Saṃyutta Nikaya 14

Von den Elementen

12. Mit ursächlicher Grundlage

Ort der Begebenheit: Sāvatthī.

„Mit ursächlicher Grundlage, ihr Bhikkhus, entsteht ein Gedanke sinnlicher Lust (kāma-vitakka), nicht ohne ursächliche Grundlage. Mit ursächlicher Grundlage entsteht ein Gedanke der Bosheit (vyāpāda-vitakka), nicht ohne ursächliche Grundlage. Mit ursächlicher Grundlage entsteht ein Gedanke der Gewalttätigkeit (vihiṃsā-vitakka), nicht ohne ursächliche Grundlage.

Wie aber, ihr Bhikkhus, entsteht mit ursächlicher Grundlage ein Gedanke sinnlicher Lust, nicht ohne ursächliche Grundlage?—entsteht mit ursächlicher Grundlage ein Gedanke der Bosheit, nicht ohne ursächliche Grundlage?—entsteht mit ursächlicher Grundlage ein Gedanke der Gewalttätigkeit, nicht ohne ursächliche Grundlage?

Infolge des Elements sinnliche Lust, ihr Bhikkhus, entsteht die Vorstellung sinnlicher Lust; infolge der Vorstellung sinnlicher Lust entsteht Wollen der sinnlichen Lust; infolge des Wollens der sinnlichen Lust entsteht Begehren nach sinnlicher Lust; infolge des Begehrens nach sinnlicher Lust entsteht heißes Sehnen nach sinnlicher Lust; infolge des heißen Sehnens nach sinnlicher Lust entsteht Aufsuchen der sinnlichen Lust.

Der ununterrichtete gewöhnliche Mensch aber, ihr Bhikkhus, welcher die sinnliche Lust aufsucht, befindet sich in drei Beziehungen auf falschem Weg: im körperlichen Tun, im Reden, im Denken.

Infolge des Elements Bosheit, ihr Bhikkhus, entsteht die Vorstellung der Bosheit; infolge der Vorstellung der Bosheit entsteht Wollen der Bosheit—Begehren nach Bosheit—heißes Sehnen nach Bosheit—Aufsuchen der Bosheit.

Der ununterrichtete gewöhnliche Mensch aber, ihr Bhikkhus, der Bosheit aufsucht, befindet sich in drei Beziehungen auf falschem Weg: im körperlichen Tun, im Reden, im Denken.

Infolge des Elements Gewalttätigkeit, ihr Bhikkhus, entsteht die Vorstellung der Gewalttätigkeit; infolge der Vorstellung der Gewalttätigkeit entsteht Wollen der Gewalttätigkeit—Begehren nach Gewalttätigkeit—heißes Sehnen nach Gewalttätigkeit—Aufsuchen der Gewalttätigkeit.

Der ununterrichtete gewöhnliche Mensch aber, ihr Bhikkhus, der Gewalttätigkeit aufsucht, befindet sich in drei Beziehungen auf falschem Weg: im körperlichen Tun, im Reden, im Denken.

Das ist gerade so, ihr Bhikkhus, wie wenn ein Mann eine brennende Grasfackel auf einen dürren Grasplatz hinwürfe; wenn er sie nicht sofort mit Händen und Füßen auslöschte, so würden alle die Lebewesen, ihr Bhikkhus, die im Gras und Stroh wohnen, zu Tod und Verderben kommen.

Ganz ebenso werden, ihr Bhikkhus, alle die Samanas oder Brāhmanas, die eine abwegige Vorstellung, die in ihnen entstanden, nicht sofort aufgeben, entfernen, beseitigen, vernichten, bei Lebzeiten schon leidvoll leben, in Pein, in Verzweiflung, in heißer Qual. Und nach dem Tode infolge der Auflösung des Körpers ist leidvolle Existenz zu erwarten.

Mit ursächlicher Grundlage, ihr Bhikkhus, entsteht ein Gedanke der Entsagung (nekkhhamma-vitakka), nicht ohne ursächliche Grundlage. Mit ursächlicher Grundlage entsteht ein Gedanke der Nicht-Bosheit (avyapāda-vitakka), nicht ohne ursächliche Grundlage. Mit ursächlicher Grundlage entsteht ein Gedanke der Nicht-Gewalttätigkeit (avihiṃsā-vitakka), nicht ohne ursächliche Grundlage.

Wie aber, ihr Bhikkhus, entsteht mit ursachlicher Grundlage ein Gedanke der Entsagung, nicht ohne ursächliche Grundlage?—entsteht mit ursächlicher Grundlage ein Gedanke der Nicht-Bosheit, nicht ohne ursächliche Grundlage?—entsteht mit ursächlicher Grundlage ein Gedanke der Nicht-Gewalttätigkeit, nicht ohne ursächliche Grundlage?

Infolge des Elements Entsagung, ihr Bhikkhus, entsteht die Vorstellung der Entsagung; infolge der Vorstellung der Entsagung entsteht Wollen der Entsagung; infolge des Wollens der Entsagung entsteht Begehren nach Entsagung; infolge des Begehrens nach Entsagung entsteht heißes Sehnen nach Entsagung; infolge des heißen Sehnens nach Entsagung entsteht Aufsuchen der Entsagung.

Der unterrichtete edle Jünger aber, ihr Bhikkhus, der Entsagung aufsucht, befindet sich in drei Beziehungen auf rechtem Weg: im körperlichen Tun, im Reden, im Denken.

Infolge des Elements Nicht-Bosheit, ihr Bhikkhus, entsteht die Vorstellung der Nicht-Bosheit; infolge der Vorstellung der Nicht-Bosheit entsteht Wollen der Nicht-Bosheit-Begehren nach Nicht-Bosheit-heißes Sehnen nach Nicht-Bosheit-Aufsuchen der Nicht-Bosheit.

Der unterrichtete edle Jünger aber, ihr Bhikkhus, der Nicht-Bosheit aufsucht, befindet sich in drei Beziehungen auf rechtem Weg: im körperlichen Tun, im Reden, im Denken.

Infolge des Elements Nicht-Gewalttätigkeit entsteht die Vorstellung der Nicht-Gewalttätigkeit; infolge der Vorstellung der Nicht-Gewalttätigkeit entsteht Wollen der Nicht-Gewalttätigkeit-Begehren nach Nicht-Gewalttätigkeit-heißes Sehnen nach Nicht-Gewalttätigkeit-Aufsuchen der Nicht-Gewalttätigkeit.

Der unterrichtete edle Jünger aber, ihr Bhikkhus, der Nicht-Gewalttätigkeit aufsucht, befindet sich in drei Beziehungen auf rechtem Weg: im körperlichen Tun, im Reden, im Denken.

Das ist gerade so, ihr Bhikkhus, wie wenn da ein Mann eine brennende Grasfackel auf einen dürren Grasplatz hinwürfe; wenn er sie sofort mit Händen und Füßen auslöschte, so würden alle die Lebewesen, ihr Bhikkhus, die im Gras und Stroh wohnen, nicht zu Tod und Verderben kommen.

Ganz ebenso werden, ihr Bhikkhus, alle die Samanas oder Brāhmanas, die eine abwegige Vorstellung, die in ihnen entstanden, sofort aufgeben, entfernen, beseitigen, vernichten, bei Lebzeiten glücklich leben, ohne Pein, ohne Verzweiflung, ohne heiße Qual. Und nach dem Tode infolge der Auflösung des Körpers ist glückliche Existenz zu erwarten.“