt Bhaddiya, der hat derartige übernatürliche Macht: .... (Seine) Frau hat derartige übernatürliche Macht: ... (Sein) Sohn hat derartige übernatürliche Macht: ... (Seine) Schwiegertochter hat derartige übernatürliche Macht: .... (Sein) Diener hat derartige übernatürliche Macht: mit nur einem Pflug macht er sieben Furchen. Gehe Freund, und erkunde (es). Wie wenn ich es selber gesehen hätte, ist es, wenn du es siehst.“—„So sei es, Herr.“ Nachdem jener Großminister dies dem König von Magadha, Seniya Bimbisāra geantwortet hatte, brach er mit dem viergliedrigen Heer nach Bhaddiya auf.

Allmählich kam er nach Bhaddiya und zum Hausherrn Mendaka. Dort sagte er dem Hausherrn Mendaka folgendes: „Mir wurde, Hausherr Mendaka, folgendes befohlen: In unserem Königreich, Freund, so sagt man, wohnt der Hausherr Mendaka, in der Stadt Bhaddiya, der hat derartige übernatürliche Macht: .... Gehe Freund, und erkunde (es). Wie wenn ich es selber gesehen hätte, ist es, wenn du es siehst. Laß uns, Hausherr, jene übernatürliche Macht sehen.“ Da setzte sich der Hausherr Mendaka, nachdem er sich den Kopf gewaschen hatte, das Getreidehaus hatte ausfegen lassen, draußen nieder, und vom Himmel fielen Ströme von Getreide und füllten das Getreidehaus. „Deine übernatürliche Macht, Hausherr, wurde gesehen, laß uns die übernatürliche Macht deiner Frau sehen.“

Da sprach der Hausherr Mendaka seine Frau an: „Versorge dieses viergliedrige Heer mit Speise.“ Dann setzte sich die Frau des Hausherrn Mendaka zu einem Gefäß, von einem ālhaka Inhalt mit nur einer Speise (gefüllt). Sie versorgte das viergliedrige Heer mit Speise (davon), und nicht wurde es alle, bis sie aufstand. „Auch die übernatürliche Macht deiner Frau, Hausherr, wurde gesehen, laß uns die übernatürliche Macht deines Sohnes sehen.“

Dann sprach der Hausherr Mendaka seinen Sohn an: Gib, Sohn, diesem viergliedrigen Heer für sechs Monate Gehalt. Dann hat der Sohn des Hausherrn Mendaka, nachdem er nur einen Beutel mit 1000 (Goldstücken) genommen hatte, dem viergliedrigen Heer für sechs Monate Gehalt gegeben, und nicht war er leer, solange er ihn in der Hand hatte. „Auch die übernatürliche Macht deines Sohnes, Hausherr, wurde gesehen, laß uns die übernatürliche Macht deiner Schwiegertochter sehen.“

Dann sprach der Hausherr Mendaka die Schwiegertochter an: „Gib diesem viergliedrigen Heer für sechs Monate Speise. Da setzte sich die Schwiegertochter des Hausherrn Mendaka zu einem Korb von vier dona (Inhalt). Sie versorgte sechs Monate das viergliedrige Heer mit Speise (davon), und nicht wurde er alle, bis sie aufstand. „Auch die übernatürliche Macht deiner Schwiegertochter, Hausherr, wurde gesehen, laß uns die übernatürliche Macht deines Dieners sehen.“—„Meines Dieners übernatürliche Macht, Herr, soll man auf dem Feld sehen.“—„Es reicht, Hausherr, auch deines Dieners übernatürliche Macht wurde gesehen.“ Dann ist der Großminister mit dem viergliedrigen Heer wieder nach Rājagaha zurückgegangen. Dort ging er zum König von Magadha, Seniya Bimbisāra. Dort hat er dem König von Magadha, Seniya Bimbisāra den Sachverhalt erzählt.

Nachdem der Erhabene in Vesāli, solange es ihm beliebte, geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Bhaddiya auf mit einer großen Mönchssangha, mit 1250 Mönchen. Da kam der Erhabene, nach und nach reisend in Bhaddiya an. Dort in Bhaddiya weilte der Erhabene im Jātiyāhain.

Da hörte der Hausherr Mendaka: Der Asket, der Freund Gotama, der Sakyasohn, der von dem Sakiyastamm in die Hauslosigkeit ging, ist in Bhaddiya angekommen und weilt in Bhaddiya im Jātiyāhain. Diesen erhabenen Gotama aber begrüßt man überall mit dem frohen Ruhmesrufe, so zwar: „Das ist der Erhabene, der Heilige, vollkommen Erachte, der in Wissen und Wandel vollkommene, der Willkommene, der Kenner der Welt, der unvergleichliche Leiter der Menschen, der Herr der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene. Er zeigt diese Welt mit ihren Göttern, ihren bösen und heiligen Geistern, mit ihrer Schar von Büßern und Priestern, Göttern und Menschen, nachdem er sie selbst verstanden und durchdrungen hat. Er verkündet die Lehre, die am Anfang gute, in der Mitte gute, am Ende gute, die sinn- und wortgetreue. Er legt das vollkommen geläuterte, geklärte Asketentum dar. Glücklich, wer das nun solch Heilige sehen kann.“

