Saṃyutta Nikaya 1

Von den Devatas

39. Die Tochter des Pajjunna (1)

Also habe ich vernommen. Einstmals weilte der Erhabene in Vesālī, in dem Großen Walde, in der Kūtāgārasālā.

Da nun begab sich in vorgeschrittener Nacht Kokanadā, die Tochter des Pajjunna, mit ihrer herrlichen Schönheit den ganzen Großen Wald erhellend, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, trat sie zur Seite.

Zur Seite stehend sprach dann die Devatā Kokanadā, die Tochter des Pajjunna, zu dem Erhabenen die folgenden Strophen:

„Den im Walde zu Vesālī weilenden
Allbuddha, den höchsten in der Wesenswelt
Verehre ich—Kokanadā bin ich,
Kokanadā, des Pajjunna Tochter.

Schon früher habe ich es gehört: die Wahrheitslehre
ist erkannt von dem Allschauenden;
Nun aber lerne ich sie unmittelbar kennen,
Wie der Weise, der Führer auf dem Heilspfad sie lehrt.

Alle die Einfältigen, die da immer
Die edle Wahrheitslehre tadeln,
Sie geraten in die schreckliche Roruva-Hölle;
Lange Zeit erdulden sie Leiden.

Die aber mit Lust zur edlen Wahrheitslehre
Und mit Seelenfrieden ausgestattet sind,
Haben sie aufgegeben ihre menschliche Gestalt,
Werden sie einen himmlischen Körper annehmen.“