Saṃyutta Nikaya 11

Von Sakka

14. Der Arme

Einstmals weilte der Erhabene in Rājagaha, im Bambushaine, im Kalandakanivāpa. Da nun redete der Erhabene die Bhikkhus an: „Ihr Bhikkhus!“ „Ja, Herr!“ erwiderten die Bhikkhus aufhorchend dem Erhabenen.

Der Erhabene sprach also: „In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, lebte hier in Rājagaha ein Mann als ein armer Mensch, als ein bedürftiger Mensch, als ein unglücklicher Mensch.

Dieser nahm den Glauben an die vom Tathāgata verkündete Lehre und Regel an, nahm die Gebote der sittlichen Zucht an, nahm den Unterricht an, nahm die (Forderung der) Freigebigkeit an, nahm die Erkenntnis an.

Nachdem er den Glauben an die vom Tathāgata verkündete Lehre und Regel angenommen hatte, die Gebote der sittlichen Zucht angenommen hatte, den Unterricht angenommen hatte, die (Forderung der) Freigebigkeit angenommen hatte, die Erkenntnis angenommen hatte, wurde er nach dem durch Auflösung des Körpers erfolgten Tode zu glücklicher Existenz in der himmlischen Welt zur Gesellschaft der Tāvatimsa-Götter wieder geboren. Er überstrahlte die anderen Götter an Schönheit und Herrlichkeit.

Da aber, ihr Bhikkhus, wurden die Tāvatimsa-Götter unwillig, murrten und zürnten: 'Sonderbar wahrlich, unpassend wahrlich (ist es), wie da dieser Göttersohn , der früher, da er ein Dasein als Mensch führte, ein armer Mensch, ein bedürftiger Mensch, ein unglücklicher Mensch gewesen, nach dem durch Auflösung des Körpers erfolgten Tod zu glücklicher Existenz in der himmlischen Welt zur Gesellschaft der Tāvatimsa-Götter wieder geboren wurde und die anderen Götter an Schönheit und Herrlichkeit überstrahlt.'

Da nun, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, die Tāvatimsa-Götter an 'Seid nicht unwillig, Verehrte, über diesen Göttersohn. Dieser Göttersohn, Verehrte, hat früher, da er ein Dasein als Mensch führte, den Glauben an die vom Tathāgata verkündete Lehre und Regel angenommen, hat die Gebote der sittlichen Zucht angenommen, hat den Unterricht angenommen, hat die (Forderung der) Freigebigkeit angenommen, hat die Erkenntnis angenommen. Nachdem er aber den Glauben an die vom Tathāgata verkündete Lehre und Regel angenommen, die Gebote der sittlichen Zucht angenommen, den Unterricht angenommen, die (Forderung der) Freigebigkeit angenommen, die Erkenntnis angenommen, ist er nach dem durch Auflösung des Körpers erfolgten Tod zu glücklicher Existenz in der himmlischen Welt zur Gesellschaft der anderen Götter an Schönheit und Herrlichkeit .'

Da nun, ihr Bhikkhus, sprach Sakka, der Fürst der Götter, den Tāvatimsa-Göttern freundlich zuredend, bei dieser Gelegenheit die folgenden Strophen:

'Wer unerschütterlichen, festbegründeten Glauben an den Tathāgata besitzt,
Und wer die schöne sittliche Zucht übt,
die von den Edlen geliebt ist und gepriesen,
Und wer freudiges Vertrauen zu der Gemeinde hat und die richtige Anschauung,

Den nennt man nicht arm, nicht vergeblich ist sein Leben:
Darum soll um Glauben und sittliche Zucht,
um freudiges Vertrauen und Schauen der Wahrheit
Der Weise sich bemühen, eingedenk der Lehre des Buddha.“