Dann ließ der Hausherr Mendaka sehr schöne Wagen bereitstellen. Nachdem er in einen schönen Wagen gestiegen war, fuhr er mit dem sehr schönen Wagen aus Bhaddiya heraus, um den Erhabenen zu sehen. Viele Andersgläubige sahen den Hausherrn Mendaka aus der Ferne herankommen. Dies gesehen sagten sie dem Hausherrn Mendaka folgendes: „Wohin, Hausherr gehst du?“—„Ich gehe, Verehrungswürdige, den Erhabenen, den Asketen Gotama zu sehen.“—„Warum gehst du, Hausherr, der die Ansicht von der Tat hat, den Asketen der Nichttat, Gotama, zu sehen? Der Asket der Nichttat nämlich, Hausherr, lehrt die Lehre von der Nichttat, darin übt er seine Schüler.“

Da kam dem Hausherrn Mendaka folgender Gedanke: Ohne Zweifel ist dies der Erhabene, Heilige, vollkommen Erwachte, weil diese Andersgläubigen neidisch sind. Soweit der Boden für den Wagen befahrbar war, fuhr er. Stieg vom Wagen aus und ging zu Fuß zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Beiseite sitzend gab der Erhabene dem Hausherrn Mendaka eine einführende Rede in folgender Weise: Er sprach über das Geben, die Sittlichkeit, den Himmel, das Elend, die Nichtigkeit und die Verderbtheit der Sinnesgenüsse, die Vorteile des Verzichtes. Als der Erhabene wußte, daß der Kaufmann und Hausherr in der Gemütsverfassung zugänglich, sanft, unvoreingenommen, froh, hell war, da hat er dies verkündigt, die zusammengefaßte Lehre der Buddhas, nämlich vom Leid, seiner Entstehung, seiner Überwindung, den Weg dazu. Genauso, wie ein sauberer fleckenloser Stoff gut Farbe annehmen würde, so ging dem Hausherrn Mendaka dort auf dem Sitz das reine klare Auge der Wahrheit auf: Wenn irgend etwas als seine Eigenschaft das Entstehen hat, alles das hat als eine Eigenschaft das Vergehen. „Sehr, sehr gut, Verehrungswürdiger, wie wenn (man) etwas Umgedrehtes richtig hinstellen würde oder etwas Verdecktes aufdecken würde oder einem Verirrten den Weg zeigen würde, oder wie wenn man in der Dunkelheit eine Öllampe hinhalten würde, damit, wer Augen hat, die Gestalten sieht, genauso hat der Erhabene auf verschiedene Weise die Lehre verkündet. Ich, Erhabener, nehme meine Zuflucht zum Erhabenen, zur Lehre als auch zum Mönchssangha. Der Erhabene möge mich als Laienanhänger annehmen, der von heute an für das ganze Leben seine Zuflucht genommen hat. Annehmen möge der Erhabene das Essen für morgen zusammen mit dem Mönchssangha.“ Durch Schweigen nahm der Erhabene an.

Nachdem der Hausherr Mendaka wußte, daß der Erhabene angenommen hatte, stand er vom Sitz auf, verehrte den Erhabenen, umrundete ihn rechts und ging fort. Dann hat jener Hausherr Mendaka, nachdem die Nacht vergangen war, nachdem (er) vorzügliche feste und weiche Speise hatte vorbereiten lassen, dem Erhabenen die Zeit ankündigen lassen: Zeit ist es, Verehrungswürdiger, das Essen ist bereitet. Dann ist der Erhabene, nachdem er am Morgen aufgestanden war, Robe und Almosenschale genommen hatte, zu dem Anwesen jenes Hausherrn Mendaka gegangen. Dort setzte er sich auf den vorbereiteten Sitz nieder zusammen mit dem Mönchssangha.

Da gingen die Frau, der Sohn, die Schwiegertochter und der Diener des Hausherrn Mendaka zum Erhabenen. Dort, nachdem sie den Erhabenen verehrt hatten, setzten sie sich beiseite nieder. Beiseite sitzend gab der Erhabene dem Hausherrn Mendaka, seiner Frau, seinem Sohn und seinem Diener eine einführende Rede in folgender Weise: Er sprach über das Geben, die Sittlichkeit, den Himmel, das Elend, die Nichtigkeit und die Verderbtheit der Sinnesgenüsse, die Vorteile des Verzichtes. Als der Erhabene wußte, daß diese in der Gemütsverfassung zugänglich, sanft, unvoreingenommen, froh, hell waren, da hat er dies verkündigt, nämlich die zusammengefaßte Lehre der Buddhas, nämlich vom Leid, seiner Entstehung, seiner Überwindung, den Weg dazu. Genauso, wie ein sauberer, fleckenloser Stoff gut Farbe annehmen würde, so ging ihnen dort auf dem Sitz das reine, klare Auge der Wahrheit auf: Wenn irgend etwas als seine Eigenschaft das Entstehen hat, alles das hat als eine Eigenschaft das Vergehen. Dann sagten diese, nachdem sie die Wahrheit gesehen, die Wahrheit erlangt, die Wahrheit verstanden, die Wahrheit durchdrungen, den Zweifel überwunden, die Ungewißheit beseitigt, die vollkommene Zuversicht aus eigener Kraft in der Lehre erlangt hatten, folgendes: „Sehr, sehr gut, Verehrungswürdiger, wie wenn (man) etwas Umgedrehtes richtig hinstellen würde oder etwas Verdecktes aufdecken würde oder einem Verirrten den Weg zeigen würde, oder wie wenn man in der Dunkelheit eine Öllampe hinhalten würde, damit, wer Augen hat, die Gestalten sieht, genauso hat der Erhabene auf verschiedene Weise die Lehre verkündet. Wir, Erhabener, nehmen unsere Zuflucht zum Erhabenen, zur Lehre als auch zum Mönchssangha. Der Erhabene möge uns als Laienanhänger annehmen, die von heute an für das ganze Leben ihre Zuflucht genommen haben.“

