Saṃyutta Nikaya 10

Vom Yakkha

5. Sānu

Einstmals weilte der Erhabene in Sāvatthī, im Jetahaine, im Parke des Anāthapindika.

Zu jener Zeit aber war einer Laienschwester ihr Sohn, Sānu mit Namen von einem Yakkha besessen.

Da nun sprach die Laienschwester wehklagend bei dieser Gelegenheit die folgenden Strophen:

„Die am vierzehnten und fünfzehnten Tag, und wenn der achte des Halbmonats ist,
Und an den außergewöhnlichen Festtagen das acht pflichten umfassende
Fasttagsgelübde halten und ein heiliges Leben führen,
Mit denen treiben die Yakkhas keinen Unfug, so habe ich von Arahants gehört.
Und da muß ich jetzt sehen, wie Yakkhas Unfug treiben mit Sānu;“

„Die am vierzehnten und am fünfzehnten Tag
und wenn der achte des Halbmonats ist,
Und an den außerordentlichen Festtagen das acht Pflichten umfassende
Fasttagsgelübde halten und ein heiliges Leben führen,
Mit denen treiben die Yakkhas keinen Unfug,
so hast du richtig von Arahants gehört.
Sage du nur zu Sānu, wenn er erwacht ist, dag folgende Wort der Yakkhas:
Begehe du keine sündhafte Handlung, weder offen, noch geheim;
Wenn du eine sündhafte Handlung begehen willst oder begehst,
So gibt es für dich keine Erlösung vom Leiden,
wenn du auch in die Höhe fliegend ihm entfliehen willst.“

„Um einen Toten weint man, Mütterchen,
oder um einen Lebenden, den man nicht sieht;
Da du mich aber lebend, siehst, Mütterchen,
warum, Mütterchen, weinst du um mich?“

„Um den toten Sohn weint man, oder um den lebenden, den man nicht sieht.
Wer aber, nachdem er die sinnlichen Genüsse aufgegeben,
wieder hierher zurückkehrt,

Um den auch weint man; obgleich lebend, ist er wieder gestorben.
Aus der Glut entkommen, Lieber, willst du wieder in die Glut fallen,
Aus der Hölle entkommen, Lieber, willst du wieder in die Hölle fallen.
Lauf du nur hin! Wohl dir! Bei wem sollten wir uns beklagen ?
Aus dem Brand hast du dein Hab und Gut gerettet;
nun willst du wieder, daß es verbrenne.“