Saṃyutta Nikaya 11

Von Sakka

13. Die Götter (3)

Also habe ich vernommen.

Einstmals weilte der Erhabene in Vesālī, in dem Großen Walde, in der Kūtāgārasālā.

Da nun begab sich der Licchavi Mahāli dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder.

Zur Seite sitzend sprach dann der Licchavi Mahāli zu dem Erhabenen also: „Hat, Herr, der Erhabene Sakka, den Fürsten der Götter, gesehen?“

„Ja, ich habe, Mahāli, Sakka, den Fürsten der Götter, gesehen.“

„Das wird wohl, Herr, einer gewesen sein, der dem Sakka ähnlich war; denn schwer zu sehen, Herr, ist Sakka, der Fürst der Götter.“

„Ich kenne Sakka, Mahāli, und auch die Dinge, die ihn zum Sakka machten, wegen deren Erfüllung Sakka zu der Sakkawürde gelangte, auch diese kenne ich.

Sakka, der Fürst der Götter, Mahāli, war früher, da er ein Dasein als Mensch führte, ein Brahmane mit Namen Magha. Daher heißt er Maghavan.

Sakka, der Fürst der Götter, Mahāli, spendete früher, da er ein Dasein als Mensch führte, von Stadt zu Stadt Almosen. Daher heißt er Purindada.

Sakka, der Fürst der Götter, Mahāli, spendete früher, da er ein Dasein als Mensch führte, in der richtigen Weise Almosen. Daher heißt er Sakka.

Sakka, der Fürst der Götter, Mahāli, spendete früher, da er ein Dasein als Mensch führte, Heimstätten. Daher heißt er Vāsava.

Sakka, der Fürst der Götter, Mahāli, überdenkt in einem Augenblick tausend Dinge. Daher heißt er Sahassakkha.

Sakka, der Fürst der Götter, Mahāli, hatte zur Gattin die Dämonentochter mit Namen Sujā. Daher heißt er Sujampati.

Sakka, der Fürst der Götter, Mahāli, übte unter den Tāvatimsa-Göttern die Obmacht, die Herrschaft, die Königswürde aus. Daher heißt er Fürst der Götter.

Von Sakka, dem Fürsten der Götter, Mahāli, waren früher, da er ein Mensch war, sieben Gelübde angenommen und erfüllt worden, wegen deren Erfüllung Sakka zur Sakkawürde gelangte.

Welche sieben Gelübde?

  • 'Mein Leben lang will ich einer sein, der Mutter und Vater unterhält.—
  • Mein Leben lang will ich einer sein, der die Ältesten in der Familie hoch verehrt.—
  • Mein Leben lang will ich einer sein, der sanft redet.—
  • Mein Leben lang will ich einer sein, der keine Verleumdung ausspricht.—
  • Mein Leben lang will ich mit einem von Schmutz und Geiz freien Herzen mein Haus bewohnen, freigebig, mit reinen Händen, am Spenden mich freuend, den Bittenden zugänglich, an Verteilung von Almosen mich freuend.—
  • Mein Leben lang will ich die Wahrheit sprechen.—
  • Mein Leben lang will ich nicht zornig sein. Wenn Zorn in mir entsteht, will ich ihn sogleich unterdrücken'.

Von Sakka, dem Fürsten der Götter, Mahāli, waren früher, da er ein Mensch war, diese sieben Gelübde angenommen und erfüllt worden, wegen deren Erfüllung Sakka zur Sakkawürde gelangte.

Den Mann, der Mutter und Vater unterhält,
der die Ältesten in der Familie hoch verehrt,
Der sanft ist und freundlich redet, der Verleumllung meidet,
Der um Unterdrückung des Geizes sich bemüht,
den Mann, der wahrhaft ist und den Zorn überwindet:
Den nennen die Tāvatimsa-Götter einen guten Menschen.“