22. Pañca­gorasā­di­anujā­nana

Nachdem der Hausherr Mendaka eigenhändig den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze versorgt hatte, zufriedengestellt hatte, der Erhabene gegessen hatte und die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzte er sich beiseite nieder. Beiseite sitzend sagte der Hausherr Mendaka dem Erhabenen folgendes: „Solange der Erhabene, Verehrungswürdiger, in Bhaddiya verweilt, solange gebe ich dem Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze regelmäßig Essen.“ Da hat der Erhabene den Hausherrn Mendaka durch ein Lehrgespräch veranlaßt zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, stand vom Sitz auf und ging fort.

Dann, nachdem der Erhabene in Bhaddiya, solange es ihm gefiel, geweilt hatte, brach er ohne den Hausherrn Mendaka zu informieren, zu einer Reise nach Anguttarāpa auf mit einem großen Mönchssangha mit 1250 Mönchen. Es hörte der Hausherr Mendaka: Der Erhabene, so sagt man, ist zu einer Reise nach Anguttarāpa aufgebrochen mit einem großen Mönchssangha mit 1250 Mönchen. Da beauftragte der Hausherr seine Diener und Gehilfen: „Also kommt, Freunde, nachdem ihr viel Salz, Öl, Reis und Speise auf Wagen geladen habt. Nachdem 1250 Kuhhirten 1250 Kühe genommen haben, sollen sie mitkommen. Wo wir den Erhabenen sehen werden, dort werden wir ihn frische Milch trinken lassen.“

Dann erreichte der Hausherr Mendaka den Erhabenen unterwegs in einer Wüstenei. Da ging der Hausherr Mendaka zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, stand er beiseite. Beiseite stehend sagte der Hausherr Mendaka dem Erhabenen folgendes: „Annehmen, Verehrungswürdiger, möge der Erhabene morgen das Essen bei mir zusammen mit dem Mönchssangha.“ Der Erhabene nahm durch Schweigen an. Als der Hausherr Mendaka wußte, daß der Erhabene angenommen hatte, ging er fort, nachdem er ihn verehrt hatte und ihn rechts umrundet hatte. Dann hat der Hausherr Mendaka, als jene Nacht vergangen war feste und weiche Speise vorbereiten lassen und ließ den Erhabenen die Zeit ankündigen: Zeit ist es, Verehrungswürdiger, das Essen ist bereit.

Dann hat der Erhabene am Morgen sich angezogen, die Almosenschale und die Robe genommen und ging zur Essenverteilung des Hausherrn Mendaka. Dort setzte er sich auf die vorbereiteten Sitze zusammen mit dem Mönchssangha. Dann befahl der Hausherr Mendaka den 1250 Rinderhirten: Geht nun, Freunde, nachdem jeder eine Kuh genommen hat, zu einem Mönch hin: Laßt uns den Mönchen frische Milch zu trinken geben. Dann hat der Hausherr Mendaka den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze eigenhändig mit fester und weicher Speise bedient und versorgt, auch mit frischer Milch. Die Mönche, die zweifelten, nahmen die Milch nicht an. „Nehmt an, ihr Mönche, trinkt sie.“

Nachdem er den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze eigenhändig mit fester und weicher Speise bedient und versorgt hatte, auch mit frischer Milch, nachdem der Erhabene gegessen hatte, die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzte der Hausherr Mendaka sich beiseite nieder. Beiseite sitzend sagte der Hausherr Mendaka dem Erhabenen folgendes: „Es gibt Wege, Verehrungswürdiger, in der Wüste, ohne Wasser, ohne Speise, schlecht zu gehen ohne Proviant. Gut wäre es, Verehrungswürdiger, wenn der Erhabene den Mönchen Proviant erlauben würde.“ Dann hat der Erhabene den Hausherrn Mendaka durch ein Lehrgespräch veranlaßt zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, stand vom Sitz auf und ging fort.

Nachdem der Erhabene in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, fünf Produkte der Kuh: Milch, Dickmilch, Buttermilch, Butter, Butterschmalz. Es gibt, ihr Mönche, Wege in der Wüste, ohne Wasser, ohne Speise, schlecht zu gehen ohne Proviant. Ich erlaube, ihr Mönche, sich nach Proviant umzusehen:

  • Reis, soweit Reis zweckmäßig ist,
  • Mungobohnen, soweit Mungobohnen zweckmäßig sind,
  • Hülsenfrüchte, ..
  • Salz, ....
  • Zucker, ...
  • Öl, ...
  • Butterschmalz, ..

