Saṃyutta Nikaya 11

Von Sakka

24. Verfehlung

In Sāvatthī (ist der Schauplatz).

Zu jener Zeit aber stritten sich zwei Bhikkhus. Da verfehlte sich der eine Bhikkhu. Da nun bekannte dieser Bhikkhu vor dem anderen Bhikkhu seine Verfehlung als Verfehlung. Der (andere) Bhikkhu nahm das nicht an.

Da nun begaben sich zahlreiche Bhikkhus dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatten, setzten sie sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprachen dann die Bhikkhus zu dem Erhabenen also:

„Da haben jetzt, Herr, zwei Bhikkhus sich gestritten. Da verfehlte sich der eine Bhikkhu. Da nun bekannte, Herr, dieser Bhikkhu vor dem anderen Bhikkhu seine Verfehlung als Verfehlung. Der (andere) Bhikkhu nahm das nicht an.

„Die beiden, ihr Bhikkhus, sind Toren: wer eine Verfehlung nicht als Verfehlung einsieht, und wer von dem, der seine Verfehlung bekennt, das nicht gemäß der Vorschrift annimmt. Diese beiden, ihr Bhikkhus, sind Toren.

Die beiden, ihr Bhikkhus, sind Weise: wer eine Verfehlung als Verfehlung einsieht, und wer von dem, der seine Verfehlung bekennt, das gemäß der Vorschrift annimmt. Diese beiden, ihr Bhikkhus, sind Weise.

In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, sprach Sakka, der Fürst der Götter, in der Versammlungshalle Sudhammā den Tāvatimsa-Göttern freundlich zuredend, bei dieser Gelegenheit die folgende Strophe:

'Den Zorn sollt ihr beherrschen , und nicht sollt ihr heftig sein gegen die Freunde ;
Nicht sollt ihr tadeln den, der nicht tadelnswert ist,
und keine Verleumdung sollt ihr aussprechen.
Den Bösewicht zermalmt sein Zorn, wie ein Berg.' “