Es gibt, ihr Mönche, Menschen mit Vertrauen und Zuversicht. Jene geben den Erlaubtmachern Gold in die Hand, (denkend): Dadurch wird den Herren, was erlaubt ist, gegeben. Ich erlaube, ihr Mönche, wenn es geeignet ist, es zu genießen. Nicht aber, ihr Mönche, sage ich, daß man in irgendeiner Weise mit Gold und Silber einverstanden sein oder es suchen soll.“

23. Keṇiyajaṭilavatthu

Dann reiste der Erhabene nach und nach wandernd nach Āpana und kam dort an. Es hörte der Flechtenasket Keniya: Der Asket, der Freund Gotama, der Sakyasohn, der von dem Sakiyastamm in die Hauslosigkeit ging, ist in Āpana angekommen. Diesen erhabenen Gotama aber begrüßt man überall mit dem frohen Ruhmesrufe, so zwar: „Das ist der Erhabene, der Heilige, vollkommen Erwachte, der in Wissen und Wandel vollkommene, der Willkommene, der Kenner der Welt, der unvergleichliche Leiter der Menschen, der Herr der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene. Er zeigt diese Welt mit ihren Göttern, ihren bösen und heiligen Geistern, mit ihrer Schar von Büßern und Priestern, Göttern und Menschen, nachdem er sie selbst verstanden und durchdrungen hat. Er verkündet die Lehre, die am Anfang gute, in der Mitte gute, am Ende gute, die sinn- und wortgetreue, er legt das vollkommen geläuterte, geklärte Asketentum dar. Glücklich, wer da nun solche Heilige sehen kann. Da kam dem Flechtenasketen Keniya folgender Gedanke: Was lasse ich dem Asketen Gotama mitbringen?

Da kam dem Flechtenasketen Keniya folgender Gedanke: Auch die, die den jetzigen Brahmanen vorangingen, die Seher, die Sprüche (Mantras) aufsagten, die Bewahrer der Sprüche, nämlich: Attahaka, Vāmaka, Vāmadeva, Vessāmitta, Yamataggi, Añgirasa, Bhāradvāja, Vāsettha, Kassapa, Bhagu, denen die jetzigen Brahmanen die alten Sprüche, die Lieder, das Gesagte, das Bewahrte nachrezitieren, nachsagen, das Gesprochene nachsprechen, das Erzählte nacherzählen, enthielten sich des Essens nachts, waren frei vom Essen zur Unzeit, aber sie genossen Getränke.

Auch der Asket Gotama enthält sich des Essens nachts, ist frei vom Essen zur Unzeit, aber er genießt Getränke. Angemessen ist es, vom Asketen Gotama derartige Getränke zu genießen. Nachdem er viele Getränke vorbereiten ließ, in (Behälter) an einen Tragstock füllen ließ, ging er zum Erhabenen. Dort wechselte er freundliche Worte mit dem Erhabenen. Nachdem er Grüße und freundliche Worte gewechselt hatte, stand er beiseite. Beiseite stehend sagte der Flechtenasket Keniya dem Erhabenen folgendes: „Annehmen möge der ehrwürdige Gotama die Getränke.“—„Dieses, Keniya, gib den Mönchen.“ Die Mönche, die zweifelten, nahmen es nicht an. „Nehmt es an, ihr Mönche, nehmt es zu euch.“

Dann, nachdem der Flechtenasket Keniya den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze eigenhändig mit vielen Getränken bedient und versorgt hatte, als der Erhabene die Hände gewaschen hatte und von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzte er sich beiseite nieder. Den beiseite sitzenden Flechtenasketen Keniya hat der Erhabene durch ein Lehrgespräch veranlaßt zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen. Dann hat der Flechtenasket Keniya durch die Lehrrede des Erhabenen verstanden, aufgenommen, war motiviert, erfreut und sagte dem Erhabenen folgendes: „Annehmen möge der Herr Gotama für morgen das Essen zusammen mit dem Mönchssangha“

„Groß, Keniya, ist der Mönchssangha, 1250 Mönche, auch bist du einer, der den Brahmanen vertraut.“ Zum zweiten Male sagte der Flechtenasket Keniya dem Erhabenen folgendes: „Sei‘s drum, Freund Gotama, groß ist der Mönchssangha, 1250 Mönche, auch bin ich einer, der den Brahmanen vertraut, annehmen möge der Herr Gotama für morgen das Essen zusammen mit dem Mönchssangha.“ Zum dritten Male sagte der Flechtenasket Keniya dem Erhabenen folgendes .... Der Erhabene nahm durch Schweigen an. Dann ist der Flechtenasket Keniya aufgestanden und fortgegangen, nachdem er wußte, daß der Erhabene angenommen hatte und er den Erhabenen verehrt hatte.

Nachdem der Erhabene aus diesem Anlaß eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, 8 Getränke: Mangosaft, Rosenapfelsaft, Plantainbananensaft, Bananensaft, Honig(wasser), Traubensaft, Lotoswurzelsaft, Phārusakasaft (?). Ich erlaube, ihr Mönche, alle Fruchtsäfte, mit Ausnahme von Getreidesaft. Ich erlaube, ihr Mönche, alle Blättersäfte (Tee) ausgenommen Gemüsesäfte. Ich erlaube, ihr Mönche, alle Blütensäfte mit Ausnahme von denen, die zur Herstellung von Alkohol benutzt werden. Ich erlaube, ihr Mönche, Zuckerrohrsaft.“

Dann ließ der Flechtenasket Keniya, als jene Nacht vergangen war, nachdem er in seiner Einsiedelei vorzügliche feste und weiche Speisen hatte vorbereiten lassen, dem Erhabenen die Zeit ankündigen: Zeit ist es Freund Gotama, das Essen ist bereitet. Dann hat der Erhabene am Morgen sich angezogen, die Almosenschale und die Robe genommen und ging zur Einsiedelei des Flechtenasketen Keniya. Dort setzte er sich auf die vorbereiteten Sitze zusammen mit dem Mönchssangha. Dann hat der Flechtenasket Keniya den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze eigenhändig mit vorzüglicher fester und weicher Speise bedient und versorgt. Er setzte sich beiseite nieder, nachdem der Erhabene gegessen hatte und die Hand von der Almosenschale zurückgezogen hatte.

Den beiseite sitzenden Flechtenasketen Keniya erfreute der Erhabene mit diesem Vers:

  • „Unter den Opfern ist das Feueropfer das Beste.
  • Das Sāvitthi-Versmaß ist das Beste.
  • Der König ist der Beste unter den Menschen.
  • Der Ozean ist der Beste unter den Gewässern.
  • Der Mond ist der Beste unter den Sternen.
  • Die Sonne ist die Beste unter den Leuchtenden.
  • Für den Verdienst Wünschenden, die Geben, ist der Sangha das Beste.“

Nachdem der Erhabene den Flechtenasketen Keniya mit diesem Vers angesprochen hatte, stand er auf und ging fort.

24. Rojamallavatthu

Nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Āpana geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Kusināra auf mit einem großen Mönchs-sangha, mit 1250 Mönchen. Da hörten die Mallā von Kusināra: Der Erhabene, so sagt man, kam nach Kusināra mit einem großen Mönchs-sangha, mit 1250 Mönchen. Jene trafen eine Übereinkunft: Wer dem Erhabenen nicht entgegengehen wird, erhält 500 (Geldstücke) Strafe. Zu jener Zeit war der Mallā Rojo der Freund des ehrwürdigen Ānanda. Dann kam der Erhabene nach und nach wandernd in Kusināra an.

Da kamen die Mallā aus Kusināra dem Erhabenen entgegen. Es kam der Mallā Rojo, nachdem er dem Erhabenen entgegen gegangen war, zum ehrwürdigen Ānanda. Dort stand er beiseite, nachdem er den ehrwürdigen Ānanda verehrt hatte. Beiseite stehend sagte dem Mallā Rojo der ehrwürdige Ānanda folgendes: „Großartig ist es, Bruder Rojo, wie du dem Erhabenen entgegengingst.“—„Nicht bin ich, verehrungswürdiger Ānanda, angetan vom Erwachten, der Lehre, dem Sangha, vielmehr ist von Verwandten die Abmachung getroffen worden: Wer dem Erhabenen nicht entgegengehen wird, erhält 500 (Geldstücke) Strafe. Nur aus Furcht vor der Strafe der Verwandten, verehrungswürdiger Ānanda, ging ich dem Erhabenen entgegen.“ Das mißfiel dem ehrwürdigen Ānanda: Wie kann der Mallā Rojo so etwas sagen.

Da ging der ehrwürdige Ānanda zum Erhabenen. Dort, nachdem er den Erhabenen verehrt hatte, setzte er sich beiseite nieder. Beiseite sitzend sagte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen folgendes: „Hier ist der Mallā Rojo, ein sehr bekannter, berühmter Mann. Von großer Wirkung (wäre es,) wenn ein derart bekannter Mann dieser Lehre und Zucht vertraut. Gut wäre es, Verehrungswürdiger, wenn der Erhabene derartiges tun würde, daß der Mallā Rojo in dieser Lehre und Zucht Vertrauen findet.“—„Nicht schwierig ist es, für den Vollendeten (etwas zu tun,) wodurch der Mallā Rojo in dieser Lehre und Zucht Vertrauen finden würde.“

Dann ist der Erhabene, nachdem er zu dem Mallā Rojo den Geist der liebenden Güte ausgestrahlt hatte, vom Sitz aufgestanden und in die Behausung eingetreten. Als der Mallā Rojo vom Geist der liebenden Güte des Erhabenen berührt wurde, hat er wie ein Kalb das zur Kuh (läuft), nachdem er von Behausung zu Behausung, von Mönchsklause zu Mönchsklause gegangen ist, die Mönche befragt: „Wo weilt jetzt, Verehrungswürdige, der Erhabene, Heilige, vollkommen Erwachte? Ich wünsche nämlich den Erhabenen, Heiligen, vollkommen Erwachten zu sehen.“—„Dies ist die Behausung, Bruder Rojo, wo die Tür geschlossen, daher gehe leise (zu ihr), nachdem du in den Windfang eingetreten bist, ohne ihn ganz zu überqueren, dich geräuspert hast, gegen das Schloß geklopft hast, wird dir der Erhabene die Tür öffnen.“

Dann ging der Mallā Rojo leise zur geschlossenen Tür. Nachdem er in den Windfang eingetreten war, ohne ihn ganz zu überqueren, sich geräuspert hatte, gegen das Schloß geklopft hatte, öffnete ihm der Erhabene die Tür. Da hat der Mallā Rojo, nachdem er eingetreten war, den Erhabenen verehrt hatte, sich beiseite niedergesetzt. Beiseite sitzend hielt der Erhabene dem Mallā Rojo eine einführende Rede in folgender Weise: Er sprach über das Geben, die Sittlichkeit, den Himmel, das Elend, die Nichtigkeit und die Verderbtheit der Sinnesgenüsse, die Vorteile des Verzichtes. Als der Erhabene wußte, daß der Kaufmann und Hausherr in der Gemütsverfassung zugänglich, sanft, unvoreingenommen, froh, hell war, da hat er dies verkündigt, nämlich die zusammen gefaßte Lehre der Buddhas, nämlich vom Leid, seiner Entstehung, seiner Überwindung, den Weg dazu. Genauso, wie ein sauberer fleckenloser Stoff gut Farbe annehmen würde, so ging dem Kaufmann und Hausherrn dort auf dem Sitz das reine klare Auge der Wahrheit auf: Wenn irgend etwas als seine Eigenschaft das Entstehen hat, alles das hat als eine Eigenschaft das Vergehen. Dann sagte der Mallā Rojo, nachdem er die Wahrheit gesehen, die Wahrheit erlangt, die Wahrheit verstanden, die Wahrheit durchdrungen, den Zweifel überwunden, die Ungewißheit beseitigt, die vollkommene Zuversicht aus eigener Kraft in der Lehre erlangt hatte, folgendes: „Gut wäre es, Verehrungswürdiger, wenn die Herren nur von mir annehmen würden: Robe, Almosenspeise, Unterkunft, für die Kranken Medizin, nicht von anderen.“—„Bei denen, Rojo, die die Lehre verstanden haben, die wie Übende wissen, wie Übende sehen, denen kommt wie dir, folgender Gedanke: Oh, würden die Herren nur von mir annehmen: Robe, Almosenspeise, Unterkunft, für die Kranken Medizin, nicht von anderen. Daher, Rojo, werden (sie) sowohl von dir als auch von anderen annehmen.“

Zu jener Zeit war die Reihenfolge für (das Geben) vorzüglichen Essens festgelegt. Als der Mallā Rojo nicht an der Reihe war, kam ihm folgender Gedanke: Wenn ich jetzt in die Speisehalle schauen würde? Was ich an Essen nicht sehe, das werde ich vorbereiten. Als der Mallā Rojo in die Speisehalle schaute, sah er zwei (Sachen) nicht, Gemüse und Mehlspeisen. Da ging der Mallā Rojo zum ehrwürdigen Ānanda. Dort sagte er dem ehrwürdigen Ānanda folgendes: „Als ich, verehrungswürdiger Ānanda, nicht an der Reihe war, kam mir folgender Gedanke: Wenn ich jetzt in die Speisehalle schauen würde? Was ich an Essen nicht sehe, das werde ich vorbereiten. Wenn ich, verehrungswürdiger Ānanda, Gemüse und Mehlspeisen vorbereiten würde, würde dies der Erhabene annehmen?“—„Darüber, Rojo, befrage ich den Erhabenen.“

Dann erzählte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen den Sachverhalt. „Möge (er), Ānanda, vorbereiten.“—„Bereite vor, Rojo.“ Da hat der Mallā Rojo, als die Nacht vergangen war, nachdem er viel Gemüse und Mehlspeisen vorbereitet hatte, dem Erhabenen angeboten: „Annehmen möge der verehrungswürdige Erhabene Gemüse und Mehlspeisen.“—„Gib das auch den Mönchen.“ Die zweifelnden Mönche nahmen nicht an. „Nehmt an, ihr Mönche, und eßt.“

Dann, nachdem der Mallā Rojo den Mönchssangha mit dem Erwachten an der Spitze eigenhändig mit vielem Gemüse und Mehlspeisen bedient und versorgt hatte, als der Erhabene die Hände gewaschen hatte und von der Almosenschale zurückgezogen hatte, setzte er sich beiseite nieder. Dem beiseite sitzenden Mallā Rojo hat der Erhabene durch ein Lehrgespräch veranlaßt zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen. Dann ist der Erhabene, nachdem er den Mallā Rojo durch eine Lehrrede veranlaßt hatte zu verstehen, aufzunehmen, davon motiviert zu sein, sich daran zu erfreuen, vom Sitz aufgestanden und fortgegangen. Nachdem der Erhabene in diesem Zusammenhang eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Ich erlaube, ihr Mönche, alle Gemüse und alle Mehlspeisen.“

25. Vuḍḍhapabbajitavatthu

Nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Kusināra geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Ātumā auf mit einem großen Mönchssangha, mit 1250 Mönchen. Zu jener Zeit lebte ein gewisser erst im Alter Ordinierter in Ātumā, eine früherer Friseur, der hatte zwei Jungen mit sanfter Stimme, intelligent, geschickt, bei eigenen Lehrern vollständig in der Friseurkunst ausgebildet.

Es hörte der im Alter Ordinierte: Der Erhabene, so sagt man, kam mit einem großem Mönchssangha nach Ātumā, mit 1250 Mönchen. Da sagte der im Alter Ordinierte seinen Jungen folgendes: „Der Erhabene, meine Lieben, so sagt man, ist mit einem großem Mönchssangha nach Ātumā gekommen, mit 1250 Mönchen. Geht, ihr Lieben, nachdem ihr das Friseurwerkzeug genommen habt, mit einem Sammelbecher von Haus zu Haus und sammelt Salz, Öl, Reis, feste Speise. Wenn der Erhabene kommen wird, werden wir Reisschleim machen.“

„So sei es, mein Lieber.“ Nachdem jene Jungen dem im Alter Ordinierten das geantwortet hatten, mit einem Sammelbecher von Haus zu Haus gegangen waren, sammelten sie Salz, Öl, Reis und feste Speise. Nachdem die Menschen die intelligenten Kinder mit der sanften Stimme gesehen hatten, ließen sie das machen, was sie nicht wünschten machen zu lassen (nämlich sich frisieren zu lassen), danach gaben sie viel. Da haben jene Kinder viel Salz, Öl, Reis und feste Speise gesammelt.

Dann kam der Erhabene nach und nach reisend in Ātumā an. Dort weilte der Erhabene in Ātumā in Bhūsāgāre. Dann hat der im Alter Ordinierte, als jene Nacht vorüber, war viel Reisschleim vorbereitet, brachte ihn zum Erhabenen: „Annehmen möge der Verehrungswürdige Erhabene Reisschleim.“ Wissend fragen die Vollendeten, wissend fragen sie nicht, die (rechte) Zeit wissend fragen sie, die (rechte) Zeit wissend fragen sie nicht, mit Bedacht fragen Vollendete, nicht ohne Bedacht, Unbedachtes tun Vollendete nicht. In zwei Weisen befragt der Erwachte, der Erhabene die Mönche, um die Lehre zu verkünden oder den Schülern Regeln zu geben. Dann sagte der Erhabene dem im Alter Ordinierten folgendes: „Woher, Mönch, ist dieser Reisschleim?“ Da erzählte der im Alter Ordinierte dem Erhabenen den Sachverhalt.

Da tadelte der Erwachte, Erhabene: „Unpassend ist es, törichter Mensch, ungeeignet, unangemessen, nicht asketenwürdig, nicht erlaubt, nicht zu tun. Wie kannst, du, du törichter Mensch, andere veranlassen, Unerlaubtes zu tun. Nicht ist das, törichter Mensch, um die Unzufriedenen zufrieden zu stellen.“ Nachdem er getadelt hatte und eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er die Mönche an: „Nicht soll durch einen Ordinierten veranlaßt werden, Unerlaubtes zu tun. Wer so veranlassen würde, begeht ein dukkata Vergehen. Einer, der vorher Friseur war, soll kein Friseurwerkzeug benutzen. Wer so benutzen würde, begeht ein dukkata Vergehen.

Nachdem der Erhabene, solange es ihm gefiel, in Ātumā geweilt hatte, brach er zu einer Reise nach Sāvatthi auf. Allmählich wandernd kam er in Sāvatthi an. Dort weilte er in Sāvatthi im Jeta Hain des Anāthapindika. Zu jener Zeit gab es in Sāvatthi viele Früchte als feste Speise. Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Ob der Erhabene Früchte als feste Speise erlaubt hat oder nicht erlaubt hat? Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Ich erlaube alle Früchte als feste Speise.“

Zu jener Zeit wuchsen dem Sangha gehörende Samen in Erde, die Privatleuten gehörte; und Privatleuten gehörende Samen in Erde, die dem Sangha gehörte. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Bei den dem Sangha gehörenden Samen, die in der Erde von Privatleuten wuchsen, soll man, nachdem man einen Teil abgegeben hat, genießen. Bei den, den Privatleuten gehörenden Samen, die in der Erde vom Sangha wuchsen, soll man, nachdem man einen Teil abgegeben hat, genießen.“

26. ­Catuma­hāpa­desa­kathā

Zu jener Zeit kam den Mönchen in irgendeinem Fall Zweifel auf: Was hat der Erhabene erlaubt, was hat er nicht erlaubt. Dem Erhabenen erzählten sie diesen Sachverhalt. „Was ich mit: „nicht erlaubt“ nicht abgelehnt habe, wenn das zum Nichterlaubten paßt, dem Erlaubten entgegengeht, das ist nicht erlaubt.“ Was ich mit: „nicht erlaubt“ nicht abgelehnt habe, wenn das zum Erlaubten paßt, dem Unerlaubten entgegensteht, das ist erlaubt. Was ich nicht mit: „ist erlaubt“, erlaubt habe, wenn das zum Nichterlaubten paßt, dem Erlaubten entgegengeht, das ist nicht erlaubt. Was ich nicht mit: „ist erlaubt“, erlaubt habe, wenn das zum Erlaubten paßt, dem Unerlaubten entgegensteht, das ist erlaubt.“

Da kam den Mönchen folgender Gedanke: Ist es erlaubt, (Essen), das für einen Tag und eine Nacht (erlaubt ist) zusammen mit Essen, das für eine bestimmte Zeit (z.B. bis Mittag) erlaubt ist, (zu essen), oder ist es nicht erlaubt?

Wiederholung:

... das für sieben Tage erlaubt ist ... für eine bestimmte Zeit

... das für das ganze Leben ... für eine bestimmte Zeit

... das für sieben Tage erlaubt ist ... für einen Tag

... das für das ganze Leben erlaubt ist ... für einen Tag

... das für das ganze Leben erlaubt ist ... für sieben Tage

„Ihr Mönche, für einen Tag erlaubtes Essen und für bestimmte Zeit erlaubtes Essen ist, an jenem Tag angenommen zur rechten Zeit (gegessen z.B. am Vormittag) erlaubt, zur unrechten Zeit (gegessen) nicht erlaubt.“

„Ihr Mönche, für sieben Tage erlaubtes Essen und für bestimmte Zeit erlaubtes Essen ist, an jenem Tag angenommen zur rechten Zeit (gegessen) erlaubt, zur unrechten Zeit (gegessen) nicht erlaubt.“

„Ihr Mönche, für das ganze Leben erlaubtes Essen und für bestimmte Zeit erlaubtes Essen ist, an jenem Tag angenommen zur rechten Zeit (gegessen) erlaubt, zur unrechten Zeit (gegessen) nicht erlaubt.“

„Ihr Mönche, für sieben Tage erlaubtes Essen und für einen Tag erlaubtes Essen ist, an jenem Tag (gegessen) erlaubt; ist jener Tag (und die Nacht) überschritten, ist es nicht erlaubt.“

„Ihr Mönche, für das ganze Leben erlaubtes Essen und für einen Tag erlaubtes Essen ist, an jenem Tag (gegessen) erlaubt; ist jener Tag (und die Nacht) überschritten, ist es nicht erlaubt.“

„Ihr Mönche, für das ganze Leben erlaubtes Essen und für sieben Tag erlaubtes Essen ist, an jenen Tagen (gegessen) erlaubt; sind jene sieben Tage überschritten, ist es nicht erlaubt.“

Das Medizinkapitel, das sechste.

In diesem Kapitel sind einhundertsechs Sachverhalte. Hier ist die Aufzählung:

Im Herbst, auch zur Unzeit, Talg, Wurzeln, auch mit Mehl, Zusammenziehendes, Blätter, Frucht, Harz, Salz, auch Dung, Puder, Pudersieb und Fleisch, Salbe, Salbe mit Puder, Salbengefäß, verschiedenartige Deckel, Salbenstäbchen, Kästen für Salbenstäbchen, Tasche, Tragriemen, Faden, Öl auf dem Kopf, für die Nase, Einträufelinstrument für die Nase, und Rauch, Pfeife, Deckel, Beutel, gekochtes Öl, und Alkohol, zuviel gemachte Salbe zum Einreiben, Behälter, Schwitzbad, Kräuter, großes Dampfbad (Sauna), Faß mit heißem Wasser, Blut, Horn, die Füße aufgerissen, Fuß, Messer, blutstillendes Wasser, Sesampaste, Kompresse, Stoff, Senfpuder, mit Rauch behandeln, Wundöl, Leinenverband, auch ungewöhnliche Dinge, angenommen, Exkremente, tuend, auch umgepflügte Erde, reine Lauge, Kuhurin mit Heilfrüchten, (Paste mit) Geruch, und Abführmittel, klare, natürlich und zubereitet natürlich, Fleischbrühe, Berghang, Tempelgehilfe, für 7 Tage, Zucker, Mungobohnen, auch Haferschleim, selbst gekocht, nochmal, nochmals erlaubt, in der Hungersnot, auch Frucht, Sesam und feste Speise, vorher Essen, Fieber, entfernt, Fistel, Klistier, auch Suppe, sogar Menschenfleisch, Elefant, Pferde, Hund, Schlange, Löwe, Tiger, Leopard, Bären und Hyänenfleisch, an der Reihe, Reisschleim, ein gewisser junger, Zucker, Sunidha-Herberge, auch Ambapāli, die Licchavī, Gangā, Koti, Wahrheitsrede, für einen gemachtes (Fleisch), nochmals abgelehnt, bei viel vorhandenem Essen, Wolke, Yasoja, Mendaka, auch Proviant von Kuhprodukten, Keniya, Mango, Rosenapfel, Platainbanane, Bananensaft, Honigwasser, Traubensaft, Lotoswurzelsaft, Phārusakāsaft, Gemüse und Mehlspeise, der Friseur aus Ātumā, in Sāvatthi, Frucht und Samen, in welchem Fall, die Zeiten.